Schlagwort-Archive: MUBI

MUBI im Februar 2023: Die Highlights des Programms

Ganz im Zeichen der Berlinale, räumt MUBI den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Februar einen großen Raum im Programm ein und zeigt einige der ausgezeichneten Berlinale-Filme der Vorjahre: den Goldenen Bären-Gewinner DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT von Mohammad Rasoulof, den 2022 als „Bester Film“ in der Reihe Encounters ausgezeichneten Dokumentarfilm MUTZENBACHER von Ruth Beckermann, den 2022 mit dem Silbernen Bären „Preis der Jury“ ausgezeichneten ROBE OF GEMS von Natalia López sowie den Caligari-Preisträger des Jahres 2021 THE WOLF HOUSE von Crístóbal Leôn und Joaquín Cociña oder Emin Alpers A TALE OF THREE SISTERS. 

Zudem startet im Februar eine Lars von Trier-Reihe. Hier macht der bisher wohl kontroverseste Film des Regisseurs, ANTICHRIST mit Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe, den Auftakt. Im zweiten Trier-Titel MELANCHOLIA sieht sich Kirsten Dunst auf ihrer Hochzeit mit den Folgen einer Depression konfrontiert. Dank des Valentinstags am 14. Februar gilt der zweite Monat des Jahres auch als Monat der Liebe und so streamt MUBI mit DIRTY DANCING einen Liebesfilm-Klassiker. Auch der besondere Liebesfilm zweier Frauen im 18. Jahrhundert – PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN von Céline Sciamma passt da gut ins Programm. Mächtig Starpower im MUBI-Programm versprechen neben den Lars von Trier-Filmen auch Titel wie Tom Hoopers THE KING’S SPEECH, SHE’S FUNNY THAT WAY von Peter Bogdanovich, Spike Lees MALCOLM X oder aber auch Michael Hanekes FUNNY GAMES mit den unvergessenen Susanne Lothar, Ulrich Mühe und Frank Giering. 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Februar 2023. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

Das sind die Highlights:

Ab 3. Februar: DURST von Park Chan-wook (2009, Südkorea, Horror, Kultfilm). Ein katholischer Priester stirbt in Korea bei einem medizinischen Experiment erwacht aber wie durch ein Wunder wieder zum Leben – als Vampir. Der Preis für die Unsterblichkeit ist hoch: Der Diener Gottes muss jetzt nicht nur Menschen aussaugen, sondern auch gegen sinnliche Sünden ankämpfen.
Aktuell sorgt Park Chan-wook mit DECISION TO LEAVE für viel Aufsehen auf den Festivals und in den Kinosälen. In Deutschland wird der Film im Februar mit dem deutschen Titel DIE FRAU IM NEBEL ins Kino kommen. MUBI präsentiert passend dazu neben DURST, der bei den Filmfestspielen in Cannes 2009 den Jury Preis gewonnen hat, auch OLDBOY. Der zweite Teil seiner Rache-Trilogie – nach SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE und vor LADY VENGEANCE – wird seit Dezember 2022 auf der Streaming Plattform gezeigt.   
 

LARS VON TRIER-REIHE
Ab 5. Februar: ANTICHRIST (2009, Dänemark, Deutschland, Avantgarde, Drama). Seit seiner Weltpremiere in Cannes 2009, wo Lars von Trier die Goldene Palme erhielt und Charlotte Gainsbourg als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, sorgt ANTICHRIST für Kontroversen. Immer wieder wird er für seine expliziten Sex und Gewaltszenen kritisiert und gilt als Skandalfilm: Ein trauerndes Paar zieht sich in ihre einsame Hütte in den Wäldern zurück. Dort hoffen sie ihre kriselnde Ehe retten zu können. Aber die Natur verschafft sich ihr Recht, und die Situation eskaliert in einem Exzess aus Sex und Gewalt.

Ab 19. Februar: MELANCHOLIA (2011, Dänemark, Schweden, Drama). Nachdem Justine (Kirsten Dunst) zu ihrem Hochzeitsempfang im Herrenhaus ihrer Schwester (Charlotte Gainsbourg) verspätet ankommt, sieht sie sich wieder mit ihren eigenen inneren Dämonen konfrontiert. Im Laufe des Abends kämpft Justine gegen ihre wieder aufflammende Depression an, zusätzlich nehmen auch die innerfamiliären Spannungen und offen ausgetragenen Konflikte immer mehr an Fahrt auf. Gleichzeitig wird die Erde von einer bevorstehenden Kollision mit dem Planeten Melancholia bedroht.
Während MELANCHOLIA, der neben Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg auch mit vielen weiteren Stars wie Charlotte Rampling, Kiefer Sutherland, Alexander und Stellan Skarsgård, John Hurt und vielen mehr hochkarätig besetzt ist und von der Filmkritik fast einvernehmlich als Meisterwerk gefeiert wurde, sorgte Regisseur Lars von Trier auf der Pressekonferenz der Weltpremiere des Films bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 mit einer Hitler-Aussage für einen neuerlichen Skandal. In der Folge wurde der dänische Regisseur von den Festspielen ausgeschlossen. Kirsten Dunst hingegen wurde als „Beste Schauspielerin“ und der Film mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. 


EMILIJA ŠKARNULYTÉ-REIHE
Die Werke der Regisseurin und Künstlerin Emilija Škarnulytė sind sowohl Dokumentarfilm als auch immersive Installation. In ihnen widmet sie sich der Erforschung der sogenannten tiefen Zeit und den unsichtbaren Strukturen, vom Kosmischen und Geologischen bis zum Ökologischen und Politischen.

Ab 6. Februar: APHOTIC ZONE (2022, Italien, Litauen, Dokumentarfilm, Kurzfilm). Die aphotische Zone ist die tiefe und dunkle Region der Ozeane, in die kaum Licht eindringt. Photosynthese ist nicht möglich, es gibt kein Algen- und Pflanzenwachstum und die meisten Tiere in diesen Regionen sind blind oder haben sich dahin entwickelt, sich selbst Licht zu spenden. 
Der Kurzfilm lief 2022 beim renommierten Dokumentarfilmfestival Vision de Réel in Nyon (Schweiz). 

Ab 7. Februar: BURIAL (2022, Litauen, Norwegen, Dokumentarfilm). In BURIAL geht es tief in und unter die Erde: Von den sowjetischen Ruinen des Kernkraftwerks Ignalina bis zu den antiken Gräbern der Etrusker, vom unterirdischen Kernbrennstofflager Andra in Frankreich bis zu den Atomwüsten und verlassenen Minen von New Mexico. 
BURIAL lief 2022 bei der Viennale und wird in diesem Jahr beim Göteborg Film Festival zu sehen sein.
 

Ab 9. Februar: MUBI EXKLUSIV – A WILD PATIENCE HAS TAKEN ME HERE von Érica Sarmet (2021, Brasilien, Kurzfilm, LGBTQ+). Eine lesbische Bikerin trifft in einer Kneipe auf eine Gruppe von vier jüngeren queeren Personen, die zusammen in einer nicht-monogamen Beziehung leben. Sie lassen sich aufeinander ein und verbringen das Wochenende zusammen. 
Der Kurzfilm ist eine audiovisuelle Hommage an das lesbische Kino und lief beim Sundance Filmfestival 2022. Dort wurde er mit dem „Short Film Special Jury Award – Ensemble Cast“ ausgezeichnet. 

Ab 10. Febuar: FUNNY GAMES von Michael Haneke (1997, Österreich, Horror, Thriller, Kultfilm). Als das Ehepaar Anna und Georg zusammen mit ihrem Sohn Schorschi im Ferienhaus Besuch von zwei jungen Männern bekommt, denken sie sich zunächst nichts Böses. Schnell wird jedoch klar, dass die beiden nicht wirklich mit guten Absichten zu Besuch gekommen sind.
Michael Hanekes FUNNY GAME feierte 1997 Weltpremiere in Cannes. Der Film mit den unvergessenen Schauspieler:innen Ulrich Mühe, Susanne Lothar und Frank Giering hat Kultstatus erlangt und wurde zehn Jahre später von Michael Haneke selbst als amerikanisches Remake FUNNY GAMES U.S. in die Hamptons verlegt. 

Ab 11. Februar: DIRTY DANCING von Emile Ardolino (1987, USA, Drama, Liebesfilm). Wir schreiben die 1960er Jahre in den USA: Die siebzehnjährige Frances, genannt „Baby“, verbringt die Ferien mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einem Ferienressort. Dort lernt sie den aus der Unterschicht stammenden Tanzlehrer Johnny kennen. Als sie eines Abends unerlaubterweise auf eine Party der Hotelangestellten geht, öffnet sich für Baby eine neue Welt.
DIRTY DANCING zählt zu den Filmen, die sich viele Menschen wieder und wieder anschauen. Dass der Film mit dem Independent Spirit Award als „Best First Feature“ und dem Oscar für „Beste Musik – Original Soundtrack“ ausgezeichnet wurde, wissen wahrscheinlich nur wenige Fans des Tanz- und Liebesfilms mit Patrick Swayze und Jennifer Grey in den Hauptrollen sowie Kelly Bishop und Jerry Orbach als „Babys“ Eltern. 

Ab 12. Februar: MALCOLM X von Spike Lee (1992, USA, Drama, Biografie, Historienfilm). MALCOLM X mit Denzel Washington in der Hauptrolle ist eine Hommage an den schwarzen Aktivisten. Während seiner Haft in den 1950er Jahren bekehrt er sich zum Islam und wird nach seiner Entlassung Anführer der Bürgerrechtsbewegung Nation of Islam bis er 1965 ermordet wurde. 
Spike Lees vielbeachtetes Biopic feierte 1993 seine Weltpremiere bei der Berlinale, wo der Hauptdarsteller den Golden Bären als „Bester Darsteller“ gewann. Auch bei den Academy Awards 1993 erhielt der Film zwei Nominierungen, u.a. in der Kategorie „Best Actor Leading Role“.   
 
Ab 14. Februar: PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN von Céline Sciamma (2019, Frankreich, Drama, LGBTQ+, Liebesfilm). Im Frankreich des späten 18. Jahrhunderts erhält die Malerin Marianne von einer Gräfin den Auftrag, im Geheimen das Hochzeitsporträt der Tochter Héloïse zu malen, die sich gegen ihre Vermählung sträubt. Je mehr Zeit die beiden jungen Frauen miteinander verbringen, desto stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen.
Céline Sciammas Historiendrama, für das sie auch das Drehbuch geschrieben hat, feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Cannes 2019 und erhielt dort u.a. die Auszeichnung für das beste Drehbuch. Es folgten zahlreiche weitere Auszeichnung, wie u.a. der César für „Beste Kamera“ 
 

BERLINALE SPECIAL
Ab 16. Februar: MUBI EXKLUSIV – MUTZENBACHER von Ruth Beckermann (2022, Österreich, Dokumentarfilm). Ruth Beckermanns MUTZENBACHER wurde 2022 als „Bester Film“ in der Reihe „Encounters“ der Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet und lief auf zahlreichen Festivals u.a. in San Sebastian und dem CPH-DOX in Kopenhagen: Ein Casting mit Männern zwischen 16 und 99. Keine Ausstattung, keine Maske, nur eine Couch und ein Text, den es vorzulesen gilt. Die Herausforderung: es handelt sich um den legendären Skandalroman „Josefine Mutzenbacher oder Die Lebensgeschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt“, der 1906 anonym erschienen ist. Ein Setting, das Analyse, Emotion, Reflexion und Intimität gleichermaßen zulässt und uns Einblicke in den Kosmos der Erotik und Sexualität eröffnet: innerhalb und außerhalb der Grenzen der männlichen Fantasie.

Ab 17. Februar: DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT von Mohammad Rasoulof (2020, Iran, Deutschland, Drama). Ein Film, der angesichts der aktuellen Entwicklungen im Iran an beklemmender Aktualität gewonnen hat: DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT stammt aus dem Jahr 2020. Bei seiner Weltpremiere auf der Berlinale 2020 wurde er mit dem Goldenen Bären als „Bester Film“ ausgezeichnet.
In vier lose miteinander verknüpften Episoden beleuchtet der Film von Regisseur Mohammad Rasoulof die Todesstrafe im Iran. Vier Menschen müssen sich im Iran mit der Todesstrafe auseinandersetzen, jeder auf seine Weise steht vor einer undenkbaren Wahl – Befehlen zur Vollstreckung der Todesstrafe zu folgen oder sich zu widersetzen und alles zu riskieren. Wie auch immer sie sich entscheiden, es wird ihr Leben, ihre Beziehungen und ihr Gewissen direkt oder indirekt beeinflussen.
 
Ab 20. Februar: MUBI EXKLUSIV – ROBE OF GEMS von Natalia López (2022, Mexiko, Argentinien, Drama). ROBE OF GEMS stellt das Schicksal von drei Frauen in den Mittelpunkt, die direkt oder indirekt mit dem lokalen Drogenhandel in Konflikt geraten. Der erste Langfilm von Regisseurin Natalia López feierte 2022 bei den Internationalen Filmfestspielen seine Weltpremiere und wurde mit dem Silbernen Bären „Preis der Jury“ ausgezeichnet.  
 
Ab 22. Februar: MUBI EXKLUSIV – THE WOLF HOUSE von Crístóbal Leôn, Joaquín Cociña (2018, Chile, Animation). Dieser Stop-Motion Zeitraffer-Film erzählt die Geschichte von Maria, einer jungen Frau, die nach ihrer Flucht aus einer deutschen Kolonie in einem Haus in Süd Chile Zuflucht findet. Ebenfalls eine Rolle spielen drei Schweine und ein böser Wolf. Die Politparabel wurde im Rahmen der Berlinale 2018 in der Sektion „Panorama“ mit dem „Caligari Preis“ ausgezeichnet und stammt von dem Animations-Duo Crístóbal Leôn und Joaquín Cociña, deren THE BONES ebenfalls bei MUBI zu finden ist. 

Ab 23. Februar: A TALE OF THREE SISTERS von Emin Alper (2019, Türkei, Deutschland, Drama). Drei Schwestern aus einem armen Dorf in Zentralanatolien werden, in der Hoffnung auf ein besseres Leben als Pflegekinder an wohlhabende Familien gegeben. Doch der Plan scheitert und nach und nach kehren die Schwestern ernüchtert wieder in das Dorf zurück, wo sie sich der Frage stellen müssen wie es denn weiter gehen soll, 
In eindringlichen Bildern erzählt Regisseur Emin Alper, der selbst in den anatolischen Bergen aufgewachsen ist, von einer Gesellschaft, in der weder Frauen noch Männer eine Chance haben, den vorbestimmten Kreislauf zu durchbrechen. 2019 feierte der Film seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin und gewann im selben Jahr den European Film Award.


Ab 18. Februar: SHE’S FUNNY THAT WAY von Peter Bogdanovich (2014, USA, Drama). Als ein etablierter Broadway-Regisseur sein Callgirl Izzy für die Hauptrolle in seinem neuen Stück an der Seite seiner Frau und ihres Ex-Geliebten engagiert, kommt es zu einem verrückten Liebeswirrwarr. Und dann kommt auch noch Izzys Therapeutin Jane mit ins Spiel, so dass es bald noch komplizierter wird…
Weltpremiere feierte der Film, der mit Owen Wilson, Jennifer Aniston, Imogen Poots und Rhys Ifans prominent besetzt ist, 2014 in Venedig und war nach über zehn Jahren das Comeback von Peter Bogdanovich als Kinoregisseur. 

Ab 26. Februar: THE KING’S SPEECH – DIE REDE DES KÖNIGS von Tom Hooper (2010, Großbritannien, USA, Drama, Biografie, Historienfilm). Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Dann wird er 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Mit Hilfe eines einfühlsamen Therapeuten überwindet König Georg VI. sein Stottern. 
THE KING’S SPEECH feierte 2011 Deutschlandpremiere im Rahmen der Berlinale und wurde bei den Academy Awards mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet: „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Original Drehbuch“ sowie „Bester Darsteller“ für Colin Firth und seine Rolle als König Georg VI. 

Ab 28. Februar: DIE WERCKMEISTERSCHEN HARMONIEN von Ágnes Hranitzky und Béla Tarr (2000, Ungarn, Italien, Drama, Mystery). In einer Kleinstadt in der ungarischen Tiefebene macht ein Zirkus Halt. Die Attraktion ist ein riesiger ausgestopfter Wal. Aus dem ganzen Land reisen Menschen an, um das tote Tier zu sehen.
Gedreht wurde – typisch für Béla Tarrs Stil – komplett in Schwarz-Weiß. Weltpremiere feierte der Film, in dem neben Hauptdarsteller Lars Rudolph auch Hanna Schygulla und Peter Fitz zu sehen sind, im Rahmen der „Directors‘ Fortnight“ in Cannes 2000 und lief auch bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2001. 

Bild: Courtesy MUBI

Januar 2023: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Im ersten Monat des neuen Jahres richtet MUBI den Blick auf Erstlingswerke von großen Meister:innen im Filmgeschäft und vielversprechenden Debütant:innen. MUBI räumt im Januar aber auch Meilensteinen der Filmgeschichte ihren gebührenden Platz ein und versprüht mit prominent besetzten Schauspielerfilmen ersten Hollywood Glamour zur startenden Award Season.
 

In der neuen Reihe „First Films First“ präsentiert MUBI u.a. David Cronenbergs Debüt STEREO, Jane Campions SWEETIE oder auch FRIDAS SOMMER von Carla Simón. Fritz Langs Klassiker M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER war der allererste Tonfilm des großen Regiemeisters. Das erste Mal die Schrecken des Holocaust ins Bild setzte die Auschwitz überlebende Regisseurin Wanda Jakubowska in ihrem bedrückenden Drama DIE LETZTE ETAPPE, für das sie nur drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit Überlebenden in Ausschwitz drehte. Vom koreanischen Regisseur Bong Joon-ho, der spätestens mit seinem Oscar-Erfolg PARASITE große Bekanntheit erlangte, wird u.a. das schwarzhumorige Debüt HUNDE, DIE BELLEN, BEISSEN NICHT und sein erster englischsprachiger Film SNOWPIERCER präsentiert, in dem er u.a. Hollywoodstar Chris Evans, Tilda Swinton, Ed Harris und William Hurt auf die Gleise eines Sci-Fi Thrillers schickt. Auch irgendwie ein Debüt: Erstmals vor laufender Kamera professionell die Hüllen fallen lassen Channing Tatum und Matthew McConaughey in MAGIC MIKE. 

Highlight im Januar aber ist Österreichs aktueller Oscar-Kandidat CORSAGE – gerade erst wurde bekannt gegeben, dass CORSAGE zu den letzten 15 Produktionen gehört, die es auf die Shortlist für den „Besten Internationalen Film“ geschafft haben. Regisseurin Marie Kreutzer wagt in CORSAGE eine neue Sisi-Rezeption, mit einer von Vicky Krieps als European Actress bei den European Film Awards 2022 ausgezeichnet dargestellten Kaiserin mitten in der Midlife-Crisis.

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Januar 2023. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

Das sind die Highlights:

FIRST FILMS FIRST REIHE
Ab 1. Januar: STEREO von David Cronenberg (1969, Kanada, Drama, Avantgarde, Sci-Fi). Bereits in seinem ersten Langfilm beschäftigte sich David Cronenberg, zu dessen Meisterwerken in den mittlerweile über 50 Schaffensjahren u.a. Klassiker wie DIE FLIEGE, NAKED LUNCH, CRASH aber auch A HISTORY OF VIOLENCE, COSMOPOLIS oder CRIMES OF THE FUTURE gehören, mit den Elementen des (Body-)Horror und Sci-Fiction: Irgendwann in der Zukunft untersucht die „Canadian Academy for Erotic Inquiry“ die Theorien des Parapsychologen Luther Stringfellow. Dort unterziehen sich sieben junge Erwachsene freiwillig einer Gehirnoperation, die ihnen die Sprache nimmt, aber ihre Fähigkeit zur telepathischen Kommunikation erhöht.

Ab 2. Januar: BESONDERE KENNZEICHEN: KEINE von Jerzy Skolimowski (1964, Polen, Drama). BESONDERE KENNZEICHEN: KEINE ist das schwarzweiß Spielfilmdebüt des polnischen Filmemachers Jerzy Skolimowski aus dem Jahr 1965, für das er sowohl das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und noch dazu die männliche Hauptrolle gespielt hat: Die ungebundene Langeweile der polnischen Nachkriegsgeneration wird in dieser jazzigen Chronik über den letzten Tag in Freiheit vor der Einberufung in den Militärdienst perfekt eingefangen. Autobiographisch unterfüttert, gibt der Film einen Einblick in die Gedankenwelt der 60er-Jahre Nachkriegsgeneration in Polen.
Jerzy Skolomowski war unlängst mit seinem jüngsten Film EO bei den European Film Awards 2022 in der Kategorie „Beste Regie“ nominiert. 


Ab 5. Januar: FRIDAS SOMMER von Carla Simón (2017, Spanien, Drama, Familienfilm). Still beobachtet die sechsjährige Frida, wie die letzten Dinge aus der Wohnung ihrer verstorbenen Mutter in Boxen gepackt werden. Obwohl die Familie ihres Onkels sie mit offenen Armen aufnimmt, tut sich Frida schwer mit ihrer neuen Heimat auf dem Lande – weit weg von ihrer Geburtsstadt, Barcelona, muss Frida lernen, mit ihrer Trauer umzugehen.
Carla Simóns autobiografisch geprägtes Spielfilmdebüt feierte 2017 seine Weltpremiere in der Reihe „Generation“ bei der Berlinale 2017, wurde als „Beste Nachwuchsregie“ mit dem Goya ausgezeichnet und war der spanische Beitrag für die Oscars als „Bester fremdsprachiger Film“. Auch mit ihrem aktuell zweiten Spielfilm ALCARRÀS – DIE LETZE ERNTE sorgte Simón seit der Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2022, wo sie mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, für Begeisterung bei Kritik und Publikum gleichermaßen und war für den European Film Award in der Kategorie „Bester Film“ nominiert. 

Ab 8. Januar: SWEETIE von Jane Campion (1989, Australien, Drama, Komödie). Die widerspenstige Dawn – Spitzname Sweetie – bricht in das Leben ihrer viel ruhigeren, abergläubischen Schwester Kay ein und reißt sie aus ihrem Alltagstrott. Als dann auch noch ihr dementer Vater einzieht, droht das Geflecht schwelender Neurosen in Flammen aufzugehen.
Jane Campions Spielfilmdebüt feierte 1989 seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und wurde 1991 mit dem Independent Spirit Award als „Bester ausländischer Film“ ausgezeichnet. Seither begeistert die neuseeländische Regisseurin ihr Publikum mit Filmen wie DAS PIANO (1993), PORTRAIT OF A LADY (1996) oder THE POWER OF THE DOG (2021). 

Ab 9. Januar: DRIVE von Nicolas Winding Refn (2011, USA, Action). Ein stiller Stuntman (Ryan Gosling) arbeitet tagsüber in Hollywood und nachts als Fahrer für die Mafia. Er wird zum Ziel einiger der gefährlichsten Männer von L.A., nachdem er zugestimmt hat, dem Ehemann seiner Nachbarin Irene zu helfen. Als der Job schief geht, kann er Irene (Carey Mulligan) und ihren Sohn nur damit schützen, was er am besten kann: Autofahren.
Spätestens die Rolle des namenlosen Stuntmans in DRIVE war für den beliebten Schauspieler Ryan Gosling der große Durchbruch in Hollywood. An seiner Seite sind weitere Schauspieler:innengrößen wie Carey Mulligan, Bryan Cranston, Oscar Isaac oder Christina Hendricks in dem rasanten Actionfilm zu sehen, der 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes Weltpremiere feierte und mit der Goldenen Palme für die „Beste Regie“ ausgezeichnet wurde. 

Ab 11. Januar: MUBI EXKLUSIV – DIE LETZTE ETAPPE von Wanda Jakubowska (1948, Polen, Drama). Der erste Spielfilm DIE LETZTE ETAPPE der polnischen Dokumentarfilmerin Wanda Jakubowska entstand nur zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges und ist einer der frühesten filmischen Versuche, den Holocaust filmisch darzustellen. Das Drehbuch basiert auf den Erlebnissen der Filmemacherin und denen anderer Frauen und erzählt das Schicksal mehrerer Frauen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Gedreht wurde direkt im Konzentrationslager Auschwitz, wo Wanda Jakubowska selbst bis zu ihrer Befreiung durch die russische Armee mehrere Jahre inhaftiert war. Bis heute wird der Film von nachfolgenden Regisseur:innen zitiert, darunter Steven Spielberg in SCHINDLERS LISTE

FRITZ LANG DOUBLE BILL 
Fritz Lang prägte die Filmgeschichte, indem er vor allem in der Ära des späten Stummfilms und des frühen Tonfilms neue ästhetische und technische Maßstäbe setzte. Zu seinen Meisterwerken gehören Klassiker wie METROPOLIS, M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER oder DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE. 1939 emigrierte er in die USA und gilt dank Filmen wie BLINDE WUT, STRASSE DER VERSUCHUNG u.a. als Vorreiter des Film Noir.

Ab 12. Januar: DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE (1933, Deutschland, Frankreich, Krimi Thriller, Mystery). Der für seine hypnotischen Fähigkeiten gefürchtete Dr. Mabuse sitzt eingesperrt in einer Heilanstalt. Sein Ableben bereits vor Augen, verfasst Mabuse ein Testament voller übler Mord- und Terrorpläne, die wie Anleitungen von einer Verbrecherorganisation in die Tat umgesetzt werden, obwohl sie den Ganoven gar nicht zugänglich sind. Die Polizei steht vor einem Rätsel…
Fritz Lang legte in DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE den Grundstein für das heutige Genre der Crime- und Mystery-Filme. Der Film gilt als einer der großen Klassiker des Weltkinos. Gedreht wurde in zwei Fassungen auf deutsch und französisch, wobei beide Fassungen von den Nationalsozialisten wegen seiner politischen Anspielungen verboten wurden.

Ab 19. Januar: M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (1931, Deutschland, Krimi, Drama). Fritz Langs erster Tonfilm M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER gehört zu den Meisterwerken der Weimarer Republik. Mit Peter Lorre als psychopathischem Kindermörder hat der Film Geschichte geschrieben. Der Film spiegelt das gesellschaftliche Klima der Zeit wider und wurde schließlich ebenfalls verboten.  
Um den flüchtigen Kindermörder Hans Beckert zu fassen, ruft die Polizei sämtliche Kriminellen der Stadt auf den Plan. Die Anführer der Unterwelt fassen den Entschluss, den Mörder selbst zu fangen. Als die Bewohner Beckert identifizieren, markieren sie ihn mit einem „M“ auf seinem Rücken.

BONG JOON-HO Triple Bill
Bong Joon-hos bisher größter Erfolg war der Spielfilm PARASITE (2019), der bei der Oscarverleihung 2020 zum großen Gewinner wurde: Neben der Auszeichnung als „Bester fremdsprachiger Film“, räumte er die Oscars für den „Besten Film“, die „Beste Regie“ und das „Beste Originaldrehbuch“ ab. Im Januar zeigt MUBI drei seiner früheren Werke.

Ab 10. Januar: HUNDE, DIE BELLEN, BEISSEN NICHT (2000, Südkorea. Komödie). Bong Joon-hos Spielfilmdebüt HUNDE, DIE BELLEN, BEISSEN NICHT ist angesiedelt in einem Apartmentkomplex in Seoul. Die Protagonisten sind ein arbeitsloser Uniprofessor, der gestört vom Hundegebell in der Nachbarschaft zu ungewöhnlichen Methoden greift und eine gelangweilte Buchhalterin, die sich auf die Suche nach den verschwundenen Hunden begibt.

Ab 20. Januar: MEMORIES OF MURDER (2003, Südkorea, Krimi, Drama, Mystery). In dem zweiten Langfilm seiner Regiekarriere, in MEMORIES OF MURDER, erzählt der Filmemacher die wahre Geschichte der Jagd nach einem sadistischen Serienvergewaltiger und -mörder, der eine kleine Provinz im Südkorea der 1980er Jahre terrorisiert. Drei zunehmend verzweifelte Ermittler geben sich alle Mühe, die gewaltsame Psyche eines Mörders zu entschlüsseln.

Ab 27. Januar: SNOWPIERCER (2013, USA, Südkorea, Action, Sci-Fi, Thriller). SNOWPIERCER feierte 2014 seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. Der erste englischsprachige Film des südkoreanischen Regisseurs ist mit u.a. Chris Evans, Tilda Swinton, Ed Harris, William Hurt und Jamie Bell ausgesprochen prominent besetzt. 
Nach einem missglückten Versuch, die globale Erwärmung zu stoppen, versinkt die Erde in einer neuen Eiszeit. Die wenigen Überlebenden sammeln sich in einem 650 Meter langen Zug, der durch die Eiswüste rast, ohne je anzuhalten. Innerhalb des Zuges herrscht strikt Klassentrennung: Die große Masse lebt in elenden Verhältnissen im hinteren Zugteil, während eine kleine reiche Minderheit in den vorderen Waggons ihren Luxus genießt. Doch unter den Passagieren des Prekariats macht sich Revolutionsstimmung breit.

Ab 06. Januar: DER BABADOOK von Jennifer Kent (2014, Australien, Drama, Horror, Thriller). Eine alleinerziehende Mutter hat den gewaltsamen Tod ihres Mannes auch nach vielen Jahren noch nicht überwunden. Sie leidet unter Depressionen, die auch die Beziehung zu ihrem Sohn belastet. Als dieser eines Tages in einem Winkel des Hauses eine Art Kinderbuch namens „The Babadook“ findet, leidet er fortan unter Alpträumen und ist überzeugt davon, dass das Monster im Haus lauert. Zunächst noch zweifelnd wird auch die Mutter nach und nach von verstörenden Erscheinungen geplagt und spürt überall um sich herum eine unheimliche Präsenz, der sie sich stellen muss.
Weltpremiere feierte der von der Kritik hochgelobte Horrorfilm 2014 beim Sundance Film Festival.

Ab 16. Januar: MAGIC MIKE von Steven Soderbergh (2012, USA, Komödie, Drama). Steven Soderberghs unterhaltsamer Film über Sex als Geschäft, basiert lose auf den Erlebnissen des Hauptdarstellers Channing Tatum, der selbst als Zwanzigjähriger als Stripper sein Geld verdiente. Neben Channing Tatum begeisterte auch Matthew McConaughey das Kinopublikum. Der Film feierte 2012 in Locarno seine Weltpremiere. 
Mike Martingano (Channing Tatum) ist Stripper und nennt sich „Magic Mike“, doch seine wirkliche Leidenschat gilt dem Designen von Möbeln. Er arbeitet für Dallas (Matthew McConaughey), einem Stripper im Ruhestand. Eines Tages läuft ihm „The Kid“ (Alex Pettyfer) über den Weg, den Mike unter seine Fittiche nimmt.

Ab 18. Januar: MUBI EXKLUSIV – ACTUAL PEOPLE von Kit Zauhar (2021, USA, Drama). In dem Spielfilmdebüt von Kit Zauhar über das Collegeleben, das in Locarno 2021 Weltpremiere feierte, geht es um die scheinbar harmlose Frage „Was willst Du nach dem Abschluss machen?“, die zahlreiche Millennials in eine sogenannte „Post-Grad-Depression“ oder „Quaterlife“-Krise führt. 
Riley steht kurz vor ihrem Abschluss in ihrer letzten College-Woche. Um sich abzulenken, unternimmt sie große Anstrengungen, um die Zuneigung eines Jungen aus ihrer Heimatstadt Philly zu gewinnen, und muss sich schließlich mit ihren eskalierenden Ängsten über ihr Liebesleben, ihre Familie und ihre Zukunft auseinandersetzen.

Ab 21. Januar: MUBI EXKLUSIV – CORSAGE von Marie Kreutzer (2022, Österreich, Frankreich, Biografie, Historienfilm, Drama). Das Leben von Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, wurde schon oft verfilmt. Diesmal steht nicht die junge Kaiserin im Zentrum, sondern eine vierzigjährige Frau und ihre Midlife-Crisis.
CORSAGE feierte seine vielbeachtete Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Cannes 2022 in der Reihe „Un Certain Regard“, wo Hauptdarstellerin Vicky Krieps für ihre beeindruckende Rolle „Sisi“ mit dem Preis als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Sie erhielt außerdem den European Film Award in der Kategorie ‚European Actress‘. Deutschlandpremiere feierte CORSAGE beim Filmfest in München.

Ab 22. Januar: SILENCE von Martin Scorsese (2016, USA, Großbritannien, Drama, Historienfilm). Bei SILENCE führte Martin Scorsese nicht nur Regie, sondern verfasste gemeinsam mit Jay Cocks auch das Drehbuch, das auf einen Roman des japanischen Autors Endō Shūsaku basiert: Zwei christliche Missionare (Andrew Garfield und Adam Driver) reisen zu einer Zeit, als das Christentum in Japan verboten war in das Land. Sie sind auf der Suche nach ihrem vermissten jesuitischen Mentor (Liam Neeson). Als sie gefangen genommen und eingesperrt werden, beginnt für die beiden Männer eine Odyssee, die ihren Glauben und ihre geistige Gesundheit auf die Probe stellt und ihr Leben gefährdet.

Ab 25. Januar: MUBI EXKLUSIV – BECOMING MALE IN THE MIDDLE AGES von Pedro Neves Marques (2022, Portugal, Kurzfilm, Drama, LGTBQ+). Mirene und André sind ein heterosexuelles Paar, das mit Unfruchtbarkeitsproblemen zu kämpfen hat. Carl und Vicente sind ein homosexuelles Paar, das sich einem experimentellen Verfahren unterzieht, um ein leibliches Kind zu bekommen. 
Der Kurzfilm von Pedro Neves Marques gewann beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam den begehrten „Ammodo Tiger Short Award.

Ab 31. Januar: TUESDAY von Charlotte Wells (2015, USA, Großbritannien, Kurzfilm, Drama). Die schottische Regisseurin und Drehbuchautorin Charlotte Wells hat mit ihrem kürzlich in Deutschland in den Kinos gestarteten Spielfilmdebüt AFTERSUN bei der Weltpremiere in Cannes für viel Aufsehen gesorgt. MUBI präsentiert mit TUESDAY einen ihrer prämierten Kurzfilme, der 2018 den London Critics Circle Film Award gewann. 
Jeden Dienstag bleibt die sechzehnjährige Allie bei ihrem Vater und besteht darauf, dass auch diese Woche keine Ausnahme sein wird. Im Laufe des Tages durchlebt und -leidet sie verschiedene unangenehme Begegnungen mit Familie und Freunden, bevor sie schließlich in der Wohnung ihres Vaters ankommt. Dort wird ihre Routine durch die Stille eines leeren Hauses unterbrochen.

Hier geht es zur kompletten Filmliste im Januar 2023.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

MUBI im Dezember 2022: Die Highlights des Programms

Im Dezember besinnt sich MUBI auf das bevorstehende Fest der Liebe und nähert sich diesem großen Gefühl in ganz unterschiedlichen Genres und Formen: In PETITE MAMAN von Céline Sciamma geht es u.a. um die Liebe zu einer weitgehend abwesenden Mutter, in HAUS OHNE DACH um die Dinge, die man aus Liebe zu der verstorbenen Mutter noch bereit ist auf sich zu nehmen, in RAFIKI finden zwei junge kenianische Frauen zueinander und in TWO LOVERS beflügelt die Liebe und bringt neuen Lebensmut. Dass Liebe sogar die beruflichen Blickwinkel zu verrücken vermag, erfährt Hanns Zischler in BERLIN CHAMISSOPLATZ, wie sehr „sich verlieben“ einem den Kopf verdrehen kann, zeigt sich dagegen in BUNGALOW. Eher um körperliche Lust geht es in den Filmen der für lange Zeit unter einem männlichen Pseudonym agierenden japanischen Softporno-Produzentin, Keiko Sato, der ein Double Bill gewidmet ist. Auch in SPRING BREAKERS dominiert das fleischliche Begehren, in THAT KIND OF SUMMER von Denis Côté erleben drei hypersexuelle Frauen die unterschiedlichen Formen des sexuellen Verlangens, in BLANK NARCISSUS trauert ein alternder Porno-Regisseur seiner einstigen Jugendliebe nach, während sich in MEIN BRUDER HEISST ROBERT UND IST EIN IDIOT eine eher verstörende Form der Zwillings-Geschwisterliebe entfaltet. 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Dezember 2022. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.


Das sind die Highlights:


Ab 1. Dezember: MUBI EXKLUSIV – THAT KIND OF SUMMER von Denis Côté (2022, Kanada, Drama).

2022 feierte THAT KIND OF SUMMER Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. Drei hypersexuelle Frauen verbringen 26 Tage gemeinsam in einem ruhigen Haus am See. Sie sind freiwillig hier, betreut von einem Sozialarbeiter und einer Therapeutin. Die Überschrift des Experiments lautet „Hypersexualität ist keine Krankheit“ und ist gar nicht auf Heilung angelegt, sondern will die offene Erkundung und Reflexion von Begehrenserfahrungen ermöglichen.


Ab 2. Dezember: HAUS OHNE DACH von Soleen Yusef (2016, Deutschland, Irak, Drama).

Drei im kurdischen Irak geborene und in Deutschland aufgewachsene Geschwister reisen nach vielen Jahren das erste Mal zurück in die alte Heimat, um ihrer verstorbenen Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Diese wünschte sich neben ihrem im Krieg unter Saddam Husseins Regime getöteten Mann in ihrem Heimatdorf beerdigt zu werden. Auf ihrer Reise sehen sich die Geschwister mit dem Widerstand der restlichen Verwandten konfrontiert und erkennen, dass sie sich untereinander und von ihrem einstigen Heimatland entfremdet haben. 

Die deutsch-kurdische Regisseurin Soleen Yusef wurde für HAUS OHNE DACH beim Filmfest in Bratislava als „Beste Regisseurin“ ausgezeichnet. Zudem erhielt das Spielfilmdebüt beim Filmfest in München 2016, wo Weltpremiere gefeiert wurde, die Auszeichnung als „Beste Produktion“ und 2017 beim Filmfest in Montréal den „Grand Prix Special Amérique“.


Ab 5. Dezember: BERLIN CHAMISSOPLATZ von Rudolf Thome (1980, Deutschland, Drama, Komödie. Liebesfilm).

Ein älterer Architekt bekommt den Auftrag, ein besetztes Haus im Berliner Stadtteil Kreuzberg zu sanieren. Dann aber lernt er eine Studentin kennen, die sich mit einer Bürgerinitiative dafür einsetzt, das Wohngebiet am Chamissoplatz zu erhalten. Er verliebt sich in die junge Frau… Die Rolle des Architekten Martin spielt Hanns Zischler. Die Uraufführung feierte BERLIN CHAMISSOPLATZ bei den Hofer Filmtagen 1980 und wurde 1982 mit dem Gilde Filmpreis in Silber ausgezeichnet. 


Ab 7. Dezember: MUBI EXKLUSIV – BLANK NARCISSUS (PASSION OF THE SWAMP) von Peter Strickland (2022, Großbritannien, Australien, Kurzfilm, LGBTQ+, Avantgarde).

Ein alternder Pornoregisseur spricht den Audio-Kommentar für die DVD-Veröffentlichung seines 1972 entstandenen 16mm-Underground-Pornos ein. Während der schöne Held im Film eine Reihe erotischer Träumereien durchlebt, beklagt der Regisseur seine verlorene Liebesaffäre mit seinem einstigen Protagonisten.


Ab 8. Dezember: RAFIKI von Wanuri Kahiu (2018, Kenia, Südafrika, Drama, Liebesfilm, LGBTQ+).

RAFIKI bedeutet übersetzt „Freundin“. Und so erzählt Regisseurin Wanuri Kahiu die Geschichte von zwei jungen Frauen, die allen politischen Rivalitäten und Widerständen ihrer Familien zum Trotz fest an ihrer Freundschaft festhalten und sich gegenseitig dabei unterstützen, ihre Träume in einer konservativen Gesellschaft zu verwirklichen. Als aus der Freundschaft allmählich eine Liebesbeziehung wird, müssen sich die beiden Mädchen zwischen Glück und Sicherheit entscheiden.

2018 war RAFIKI der erste kenianische Film, der seine Weltpremiere in der Reihe „Un certain regard“ der Filmfestspiele von Cannes feierte. Von dort startete eine bemerkenswerte Filmfestival-Welt-Tour mit Stationen u.a. in Toronto, Sao Paulo, Sydney, Philadelphia, Thessaloniki, Göteborg, Zürich, Tallinn, Karlovy Vary, London uvm. 

In Kenia trug der Film zum Diskurs über Homosexualität bei und war in insgesamt zehn Kategorien der African Movie Academy Awards nominiert und gewann den „Ousmane Sembene Award for Best Film in African Language“.    


KEIKO SATO: PINKU MAVERICK Double Bill 

Keiko Sato, die heutige Präsidentin der japanischen Produktionsfirma Kokuei, war jahrelang unter dem männlichen Pseudonym Asakura Daisuke in der männerdominierten Industrie des „pinku eiga“ (Pink Film) tätig. Als Pink Film wiederum werden in Japan unabhängige, mit geringem Budget produzierte, softpornografische Kinofilme bezeichnet, die seit den frühen 1960er-Jahren bis heute hergestellt werden und neben Sex- oder Nacktszenen oft recht experimentelle Handlungen beinhalten.

Keiko Sato veröffentlichte die Filme laut eigener Aussage unter Pseudonym, weil sie nicht gewollt habe, dass einer ihrer Lehrer ihren Namen im Abspann finde, falls er die Filme schauen sollte.


Ab 12. Dezember: WOMEN HELL SONG von Mamoru Watanabe (1970, Japan, Drama).

Die umherstreifende Gesetzlose Okayo wird wegen ihrer Tätowierung auf dem Rücken, dem Bild der gleichnamigen buddhistischen Schutzgottheit der Künste und der Weiblichkeit, auch Benten genannt. Benten ist auf der Flucht vor ihren Verfolgern, die sie vor drei Jahren vergewaltigt haben und töten wollten. Jetzt will sie sich für das ihr zugeführte Leid rächen. Gleichzeitig ist sie auf der Suche nach ihrem unbekannten Retter, der ihr damals half, sich aus ihrer ausweglosen Lage zu befreien. 


Ab 12. Dezember: INFLATABLE SEX DOLL OF THE WASTELAND von Atsushi Yamatoya (1967, Japan, Krimi, Drama).

Ein Privatdetektiv wird beauftragt, eine Frau zu finden, die offenbar in einem Snuff-Film ermordet wurde. Es stellt sich heraus, dass die Frau nicht tot, sondern sehr lebendig ist. Er verstrickt sich in eine heiße Affäre, die ihn zunehmend an seinem Realitätssinn zweifeln lässt


Ab 15. Dezember: BUNGALOW von Ulrich Köhler (2022, Deutschland, Drama).

Auf dem Rückweg vom Manöver zur Kaserne bleibt der neunzehnjährige Bundeswehr Rekrut Paul unbemerkt an einer Raststätte zurück. Paul verdrückt sich daraufhin in den elterlichen Bungalow, wo er sich vor den Feldjägern versteckt, seinem älteren Bruder Max auf die Nerven geht und sich in dessen dänische Freundin Lene verliebt.

Weltpremiere feierte das Debüt von Regisseur Ulrich Köhler bei den Filmfestspielen von Berlin. Ulrich Köhler gehört mit Filmen wie AM MONTAG KOMMEN DIE FENSTER, SCHLAFKRANKHEIT oder IN MY ROOM zu den Regisseuren der Berliner Schule. 


Ab 18. Dezember: SPRING BREAKERS von Harmony Korine (2012, USA, Frankreich, Komödie, Krimi, Drama).

Vier Kindheitsfreundinnen landen im Gefängnis, nachdem sie ein Restaurant ausgeraubt haben, um ihre Spring-Break-Ferien zu finanzieren. Bei einer wilden Drogenparty werden sie schließlich gefasst. Ihre Kaution zahlt ein mit Drogen dealender Rapper (James Franco), der ihnen die aufregendste Zeit ihres Lebens verspricht. Doch schnell müssen sie erkennen, alles hat seinen Preis…

Weltpremiere feierte der mit James Franco, Vanessa Hudgens, Selena Gomez, Ashley Bensom und Rachel Korine prominent besetzte Film 2012 bei den Filmfestspielen von Venedig, wo er die Sonderauszeichnung „Future Film Festival Digital Award“ erhielt. Es folgten Nominierungen u.a. bei den Independent Spirit Awards und vielbeachtete Festival Einsätze u.a. in Toronto oder Rotterdam. 


Ab 20. Dezember: DER UNHOLD von Volker Schlöndorff (Deutschland, Frankreich, Drama, Historienfilm, Kriegsfilm).

Der einfältige, aber kinderliebende Franzose Abel (John Malkovich) wird als Kriegsgefangener nach Hitler-Deutschland verschleppt. Dort arbeitet er an einer Militärschule, wo Jungen zu ideologischem Kanonenfutter herangezüchtet werden. Erst als russische Panzer anrollen, wird Abel der Schrecken bewusst.

In der Hauptrolle brilliert John Malkovich, an seiner Seite sind u.a. Gottfried John und Marianne Sägebrecht zu sehen. Bei den Filmfestspielen von Venedig feierte Volker Schlöndorffs Antikriegsfilm 1996 Weltpremiere und erhielt den „UNICEF Award“, es folgten weitere Festivalstationen u.a. in Toronto und der Berlinale.


Ab 21. Dezember: MUBI EXKLUSIV – A SHORT STORY von Bi Gan (2022, China, Kurzfilm, Abenteuerfilm, Fantasy). 

Ursprünglich war A SHORT STORY als Werbefilm für Katzenfutter gedacht. Doch dann feierte der geniale Kurzfilm bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes seine Weltpremiere. 

Es folgten weitere Festival-Stationen u.a. in San Sebastian, New York und Ghent. Erzählt wird die magische Geschichte einer Katze in einem langen Trenchcoat. 


Ab 23. Dezember: TWO LOVERS von James Gray (2008, USA, Drama, Liebesfilm).

Das Leben eines depressiven jungen Mannes (Joaquin Phoenix) ändert sich, nachdem er nach einem missglückten Suizidversuch wieder bei seinen Eltern einzieht. Zwei Frauen kommen ins Spiel: die reizende Tochter eines engen Familienfreunds und eine schöne Nachbarin, deren glühendes Verlangen ihn seine verlorene Lebenslust wiederfinden lässt.

Die Weltpremiere in Cannes feierte Regisseur James Gray 2008 gemeinsam mit seinen Stars Joaquin Phoenix, Gwyneth Paltrow und Vanessa Shaw. 


Ab 25. Dezember: MUBI EXKLUSIV – PETITE MAMAN von Céline Sciamma (2021, Frankreich, Drama, Fantasy).

Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter trifft die achtjährige Nelly im Wald auf ein seltsam vertrautes, gleichaltriges Mädchen. Sofort entwickelt sich eine Freundschaft und Nelly begibt sich auf eine fantastische Entdeckungsreise, die ihr hilft, mit ihrem Verlust fertig zu werden.

PETITE MAMAN ist der fünfte Spielfilm von Regisseurin Céline Sciamma, der 2021 bei den Berliner Filmfestspielen seine Weltpremiere feierte, bei den Independent Spirit Awards u.a. als „Bester Internationaler Film“ nominiert war und auch in Toronto und San Sebastián bei den Filmfestivals für Aufsehen sorgte.  


Ab 28. Dezember: MEIN BRUDER HEISST ROBERT UND IST EIN IDIOT von Philip Gröning (2018, Deutschland, Frankreich, Drama).

Im Mittelpunkt von Philip Grönings Film, zu dem er auch das Drehbuch schrieb, stehen ein Bruder und eine Schwester, Robert und Elena, 19-jährige Zwillinge, die ein Sommerwochenende an einer Tankstelle auf dem Land verbringen, um für Elenas Abschlussprüfung in Philosophie zu büffeln. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin im Jahr 2018 feierte der Film Weltpremiere und sorgte für Gesprächsstoff. 


Ab 29. Dezember: ANOTHER WORLD von Stéphane Brizé (2021, Frankreich, Drama). 

Nach DER WERT DES MENSCHEN (2015) und STREIK (2018) folgt mit ANOTHER WORLD der Abschluss der antikapitalistischen Trilogie von Stéphane Brizé, der 2021 in Venedig seine Weltpremiere feierte. Ein weiteres Mal hat Brizé den Schauspieler Vincent Lindon für die männliche Hauptrolle besetzt: 

Philippe (Vincent Lindon) hat sein Leben der regionalen Fabrik eines multinationalen Unternehmens gewidmet, aber zu einem hohen persönlichen Preis: Er und seine Partnerin Anne trennen sich, zu seinem Sohn pflegt er eine schwierige Beziehung. Als Philippe unter Druck gesetzt wird, eine weitere Entlassungsrunde einzuleiten, gerät er in eine Gewissenskrise.


Ab 30. Dezember: OLDBOY von Park Chan-wook (2003, Südkorea, Drama, Thriller, Mystery, Action).

OLDBOY ist nach SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE und vor LADY VENGEANCE der zweite Teil von Park Chan-wooks Rache-Trilogie. In Cannes wurde der Film bei seiner Weltpremiere mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet: Oh Dae-su, ein unscheinbarer Geschäftsmann, der mit seiner Frau und seiner Tochter lebt, wird eines Tages entführt und wacht eingesperrt in einem Ein-Zimmer-Apartment auf, aus dem er 15 Jahre lang nicht entfliehen kann. 

Bild: Courtesy MUBI

MUBI startet MUBI GO in Deutschland 

Nach dem großen Erfolg in Großbritannien, den USA und Indien wird MUBI GO, die Kinoinitiative von MUBI, nun nach Deutschland expandieren. MUBI startet das Angebot zunächst in Berlin exklusiv mit der Yorck Kinogruppe. Die MUBI GO-Kinotickets werden in allen 14 Yorck-Kinos in Berlin einlösbar sein.

Die wöchentliche Filmauswahl bei MUBI GO wird von Experten kuratiert und beschränkt sich nicht nur auf Titel des MUBI-Katalogs, sondern wird auch herausragende Arthouse-Filme aller möglichen Verleihunternehmen beinhalten. So sollen die besten Filmneustarts ins MUBO GO-Programm gelangen.

Den Start macht am 24. November BONES & ALL, ein romantisches Horror-Drama von Luca Guadagnino, das im September 2022 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Premiere feierte. Spätere Titel im Programm von MUBI GO umfassen CALL JANE von Phyllis Nagy und AFTERSUN von Charlotte Wells, den MUBI als Verleih am 15. Dezember selbst bundesweit in die Kinos bringt.

Für begrenzte Zeit erhalten MUBI-Mitglieder für den regulären monatlichen Abonnementpreis von 11,99 € zusätzlich zu den über 1.100 Filmen auf der Plattform mit MUBI GO nun auch jede Woche einen neuen Film zum Entdecken auf der großen Leinwand. Mitglieder können ihr wöchentliches Ticket für jede an diesem Tag verfügbare Vorführung in den Partnerspielstätten einlösen.

Hierfür laden sich die Abonnent:innen die MUBI GO-App herunter und wählen ein Kino und eine Spielzeit für einen der zur Verfügung stehenden MUBI GO-Filme aus. Die App generiert daraufhin einen QR-Code, für den die Mitgliederje nach Verfügbarkeit im Saal an der Abendkasse ein Ticket erhalten (Sondervorstellungen ausgenommen). Tickets können für jede Vorstellungszeit in den teilnehmenden Spielstätten eingelöst werden (Reservierungen sind nicht möglich).

Lysann Windisch, Director of Distribution, MUBI Germany: “Als frühere Theaterleiterin und Kinoliebhaberin, für dieFilme auf der großen Leinwand immer noch ein wunderbares, gemeinsames Erlebnis bedeuten, freue ich mich sehr, dass wir in Deutschland mit MUBI GO loslegen. Das Angebot hat sich bereits in einigen Ländern bewährt, den Abonnent:innen deutlichen Mehrwert für ihre Gebühr beschert, den Kinos mehr Besucher:innen und den Filmen eine größere Aufmerksamkeit gebracht. MUBI GO ist ein klassisches WIN-WIN Szenario, weshalb wir bereits am Ausbau des Angebots in andere Städte und Regionen Deutschlands arbeiten.

Seit dem Start von MUBI GO wurden in den genannten Ländern in mehr als 250 teilnehmenden Kinos mit insgesamt über 600 Leinwänden mehr als 100.000 Tickets eingelöst. Bis Ende 2023 strebt MUBI die Ausweitung des Angebots in Deutschland auch auf weitere Städte an. 

Über MUBI

MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, ein Filmverleih und eine Produktionsfirma und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, akquiriert, kuratiert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.

MUBI ist ein Ort, an dem man ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen und aufstrebenden Autor:innen entdecken kann. Jeden Tag erscheint ein neuer handverlesener Film auf der Plattform, der von MUBIs Kurator:innen sorgfältig ausgewählt wird. Notebook beleuchtet alle Facetten der Kino-Kultur – sowohl in Print als auch online. Und mit MUBI GO erhalten Mitglieder in bestimmten Ländern jede Woche ein handverlesenes Kino-Ticket, um die besten neuen Filme in echten Kinos zu erleben.

Zu MUBIs aktuellen und kommenden Releases gehören AFTERSUN von Charlotte Wells, MEDUSA DELUXE von Thomas Hardiman, THE FIVE DEVILS von Léa Mysius, EINE SEKUNDE von Zhang Yimou, CHIARA von Jonas Carpignano, MEMORIA von Apichatpong Weerasethakul, COW von Andrea Arnold, SHIVA BABY von Emma Seligman und FIRST COW von Kelly Reichardt; Zu MUBIs Koproduktionen gehören Michel Francos neuer Film MEMORY, Mia Hansen-Løves ONE FINE MORNING, Ekwa Msangis Sundance-Preisträger FAREWELL AMOR und Rachel Langs OUR MEN.

MUBI ist die größte Community von Filmliebhaber:innen mit mehr als 12 Millionen Mitgliedern weltweit und in 190 Ländern verfügbar. MUBI hat im Januar 2022 die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions erworben. Das Abo kostet €11.99 pro Monat bzw. €95.88 für 12 Monate. MUBI ist im Web und auf Roku-Geräten, Amazon Fire TV, Apple TV und Samsung Smart TV verfügbar, sowie auf Mobilgeräten einschließlich iPad, iPhone und Android.

European Film Academy lanciert den Month of European Film

Die European Film Academy präsentiert erstmals den Month of European Film, um dem Reichtum, der Fülle und der Vielfalt des europäischen Filmschaffens eine eigene europaweite Plattform zu geben und die europäische Filmkultur vier Wochen lang gemeinsam zu zelebrieren. Los geht es am 13. November, seinen festlichen Höhepunkt und Abschluss findet der Month of European Film in der Verleihung der European Film Awards am 10. Dezember auf Island. In ganz Europa werden mit Unterstützung des Academy-Partners Europa Cinemas in 35 Ländern von Reykjavik bis Athen, von Lissabon bis Bukarest, aber auch in Kleinstädten und filmischen Netzwerken, europäische Filme in den unterschiedlichsten Veranstaltungen, Sonderprogrammen und Retrospektiven gezeigt. Im gleichen Zeitraum setzt die Arthouse-Streaming-Plattform MUBI einen besonderen Schwerpunkt auf europäische Filme und lässt Filmliebhaber:innen in aller Welt daran teilhaben. 

„Mit dem Month of European Film lanciert die European Film Academy eine neue Initiative. Ein großer Teil dieses Netzwerks besteht aus lokalen Kinos, die Programme mit handverlesenen Filmen kuratieren, um die Neugier ihres Publikums zu wecken. Programme, die dazu beitragen, die europäische Filmkultur neu zu entdecken. Zum ersten Mal werden all diese Bemühungen und Initiativen durch den von der Akademie sorgfältig organisierten Month of European Film über eine längere Zeit miteinander verbunden“, so Matthijs Wouter Knol, Geschäftsführer der European Film Academy. „Was Europa fehlt, ist ein stärkeres Bewusstsein für den gemeinsamen Reichtum, aber auch die Verletzlichkeit seines eigenen Kinos. Es braucht bei mehr Menschen den Willen und die Hingabe, unsere europäische Filmkultur zu respektieren und zu schützen. Wir sind überzeugt, dass die Stärkung der Sichtbarkeit europäischer Filme, die unsere eigenen europäischen Geschichten und unsere eigene Geschichte in all ihren Facetten widerspiegelt, nicht nur auf nationaler Ebene erfolgen sollte. Eine solch europäische Frage kann nur gemeinsam beantwortet werden. Diese Initiative ist für uns ein erster Schritt. Die Academy wird sich dafür in den kommenden Jahren zunehmend engagieren.“

Der Month of European Film beginnt am 13. November mit dem European Arthouse Cinema Day, ein Projekt organisiert von CICAE, und der Verleihung des jährlichen Young Audience Awards der European Film Academy. Jedes teilnehmende Kino stellt sein eigenes individuelles Programm, zugeschnitten auf sein jeweiliges Publikum zusammen. Knol: „Unser Ziel ist es, künftig Filme aus der jährlichen Academy Selection wie auch die nominierten Filme, während des Month of European Film mehr Sichtbarkeit zu geben – sowohl bei einem größeren Publikum als auch bei unseren Mitgliedern.“ 

Die teilnehmenden Kinos haben zahlreiche Initiativen auf die Beine gestellt: Viele Kinos zeigen Retrospektiven bekannter europäischer Filmemacher wie Lars von Trier (in Prag, Tschechien), Jacques Tati (in Kolding, Dänemark), Jonas Mekas (in Prishtina, Kosovo und in Tel Aviv, Israel), Pier Paolo Pasolini (in Bukarest, Rumänien) sowie Agnes Varda (in Ferrol, Spanien). Das teilnehmende Kino in Kolding (Dänemark) organisiert spezielle Vorführungen europäischer Kurzfilme für Demenzkranke, das Kino in Kecskemét (Ungarn) zeigt Filme parallel zu einer Ausstellung von Filmplakatinterpretationen junger Student:innen, das Kino in Prag präsentiert den ganzen Monat ausschließlich europäische Filme, viele Vorführungen werden von Essen, Getränken oder sogar Filmpartys begleitet. Zahlreiche Kinos konzentrieren sich während des Month of European Film auf ausgewählte Länder: Es gibt eine italienische Retrospektive in Kiew (Ukraine), ein französisches Filmfestival in Glasgow (Schottland) und Berlin, eine ungarische Filmwoche in Bukarest (Rumänien), ein ukrainisches Filmfestival sowie spanische Filme in Breslau (Polen), ungarische Filme und ein frankophones Filmfestival in Prishtina (Kosovo) und eine Retrospektive nordischer Filme in Tel Aviv (Israel). Das Kino in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) kooperiert mit den örtlichen Botschaften und zeigt Filme aus Deutschland, Spanien und Slowenien und vieles mehr. Weitere Initiativen und Veranstaltungen finden Sie hier: www.monthofeuropeanfilm.eu

Ab 14. November zeigt die globale Streaming Plattform MUBI 100 europäische Filme von Filmklassikern bis hin zu herausragenden neuen Filmen, in der Originalsprache. Die European Film Academy freut sich, die Partnerschaft mit MUBI zu erweitern, um den Month of European Film zu feiern.

Der Month of European Film findet seinen glanzvollen Abschluss am 10. Dezember mit der 35. Verleihung der European Film Awards in Reykjavík. Im Rahmen der Zeremonie werden auch die Nominierungen für den LUX-Publikumspreis bekannt gegeben, der europäische Filme einmal mehr ins Licht der Öffentlichkeit rückt.

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Berlin im letzten Jahr ist nach dem diesjährigen offiziellen Launch des Month of European Film geplant, die Initiative und Reichweite zukünftig weiter auszuweiten und immer mehr Kinos und Initiativen zu integrieren.

Der Month of European Film ist eine Initiative der European Film Academy, unterstützt durch das Programm Creative Europe MEDIA der Europäischen Union, in Zusammenarbeit mit Partner:innen wie Europa Cinemas, CICAE, MUBI und zahlreichen lokalen Partnern.

PARTNER KINOS IN 35 LÄNDERN

ÖsterreichWienTop Kino
BelgienBrüsselCinema Galerie
Bosnien und HerzegovinaSarajevoKino Meeting Point
BulgarienSofiaCinema House
KroatienRijekaArt-kino Croatia
TschechienPragKino Aero
DänemarkKoldingNicolai Biograf
EstlandTalliinKino Soprus
FinlandHelsinkiOrion
FrankreichParis Le Balzac
DeutschlandBerlinYorck Kinogruppe*
GriechenlandAthenTrianon
UngarnKecskemétOtthon Mozi
IslandReykjavikBíó Paradís 
IrlandEire*Access Cinema Network*
IsraelTel AvivTel Aviv Cinematheque
ItalienMailandCinema Beltrade
KosovoPrishtinaKino Armata
LettlandRigaSplendid Palace
LitauenVilniusPasaka
LuxemburgLuxemburgUtopia
MaltaSan ĠiljanEden Cinemas
MontenegroBarCultural Center
NiederlandeAmsterdamEYE
NorwegenOsloVEGA
PolenBreslauKino Nowe Horyzonty
PortugalLissabonCinema Ideal
RumänienBukarestCinema Muzeul Taranului
SlowakeiBratislavaCinemax
SlovenienPtujMestni kino Ptuj
SpanienFerrolDuplex Cinema
SchwedenUmeåFolkets Bio 
SchweizLuzernBourbaki-Kino
UKGlasgowGlasgow Film Theatre 
UkraineKiewZhovten Cinema

* Yorck ist eine Kinogruppe in Berlin; Access Cinema Network in Irland (Eire) umfasst 80 Partnerkinos, 29 davon – in 15 Regionen Irlandweit – nehmen am Month of European Film teil.

Folgen Sie uns auf facebook | twitter | youtube | instagram

Über die European Film Academy

Die European Film Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre 4.400 Mitglieder miteinander zu vernetzen, sie und ihre Arbeit zu unterstützen, zu würdigen und zu fördern. Ihr Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Zuschauende aller Altersgruppen über das europäische Kino aufzuklären. Die Academy positioniert sich als zentrale Organisation und fördert wichtige Debatten innerhalb der Branche. Sie ist bestrebt, alle Freundinnen und Freunde des europäischen Kinos zusammenzubringen. Jährlicher Höhepunkt ist der „Month of European Film“ und die Verleihung der European Film Awards. Wichtiges Anliegen der Academy ist die Pflege des europäischen Filmerbes und die Einbeziehung eines jungen Publikums durch den European Film Club.

MUBI im November 2022: Die Highlights des Programms

Im November rückt MUBI Kultfilme, Klassiker und Perlen des Filmerbes in den Fokus:
Mit Tarantinos DEATH PROOF und Robert Rodriguez PLANET TERROR wird die amerikanische Grindhouse Tradition beschworen und Martin Scorseses allererster Mafiafilm HEXENKESSEL zeigt einen sehr jungen Robert de Niro an der Seite eines ebenso jungen Harvey Keitel. In FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN kommen wir dem wohl bedeutendsten Nachkriegsregisseur Deutschlands noch einmal sehr nahe.


Das weltweite Filmerbe ist nicht nur Fundus für die MUBI-Plattform, MUBI engagiert sich auch für dessen Erhalt und Schutz. So läuft im November mit dem türkischen Filmklassiker TIME TO LOVE die erste Restaurierung, an der MUBI aktiv beteiligt war. Und mit dem Lino Brocka Double Feature werden zwei philippinische Filme wieder sichtbar gemacht, die von Martin Scorseses THE FILM FOUNDATION gemeinsam mit internationalen Filminstitutionen aufwendig restauriert und zur Verfügung gestellt wurden. 


Weniger kultig, aber nicht minder selbstbewusst präsentieren sich junge Filmemacher:innen wie Susanne Heinrich im Novemberprogramm, die in DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN, einen pointierten Blick auf weibliches Selbstverständnis bietet. Amalia Ulman treibt in EL PLANETA die spanische Finanzkrise mit einem ungenierten Mutter-Tochter-Gespann urkomisch auf die Spitze, Scarlett Johansson cruist im Lieferwagen als männermordender Alien in UNDER THE SKIN durch die schottischen Highlands und Filmemacher Yann Gonzalez schickt in MESSER IM HERZ Vanessa Paradis als Porno-Produzentin auf die Suche nach einem Mörder. 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im November 2022. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.


Das sind die Highlights:

Ab 3. November: TIME TO LOVE von Metin Erksan (1965, Türkei, Drama, Liebesfilm). Der arme, aber stolze Maler Halil bekommt einen Job in einer riesigen Villa auf einer der türkischen Prinzeninseln in der Nähe des Bosporus. Dort sieht er das Foto einer schönen Frau und verliebt sich in ihr Bild. Die Tage sind regnerisch und voller Sehnsucht. 
Metin Erksan, der auch das Drehbuch mitschrieb, inszenierte TIME TO LOVE 1965. Nun wurde der Film mit Hilfe von MUBI digital restauriert, womit es sich um die erste Restaurierung überhaupt handelt, an der MUBI direkt beteiligt war. Die restaurierte Fassung wird bei MUBI erstmals im Stream zu sehen sein. 


Ab 7. November: MESSER IM HERZ von Yann Gonzalez (2018, Frankreich, Schweiz, Thriller, Mystery, LBGTQ+, Horror, Drama, Kultfilm, Krimi). Paris, 1979. Anne ist eine Gay-Porn-Produzentin, die das Ende ihrer Beziehung zur Filmeditorin Loïs noch nicht verwunden hat. Schwer angeschlagen vom Alkoholismus beschließt sie ein ehrgeiziges Filmprojekt, mit dem sie ihre Verflossene zurückzugewinnen hofft. Als aber ein maskierter Mörder beginnt, die Stars der Low-Budget-Produktion zu ermorden, brechen Angst und Chaos am Set aus. Anne beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und geht im nächtlichen Paris in den Clubs auf die Suche nach dem Täter.
MESSER IM HERZ mit Vanessa Paradis in der Hauptrolle feierte 2018 Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Regisseur Yann Gonzalez ist aktuell auch mit seinem Kurzfilm HIDEOUS exklusiv bei MUBI vertreten.


Ab 11. November: MUBI EXKLUSIV – THE BOX von Lorenzo Vigas (2021, Mexiko, USA, Drama). Mit THE BOX präsentiert MUBI Venezuelas Kandidat für das Rennen um eine Oscarnominierung 2023 in der Kategorie „Bester internationaler Film“. Die Ausbeutung der mexikanischen Landbevölkerung und die Problematik der Zersplitterung von Familien aufgrund der Arbeitsrealitäten in Mexiko, ist Thema des aufrüttelnden Films von Lorenzo Vigas, der bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2021 seine Weltpremiere feierte und den Abschluss von Vigas Väter-und-Söhne-Trilogie darstellt: In einer metallenen Box werden dem jungen Hatzin die leiblichen Überreste seines Vaters ausgehändigt. Sein Vater schuftete in einem Bergwerk im Norden Mexikos. Auf dem Rückweg zu seiner Großmutter, bei der Hatzin wohnt, sieht er einen Mann, der seinem Vater ähnelt. Der Mann stellt sich als Mario vor und verdient sein Geld, indem er arme Landbewohner als Arbeitskräfte an die Fabriken der Gegend vermittelt. Hatzin schließt sich Mario an, sieht in diesem eine Vaterfigur – bis ihm mehr und mehr auffällt, dass Mario gar nicht so fürsorglich mit den Arbeitern umgeht, wie es auf den ersten Blick schien.


Ab 13. November: HEXENKESSEL von Martin Scorsese (1973, USA, Krimi, Drama). Harvey Keitel, der bereits 1967 beim Langfilmdebüt von Martin Scorsese vor der Kamera stand, spielt Charlie, den Neffen eines lokalen Mafiabosses in Little Italy, wo die Cosa Nostra regiert. Seine brüderliche Freundschaft zum unberechenbaren Troublemaker Johnny Boy (Robert De Niro) führt auch ihn unweigerlich ins Verderben. 
Mit HEXENKESSEL, der 1974 seine Weltpremiere in Cannes feierte, beginnt Martin Scorseses lange Reihe an Mafiafilmen, zu der Klassiker wie GODFELLAS, CASINO, DEPARTED oder THE IRISHMAN gehören. Der Film ist die erste Zusammenarbeit zwischen Robert de Niro und Martin Scorsese, dem Startpunkt einer langjährigen Filmbeziehung, die zahlreiche Filmklassiker wie TAXI DRIVER, WIE EIN WILDER STIER, KAP DER ANGST hervorgebracht hat. 


Ab 15. November: DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN von Susanne Heinrich (2019, Deutschland, Komödie). In DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN reiht Schriftstellerin und Regisseurin Susanne Heinrich 14 relativ kurze, lose verbundene Episoden aneinander und porträtiert so eine junge Frau ohne Namen, Herkunft und Zuhause. Wie eine Touristin wandelt sie durch die anonyme Großstadt und ihr eigenes Leben. Täglich sucht sie sich einen neuen Schlafplatz und findet zumeist Unterschlupf bei Männern unterschiedlichen Alters und Couleurs. Nirgends bleibt sie länger, keiner kommt ihr wirklich nahe. 
Unkonventionell, komisch und pointiert beobachtet Susanne Heinrich in ihrem Debütfilm das Glücksverständnis junger Frauen und überzeugte damit die Jury des Max Ophüls Preises, den sie 2019 gewann. Auch bei der Berlinale, und weiteren Festivals wie dem Internationalen Filmfestival von Edinburgh oder Rotterdam, sorgte der Film für Aufsehen. 


Ab 16. November: MUBI EXKLUSIV – EL PLANETA von Amalia Ulman (2021, Spanien, USA; Komödie). Leonore hat ihren Job als Modestylistin in London verloren und kehrt zu ihrer Mutter ins spanische Gijón zurück. Doch auch hier ist das Geld knapp. Und Leonore muss erkennen, dass ihre Mutter mittlerweile recht ungeniert als Ladendiebin und Betrügerin versucht, ihren Lebensstil, den sie bis zur Finanzkrise in Spanien pflegte, aufrecht zu erhalten. 
Das Filmdebüt von Amalia Ulman, das 2021 Weltpremiere in Sundance feierte, und bei dem sie das Drehbuch schrieb, Regie führte und an der Seite ihrer Mutter Ale Ulman eine der Hauptrollen spielte, thematisiert humorvoll und in ausdrucksstarken schwarzweiß Bildern die Folgen der Finanzkrise in Spanien.


Ab 20. November: UNDER THE SKIN – TÖDLICHE VERFÜHRUNG von Jonathan Glazer (2013, Großbritannien, USA, Sci-Fi, Thriller, Horror). Eine mysteriöse Frau unbekannter Herkunft fährt in einem Lieferwagen durch Schottland und durchkämmt die Highways. Unterwegs nimmt sie immer wieder einsame und verlassene Männer mit und bringt sie in ein jenseitiges Versteck. Sie werden verführt, ihrer Menschlichkeit beraubt und verschwinden für immer.
Zahlreiche Szenen des Films, der unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig und Toronto zu sehen war, wurden mit versteckter Kamera gedreht. Einige der Szenen, in denen Hauptdarstellerin Scarlett Johansson als weiblicher Alien aus dem Lieferwagen heraus Männer anspricht, wurden improvisiert, instruiert nur von Regisseur Jonathan Glazer per Knopf im Ohr.


Ab 24. November: FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN von Christian Braad Thomsen (2015, Dänemark, Dokumentarfilm, Biografie). Als Rainer Werner Fassbinder, der wohl bedeutendste deutsche Regisseur der Nachkriegszeit und wichtigste Vertreter des Neuen Deutschen Films, im Alter von 37 Jahren verstarb, hinterließ er 44 Filme. Der dänische Filmregisseur Christian Braad Thomsen, lernte Fassbinder 1969 bei der Uraufführung seines Spielfilmdebüts LIEBE IST KÄLTER ALS DER TOD auf der Berlinale kennen. Sie wurden enge Freunde. 
Regisseur Braad Thomsens FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN basiert auf einem lange unveröffentlichten, sehr persönlichen Interview, das Braad Thomsen während der Filmfestspiele von Cannes 1978 mit Fassbinder führte. Als weitere Protagonist:innen kommen u.a. Fassbinders Mutter Lilo Pempeit, Irm Hermann und Harry Baer zu Wort.


Ab 30. November: MUBI EXKLUSIV – THE BALCONY MOVIE von Paweł Łoziński (2021, Polen. Dokumentarfilm). Regisseur Paweł Łoziński stellte sich zwei Jahre lang mit der Kamera auf den Balkon seiner Warschauer Wohnung und beobachtete von dort die Menschen, die unten vorbeigingen – Bekannte und Unbekannte, Alte und Junge, Nachbarn und Passanten. Aus dem gefilmten Material komponierte er eine einmalige Sammlung aus Gesprächen, die der Regisseur mit den Vorbeiziehenden führte. Entstanden ist ein Querschnitt der Stimmungen und Ansichten im heutigen Polen.
Neben dem International Film Festival Locarno, wo der sehr persönliche Dokumentarfilm seine Weltpremiere feierte, lief er 2022 u.a. auch beim CPH:DOX in Kopenhagen und bei der DOK Leipzig.


Lino Brocka Double Feature – zwei Filme von The Film Foundation
MUBI kooperiert seit März 2022 mit The Film Foundation. Gegründet von Martin Scorsese, engagiert sich The Film Foundation seit mehr als drei Jahrzehnten gemeinsam mit Filmarchiven und -studios für die Restaurierung und Erhaltung des weltweiten Filmerbes. Über 930 Filme jeden Alters und aus allen Genres und Regionen wurden bis heute aufwendig restauriert und wieder zur Verfügung gestellt.


Ab 4. November: MANILA AND THE CLAWS OF LIGHT (1975, Philippinen, Drama). Julio Madiaga geht in die Stadt, um seine lange verlorene Liebe Ligaya Paraiso zu suchen. Seine Suche führt zu einer radikalen Veränderung seines Charakters – von einem naiven Jungen vom Land zu einem wütenden jungen Mann, der nach Gerechtigkeit dürstet. 


Ab 14. November: DAS MÄDCHEN INSIANG (1976, Philippinen, Drama). Insiang lebt mit ihrer Mutter Tonya in einer Bruchbude am Stadtrand. Nachdem sie von Dado, dem kriminellen Begleiter ihrer Mutter, vergewaltigt wurde, rennt Insiang mit ihrem Freund davon. Aber als er sie verlässt, bleibt dem Mädchen nichts anderes übrig, als nach Hause zurückzukehren.


Raul Peck Double Bill 
Ab 17. November: MORD IN PACOT (2014, Haiti, Frankreich, Drama). Als im Jahr 2010 auf Haiti plötzlich die Erde bebt, ändert sich das Leben für ein bis dahin wohlhabendes Paar in Port-au-Prince grundlegend. Nun leben sie in der Ruine ihrer einst so prunkvollen Villa. Um etwas Geld zu verdienen, vermieten sie den letzten noch intakten Raum an den ausländischen Hilfsarbeiter Alex.
Regisseur Raul Peck, der an der Berliner DFFB studierte und ehemaliger Kulturminister von Haiti ist, dreht seit den frühen 1980er Jahren Filme. Die Weltpremiere von MORD IN PACOT feierte er bei der Berlinale. 


Ab 18. November: MOLOCH TROPICAL (2009, Haiti, Frankreich, Drama, Fernsehfilm). In einer Festung, die auf dem Berggipfel in Haiti thront, bereitet sich ein demokratisch gewählter Präsident im Kreis seiner engsten Mitarbeiter auf einen Staatsakt zum Unabhängigkeitstag vor. Doch als der Festtag gekommen ist, findet der Präsident sein Land in Aufruhr vor. Doch nichts soll das präsidiale Vorhaben stoppen.
Raoul Peck, der mit MOLOCH TROPICAL seine Weltpremiere bei der Berlinale feierte, spielt mit deutlichen Anlehnungen an Alexander Sokurovs MOLOCH. Peck verpflanzt die beunruhigende Bergidylle zwischen Adolf Hitler und Eva Braun aus Bayern allerdings in die grüne Hitze Haitis und packt in das elegante Kammerspiel eine scharfe Kritik an absoluter Macht.



Grindhouse Double Bill
MUBI greift mit dem Grindhouse Double Feature die von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez initiierte Hommage an die Nonstop geöffneten Grindhouse Kinos auf, die in den 70er Jahren in den USA rund um die Uhr billig produzierte Filme zeigten. 

Ab 25. November: DEATH PROOF – TODSICHER von Quentin Tarantino (2007, USA, Thriller). Tarantinos Hommage an das B-Movie Genre der 1970er lief in gekürzter Form zusammen mit Robert Rodriguez’ PLANET TERROR als Double-Feature unter dem Titel “Grindhouse” in den US-Kinos.
Der Film feierte Weltpremiere in Cannes 2007 und zeigt den gealterten Kurt Russel in der Rolle des Serienkillers Stuntman Mike. Mit seinem Muscle Car macht sich Mike in Texas auf die Jagd nach hübschen, jungen Mädels. Bis er auf eine Gruppe junger Frauen trifft (unter ihnen Rosario Dawson, der ihre Rolle in DEATH PROOF zum Durchbruch verhalf), die den Spieß umdrehen und zum Angriff über gehen. Es beginnt ein Duell auf Leben und Tod.


Ab 26. November: PLANET TERROR von Robert Rodriguez (2007, USA, Komödie, Horror). 
Robert Rodriguez’ Action- Horror-Komödie ist das Gegenstück zu Tarantinos Grindhouse Double-Feature Beitrag DEATH PROOF: Ein biologisches Experiment geht schief und fortan treibt eine Horde Zombies ihr Unwesen. Bekämpft werden sie von einer jungen, rebellischen und bewaffneten Gruppe auf Motorrädern – darunter die Stripperin Cherry (Rose McGowan), die eigentlich Stand Up Comedian werden will und nach einem Unfall mit einer Maschinengewehr-Beinprothese auf Zombiejagd geht.
In Locarno bei den Internationalen Filmfestspielen feierte PLANET TERROR seine Weltpremiere und ist neben Rose McGowan mit u.a. Josh Brolin, Bruce Willis und Freddy Rodríguez wunderbar besetzt. 

Bild: Courtesy MUBI

Ab 15. Dezember: MUBI bringt AFTERSUN ins Kino

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, bringt am 15. Dezember das vielbeachtete Spielfilmdebüt AFTERSUN der schottischen Autorin und Filmemacherin Charlotte Wells bundesweit ins Kino. 

AFTERSUN erzählt eine besondere Vater-Tochter-Beziehung: Die elfjährige Sophie (Newcomerin Frankie Corio) und ihr Vater Calum (BAFTA-Preisträger Paul Mescal) machen Ende der 1990er Jahre Urlaub in einem türkischen Badeort. Es ist eine fast unbeschwerte Zeit: Sie gehen schwimmen, spielen Billard und genießen das Zusammensein. Sie sind unzertrennlich, zwischen ihnen besteht ein liebevoll-neckisches Band wie bei Geschwistern. Jeden ihrer Schritte und Ausflüge filmt Sophie auf ihrem neuen Camcorder. Sie hat das Gefühl, dass alles möglich ist, wenn Calum da ist. Wenn sie für sich ist, findet sie Freunde und macht neue Erfahrungen. Wenn Calum mit Sophie zusammen ist, ist er die beste Version seiner selbst. Doch unmerklich schleichen sich Melancholie und Geheimnisse in sein Verhalten ein. Zwanzig Jahre später bekommen die unbeschwerten Urlaubserinnerungen im Rückblick eine neue Bedeutung.

Charlotte Wells atemberaubendes und berührendes Spielfilmdebüt AFTERSUN, zu dem sie sowohl das Buch geschrieben als auch die Regie geführt hat, stellt eine hoffnungsvolle Coming-of-Age-Geschichte einem ergreifenden, intimen Familienporträt gegenüber, das einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt. Der Film feierte in diesem Jahr seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Aufgrund seiner Frische und Lebendigkeit sorgte er für sehr viel Aufsehen und wurde mit dem französischen Touch-Jury-Preisin der Cannes Critics’ Week 2022 ausgezeichnet. Für die Rolle der aufgeweckten Sophie wurde die talentierte Newcomerin Frankie Corio gefunden. In jeder Einstellung ist spürbar, dass zwischen ihr und Paul Mescal (NORMAL PEOPLE, FRAU IM DUNKEL), der den Vater spielt, die Chemie stimmt. In außergewöhnlichen Blickwinkeln und zum Teil überraschender Kameraführung schafft es Kameramann Greg Oke das flirrende Sommerferiengefühl in Szene zu setzten. Die ästhetischen, mitunter fast melancholischen Bilder werden hin und wieder von 90er-Jahre Musik umspielt, einem raffiniert eingesetzten Soundtrack, der die jugendliche Leichtigkeit und rückblickende Melancholie auch akustisch erlebbar macht. 

AFTERSUN ist das Langfilmdebüt der schottischen Regisseurin Charlotte Wells. Zuvor drehte sie drei Kurzfilme als Studentin im dualen MBA/MFA-Programm an der NYU, wo sie von BAFTA New York und Los Angeles unterstützt wurde. Sie wurde in „25 Faces of Independent Film“ des Filmmaker Magazins vorgestellt und nahm 2020 am „Screenwriters and Directors Lab“ des Sundance Institute teil. 

AFTERSUN KOMMT AB 15. DEZEMBER BUNDESWEIT IN DIE KINOS.

THE AFRICAN DESPERATE ab 21. Oktober exklusiv bei MUBI

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, präsentiert ab 21. Oktober das rasante Spielfilmdebüt THE AFRICAN DESPERATE der Filmemacherin Martine Syms (INCENSE SWEATERS & ICE). Bereits am 10. Oktober wird Martine Syms in München, bei einem Special Screening im Haus der Kunst, ihren Film persönlich präsentieren.

Special Screening:

Mo., 10.10. um 19.00 Uhr im Haus der Kunst in München in Anwesenheit der Regisseurin Martine Syms (Prinzregentenstraße 1, 80538 München)

AFRICAN DESPERATE folgt im Jahr 2017 einen ganzen Tag lang der Künstlerin Palace Bryant (Diamond Stingily). Es beginnt mit ihrer Abschlussprüfung an einem vornehmlich weißen und explizit liberalen Kunstcollege im Bundesstaat New York und endet an einer Metrostation der Chicago Blue Line. Die aufstrebende Bildhauerin erhielt bereits vor ihrem Abschluss am College die Chance bei der Biennale auszustellen, was ihr von einigen an der elitären Kunsthochschule missgönnt wird. Falsche Unterstellungen ärgern und frustrieren Palace derart, dass sie in stiller Rebellion beschließt, die Abschlussfeier zu boykottieren, obwohl sie dort als DJ zugesagt hat. Und so irrlichtert Palace mal frustriert, mal aufgekratzt, dann wieder rebellisch provokant oder benebelt durch den Tag und die Nacht.

In Martine Syms fiktionalem Langfilmdebüt verwebt die Filmemacherin eigene Erfahrungen und Ideen mit denen der Hauptfigur und dem wilden Plot. Martine Syms, greift dabei auf Erkenntnisse ihres künstlerischen Schaffens zurück und setzt in AFRICAN DESPERATE mit konzeptioneller Schärfe immer wieder bissige soziale Kommentare. Dank einer lebendigen Bildsprache und dem frechen Humor, führt der Film auf eine intime und ausgesprochen lustige Reise – es geht durch malerische Landschaften, zu Besuchen in Künstlerateliers, zwischenzeitlich auf einem Auto-Rücksitz, bis es auf der Bank an einer Metrostation endet.

THE AFRICAN DESPERATE feierte Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam.

Martine Syms hat als Filmemacherin bereits zwei Langfilme und mehrere Kurzfilme realisiert. Als bildende Künstlerin hat sie sich durch Einzelausstellungen u.a. im Museum of Modern Art, im Philadelphia Museum of Art, im Museum of Contemporary Art Chicago und in der Tate Modern eine breite Anerkennung in der Kunstwelt erworben. Für ihre Werke erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter u.a. den „Creative Capital Award“, den „Herb Alpert Award in the Arts“, erwarb das „United States Artists Fellowship“, den „Tiffany Foundation Award“ und den „Future Fields Art Prize“. Auch mit Auftragsprojekte u.a. für Prada, Nike, Celine, Kanye West und den Sender NTS machte sie sich einen Namen. Zudem ist sie in einer Band namens Aunt Sister aktiv und moderiert die Sendung „Double Penetration“, eine monatliche Radiosendung auf NTS. Außerdem betreibt sie mit Dominica Publishing eine Zeitschrift, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, in audiovisuellen Medien das Thema ‚Schwarzsein’ in Referenzen, Markern und mit Bezug zum Publikum zu betrachten.



AFRICAN DESPERATE ist ab 21. Oktober 2022 EXKLUSIV NUR BEI MUBI zu sehen.

Bild: Courtesy MUBI

bla

MUBI im Juli 2022: Die Highlights des Programms

im Juli lenkt MUBI den Blick auf das Leben mit seinen vielen Facetten und feiert dabei das Dokumentarische – sei es in Form von eindrücklichen und sehr intimen Musik-Dokumentarfilme, die großen Musiker:innen wie PJ Harvey in A DOG CALLED MONEY oder Nick Cave und Warren Ellis in THIS MUCH I KNOW TO BE TRUE nahe kommen.  Weiterlesen

MUBI im Juni 2022: Die Highlights des Programms

Im Juni zelebriert MUBI den Pride Month und präsentiert – noch etwas mehr als ohnehin schon – queere Filme aus der ganzen Welt. Dokumentarisch etwa in OUR BODIES ARE YOUR BATLEFIELDS, der in die Transvestiten-Szene in Argentinien führt oder in THE ACTRESS mit einer gleichermaßen kunstvollen und verstörenden Performance.

Weiterlesen

EINE SEKUNDE: Ab 14. Juli in den Kinos und ab 16. September im Stream bei MUBI

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, bringt am 14. Juli Zhang Yimous EINE SEKUNDE deutschlandweit ins Kino. Ab 16. September 2022 wird der warmherzige Film über die Liebe zum Kino exklusiv bei MUBI zu streamen sein. 
 
Weiterlesen

CHIARA – ab 23. Juni in den Kinos, ab 26. August bei MUBI

“Instantly engaging… Builds to a shattering climax” The Hollywood Reporter –

“Riveting… A harsh coming-of-age story about a mafia daughter forced to confront the true meaning of family” – IndieWire –

“Director Jonas Carpignano shines when it comes to depicting the local area and its diverse communities” – Eye For Film –

Weiterlesen

MUBI und THE FILM FOUNDATION veröffentlichen gemeinsame Filmkollektion

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, startet eine Partnerschaft mit The Film Foundation und plant die gemeinsame Herausbringung von restaurierten Filmen auf der MUBI Plattform. Bei MUBI Deutschland werden elf der Projekte zu sehen sein.

Weiterlesen

Ab 5. Mai im Kino: MEMORIA von Apichatpong Weerasethakul

Regisseur Apichatpong Weerasethakul schickt seine Hauptdarstellerin Tilda Swinton auf eine somnambule Suche nach dem Ursprung eines Geräuschs, das nur sie zu hören scheint. Ihr Weg führt sie nach Kolumbien, wo sie gänzlich unerwartet auf Menschen trifft, die ihr Hilfe anbieten.

Weiterlesen

MUBI im März 2022: Die Highlights des Programms

Vielleicht kann MUBIs März-Auswahl den größten Berlinale-Fans darüber hinweghelfen, dass die nächste Festivalausgabe in Berlin wieder ein Jahr auf sich warten lässt. Denn zahlreiche Festivalfilme aus Cannes, Venedig, Rotterdam, Sundance und natürlich Berlin selbst, prägen das März Programm der Streamingplattform. Und auch ein kleines selbstgemachtes Horrorfilmfestival ist im Angebot: Weiterlesen

MUBI im Januar 2022: Die Highlights des Programms

Im Januar erweist MUBI großen Schauspielerinnen die Ehre: Sandrine Bonnaire und Isabelle Huppert werden von Altmeister Claude Chabrol in Szene gesetzt. Charlotte Gainsbourg soll in JACKY IM KÖNIGREICH DER FRAUEN das Matriarchat fortführen und darf sich in LUX AETERNA selbst spielen. Weiterlesen

AB 08. DEZEMBER EXKLUSIV BEI MUBI: LOS HUESOS (THE BONES)

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, präsentiert ab dem 8. Dezember 2021 den preisgekrönten Kurzfilm LOS HUESOS (THE BONES) von Cristóbal León und Joaquín Cociña.

Weiterlesen

MUBI im Dezember: Die Highlights des Programms

Im Dezember Programm von MUBI geht es übernatürlich zu – Körperteile werden wieder zu Leben erweckt in THE BONES, ein Wildfang erlebt in JUNIOR eine körperliche Metamorphose, eine alternde Filmdiva beschwört in HOLY BEASTS karibische Geister, in MAELSTRÖM erzählt ein Karpfen Geschichten, in VOYAGE OF TIME wird das Universum geboren und erlischt wieder und schließlich sympathisieren die Rolling Stones mit dem Teufel.

Weiterlesen

MUBI im November 2021: Die Highlights des Programms

MUBI bietet im November Highlights in Reihe an, und zwar wie gewohnt cineastisch ausgesprochen vielfältig. So setzt MUBI einen Fokus auf Filme mit Romy Schneider, die Jacques Demy-Reihe, die in diesem Monat auch Catherine Deneuve-Reihe heißen könnte, wird fortgesetzt und gleich fünf Filme sind unter dem Titel ‚Das neue Südkoreanische Kino’ programmiert.

Weiterlesen

Das MUBI Programm im Oktober

In MUBIs Oktoberprogramm steht die Darstellung der Realität, etwa in Marco Bellocchios Film IL TRADITORE über den größten Mafiaprozess aller Zeiten oder in Jafar Panahis Kurzfilm HIDDEN, neben fesselnden Historiendarstellungen, wie in Whit Stillmans LOVE & FRIENDSHIP oder in Volker Schlöndorffs DIPLOMATIE.

Weiterlesen

MUBIs kuratierte, tägliche Filmauswahl im August

August ist Ferienzeit und so führt auch die MUBI-Filmauswahl in diesem Monat in die Ferne. Etwa mit Moritz Bleibtreu und Christiane Paul auf eine Reise von Hamburg nach Istanbul, dank Angnès Varda entlang der Riviera-Küste der späten 50er Jahre oder gemeinsam mit Romy Schneider und Alain Delon an den Pool. Aber MUBI nimmt auch diejenigen in den Blick, für die Urlaub allenfalls ein fernes Thema ist. Wie etwa für Lina aus Lima, die nach zehnjähriger Tätigkeit in Chile ihren Sohn wiedertrifft, oder für die Familie aus Newcastle, der Ken Loach eine Stimme gibt und die in der globalisierten Arbeitswelt zu scheitern droht oder auch für Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed, die ihre Flucht nach Europa in eindringliche dokumentarische Bilder packen.

 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich neu hinzugefügten Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im August 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights: 

Ab 2. August: IM JULI von Fatih Akin (2020, Deutschland, Komödie, Liebesfilm). Fatih Akins glänzend besetzter Genre-Mix aus Roadmovie, Romanze und Komödie begeisterte das Publikum im Kino ebenso wie bei der Berlinale und Filmfestivals in ganz Europa, von Rotterdam über Tromsø bis Thessaloniki. Der scheue Lehramtsreferendar Daniel (Moritz Bleibtreu) folgt seiner ihm vermeintlich vorbestimmten großen Liebe (Christiane Paul) durch mehrere Länder Osteuropas bis nach Istanbul. In zahlreichen turbulenten Abenteuern verliert er auf der Reise nach und nach all seine Hemmungen. Moritz Bleibtreu erhielt für seine schauspielerische Leistung in IM JULI den Deutschen Filmpreis.

 

Ab 10. August: DREI FARBEN: ROT von Krzysztof Kieślowski (1994, Frankreich, Schweiz, Drama). Krzysztof Kieślowski letzter Spielfilm und letzter Teil seiner Trilogie über die drei Farben der französischen Flagge. Die 23-jährige Valentine, Studentin der Genfer Universität und nebenbei Fotomodell, begegnet zufällig einem pensionierten Richter. Es beginnt eine sonderbare Beziehung zwischen den beiden, die die Grenzen zwischen Zufall und Schicksal verschwimmen lässt. Nominiert für die goldene Palme in Cannes, drei Nominierungen für die Academy Awards, darunter auch in der Kategorie „Best Director“, Vorführungen auf der Grande Piazza beim Filmfest in Locarno und der Gewinn der Independent Spirit Awards als „Best Foreign Film“ geben einen Hinweis darauf, dass viele Kritiker DREI FARBEN: ROT als glänzenden Abschluss, wenn nicht sogar als gelungensten Teil der Trilogie betrachten.

 

MUBI präsentiert zwei weitere Titel in der Christian Petzold Reihe:
Ab 7. August: BARBARA (2012, Deutschland, Drama). Uraufgeführt im Wettbewerb der Berlinale 2012 zählte der Film zu den Mitfavoriten auf den Hauptpreis des Filmfestivals. Petzold, selbst Kind von DDR Flüchtlingen, erzählt von der Ärztin Barbara (Nina Hoss), die eigentlich aus dem Land fliehen will, aber die Kontrolle über sich, ihre Pläne und ihr Herz verliert und so doch bleibt, wo sie ist.

 

Und ab 14. August: PHOENIX (2014, Deutschland, Drama, Thriller, Mystery, Drama). Wie schon in BARBARA bietet Christian Petzold seinen Stars Nina Hoss und Ronald Zehrfeld auch in PHOENIX die große Bühne des Lebens: Nachdem Nelly (Nina Hoss) Auschwitz überlebt hat, kehrt die ehemalige Sängerin mit entstelltem, aber rekonstruiertem Gesicht ins verwüstete Berlin zurück, um ihren Ehemann (Ronald Zehrfeld) zu finden, der möglicherweise ihr Versteck an die Nazis verriet. Als er sie unbekannterweise um Hilfe bittet, an ihr Erbe zu kommen, wird sie zu ihrer eigenen Doppelgängerin. PHOENIX lief auf den internationalen Festivals in Toronto, Rotterdam und San Sebastian, wo er den Kritikerpreis erhielt.

 

Ab 19. August: ALONG THE COAST – DU CÔTÉ DE LA CÔTÉ von Agnès Varda (1958, Frankreich, Dokumentarfilm, Kurzfilm). Das frühe filmische Kleinod der großen Filmemacherin Agnes Varda ist Besichtigung und Dokumentarfilm zugleich und führt an die Riviera der späten 50er Jahre, untermalt mit einem fröhlichen Lied von Georges Delerue.

 

Ab 20. August: DIE NIBELUNGEN – TEIL I: SIGFRIED VON XANTEN (1966, Deutschland, Jugoslawien, Abenteuerfilm, Fantasy) und ab 21. August: DIE NIBELUNGEN – TEIL II: KRIEMHILDS RACHE (1967, Deutschland, Jugoslawien, Abenteuer, Fantasy) von Harald ReinlDIE NIBELUNGEN sind Arthur Brauners Versuch, die großen Stoffe des Weimarer Kinos neu aufzulegen. Harald Reinl, erfolgreicher Regisseur von Karl May, Edgar Wallace und Ludwig Ganghofer Straßenfegern, schildert in dem zweiteiligen Film das Nibelungenlied als Liebesdrama rund um Siegfried, Kriemhild, Gunther, Hagen und den Zwergenkönig Alberich.

 

Ab 22. August: DER SWIMMINGPOOL von Jacques Deray (1969, Frankreich, Italien, Krimi, Drama, Thriller). Romy Schneider und Alain Delon rekeln sich in flirrender Hitze als Marianne und Jean-Paul am Pool. Die intime Zweisamkeit des Paares wird gestört, als Mariannes Ex-Lover (Maurice Ronet) mit seiner frühreifen Tochter Pénélope (Jane Birkin) auftaucht. Zwischen den Männern gärt es bald. Der französische Filmklassiker war die Sensation der Berlinale 1995.

 

Ab 23. August: MUBI EXKLUSIV – LINA FROM LIMA von María Paz González (2019, Chile, Argentinien, Komödie, Musical). Der erste Spielfilm der Dokumentarfilmerin María Paz González erzählt von der Realität der Wanderarbeiterin Lina. Sie hat Peru und ihren Sohn vor zehn Jahren verlassen, um als Dienstmädchen bei einer chilenischen Familie zu arbeiten. Vor dem Wiedersehen mit ihrem Teenagersohn entflieht Lina ihren Sorgen, indem sie sich vorstellt, die Heldin in einem Musical zu sein. Der Film bewegte das Publikum weltweit, unter anderem auf den Festivals in Toronto, Mar del Plata, Edinburgh und Göteborg.

 

Ab 25. August: DAS PURPURNE MEER von Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed (2020, Deutschland, Dokumentarfilm, Avantgarde). Das syrische Paar Amel Alzakout und Khaled Abdulwahed lernten sich im Exil in der Türkei kennen. Während Khaled legal nach Berlin ausreisen durfte, blieb der Weg für Amel versperrt. Sie entschied sich schließlich, mit Schleppern über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Wie sie Flucht, Distanz und Stereotype erlebten, filmten die beiden mit Bodycams und verarbeiteten ihre teils dramatischen Erlebnisse in DAS PURPURNE MEER. So entstanden u.a. Bilder, die Amel mit ihrer Unterwasserkamera auf ihrer Fluchtroute über das Mittelmeer eingefangen hat, als kurz vor der griechischen Insel Lesbos ihr Boot kenterte – eine eindringliche, noch nie gesehene Perspektive auf die so komplexe Flüchtlingskrise. Seine Weltpremiere feierte der Film auf der Berlinale 2020 in der Reihe „Forum Expanded“.

 

Ab 28. August: SORRY WE MISSED YOU von Ken Loach (2019, Großbritannien, Frankreich, Drama). In SORRY WE MISSED YOU, der im Wettbewerb des 72. Filmfestivals in Cannes uraufgeführt wurde und beim 27. Filmfest Hamburg Deutschlandpremiere feierte, thematisiert Ken Loach einmal mehr die Missstände der modernen Welt und gibt den einfachen Leute eine filmische Stimme. In dem bewegenden Sozialdrama porträtieren Ken Loach und sein langjähriger Drehbuchautor Paul Laverty die vierköpfige Familie von Ricky und Abby, die an eine plötzlich sich bietende Chance glaubt, aber an den Bedingungen der globalisierten Arbeitswelt zu zerbrechen droht.

 

Hier geht es zur kompletten Filmliste im August.

 

Bildnachweis: Romy Schneider in DER SWIMMINGPOOL /Copyright: MUBI

FIRST COW von Kelly Reichardt ab sofort exklusiv bei MUBI

“Ein Film über das Wesentliche” findet die taz, “A masterpiece” jubelt die New York Times, „ein zärtlicher Western“ findet Deutschlandfunk Kultur und Brigitte vergibt 5 von 5 Punkten.

 

MUBI, der weltweite Arthouse-Streamingdienst mit kuratierter Filmauswahl, freut sich FIRST COW ab heute, 9. Juli 2021,exklusiv in Deutschland auf mubi.com zu präsentieren.

Weiterlesen

MUBIS kuratierte, tägliche Filmauswahl im Juli

Filmemacher*innen eine Plattform zu bieten, ist seit dem Start von MUBI zentrale Aufgabe und Verpflichtung. Im Juli feiert die MUBI drei Regisseur*innen ganz besonders: die große polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska wird – in Kooperation mit dem Filmfest München, dass Anfang Juli beginnt – in einer Hommage geehrt. Außerdem präsentiert MUBI seinem weltweiten Publikum die Filmkunst von Christian Petzolds und schließlich wird Kelly Richards Werk gezeigt, deren wichtigster Film „First Cow“ im letzten Jahr das Berlinale-Publikum verzauberte.

 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Juli 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights:

 

In Kooperation mit dem Filmfest München – eine Hommage an Małgorzata Szumowska:

Ab 2 Juli: DAS BESSERE LEBEN (2011, Polen, Drama) – Małgorzata Szumowska schickte mit ihrer Geschichte über die erfolgreiche Pariser Journalistin Anna die wunderbare Juliette Binoche auf erfolgreiche Festivaltour nach Toronto (2011), zur Berlinale und zum Tribeca Film Festival (2012). Sie erzählt in DAS BESSERE LEBEN, wie Annas Recherche für einen Artikel über das Leben von Studentinnen, die ihr Geld als Escorts verdienen, sie immer stärker fesselt und auch ihr Familienleben zu beeinflussen droht.

 

Ab 4. Juli: BODY (2015 Polen, Drama, Komödie) – Małgorzata Szumowskas erhielt für ihr Drama 2015 den Silbernen Bären für die beste Regie und wurde in der Folge auch für den Europäischen Filmpreis nominiert. In BODY erzählt sie von der magersüchtigen Olga, die in einer psychiatrischen Klinik auf die Therapeutin Anna trifft, die behauptet, mit Geistern kommunizieren zu können und dabei Kontakt zu Olgas toten Mutter gehabt zu haben. Sie lädt Olga zu einer Seance.

 

Ab 5. Juli: DIE MASKE (2018, Polen, Drama) – Jacek, ein lebenslustiger, ausgesprochen gutaussehender Bauarbeiter arbeitet auf der Baustelle, wo eine gigantische, selbst Rio de Janeiro in den Schatten stellende Jesus-Statue errichtet wird. Ein schwerer Arbeitsunfall macht Jacek zum ersten Kandidaten für eine Gesichts-Transplantation. Małgorzata Szumowska brachte die Beschäftigung mit dem menschlichen Gesicht 2018 einen weiteren Silbernen Bären ein, dieses Mal den großen Preis der Jury.

 

MUBI präsentiert die Christian Petzold Reihe mit fünf seiner Filme:

Ab 3. Juli: UNDINE (2020, Deutschland, Frankreich, Drama, Liebesfilm, Fantasy) – ist Christian Petzolds jüngstes Werk und der vielversprechende erste Teil einer geplanten Filmtrilogie über Figuren der deutschen Romantik. Der Film erzählt in einer Neuinterpretation vom Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann. UNDINE ist ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt und die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod. Weltpremiere feierte der Film im Wettbewerb der Berlinale 2020, wo Paula Beer für ihre Titelrolle den Silbernen Bären für die beste Darstellerin gewann und später auch den Europäischen Filmpreis erhielt.

 

Ab 10. Juli: DIE INNERE SICHERHEIT (2000, Deutschland, Drama) – Realistischer geht es in Christian Petzolds 20 Jahre zuvor gedrehtem RAF Drama zu: Sicher sind die RAF-Mitglieder Clara und Hans nirgendwo. Deswegen hält sich die Familie immer nur für kurze Zeit an einem Ort auf. So wie jetzt in Portugal. Um sich nicht weiter der Gefahr auszusetzten, entdeckt zu werden, wollen sie jetzt mit Hilfe eines Freundes nach Brasilien ziehen. Der Film lief auf den Festivals in Venedig, Berlin, Rotterdam und Karlovy Vary.

 

Ab 16. Juli: GESPENSTER (2005, Deutschland, Drama) – Gemeinsam mit DIE INNERE SICHERHEIT und YELLA bildet der Film Petzolds sogenannte „Gespenster-Trilogie“. Mit der atmosphärisch dichten Studie über Trauer, Einsamkeit und die vergebliche Suche nach Nähe nahm Petzold auch 2005 im Wettbewerb der Berlinale teil.

 

Ab 24. Juli: YELLA (2007, Deutschland, Drama) – Auf der Flucht vor ihrem unberechenbaren Ex-Mann flieht Yella aus ihrer Heimatstadt in der ehemaligen DDR in ein neues Leben im Westen. Sie findet einen vielversprechenden Job bei einem Geschäftsmann, mit dem sie bald eine Romanze eingeht. Doch vermeintlich begrabene Wahrheiten bedrohen ihr Glück. Nina Hoss, immer wieder gesetzt in Petzolds Filmen, erhielt für ihre Titelrolle den Silbernen Bären für die beste Darstellerin.

 

Ab 31. Juli: JERICHOW (2008, Deutschland, Drama) – Venedig, Berlin, Rotterdam, Toronto: Christian Petzolds Filme feiern immer wieder Erfolge bei den großen internationalen Festivals. So auch JERICHOW mit Benno Fürmann und Nina Hoss. Der unehrenhaft entlassene Afghanistan-Veteran Thomas kehrt in sein Heimatdorf Jerichow zurück. Ali, ein ortsansässiger türkisch-deutscher Geschäftsmann und Besitzer einer Imbisskette, stellt ihn als Fahrer ein. Da lernt Thomas Laura kennen, die junge und attraktive Frau seines Chefs.

 

Ab 8. Juli: DIE HÖLLE VON HENRI-GEORGES CLOUZOT von Serge Bromberg und Ruxandra Medrea (2002, Frankreich, Dokumentarfilm) – 1964 scheiterte Henri-Georges Clouzots ehrgeiziges Filmprojekt L’Enfer, nachdem erst der Hauptdarsteller vieler bereits gedrehter Szenen, Serge Reggiani, ersetzt werden musste und kurz darauf Clouzot selbst einen Herzinfarkt erlitt. 45 Jahre später präsentierten Serge Bromberg und Ruxandra Medrea einen faszinierenden Dokumentarfilm, der neben den bereits gedrehten Szenen Interviews mit Mitgliedern des Produktionsstabs und nachgestellte Schlüsselszenen enthält und so offenbart, welch einmaliges Werk der Filmgeschichte vorenthalten wurde. Als Hommage an den Regisseur und die Hauptdarsteller lief der Film 2009 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, später auf dem Toronto International Film Festival sowie auf den Festivals in New York, Vancouver und London.

 

Das Kelly Reichardt Triple Feature:

Ab 9. Juli: MUBI EXKLUSIV – FIRST COW von Kelly Reichardt (2019, USA, Drama, Western) – “A masterpiece” urteilt die New York Times. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Kelly Reichardt kehrt mit ihrem gespannt erwarteten Kinofilm FIRST COW zurück nach Oregon und erzählt vor dem Hintergrund des Wilden Westens vergangener Zeiten nach Romanvorlage und Drehbuch von Jonathan Raymond eine spannende und berührende Geschichte von kleinen Verbrechen und großer Freundschaft. Der Film begeisterte Publikum und Kritik im Wettbewerb der Berlinale, in Locarno und Rotterdam.

 

Ab 15 Juli: OLD JOY (2006, USA, Drama) – uraufgeführt in Sundance erzählt OLD JOY von zwei alten Freunden, die sich bei einem gemeinsamen Campingausflug eingestehen müssen, sich doch weiter auseinander entwickelt zu haben, als sie dachten. Wieder basiert Kelly Reichardts Film auf einer literarischen Vorlage von Jonathan Raymond.

 

Ab 19. Juli: WENDY & LUCY (2008, USA, Drama) – auch der dritte Film in der Kelly Reichardt-Reihe entstammt einer Kurzgeschichte und dem Drehbuch von Jonathan Raymond. Wendy, gespielt von der bezaubernden Michelle Williams, fährt mit ihrem Hund Lucy nach Alaska, wo sie sich im Sommer einen lukrativen Job in einer Fischfabrik erhofft. Doch als ihr Auto in Oregon den Geist aufgibt, reißt ihre finanzielle Absicherung und sie muss sich einigen fatalen Herausforderungen stellen. WENDY & LUCY lief in Cannes, wo Lucy mit dem renommierten Palm Dog ausgezeichnet wurde.

 

Ab 11. Juli: DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO von Karim Ainouz (2019, Brasilien, Deutschland, Drama) – Der Gewinner Film der Un Certain Regard –Reihe des Filmfestivals in Cannes 2019 ist in Rio de Janeiro der 1940er Jahre angesiedelt. Die Schwestern Eurídice und Guida sind unzertrennlich. Ihr Aufwachsen in einem konservativen Elternhaus entspricht der gesellschaftlichen Norm: angepasst und unbemerkt. Doch die 18-jährige Eurídice träumt von einem Leben als Pianistin und die etwas ältere Guida von der großen Liebe. Als ihr Vater sie zwingt, jeglichen Kontakt zueinander abzubrechen, nehmen sie ihr Schicksal in die eigenen Hände, stets in der Hoffnung, eines Tages wieder zueinander zu kommen.

 

Ab 28. Juli: MAPS OF THE STARS von David Cronenberg (2014, Kanada, USA, Drama) – „Cronenbergs neue Variante der hollywoodschen Dysfunktionalität“ (Der Spiegel) eröffnete 2014 das Cannes Filmfestival. Juliane Moore war zudem für ihre schauspielerische Leistung für einen Golden Globe nominiert. Die Abgründe Hollywoods mit bester Besetzung: Neben Julianne Moore, die als in die Jahre gekommene Diva brilliert, sind unter anderen auch Robert Pattison, als aufstrebender Schauspieler der noch Chauffeur ist, Mia Wasikowska als zynischer Kinderstar und Carrie Fischer als deren eiskalte Mutter zu sehen.

 

Hier geht es zur kompletten Filmliste im Juli.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

FOUR ROADS von Alice Rohrwacher – ab 14. Mai bei MUBI

Bong Joon Ho über FOUR ROADS: “Alice Rohrwacher’s work is a mix of magic realism and neorealism, innocent characters butting up against corrupt behemoths“

 

“It’s April. We can’t get close to each other due to a virus. I thought that I can get close to my neighbors thanks to my magic eye, where my body cannot” erklärt Alice Rohrwacher

 

MUBI, der weltweite Arthouse-Streamingdienst mit kuratierter Filmauswahl, freut sich, Alice Rohrwachers poetischen und stimmungsvollen Kurzfilm FOUR ROADS ab dem 14. Mai 2021 auf seiner Plattform mubi.com zu präsentieren.

 

FOUR ROADS bietet einen herzerwärmenden und hintergründigen Einblick in das Leben in dem toskanischen Dorf Quattro Strade während der Pandemie. Da jegliche Form des physischen Kontakts eingeschränkt ist, greift Alice Rohrwacher zu ihrer alten 16-mm-Filmkamera und einem Zoomobjektiv, um die Menschen um sie herum zu erreichen,

 

Alice Rohrwachers erster Spielfilm FÜR DEN HIMMEL BESTIMMT wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 im Rahmen der „Quinzaine des réalisateurs“ uraufgeführt und von der Kritik hoch gelobt. Mit ihrem zweiten Spielfilm LAND DER WUNDER gewann sie 2014 den „Großen Preis der Jury“ in Cannes. Im selben Jahr wurde sie bei den 71. Internationalen Filmfestspielen von Venedig zur Präsidentin der Internationalen Jury des „Luigi De Laurentiis Venice Award“ berufen. In Alice Rohrwachers dritter Regiearbeit, GLÜCKLICH WIE LAZZARO, spielt ihre Schwester Alba Rohrwacher mit. Der Film feierte seine Weltpremiere 2018 bei den Filmfestspielen in Cannes, wurde für die Goldene Palme nominiert und für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Für das Fernsehen hat Alice Rohrwacher zwei Episoden der HBO Adaptation von Elena Ferrantes vielbeachteten Roman MEINE GENIALE FREUNDIN inszeniert.

 

FOUR ROADS – AB 14. MAI 2021 EXCLUSIV BEI MUBI

 

Stills finden Sie HIER

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

 

Über MUBI

MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

 

Zudem produziert und vertreibt MUBI auch ehrgeizige Filmprojekte von aufstrebenden und weltbekannten Filmemacherinnen und Filmemachern, die Mitglieder exklusiv bei MUBI erleben können. Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV

 

 

Mai 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Die MUBI-Filmauswahl im Mai setzt auf große Filmemacher und Kultregisseure: Peter Webber und Miloš Forman oder Alan Parker und Anton Corbijn – jeweils im Double Feature; oder Sergei Loznitsa, dessen großes dokumentarisches Œuvre zur Historie der Sowjetunion und ihrer Nachfolgerepubliken ebenso in einer MUBI-Reihe präsentiert wird, wie Claude Chabrols Werk. 
Aber auch junge, vielversprechende Filmemacher_innen haben ihren Platz in der Filmauswahl: Camilo Restrepo aus Mexiko mit LOS CONDUCTOS, die Kanadierin Sophy Romvari oder die Französin Isabel Pagliali mit ihren Kurzfilmen STILL PROCESSING respektive TENDER.

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Mai 2021. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel. 

Das sind die Highlights: 

Ab 1. Mai: DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING von Peter Webber (2003, Großbritannien, Luxemburg, Biografie, Drama). In der gleich dreifach Oscar-nominierten, fiktiven Entstehungsgeschichte zu einem der berühmtesten Gemälde der Welt steht Scarlett Johansson als die Magd Griet dem Maler Vermeer (Colin Firth) heimlich Modell und erregt damit den Unmut seiner Frau. Als sie herausfindet, dass Griet ihre Perlenohrringe trug, als sie gemalt wurde, eskaliert die Situation…

Ab 4. Mai: MUBI EXKLUSIV – ATLANTIS von Valentyn Vasyanovych (2020, Ukraine, Drama). Die dystopische Vision über die Auswirkungen des Krieges im Donbas, ausgezeichnet mit dem Orizzonti Award für den besten Film beim Filmfestival in Venedig, zeigt eine verwüstete, lebensfeindliche Ostukraine. Dem ehemaligen Soldaten Sergej, der an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, fällt es schwer, sich der neuen Realität anzupassen und seine Heimat in Trümmern liegen zu sehen. Eines Tages schließt er sich einer Gruppe von Freiwilligen an, die sich um die Exhumierung der Leichen aus den Schuttbergen kümmert. Dort lernt er Katya kennen und eine bessere Zukunft scheint plötzlich möglich. ATLANTIS lief auch bei den Festivals in Toronto und Rotterdam.

Ab 6. Mai: MUBI EXKLUSIV – LOS CONDUCTOS von Camilo Restrepo (2020, Kolumbien, Frankreich, Drama). In der neuen Berlinale-Kategorie ‚Encounters’ gewann der Film 2020 den Preis für das beste Erstlingswerk und das renommierte Mar del Plata International Film Festival zeichnete den Film als besten Beitrag im lateinamerikanischen Wettbewerb aus. Pinky ist auf der Flucht. Betäubungsmittel wabern durch Venen und Luft. Er hat sich aus den Fängen einer Sekte befreit und verschanzt sich nun in einer Fabrik, entschlossen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Je tiefer LOS CONDUCTOS ins Alptraumhafte und Halluzinatorische vorstößt, umso härter, politischer und realitätshungriger wird der Film.

Am 10. und 11. Mai: Alan Parker Double Feauture mit ANGEL HEART und THE COMMITMENTS
ANGEL HEART (1987, USA, Thriller). Louis Cypher engagiert Harry Angel. Namen, die auch nach über 30 Jahren in Erinnerung jedes Filmfans bleiben… Alan Parkers Mystery-Thriller mit Mickey Rourke, Robert de Niro, Lisa Bonet und Charlotte Rampling ist ein zeitloses Meisterwerk bei dem die Ermittlungen eines abgehalfterten Privatdetektivs eine unerwartete Richtung einschlagen. Und: Nie zuvor oder danach wurde auf so lässige und gleichzeitig gespenstische Weise ein Ei im Film gepellt… 

THE COMMITMENTS (1991, Irland, Großbritannien, Drama, Comedy, Music). Selten wurde der Aufstieg und Fall einer Musikband mit soviel warmherzigem Humor, Enthusiasmus und Authentizität erzählt. Alan Parker gelangen in seinem bislang persönlichsten Film tief bewegende Szenen. Und sein Ensemble bestand ausschließlich aus jungen irischen Musikern ohne Filmerfahrung. Für den besten Filmschnitt war der Film 1992 Oscar-nominiert und als bestes Kinomusical bei den Golden Globes. Bei den BAFTA Awards erhielt THE COMMITMENTS vier Auszeichnungen, unter anderem für das adaptierte Drehbuch.

Ab 13. Mai: BANKSY – EXIT THROUGH THE GIFT SHOP von Banksy (2010, USA, Großbritannien, Mokumentary, Komödie). Wer denkt EXIT THROUGH THE GIFT SHOP sei ein Film von Banksy über Banksy, liegt falsch. Der Künstler präsentiert sich zwar zu Beginn mit verzerrter Stimme und Verkleidung, doch der Filmemacher Banksy heftet sich danach an die Fersen von Thierry Guetta, der eine manische Obsession entwickelt hat: Während er sich über Jahre hinweg in die Street-Art-Szene festbeißt, filmt er nahezu jeden seiner Schritte mit einer Videokamera. Dabei trifft er Künstler wie seinen Cousin Space Invader oder den einflussreichen Shepard Fairey. Immer tiefer taucht Guetta in die weltweite Streetartszene ein, nur der Größte von allen, Banksy, fehlt ihm noch. Der Film lief im Wettbewerb der Berlinale außer Konkurrenz und ohne die obligatorische Pressekonferenz – Bansky stand nicht zur Verfügung. Auch Nominierungen bei den Oscars als Best Documentary, Vorführungen beim Sundance Film Festival und der Auszeichnung als bester Dokumentarfilm bei den Independent Spirit Awards 2011 lockten Banksy nicht aus seiner Anonymität.

Ab 15. Mai: ZOMBI CHILD von Bertrand Bonello (2019, Frankreich, Fantasy, Horror, Drama). Regisseur Bertrand Bonello schlägt mit seinem neuen Film einen Bogen von der Gegenwart über das Haiti der 1960er Jahre bis in die französische Kolonialgeschichte. Mystisch, geheimnisvoll und faszinierend: Die jugendliche Fanny genießt das Privileg, auf eine Elitehochschule in der Nähe von Paris zu gehen. Sie nimmt ihre Schulbildung sehr ernst, gönnt sich aber auch nächtliche Treffen mit ihren Klassenkameradinnen im Kunstraum des altehrwürdigen Internats. Als Mélissa neu in die Klasse kommt, wird sie schnell in den Kreis der nachtaktiven Mädchen aufgenommen, die sich besonders von den Voodoo-Ritualen faszinieren lassen, die in Mélissas aus Haiti stammender Familie seit Generationen praktiziert werden… ZOMBI CHILD wurde 2019 in die Quinzaine des Réalisateurs beim Cannes Film Festival eingeladen und lief bei den Festivals in Toronto, Rotterdam und San Sebastian.
 

Am 18. und 19. Mai: Anton Corbijn Double Feature: CONTROL und LIFE von Anton Corbijn. CONTROL (2007, Großbritannien, Australien, Biografie, Drama, Musical). Das Spielfilm-Regiedebüt des zuvor vor allem als Musikfotograf in Erscheinung getretenen Niederländers Corbijn erzählt die Lebensgeschichte von Ian Curtis, Sänger der englischen Post-Punk Band „Joy Division“, der sich 1980 das Leben nahm. Der Film beruht auf dem Buch „Touching From A Distance“, das Ians Ehefrau Deborah nach seinem Tod über ihn schrieb. Neben Sam Riley und Alexandra Maria Lara in den Hauptrollen hat auch Herbert Grönemeyer einen Auftritt als Arzt. Corbijns Debüt erhielt zusätzlich zu vielen Auszeichnungen den Preis als bester europäischer Film der Filmfestspiele von Cannes.  
 

LIFE (2015, Kanada, Deutschland, Drama) erzählt in atmosphärisch-stilvollen Bildern die Geschichte einer Fotoreportage, die der Fotograf Dennis Stock über James Dean 1955 anfertigte, kurz vor dessen Durchbruch mit dem Film JENSEITS VON EDEN. Der Film lässt erahnen, dass Corbijn, selbst erfolgreicher Fotograf, das häufig spannungsreiche Verhältnis von Porträtisten und Porträtiertem bestens kennt. LIFE versammelt mit Robert Pattinson, Ben Kingsley, Joel Edgerton und Dane Dehaan einen außergewöhnlichen Cast.
 

Ab 20. Mail: MUBI EXKLUSIV – STILL PROCESSING von Sophy Romvari (2020, Kanada, Dokumentarfilm, Kurzfilm). In diesem dokumentarischen Kurzfilm treten, nach dem Fund einer Dose mit alten und bislang unbekannten Familienfotos, eigentlich überwundene Gefühle der Trauer und längst verloren geglaubte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Filmemacherin Sophy Romvari dokumentiert ihr Erleben in diesem Film, der damit gleichsam therapeutische und heilende Wirkung entfaltet. Seine Festivalpremiere feierte STILL PROCESSING beim Toronto International Film Festival 2020.
 

Ab 21. Mai: UNSER TÄGLICH BROT von Niklaus Geyrhalter (2005, Deutschland, Dokumentarfilm). UNSER TÄGLICH BROT ist die eindrückliche Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film schonungslos die Produktion unserer Nahrungsmittel – von der Züchtung bis zur Schlachtung von Tieren oder der industriellen Anpflanzung und Ernte von Obst und Gemüse. Mehrfach ausgezeichnet und nominiert – Indiewire Critics’Poll oder European Film Awards – beeindruckte der Film seine Zuschauer auch beim BFI London Film Festival und dem New York Film Festival.

Ab 21. Mai: Start der Sergei Loznitsa Reihe anlässlich der Herausbringung seines neuesten Werks STATE FUNERAL mit THE EVENT (2015, Niederlande, Belgien, Dokumentarfilm) und BLOCKADE (2006, Russland, Dokumentarfilm) sowie ab 24. Mai THE TRIAL (2018, Niederlande, Dokumentarfilm). Die preisgekrönten Dokumentarfilme von Sergei Loznitsa, des Geschichtsanalytikers des Kinos, liefern einen seltenen Zugang zu Schlüsselmomenten der Geschichte der Sowjetunion – von den unsäglichen Schauprozessen Stalins über die Grauen des 2. Weltkriegs bis zum Fall der Sowjetunion. 

THE EVENT erzählt vom versuchten Putsch gegen die Regierung Michael Gorbatschows im August 1991, dessen Scheitern erst das Ende der Sowjetunion besiegelte. Tausende von Menschen gingen damals auf die Straße, verwirrt, verängstigt aber entschlossen, den Putsch zu vereiteln. Loznitsas Rekonstruktion der Ereignisse knapp 25 Jahre später fand bei den internationalen Filmfestivals in Venedig, Toronto, Rotterdam und San Francisco große Beachtung.

BLOCKADE führt mit bislang wenig bekannten, von ihm im sowjetischen Filmarchiv entdeckten Aufnahmen zurück in die längste Belagerung des 2. Weltkriegs: 900 Tage lang hatte die deutsche Wehrmacht Leningrad eingeschlossen und der Stadt und ihren Einwohner_innen unsägliches Leid gebracht. Loznitsa unterlegt die eindrücklichen schwarz-weiß Bilder mit einem modernen Soundtrack.

THE TRIAL. Der Prozess gegen die sogenannte „Industrie-Partei“ war nicht der erste Schauprozess unter Stalin, aber historisch deshalb so zentral, weil anders als bei vorherigen Prozessen, wo noch einige Angeklagte ihre Schuld bestritten, hier alle Einsicht und Reue zeigten. Zum Zwecke der „sozialen Sicherheit“ gab es – darüber waren sich die Tausenden im Saal und auf den Straßen einig – nur ein Urteil: „Tod durch Erschießen“. Unkommentiert montiert Loznitsa das sorgfältig recherchierte Archivmaterial zu einem Kammerspiel und rekonstruiert eine allumfassende juristisch-politische Fabrikation: eine „Industrie-Partei“ hat es nie gegeben. Auch THE TRIAL feierte Festivalerfolge in Venedig, Toronto, Mar del Plata und Karlovy Vary.

Ab 23. Mai: Start der Claude Chabrol Reihe mit INSPECTEUR LAVARDIN (1986, Frankreich, Schweiz, Krimi, Thriller). Mit der für Chabrol typischen Ironie und Lakonie zeigt auch dieser Krimi des französischen Großregisseurs die Abgründe hinter der Fassade des Großbürgertums auf. Am Strand wird die Leiche eines Schriftstellers gefunden. Sein Hinterteil ziert das Wort “Schwein”. Hélène, die Witwe des Autors, die sich als eine Jugendliebe Lavardins (Jean Poiret) entpuppt, scheint, wie auch die anderen Hinterbliebenen, über die Tat nicht im Geringsten erschüttert zu sein. Der Film lief in Deutschland zunächst nur im DDR-Fernsehen. Erst 1991 folgte die ARD mit einer Ausstrahlung.

Ab 25. Mai: DER MONDMANN von Miloš Forman (1999, USA, Deutschland, Komödie, Drama, Biografie). Mit dem Gewinnerfilm der Berlinale 2000 – DER MONDMANN – erweckte Miloš Forman nach Larry Flint erneut eine Ikone der siebziger Jahre zu pulsierendem Leben. In der Filmbiografie des genialischen Komödianten Andy Kaufman läuft Jim Carrey zu fulminanter Hochform auf. Das Ergebnis: Eine vor Enthusiasmus überschäumende Ode auf die befreiende Wirkung hemmungsloser Anarchie. Courtney Love macht in dem Film einen ihrer seltenen Ausflüge ins Schauspiel. Sie spielt eine Wrestlerin, die Andy Kaufmann bei einer Wrestlingshow traf, in der er nur gegen Frauen kämpfte, und in die er sich daraufhin verliebte. 

Ab 26. Mai: MUBI EXKLUSIV – TENDER von Isabel Pagliali (2020, Frankreich, Dokumentarfilm, Kurzfilm). Spätsommer, ein kleiner See, Teenager. Mia, 11, etwas zu schlau für ihr Alter, fragt Hugo, 15, und ziemlich blasiert, nach Chaïnes, einem Mädchen, mit dem er seine Nachmittage am See verbringt und versucht, sie zu verführen. Ihm ist es peinlich von Liebe zu sprechen und welche Gefühle die lebhafte und gleichzeitig geheimnisvolle Chaïnes, die ihrerseits keinerlei Emotionen offenbart, in ihm auslöst. Mia und ihre Geschwister aber umzingeln die beiden wie ein Chor. Tender ist ein langsamer, dunkler Dokumentarfilm, in dem die Zeit nicht zu existieren scheint. Der Film lief 2020 bei den internationalen Festivals in Rotterdam, Lissabon und Wien.
 
 
Hier geht es zur kompletten Filmliste im Mai.
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

Über MUBI
MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

 
Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV. 
 

MUBI verkündet den Screening Termin von SHIVA BABY

Der Hollywood Reporter sagt über SHIVA BABY: “A deftly crafted comedy of discomfort”, Variety lobt “Playful, brilliantly anxious, sex-positive coming of age film set inside a tight-knight Jewish community” und The Film Stage schwärmt “Hilarious, awkward, uncomfortable and unforgettable”.

 

Das gefeierte Spielfilmdebüt von Autorin und Regisseurin Emma SeligmanSHIVA BABY ab dem 11. JUNI 2021 exklusiv bei MUBI

 

MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl, freut sich, den Start von Emma Seligmans Shiva Baby bekannt zu geben: Shiva Baby wird ab dem 11. Juni 2021 exklusiv bei MUBI zu sehen sein.

Das gefeierte Spielfilmdebüt, das von Autorin und Regisseurin Emma Seligman geschrieben und inszeniert wurde, erlebte 2020 seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival und dem SXSW Festival Austin. In der Hauptrolle ist die aufstrebende Schauspielerin und Komikerin Rachel Sennott zu sehen. Molly Gordon (Booksmart), Polly Draper (Milliarden, Die gute Frau), Fred Melamed (WandaVision, Die Morgenshow, Ein ernster Mann) und Dianna Agron (Berlin, Ich liebe dich, Glee) verstärken den Cast zusätzlich. Für die Musik konnte der vielseitige Komponist und Multiinstrumentalist Ariel Marx (Ted Bundy: Falling for a Killer) gewonnen werden.

 

Shiva Baby ist eine bitterböse, fast klaustrophobische und gleichzeitig spielerisch leichte Komödie über die richtungslose junge und bisexuelle Jüdin Danielle (Rachel Sennott), die mit ihrer Familie an einer Shiva teilnimmt. Während der Shiva, der einwöchigen Trauerzeit nach dem Tod eines geliebten Menschen, wird die College-Studentin Danielle mit einer Reihe von zunehmend unangenehmen und demütigenden Begegnungen konfrontiert. Zunächst erschüttert sie das Erscheinen ihrer Ex-Freundin, für die sie immer noch Gefühle hegt. Die Situation steigert sich ins fast Unerträgliche, als unerwartet Danielles Sugar Daddy auftaucht – mit seiner Frau und einem schreienden Baby, von deren Existenz sie bis dahin gar nichts ahnte. Gleichzeitig steht Danielle unter ständiger Beobachtung ihrer neurotischen, aber wohlmeinenden Eltern, und wird von den übergriffigen Verwandten mit immer neuen Fragen nach ihren Zukunftsplänen bombardiert. Für Danielle gibt es nur einen Ausweg: die Eskalation.

 

Shiva Baby zeigt erfrischend und unkonventionell die Verwirrungen, den Humor und die Konflikte, die die Sexualität junger Frauen begleitet, mit einer wunderbaren Rachel Sennot in der Hauptrolle.

 

Filmemacherin Emma Seligman stammt aus Toronto, lebt aber mittlerweile in New York. In der Undergraduate Film & TV-Sendung der NYU schrieb und inszenierte sie Shiva Baby als Kurzfilm, der 2018 beim SXSW Festival uraufgeführt wurde und anschließend auch beim Woodstock Film Festival, dem TIFF Next Wave Film Festival und dem Palm Springs ShortFest lief. Mittlerweile ist der Kurzfilm ein Vimeo Staff Pick und wurde zur Grundlage für das gleichnamige Langfilmdebüt der Regisseurin.

 

Rachel Sennott war bereits im Kurzfilm Shiva Baby, der zum Indie-Liebling der Festivals wurde, zu sehen. In Olivia Peaces Spielfilm Tahara folgte ihre zweite Hauptrolle. Neben der Schauspielerei ist Rachel Sennott in den USA als Comedian und Autorin bekannt, und wird für ihre ganz eigene Sicht auf das Leben der Millennials gefeiert. 2019 wurde sie als Stand-Up Comedian vom Magazin Time Out NY zu einer der „Top Comics to Watch“ gekürt. Mittlerweile hat Rachel Sennott eigene Kurzfilme und Serien entwickelt und in ihnen mitgespielt, wie in der Serie „Ayo und Rachel Are Single“ für den Sender Comedy Central. Derzeit spielt Rachel Sennott neben Kyra Sedgwick in der ABC-Comedy-Serie „Call Your Mother“.

 

Das Pressematerial finden Sie HIER

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

 

Über MUBI

MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.

Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV.

April 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Die MUBI-Filmauswahl im April macht eine filmische Zeitreise zu den Festivals in Cannes, Venedig, Berlin, Toronto oder Sundance sowie zu den Oscars, dem César, Bafta Award oder dem Deutschen Filmpreis. Weiterlesen

MUBI Exclusive: SONGS MY BROTHERS TAUGHT ME

Das eindrückliche Regiedebüt von Golden Globe-Gewinnerin Chloé Zhao (Nomadland).

Variety schrieb: “Its poetic minimalism is atmospheric.” und The Guardian lobte: “It is extraordinary, facing stereotypes about life on the reservation head-on, exploring the crippling effects of alcoholism and a non-existent economy with a delicate hand.”   Weiterlesen

März 2021: Die kuratierte, tägliche Filmauswahl bei MUBI

Erste Filme zum Lockdown, filmisch dokumentierte Welten, Spannung, Romantik, Ausbruch. MUBI zeigt die Vielfalt von Filmkunst im März in allen Genres, Macharten und Aggregatzuständen. Weiterlesen

Februar 2021: Die tägliche Filmauswahl bei MUBI

Mit Robert de Niro und Al Pacino durch die Straßen von L.A. jagen, mit Julie Delpy und Ethan Hawk einen Urlaub in Griechenland verbringen, die Welt mit Dackelaugen sehen, Amy Winehouse noch einmal nahekommen, Christo bei der Arbeit in Italien beobachten oder den Grand Jury Prize Gewinner von Sundance exklusiv erleben – das Line-up der täglich hinzukommenden Filme auf der Arthouse Streaming Plattform MUBI (www.mubi.com) im Februar 2020 umfasst aktuelle Festivalfilme, Arthouse-Highlights und Kultklassiker. Insgesamt bietet die Plattform 1.100 sorgsam kuratierte Titel.

 

Das sind die Highlights:

  • Ab 12. Februar: DEAD PIGS von Cathy Yan (2018, China) – Der exklusive MUBI Release im Februar. Niemand weiß warum, aber plötzlich schwimmen in einem Fluss mitten in der Metropole Shanghai tausende tote Schweine. Das ist das Leitmotiv in Cathy Yans (BIRDS OF PREY) episodischem Film, der ganz unterschiedliche urbane Charaktere in verschiedenen Handlungssträngen unter die Lupe nimmt. In Sundance mit dem Grand Jury Prize ausgezeichnet konnte der Film auch deutsches Festivalpublikum begeistern und gewann den internationalen Wettbewerb beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.
    Personalisierte Sichtungslinks sind auf Nachfrage erhältlich.
    – Regisseurin Cathy Yan steht für Telefon- und Video-Interviews zur Verfügung. Melden Sie sich gerne für die Koordination.
     

 

  • Ab 01. Februar: LA FLOR von Mariano Llinás (2018, Argentinien) – Die epische, 6-teilige Reihe aus Argentinien feierte 2018 in drei Episoden ihre Weltpremiere beim Filmfestival Locarno. Jede der Episoden ist inspiriert von einem anderen Filmgenre und würdigt auf ganz besondere Weise internationale Filmgeschichte.

     
  • Ab 05. Februar: HEAT von Michael Mann (1995, USA) – Das Kriminaldrama ist eine der frühen Regiearbeiten Michael Manns (ALI, PUBLIC ENEMIES oder DER LETZTE MOHIKANER), bei der es ihm gelang, erstmalig Robert de Niro und Al Pacino gemeinsam vor die Kamera zu holen und den Film damit zu Kultstatus zu verhelfen. In einer weiteren Hauptrollen ist Val Kilmer zu sehen.

     
  • Ab 08. Februar: BEFORE MIDNIGHT von Richard Linklater (2013, USA) – Letzter Teil von Richard Linklaters (BOYHOOD) gefeierter Langzeit-Trilogie, die 1995 mit BEFORE SUNRISE begann, 2004 mit BEFORE SUNSET fortgesetzt wurde und die wechselvolle Beziehung eines von Julie Delpy und Ethan Hawke gespielten Paares vom ersten zufälligen Treffen an erzählt.

     
  • Ab 09. Februar: WIENER-DOG von Todd Solondz (2016, USA) – Die schwarze Komödie von Todd Solondz (DARK HORSE) mit der großartigen Greta Gerwig in der Hauptrolle.

     
  • Ab 16. Februar: 10 MILLIARDEN – WIE WERDEN WIR ALLE SATT? von Valentin Thurn (2019, Deutschland) – In einem der besucherstärksten Dokumentarfilme der letzten Jahre geht Valentin Thurn (TASTE THE WASTE) der Frage nach, wie alle Bewohner der Erde mit Nahrungsmitteln versorgt werden können.

     
  • Ab 21. Februar: KING OF COMEDY von Martin Scorsese (1982, USA) – Die inzwischen legendäre Komödie aus dem Jahr 1982 mit Robert de Niro als Möchtegern-Comedian Rupert Popkin und Jerry Lewis als dessen großes Vorbild Jerry Langford in den Hauptrollen.

     
  • Ab 22. Februar: AMY von Asif Kapadia (2015, UK) – Als Teil der MUBI-Reihe “Portrait of the Artist” präsentiert MUBI im Februar die Dokumentation über das tragische Leben und den noch tragischeren Tod der stilprägenden Sängerin Amy Winehouse.

     
  • Ab 19. und 20. Februar: Ein Comedy-Doppel von Stephen Frears (PHILOMENA) – 
    CHÉRI (2009, UK & Frankreich) mit Michelle Pfeiffer in der Titelrolle sowie IMMER DRAMA UM TAMARA (2010, UK) mit Gemma Arterton.

     
  • Ab 27. Februar: LEGENDE von Ridley Scott (1985, USA) – Ridley Scotts Ausflug in die Welt der Fantasy mit Tom Cruise als Held im Kampf gegen böse Kobolde und den Herrn der Finsternis.

 

  • Ab 25. Februar: WALKING ON WATER von Andrey Paunov (2018, USA & Italien) –Auf dem Lago d’Iseo, vor dem Bergpanorama der italienischen Alpen, realisierte der legendäre Installationskünstler Christo 2016 seine ‚Floating Piers‘. Der Film gibt einen unzensierten Einblick in den kreativen Prozess und die Umsetzung, zeigt aber auch die private Seite des Künstlers.

     
  • Ab 28. Februar: AYKA von Sergei Dvorsevoy (2018, Russland & Deutschland) – Die deutsch-russische Koproduktion des kirgisischen Regisseurs lief 2018 im Wettbewerb der internationalen Filmfestspiele Cannes und wurde dort mit der Goldenen Palme für die „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. Der Film erzählt ungeschönt vom Leben einer illegalen Immigrantin in Moskau, das eher einem ständigen Ringen ums Überleben gleichkommt.

 

Hier geht’s zur kompletten Filmliste im Februar.
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

 

Über MUBI
MUBI ist eine kuratierte Streaming-Plattform mit einer ständig wechselnden Auswahl handverlesener Filme. Von neuen Regietalenten bis hin zu preisgekrönten Filmen. Von überall auf der Welt. Wunderschöne, faszinierende, unglaubliche Filme – und jeder Tag ein neuer. Immer von uns ausgesucht. MUBI ist in 190 Ländern verfügbar, und die Filme, die wir auswählen, orientieren sich an lokalen Kultur- und Kinotrends. Wir sind die weltweit größte Community von Filmliebhabern mit über 10 Millionen Mitgliedern rund um den Globus. Du kannst alle unsere Filme jederzeit streamen oder herunterladen. Auf jedem Bildschirm oder Gerät, überall. Und du wirst niemals eine einzige Anzeige auf MUBI sehen. Niemals.
 

Abos kosten €9.99 pro Monat bzw. €71.88 für 12 Monate. MUBI gibt es auf PC, Mac, iPhone, iPad, Apple TV, Apple TV App, Android, Playstation, Roku und Samsung Smart TV. MUBI hat Niederlassungen in London, New York, Kuala Lumpur, and Mumbai.  

Weiterlesen

MUBI präsentiert gefeiertes Film Debut BEGINNING

BEGINNING ist die offizielle Einreichung Georgiens für die 93. Academy Awards

 

„This film was a revelation“ – Luca Guadagnino (Filmregisseur – ‚Call me by your name’)

 

„Powerful… A strikingly composed film as bracing as it is unsettling“ Screen International

 

„An auspicious bow for a new arthouse talent” The Hollywood Reporter

 

MUBI, der weltweite Streaming Dienst und Filmvertrieb, freut sich, dass Dea Kulumbegashvilis bemerkenswertes und gefeiertes Spielfilm-Debut BEGINNING exklusiv ab 29. Januar bei MUBI in Deutschland zu sehen sein wird. 

 

Regie: Dea Kulumbegashvili

Drehbuch: Dea Kulumbegashvili und Rati Oneli

Produktion: Carlos Reygadas

 

Bislang lief der Film erfolgreich auf internationalen Festivals in Cannes, New York, Adelaide oder Toronto, wo BEGINNING mit dem FIPRESCI Prize, dem Preis der internationalen Filmkritikervereinigung, ausgezeichnet wurde. Beim San Sebastian Film Festival erhielt der Film insgesamt vier Auszeichnungen, darunter die Preise in den Kategorien ‚Bester Film’ und ‚Beste Regie’.

 

BEGINNING, das Spielfilm-Debut der georgischen Regisseurin und Autorin Dea Kulumbegashvili, ist ein geradliniges Drama über eine Zeugin Jehovas, die in eine massive Glaubenskrise gerät. Aufrührend und fesselnd markiert Georgiens offizielle Einreichung für die Academy Awards 2021 die Ankunft eines aufsehenerregenden neuen Talents im Weltkino.

 

BEGINNING spielt in einer Provinzstadt am Fuße des Kaukasus und erzählt die Geschichte von Yana (IIa Sukhitashvili), die Ehefrau eines Ältesten einer Gemeinde der Zeugen Jehovas. Die Gemeinde sieht sich immer wieder Attacken einer extremistischen Gruppe ausgesetzt. Als ihr Mann verreist ist, wächst Janas innerer Konflikt: Immer stärker zweifelt sie an sich und an der Welt um sie herum. Als dann noch ein Polizist in ihr Haus eindringt, hat das dramatische und zerstörerische Folgen.

 

In sparsamen Dialogen und sich Zeit nehmend sowie mit einer exakt beobachtenden Kamera, die an Filme von Michael Haneke, Carlos Reygadas oder Chantal Akerman erinnern, erzählt der Film auf beinahe provozierende Weise von Traumata, religiösen Konflikten und Intoleranz. BEGINNING wirft dabei einen genauen Blick auf das Innere einer Frau, die an ihre familiären und existentiellen Grenzen stößt.

 

Der Film gehörte zur offiziellen Auswahl des letztjährigen Cannes Film Festival.

 

BEGINNING läuft ab dem 29. Januar 2021 auf MUBI in Großbritannien, Deutschland, Irland, Indien, LATAM und Nordamerika.

 

DOWNLOAD Filmmaterial: HIER

Für weitere Informationen bitte kontaktieren Sie: mubi@steinbrennermueller.de

 

About MUBI

MUBI is a curated streaming service. An ever-changing collection of hand-picked films. From new directors to award-winners. From everywhere on earth. Beautiful, interesting, incredible movies — a new one, every single day. Always chosen by us. MUBI is available to watch in 190 countries, and the films we pick are guided by local cultures and cinema. We are the world’s biggest community of film-lovers, with over 10 million members around the globe. You can stream or download all our movies, anytime. On any screen or device, anywhere. And you’ll never see a single ad on MUBI. Ever. 

MUBI also produces and theatrically distributes ambitious films by both emerging and world renowned filmmakers, which members can see exclusively on its service.

Subscription plans are €9.99 a month or €71.88 for 12 months. MUBI is available on the web, Roku devices, Amazon Fire TV, Apple TV, LG and Samsung Smart TVs, as well as on mobile devices including iPad, iPhone and Android. MUBI has offices in London, New York, Kuala Lumpur, and Mumbai.