29. September 2023

Nordische Filmtage: Hommage an Roy Andersson

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Die 65. Nordischen Filmtage Lübeck (1. – 5. November 2023) würdigen den schwedischen Regisseur und Drehbuchautor Roy Andersson mit einer Hommage. Im Rahmen der Eröffnung am 1. November im Cinestar Filmpalast Lübeck wird dem international renommierten Filmemacher der Ehrenpreis des Festivals verliehen. 

Roy Andersson hat ein einzigartiges Lebenswerk erschaffen, das unser Menschsein in seiner Verletzlichkeit, Unzulänglichkeit und auch in seiner Brutalität erkundet,“ begründet der Künstlerische Leiter Thomas Hailer die Wahl des diesjährigen Preisträgers. “Anderssons Blick ist scharf und dennoch emphatisch.“

1943 in Göteborg geboren, studiert Andersson zunächst Literatur und Philosophie, später dann Film am Svenska Filminstitut. Sein Regiedebüt „Eine schwedische Liebesgeschichte“ (1970) wird zum Hit. Als der nächste Film, die Gesellschaftssatire „Giliap“ (1975), floppt, zieht sich Andersson vom Kino zurück und dreht über zwei Jahrzehnte hinweg Hunderte von Werbespots. In diesen kurzen, Kult gewordenen Filmen entwickelt er seinen Sinn für absurde Momentaufnahmen – den er auch in seinen Kinofilmen in eine ganz eigene Ästhetik überführen wird. 

Als Ehrenpreisträger des Festivals hat Roy Andersson die Filme seiner Werkschau selbst zusammengestellt. Sie umfasst die Trilogie „Über das menschliche Wesen“ und sein jüngstes Werk „Über die Unendlichkeit“. Das fünfte Programm versammelt unter dem Titel DIE FRÜHEN JAHRE seinen letzten Studentenfilm „Saturday October 5th“ aus dem Jahr 1969, sieben seiner legendär gewordenen Werbeclips und den Kurzfilm „World of Glory“, mit der Andersson 1991 sein Kinoschaffen wieder aufnahm. 

Fast alle Filme sind in seinem Studio 24 in Stockholm entstanden, dort lebte und arbeitete Andersson bis vor Kurzem. Abgerundet wird die Hommage mit zwei Dokumentarfilmen, die Einblick in seine besondere Arbeitsweise gewähren. Aus nächster Nähe konnten die Filmemacher Johan Carlson und Fred Scott dem Regisseur bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.

Alle Informationen rund um die 65. Nordischen Filmtage Lübeck finden sich auf der Webseite www.nordische-filmtage.de und auf den Social Media Plattformen Facebook und Instagram
Die Nordischen Filmtage Lübeck 2023 finden vom 1.-5. November 2023 statt. Das gesamte Programm wird am 10. Oktober im Rahmen der Pressekonferenz der Nordischen Filmtage verkündet. Der Kartenvorverkauf startet am 28. Oktober.

Wir danken unseren Partnerunternehmen Finnlines, CineStar, STAWAG, Stadtwerke Lübeck, Teschke & Collegen, Moinsener, skanbo, Grundstücksgesellschaft TRAVE, Convotis, avt plus Mediaservice, SG Medientechnik sowie den Medienpartnern NDR und Lübecker Nachrichten für die Unterstützung.

Die Filme der Hommage im Einzelnen:

„Songs From The Second Floor”, („Sånger från andra våningen”), Schweden 2000, Regie: Roy Andersson.
Das Dasein als Überlebenskampf: Der erste Teil der Trilogie „Über die menschliche Existenz“ fängt in schwarzhumorigen Szenen unsere alltäglichen Sorgen und Ängste ein. Am Ende hilft nur noch Gesang oder das letzte einsame Glas in der Kneipe.

„Das jüngste Gewitter“, („Du levande“), Schweden 2004, Regie: Roy Andersson.
Lose miteinander verknüpfte Episoden zeigen Männer und Frauen, die auf der Suche nach ein bisschen Glück und einem Gegenüber sind. Wo alles andere nicht mehr hilft, drücken sie ihre Sehnsucht in Gesangs- und Musikeinlagen aus.

„Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“, („En duva satt på en gren och funderade över tilvaron“), Schweden 2014, Regie: Roy Andersson.
Der letzte Teil der Trilogie „Über die menschliche Existenz“ befasst sich mit Kolonialgeschichte und kapitalistischen Überlebenskämpfen. Wieder stellt sich in losen Szenen die Frage, weshalb wir dem Weltuntergang so viel näher sind als der Utopie.

„Über die Unendlichkeit“ („Om det oändliga“), Schweden 2019, Regie: Roy Andersson.
Roy Anderssons letzter Film. Wieder tritt die Kamera einen Schritt zurück und beobachtet scheinbar banale Situationen. Wieder tun die Menschen das, was sie bei diesem Regisseur stets getan haben: Sie warten, grübeln, lieben, führen Kriege und trinken.

Die Frühen Jahre – Kurzfilme und Werbung zwischen 1969 und 1991

„Saturday October 5th“, („Lördagen den 5.10“), Schweden 1969, Regie: Roy Andersson.
Ein Tag im Leben eines jungen Mannes. Kontrastreiche Schwarzweißbilder gewähren Einblick in den Alltag eines Jedermanns.

Reklammfilm – Sieben Werbespots aus den 60er – 80er Jahren, Regie: Roy Andersson.

„World of Glory“, („Härlig är jorden“), Schweden 1991, Regie: Roy Andersson.
Überhöhte Momentaufnahmen aus dem Alltag eines Immobilienmaklers. Plötzlich hört er Schreie und eine tiefe Schuld steht im Raum.

Rahmenprogramm

„Tomorrow’s Another Day“, („Det är en dag imorgen också“), Schweden 2011, Regie: Johan Carlsson
Ein Regisseur und seine Mitarbeiter:innen in Aktion. Ein Besuch in Roy Anderssons legendärem Studio 24 während der mehrjährigen Dreharbeiten zu seinem Film „Das jüngste Gewitter”. Man bewundert das Handwerk, mit dem eine Kinovision realisiert wird.

„Being A Human Person”, Schweden 2020, Regie Fred Scott
Konzentriert und hingebungsvoll geht jeder im Filmstudio seiner Arbeit nach. Nur Roy Andersson lässt sich nicht blicken. Der Regisseur, der in seinen Filmen die menschliche Existenz in ihren Unzulänglichkeiten erkundet, spricht offen über eigene Ängste.



28. September 2023

MYRIAD. Where we connect. – als interaktive Installation im Frankfurter Kunstverein

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Jedes Jahr wandern Myriaden von Lebewesen über unseren Planeten, es ist Teil ihres natürlichen Lebensrhythmus. Die Tiermigration ist eines der anschaulichsten Beispiele für die Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten, die das Leben auf unserem gemeinsamen Planeten kennzeichnen. Im Rahmen der Ausstellung „Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität“ im Frankfurter Kunstverein ist MYRIAD. Where we connect. erstmals als interaktive, raumgreifende Installation erlebbar. Das Projekt thematisiert vom 13. Oktober 2023 bis 03. März 2024 die akuten Herausforderungen und Konsequenzen menschlichen Handelns für Tiermigration und Ökosysteme. Die Installation erzählt aus der Perspektive global migrierender Tiere und lässt die Besucher:innen sich selbst als Teil des vernetzten Systems Erde erleben.

Immersive Technologie und künstlerische Gestaltung

Auf drei raumgreifenden Karbonmodulen erzählt MYRIAD mit immersiven Technologien, räumlichen Interaktionen, einer zeichnerischen wie skulpturalen Formensprache individuelle Geschichten von Tieren zu Wasser, Land und Luft auf Basis realer Migrationsdaten. Die Besucher:innen lernen unter anderem die unglaublichen Reisen des Amur Falken, des Monarchfalters und des Graukranichs kennen. Landnutzung, Hindernisse und Veränderungen im Erdsystem wie das Abschmelzen der Pole stellen unser lebendiges System Erde vor große Herausforderungen. Die beinahe schon analog wirkende, monochrome Gestaltung mit Kohletexturen wird durch animierte Typografie, 3D-Animationen und künstlerisch interpretierte Datenvisualisierungen umgesetzt. Ein reaktives Multi-Kanal Audiosystem trägt dazu bei, die Welt von MYRIAD akustisch zu vermitteln. Die Installation beinhaltet auch die bereits erfolgreich gezeigten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete VR-Experience und die 360° 3D-Dokumentation zur Wiederansiedlung des Waldrapps.

Ausstellung verbindet Wissenschaft und Kunst

„Bending the Curve“ schließt an eine Reihe von Ausstellungen an, in denen der Frankfurter Kunstverein mit internationalen naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten und zeitgenössischen Künstler:innen zusammenarbeitet, um eine Vielzahl an Aspekten rund um die Frage der sozial-ökologischen Transformation und des sich verändernden Verhältnisses zwischen Mensch und Natur gezielt zu untersuchen. Die von Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Kathrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) kuratierte Ausstellung versammelt künstlerische und wissenschaftliche Positionen, die nach Wegen suchen, die Ausbeutung planetarer Ressourcen und Lebewesen zu überwinden.

Projekt mit breiter Expertise

MYRIAD. Where we connect. ist ein Projekt der Interactive Media Foundation und Filmtank in Ko-Kreation mit Miiqo Studios, Context Film und Artificial Rome. MYRIAD ist in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen wie dem Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und dem Museum für Naturkunde Berlin entstanden. Die Installation in Frankfurt wird unterstützt durch den Frankfurter Kunstverein.

Stimmen

„MYRIAD. Where we connect. verwandelt durch die Mittel der Kunst wissenschaftliche Evidenzen in sinnliche Erlebnisse. MYRIAD weckt einen empathischen Blick auf Mitlebewesen in all ihrer Schönheit und Fragilität. Ich bin der Überzeugung, dass die Fähigkeit, sich einzufühlen und eine Achtung vor allem Lebenden zu empfinden, Teil der großen Transformation und ein sogenannter Deep Leverage Point ist. Wir stehen heute in einer ethischen Verantwortung, wenn wir über andere Lebewesen verfügen und ihr Recht auf Leben missachten. Es führt zu der Frage nach Machtgefügen. Die Künste, und MYRIAD insbesondere, leisten hier einen wesentlichen Beitrag für ein verändertes Verhältnis von Mensch und Natur.” (Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins und Kuratorin der Ausstellung)
 
„Basierend auf wissenschaftlichen Daten und Erkenntnissen erzählen wir auf poetische und künstlerische Weise die Geschichten migrierender Tiere. Wir stehen in Myriaden von Beziehungen, die uns alle miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, einen veränderten und empathischen Blick auf das Verhältnis zu unserem Planeten und unseren Mitlebewesen zu ermöglichen. MYRIAD nutzt die Kraft der Erzählung und Immersion, und schafft somit ein tieferes emotionales wie kognitives Verständnis für die Zusammenhänge, in denen wir alle stehen.“ (Lena Thiele und Sebastian Baurmann, Miiqo Studios, Author, Art Director, Creative Lead)
 
„Nach den großen Erfolgen der VR-Experience und der 360° 3D-Dokumentation in Museen und auf Festivals weltweit freuen wir uns sehr, jetzt MYRIAD auch erstmals als immersive Installation zeigen zu können. Der Rahmen der Ausstellung „Bending the Curve“ mit ihrer thematischen Zielsetzung könnte für die Premiere nicht besser sein. Wir hoffen, dass wir damit einen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der großen Herausforderungen unserer Zeit anregen können und möglichst viele Menschen erreichen.“ (Michael Grotenhoff, Interactive Media Foundation, Executive Producer)
 
„Das gestalterische Konzept von MYRIAD, das in einer fast analog anmutenden zeichnerischen Sprache auf der Basis von Kohle als verbindendem Element des Lebens eine poetische Erzählung entwickelt, schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft, Technologie und Kunst. Die Installation kann dadurch einen ganz eigenen Beitrag zur Ausstellung leisten.“ (Dirk Hoffmann, Artificial Rome, Lead Visual Artist, Creative Lead)
 

Weitere Informationen
www.myriad.earth
https://www.fkv.de/ausstellung/bending-the-curve/



28. September 2023

achtung berlin Filmfestival 2024: Open for Submissions!

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Das achtung berlin Filmfestival startet seine Ausschreibung zum Wettbewerb. Ab dem 30. September bis zum 31. Dezember 2023 können Filmschaffende ihre Produktionen über die Festivalseite https://achtungberlin.de einreichen. Dabei ist das Spektrum für die Filmeinreichung sehr breit gefasst – vom abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilm, über Mittellange Filme und Kurzfilme bis hin zu Serienformaten. Den Produktionen, die ins Rennen für einen der Wettbewerbe gehen, winken im kommenden Jahr Auszeichnungen und Preise im Wert von mehr als 25.000 Euro, vergeben von hochkarätig besetzten Fachjurys.

Jubiläumsausgabe – Save the Date
Das achtung berlin Filmfestival feiert vom 10. – 17. April 2024 seine 20. Festivalausgabe. Anlässlich dieses Jubiläums ist ein umfangreiches Jubiläumsprogramm in Planung. Unter anderem ist eine besondere Retrospektive vorgesehen, bei der das Publikum unvergessene Filmentdeckungen, herausragende Filmperlen und Kultfilme aus der 20-jährigen Festival-Geschichte wieder und neu entdecken kann.

Über das achtung berlin Filmfestival
Mit dem Fokus auf das Filmschaffen in der deutschen Hauptstadtregion hat sich das achtung berlin Filmfestival zu einer unverwechselbaren Marke in der nationalen Festivallandschaft entwickelt und ist bei Filmprofessionals und Kinopublikum gleichermaßen geschätzt als Ort der filmischen Entdeckungen und des Austauschs mit Berliner Talenten.

Jedes Jahr im April präsentiert das achtung berlin Filmfestival rund 80 aktuelle Spiel-, Dokumentar-, Mittellange- und Kurzfilme sowie Serien, die entweder ganz oder teilweise mit einer in Berlin oder Brandenburg ansässigen Filmproduktion, einer/m Koproduzent:in oder Regisseur:in entstanden sind oder vor Ort in der Region Berlin-Brandenburg gedreht wurden: Etablierte Produktionen und Kinofilme haben hier ebenso ihren Platz wie Debütfilme, Abschlussarbeiten und kleine Fernsehspiele.

Alle Spiel- und Dokumentarfilme der Wettbewerbe des achtung berlin Filmfestival werden als Welt-, Deutschland- oder Berlin-Premieren noch vor ihrem offiziellen Kinostart präsentiert. Abgerundet wird das Filmfestival durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Pitches, Panels und Filmgesprächen.

Das achtung berlin Filmfestival wird veranstaltet von achtung berlin e.V., gefördert von der Medienboard Berlin-Brandenburg.
Mehr Informationen: https://achtungberlin.de



27. September 2023

21 weitere Titel für die Spielfilmauswahl der European Film Awards

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Nachdem bereits 19 Titel für die diesjährige Spielfilmauswahl ausgewählt wurden, gab die European Film Academy heute weitere 21 Filme für die Shortlist der European Film Awards bekannt. Damit umfasst die Auswahl 40 starke europäische Spielfilme. Beraten von Filmexpert:innen aus ganz Europa hat der Vorstand der European Film Academy die Titel ausgewählt. Die Nominierungen für die European Film Awards werden am 7. November bekannt gegeben.
 
Mit den European Film Awards werden die besten Leistungen europäischen Filmschaffens gewürdigt. In diesem Jahr findet die Preisverleihung, die gemeinsam von der European Film Academy und European Film Academy Productions veranstaltet wird, am 9. Dezember in Berlin statt.
 
Mit 31 vertretenen europäischen Ländern – sowohl EU- als auch Nicht-EU-Staaten – verdeutlicht die Auswahl einmal mehr die Exzellenz europäischer Filmeschaffender und die Vielfalt, Diversität und Kreativität des europäischen Kinos. Die diesjährige Spielfilmauswahl präsentiert mit insgesamt 18 Regisseurinnen innerhalb der Gesamtauswahl eine deutlich gestiegene Präsenz weiblichen Filmschaffens.

Das sind die zusätzlichen Titel in der Spielfilmauswahl:

ANIMAL, Regie: Sofia Exarchou (Griechenland, Österreich, Bulgarien, Rumänien, Zypern)

BLAGA’S LESSONS (УРОЦИТЕ НА БЛАГА / UROCITE NA BLAGA), Regie: Stephan Komandarev (Bulgarien, Deutschland)

CLUB ZERO, Regie: Jessica Hausner (Österreich, Großbritanien, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Qatar)

DO NOT EXPECT TOO MUCH OF THE END OF THE WORLD (NU AȘTEPTA PREA MULT DE LA SFÂRȘITUL LUMII)Regie: Radu Jude (Rumänien, Luxemburg, Frankreich, Kroatien)

EXCURSION (EKSKURZIJA)Regie: Una Gunjak (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien, Frankreich, Norwegen, Qatar)

EXPLANATION FOR EVERYTHING (MAGYARÁZAT MINDENRE)Regie: Gábor Reisz (Ungarn, Slowakei)

GREEN BORDER (ZIELONA GRANICA)Regie: Agnieszka Holland (Polen, Frankreich, Tschechien, Belgien)

HOLLY, Regie: Fien Troch (Belgien, Luxemburg, Niederlande, Frankreich)

HOUSEKEEPING FOR BEGINNERS (DOMAKINSTVO ZA POCETNICI)Regie: Goran Stolevski (Nordmazedonien, Kroatien, Serbien, Polen, Kosovo)

ME, CAPTAIN (IO CAPITANO)Regie: Matteo Garrone (Italien, Belgien)

PARADISE IS BURNING (PARADISET BRINNER)Regie: Mika Gustafson (Schweden, Italien, Finland, Dänemark)

SOCIETY OF THE SNOW (LA SOCIEDAD DE LA NIEVE)Regie: J. A. Bayona (Spanien)

STEPNE (СТЕПНЕ)Regie: Maryna Vroda (Ukraine, Deutschland, Polen, Slowakei)

SWEET DREAMS, Regie: Ena Sendijarević (Niederlande, Réunion, Indonesien)

TATAMI, Regie: Guy Nattiv, Zar Amir Ebrahimi (Georgien, USA)

THE POT-AU-FEU (LA PASSION DE DODIN BOUFFANT)Regie: Tran Anh Hung (Frankreich)

THE PROMISED LAND (BASTARDEN)Regie: Nikolaj Arcel (Dänemark, Deutschland, Schweden)

THE UNIVERSAL THEORY (DIE THEORIE VON ALLEM)Regie: Timm Kröger (Deutschland, Österreich, Schweiz)

THE VANISHING SOLDIER (החייל הנעלם), Regie: Dani Rosenberg (Israel)

THE ZONE OF INTEREST, Regie: Jonathan Glazer (Großbritannien, Polen, USA)

WOMAN OF… (KOBIETA Z…)Regie: Małgorzata Szumowska, Michał Englert (Polen, Schweden)

Hier finden Sie die Liste aller ausgewählten Spielfilme, inklusive der 21 neu hinzugefügten Titel, sowie weitere Informationen zu allen Filmen inklusive Synopsis, Besetzung, Stab und soweit vorhanden ein Statement der Regisseur:innen.
 
Die 4.600 Mitglieder der European Film Academy sichten die ausgewählten Filme und stimmen über die Nominierungen ab. Basierend auf den abgegebenen Stimmen der teilnehmenden Mitglieder werden die Nominierungen in den Kategorien „European Film“, „Director“, „Actress“, „Actor“ und „Screenwriter“ am 7. November 2023 veröffentlicht. Die Gewinner werden bei der Verleihung der European Film Awards am 9. Dezember 2023 in Berlin bekannt gegeben.
 
Die Auswahl berücksichtigt die Diversitäts- & Inklusionsstandards der European Film Academy.
 
Die Verleihung der European Film Awards – der renommierten und prestigeträchtigen Auszeichnung für den europäischen Film – wird von der European Film Academy und der European Film Academy Productions gGmbH veranstaltet.
 
Hier finden Sie weitere Informationen und druckfähige Bilder zum Download.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Über die European Film Academy
Die European Film Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre 4.600 Mitglieder miteinander zu vernetzen, sie und ihre Arbeit zu unterstützen, zu würdigen und zu fördern. Ihr Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Zuschauende aller Altersgruppen für das europäische Kino zu begeistern. Die Academy positioniert sich als zentrale Organisation und fördert wichtige Debatten innerhalb der Branche. Sie ist bestrebt, alle Freund:innen des europäischen Kinos zusammenzubringen. Jährlicher Höhepunkt ist der „Month of European Film“ und die Verleihung der European Film Awards. Wichtiges Anliegen der Academy ist die Pflege des europäischen Filmerbes und die Einbeziehung eines jungen Publikums durch den European Film Club.
 


25. September 2023

„Schon immer jung“ – Die Retrospektive der 65. Nordischen Filmtage Lübeck

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Als einziges Festival in Europa widmen die Nordischen Filmtage Lübeck ihr Programm dem Film- und Serienschaffen der nordischen und baltischen Länder, Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Über 160 Filme, Serienepisoden und andere audiovisuelle Werke werden vom 1 – 5. November 2023 in den verschiedenen Wettbewerben und Reihen in den Lübecker Kinos und Sonderspielstätten präsentiert, eine Auswahl des Programms zusätzlich online.

Teenager-Kultur ist seit „Barbie“ in aller Munde – wieder einmal. „Teenie-Filme“, schrieb 2014 die Süddeutsche Zeitung, „waren schon immer ein Genre, mit dem Hollywood gerne provoziert hat – weil hier die Erwachsenen gnadenlos mit den Obsessionen der Teenager konfrontiert werden. Das ging schon in den Fünfzigern los, mit Marlon Brando und James Dean …“

Tatsächlich aber ist die Darstellung von Teenagern und Jugendkulturen sehr viel älter. „Jugendliche bildeten den ersten Absatzmarkt der noch jungen Filmbranche“ bereits in den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts, schreibt Jon Savage in „Teenage“, seinem Buch über „Die Erfindung der Jugend (1875-Neuartigkeit des Mediums, zum anderen aber auch daran, dass die Traumwelten auf der Leinwand direkt Bezug auf die Psyche Heranwachsender nahmen.“

Jugendliche (Sub-)Kulturen – wie Flapper, Gammler, Hippies, Punks –, deren Angehörige in Abgrenzung von der Erwachsenenwelt eigene Codes, Regeln und Werte entwickelten, haben auch im Kino der nordischen und baltischen Länder Spuren hinterlassen.

In der diesjährigen Retrospektive „Schon immer jung“ geht es nicht um die Geschichte von Kinder- und Jugendfilmen mit ihren oft pädagogischen Subtexten. Gegenstand der Reihe ist vielmehr die Darstellung jugendlichen Gruppenverhaltens – wie verzerrt oder authentisch auch immer – und deren Bezüge zu real existierenden Jugendkulturen. Jugendliche „Obsessionen“ – wie u.a. Sexualität, Gewalt, Geschwindigkeit, Drogen – können dabei nicht ausgespart bleiben, zumal die vermeintlichen „Tabuthemen“ in den Filmproduktionen stets dankbar aufgegriffen wurden.

Die Retrospektive versammelt 15 Spiel- und Dokumentarfilme sowie zwei Kurzfilme aus sieben Jahrzehnten und sechs Ländern. Mehrheitlich handeln die zwischen 1927 und 2004 hergestellten Filme von Jugendlichen, die in Konflikt mit gesellschaftlichen Konventionen oder Institutionen geraten, wobei ihr Protestverhalten, etwa in den Filmen aus den baltischen Ländern, auch im individuellen Rückzug in romantische Glücksideale zum Ausdruck kommen kann.

„Oft war die Darstellung jugendlicher Lebensweisen auf der Leinwand mit filmischen Verjüngungsschüben verbunden. Von jungen Regisseuren gedreht, folgten ihre Filme einer modernen Bildsprache und Erzählweise, mit der sie in ihren Ländern eine ‚Neue Welle‘ begründeten.“ so Jörg Schöning, Kurator der Retrospektive der Nordischen Filmtage Lübeck.

Zu den inhaltlichen wie gestalterischen Innovationen gehörte eine verstärkte Beachtung und Wiedergabe von sozialen Realitäten. Sie erfolgte nicht zuletzt durch die Besetzung mit jugendlichen Laiendarsteller:innen, die sich als die wahren Expert:innen für die Rollen, die sie spielten, erwiesen. 

Neben authentischen jugendlichen Selbstdarstellungen zeigen die ausgewählten Filme aber auch die Anfänge der Karrieren einiger nachmals berühmter Schauspielerinnen – von Liv Ullmann, Harriet Andersson, Vibeke Løkkeberg und Kati Outinen.

Alle Informationen rund um die 65. Nordischen Filmtage Lübeck finden sich auf der Webseite www.nordische-filmtage.de.

Die Nordischen Filmtage Lübeck 2023 finden vom 1.-5. November 2023 statt. Das gesamte Programm wird am 10. Oktober im Rahmen der Pressekonferenz der Nordischen Filmtage verkündet.

Wir danken unseren Partnerunternehmen Finnlines, CineStar, STAWAG, Stadtwerke Lübeck, Teschke & Collegen, Moinsener, skanbo, Grundstücksgesellschaft TRAVE, Convotis, avt plus Mediaservice, SG Medientechnik sowie den Medienpartnern NDR und Lübecker Nachrichten für die Unterstützung.


Die Filme der Retrospektive:

1926 SWE/DEU, „Die sieben Töchter der Frau Gyurkovics“ („Flickorna Gyurkovics“), Regie: Ragnar Hyltén-Cavallius. Eine turbulente Verwechslungskomödie um einen modernen „Flapper“. Mit Live-Musik.

1949 NOR, „Gassenjungen“ („Gategutter“), Regie: Arne Skouen, Ulf Greber. Im Oslo der 1920er Jahre unterstützen Jugendliche den Arbeitskampf ihrer Väter.

1950 SWE, “While the City Sleeps” (“Medan staden sover“), Regie: Lars-Eric Kjellgren. Ein packender „Halbstarkenfilm“ über den Aufstieg und Fall eines jugendlichen Gangsters.

1959 NOR, „Die jungen Sünder“ („Ung Flukt“), Regie: Edith Carlmar. Liv Ullmann in ihrer ersten Hauptrolle – als eine auf die schiefe Bahn geratene 17-Jährige.

1966 FIN, „Tannenzapfen unter dem Rücken“ („Käpy selän alla“), Regie: Mikko Niskanen. Eine schöne Sommerromanze um den Campingurlaub zweier junger Paare.

1967 NOR, „Liv”, Regie: Pål Løkkeberg. Ein Tag im Leben eines Fotomodells im „Swinging Oslo“, gespielt von Vibeke Løkkeberg.

1968 SWE, „Sie nennen uns Mods” („Dom kallar oss mods”), Regie: Stefan Jarl, Jan Lindqvist. Dokumentarfilm über Jugendliche ohne feste Arbeit. In Deutschland hießen sie Gammler.

1971 LIT, „The Small Confession” („Maža išpažintis”), Regie: Algirdas Araminas. Im litauischen Klaipėda sucht ein 18-Jähriger nach Orientierung im Generationenkonflikt.

1975 LET, „Motorcycle Summer”, („Motociklu vasara”), Regie: Uldis Brauns. Lettlands Antwort auf „Easy Rider“: Ein 18-Jähriger unternimmt eine romantische Spritztour.

1976 NOR, „Lasse und Geir” („Lasse og Geir”), Regie: Svend Wam, Petter Vennerød. Drei Tage im Leben zweier rebellischer Vorstadt-Teenager, die Oslo unsicher machen.

1980 FIN, „Ich pfeif auf eure Hilfe!“ („Täältä tullaan, elämä!“), Regie: Tapio Suominen. Das Filmdebüt von Kati Outinen – als ‚verhaltensauffällige Jugendliche‘.

1983 NOR, „Die Piraten“ („Piratene“), Regie: Morten Kolstad. Jugendliche auf den Lofoten betreiben einen Piratensender und legen sich mit dem Stadtrat an.

1985 EST, „Spiele für Schulkinder“, („Naerata ometi“), Regie: Leida Laius, Arvo Iho. Realistisches Drama um eine 16-Jährige in einem estnischen Erziehungsheim.

2003 SWE, „Terrorists: The Kids They Sentenced” („Terrorister – en film om dom dömda“), Regie: Stefan Jarl, Lukas Moodysson. Porträts Jugendlicher, die nach dem EU-Gipfel 2001 als ‚Terroristen‘ angeklagt wurden.

2004 EST/FIN, „Revolution der Schweine” („Sigade revolutsioon”), Regie: René Reinumägi, Jaak Kilmi. Mitreißender Spielfilm über die Proteste Jugendlicher in einem estnischen Sommerlager.



22. September 2023

Gilde Filmpreise 2023 – Ehrenpreis für Sandra Hüller

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Es war eine besondere Verleihung in besonderem Rahmen. 70 Jahre alt wird die Gilde deutscher Filmkunsttheater in diesem Jahr, die sich 2003 mit der AG Kino zusammenschloss und zum 46. Mal wurden die Gilde Filmpreise verliehen. Mit der traditionsreichen Auszeichnung der Gilde Filmpreise zum Abschluss der Filmkunstmesse Leipzig ehren die Kinobetreiber:innen Filmschaffende und Verleiher:innen, die mit außergewöhnlichen Produktionen und packenden Geschichten die Zuschauer:innen begeistern.

Die rund 400 Gäste im Felsenkeller Leipzig begrüßten und feierten zahlreiche prominente Filmschaffende als Preisträger, darunter Sandra Hüller, Wim Wenders, Felix Lobrecht, Tobias Krell, Timm Kröger oder Reiner Holzemer.

Sandra Hüller erhielt dabei den Ehrenpreis der AG Kino – Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Für die Arthouse Kinos ist Sandra Hüller seit Jahren eine der wichtigsten Schauspielerinnen. Für TONI ERDMANN nahm sie bereits 2016 den Gilde Filmpreis in Leipzig entgegen. 

Die ungekrönte Königin des diesjährigen Festivals in Cannes, wo sie in gleich zwei prämierten Filmen die Hauptrolle spielte, in dem Drama und Cannes-Gewinner „Anatomy of a Fall“ von Regisseurin Justine Triet und in „The Zone of Interest“ von Jonathan Glazer, der mit dem Großen Preis der Jury den zweitwichtigsten Preis des Festivals erhielt, wurde zuletzt auch in der internationalen Presse gefeiert. Das Branchenmagazin The Hollywood Reporter widmete ihr eine Titelgeschichte und fragte „Actress of the Year?”. Heute wurde zudem bekannt, dass „The Zone of Interest“ die britische Einreichung für die Oscars sein wird.


Die Gewinner der Gilde Filmpreise 2023:

Ehrenpreis 
Sandra Hüller

Bester Film (national)
DIE THEORIE VON ALLEM (Regie: Timm Kröger, Verleih: Neue Visionen)

Bester Film (international)
THE ZONE OF INTEREST (Regie: Jonathan Glazer, Verleih: Leonine)
ex aequo
PERFECT DAYS (Regie: Wim Wenders, Verleih: DCM)

Bester Dokumentarfilm
LARS EIDINGER – SEIN ODER NICHT SEIN (Regie: Reiner Holzemer, Verleih: Filmwelt)

Bester Film (Junges Kino)
SONNE UND BETON (Regie: David Wnendt, Verleih: Constantin Film)

Bester Kinderfilm
CHECKER TOBI (Regie: Johannes Honsell, Verleih: MFA+)

Der Publikumspreis, gestiftet von PHAROS The Post Group, geht an

HEAVEN CAN WAIT – WIR LEBEN JETZT (Regie: Sven Halfar, Verleih: mindjazz pictures)

Die Jugendjury, unterstützt von MUBI, kürte folgende Filme zu ihren Favoriten:

THE QUIET GIRL von Colm Bairéad (Neue Visionen)

MONSTER von Hirokazu Kore-eda (Wild Bunch)

OLFAS TÖCHTER von Kaouther Ben Hania (Rapid Eye Movies)

Der Publikumspreis für den besten Kurzfilm in Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm geht an

LILITH & EVE von Sam de Ceccatty, Kurzfilmverleih Hamburg



21. September 2023

Die kuratierte Filmauswahl bei MUBI im OKTOBER 2023

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Im Oktober präsentiert MUBI drei gefeierte Festival- und Kinohighlights exklusiv auf der Streaming Plattform: Seit seiner Weltpremiere in Cannes 2022 sorgt der Mystery-Thriller DIE FRAU IM NEBEL von Park Chan-wook über einen Kommissar, der sich während seiner Ermittlungen in einem Mordfall in die Hauptverdächtige zu verlieben droht, für internationale Beachtung. In die Welt der Schweizer Uhrenmanufakturen führt Cyril Schäublins UNRUH, der bei der Berlinale 2022 für viel Begeisterung sorgte und neben handwerklicher Präzision auch anarchistische Revolutionsgedanken des frühen 20. Jahrhunderts präsentiert. Ein regelmäßiger Gast der Berlinale ist Christian Petzold, dessen ROTER HIMMEL bei der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet wurde und Paula Beer als Nadja wunderbar in Szene setzt, wenn sie eine Urlaubsgemeinschaft mächtig durcheinanderbringt. 

Halloween feiert MUBI in diesem Jahr mit einer Reihe von Vampirfilmen, die sich den blutsaugenden Nachtgestalten sehr facettenreich nähern. Neben dem Urvater aller Vampire NOSFERATU von F.W. Murnau aus dem Jahr 1922, erleben wir in FÜNF ZIMMER KÜCHE SARG eine neuseeländische Vampir-WG, begreifen in ONLY LOVERS LEFT ALIVE von Jim Jarmusch die Herausforderungen des ewigen Lebens, mit den epochalen Veränderungen Schritt zu halten. Wir folgen in A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT einer jungen Vampirin, die Nachts im Tschador durch die Straßen streift oder erleben den inneren Konflikt eines blutsaugenden Priesters in Park Chan-wooks DURST. Schaurig wird es auch im Kurzfilm GREEN VINYL des brasilianischen Regisseurs Kleber Mendonça Filho, mit dem die Reihe SHORT FILMS BIG NAMES weiter geht. 

Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-Up der Filme auf der Arthouse-Streamingplattform MUBI (www.mubi.com) im Oktober 2023. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel.


MUBI Exklusiv:


 
Ab 01. Oktober: MUBI EXKLUSIV – DIE FRAU IM NEBEL von Park Chan-wook
(2022, Südkorea, Drama, Mystery, Liebesfilm, Thriller) 

Von einem Berggipfel stürzt ein Mann in den Tod. Ist er gesprungen oder wurde er gestoßen? Als Kommissar Hae-joon am Tatort eintrifft, beginnt er, die Frau des Toten, Seo-rae, zu verdächtigen. Doch je tiefer er in den Fall einsteigt, desto mehr gerät er in ein Netz aus Täuschung und Begehren.
Weltpremiere feierte der Mystery-Thriller in Cannes 2022, wo Park Chan-wook auch für die „Beste Regie“ ausgezeichnet wurde.



Ab 03. Oktober: MUBI EXKLUSIV – UNRUH von Cyril Schäublin 
(2022, Schweiz, Drama)

Eine Schweizer Uhrenstadt aus dem 19. Jahrhundert: Josephine, eine junge Fabrikarbeiterin, wacht über die Montage der Unruh, das Herzstück der mechanischen Uhr. Sie lernt den zugereisten Kropotkin kennen und durch ihn anarchistische Ideen. 
Cyril Schäublin ehrt mit seinem zweiten Langfilm, der seine Weltpremiere bei der Berlinale 2022 in der Reihe Encounters feierte und mit dem Preis für die „Beste Regie“ ausgezeichnet wurde, die Handwerkskunst der Uhrmacherei und verknüpft sie mit einer klaren politischen Haltung. 



Ab 20. Oktober: MUBI EXKLUSIV – ROTER HIMMEL von Christian Petzold 
(2023, Deutschland, LGBTQ+, Drama)

Ein Ferienhaus an der Ostsee. Die Tage sind heiß und es hat seit Wochen nicht geregnet. Vier junge Leute kommen zusammen, alte und neue Freunde. Als die ausgedörrten Wälder um sie herum zu brennen beginnen, entflammen auch die Gefühle: Glück und Lust, aber auch Eifersucht, Missgunst und Spannungen.
Weltpremiere feierte Christian Petzolds ROTER HIMMEL, der als zweiter Teil einer geplanten Trilogie gedacht ist (UNDINE ebenfalls mit Paula Beer in der Hauptrolle ist der erste Teil), 2023 im Wettbewerb der Berlinale und wurde mit dem Großen Preis der Jury für „Beste Regie“ ausgezeichnet.



 
A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT von Ana Lily Amirpour


VAMPIRE – HALLOWEEN AUF MUBI 
MUBI präsentiert anlässlich von Halloween wie facettenreich das Vampir-Genre ist und zeigt ab dem 13. Oktober fünf Filme, die das Thema auf sehr unterschiedliche Weise bearbeiten: 
A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT (2014) der iranisch-amerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Ana Lily Amirpour ist ein feministischer Vampirfilm. In dem schwarz-weiß gedrehten Film treibt sich eine einsame Vampirin in einem Bad City genannten, gesetzlosen Höllenloch herum, immer auf der Suche nach frischem Blut. Bekleidet ist sie dabei mit einem Tschador (der islamischen Ganzkörper-Verhüllung). In Jim Jarmuschs ONLY LOVERS LEFT ALIVE (2013) lebt ein Vampir-Ehepaar in der Gegenwart und hat sich fest vorgenommen, keinen Menschen mehr zu beißen. Sie nutzen andere Methoden der Blutbeschaffung, doch im Unterschied zur literaturliebenden Eve (Tilda Swinton) hat der Musiker Adam (Tom Hiddleston) Probleme, sich in der modernen Welt zurecht zu finden. Während man in der neuseeländischen Mockumentary-Horrorkomödie FÜNF ZIMMER KÜCHE SARG (2014) von u.a. Taika Waititi und Jemaine Cemet einen Blick in das tägliche (oder besser: nächtliche) Leben von vier Vampiren, die seit über 100 Jahren in einer Wohngemeinschaft zusammenleben, erhält, präsentiert MUBI mit F.W. Murnaus Stummfilmklassiker NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS (1922) die restaurierte Fassung eines Wegbereiters des Horrorfilms und mit dem Grafen Orlok, den ersten Vampir auf der Leinwand. Bereits auf der Plattform zu sehen ist Park Chan-wooks Kulthit DURST. Der Gewinner des Jury-Preises bei den Filmfestspielen von Cannes lässt einen katholischen Priester nach einem missglückten medizinischen Experiment, als Vampir wiederauferstehen, der fortan nicht nur Menschen aussaugen, sondern auch gegen sinnliche Sünden ankämpfen muss. 


VAMPIRE – HALLOWEEN AUF MUBI IM ÜBERBLICK:
A GIRL WALKS HOME ALONE IN THE DARK, Ana Lily Amirpour
NOSFERATU, F.W. Murnau
ONLY LOVERS LEFT ALIVE, Jim Jarmusch
FÜNF ZIMMER KÜCHE SARG, Taika Waititi, Jemaine Clement uw.
DURST, Park Chan-wook



Green Vinyl von Kleber Mendonça Filho


SHORT FILMS BIG NAMES  
Ab 12. Oktober: GREEN VINYL von Kleber Mendonça Filho 
(2004, Brasilien, Fantasy, Kurzfilm)
Eine Mutter schenkt ihrer Tochter eine Schachtel mit kleinen, alten und bunten Schallplatten. Die Tochter darf sich alle Platten anhören, nur niemals die Grüne! Denn wenn sie das tut, wird das tragische Folgen haben. 
GREEN VINYL ist die Adaption einer russischen Volkserzählung und wird mit einer originellen Montage von fotografischen Bildern und einem Voice-over erzählt. Auch der dritte Film von Mendonça fällt in seine „Horrorperiode“ und lief 2005 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Reihe Un Certain
regard.


 
DAS FREIWILLIGE JAHR von Ulrich Köhler 


DIE ULRICH KÖHLER-REIHE 
Ab 20. Oktober zeigt MUBI drei Filme des Regisseurs der Berliner Schule – Ulrich Köhler: SCHLAFKRANKHEIT wurde 2011 mit dem Großen Preis der Jury für die „Beste Regie“ bei der Berlinale ausgezeichnet und erzählt die Geschichte des deutschen Arztes Ebbo und seiner Frau, die zwei Jahrzehnte damit verbracht haben eine Epidemie der Schlafkrankheit in Kamerun zu bekämpfen und kurz vor ihrer Rückkehr nach Deutschland stehen. In IN MY ROOM (2018) brilliert Hans Löw als letzter Mensch auf der Welt und lernt sich mit dem beängstigenden Geschenk der absoluten Freiheit zu arrangieren. Und in DAS FREIWILLIGE JAHR (2019), bei dem Ulrich Köhler Buch und Regie zusammen mit Regisseur Henner Wickler entwickelte, steht die Abiturientin Jette vor der Herausforderung, ihren eigenen Weg zu finden. Eigentlich soll sie ein freiwilliges soziales Jahr in Costa Rica antreten. Die Reise ist der Wunsch ihres alleinerziehenden Vaters Urs, der möchte, dass seine Tochter nicht in der westdeutschen Provinz hängen bleibt. Doch Jette weiß gar nicht, ob sie das will.

DIE ULRICH KÖHLER-REIHE im Überblick: 
SCHLAFKRANKHEIT 
IN MY ROOM 
DAS FREIWILLIGE JAHR


  
TÖCHTER ZWEIER WELTEN von Serap Berrakkarasu


SERAP BERRAKKARASU DOUBLE BILL
Die deutsch-türkische Filmemacherin Serap Berrakkarasu arbeitet bis heute als Sozialarbeiterin in Lübeck. In den 1990er-Jahren drehte sie kurzzeitig Dokumentarfilme und zeigt mit ihnen die Lebens- und Arbeitswelten von Türkinnen in Deutschland auf. Ihre Protagonistinnen lernte sie während ihrer Arbeit im Lübecker Frauenhaus kennen. Ab 20. Oktober präsentiert MUBI die beeindruckenden Zeitdokumente in den vom Berliner Arsenal – Institut für Film und Videokunst digital restaurierten Fassungen.
In TÖCHTER ZWEIER WELTEN (1991) erzählen zwei Frauen, Mutter und Tochter, von den Herausforderungen unterschiedlicher Kulturen und Generationen. Die Mutter kam als sogenannte „Gastarbeiterin“ mit ihrer Tochter nach Deutschland. Ihre Tochter hingegen floh aus einer arrangierten Ehe und entzog sich den Traditionen der türkischen Kultur. Beide beschreiben das Leben zwischen den Kulturen – die eine auf Türkisch, die andere auf Deutsch – als die Erfahrung eines inneren Zwiespalts.
In GELD FÜR’S BROT (1994) treffen Frauen aus der Türkei und Frauen aus Mecklenburg am Fließband einer Lübecker Fischfabrik aufeinander. Braungefärbte Hände, penetrant haftender Fischgeruch, schmerzende Arme und Rücken: Im Zentrum steht die Akkordarbeit und macht den Film zu einem wichtigen Zeitdokument über soziopolitische Realität unprivilegierter Frauen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de

Weitere MUBI Highlights im Oktober in chronologischer Übersicht:
01/10/23 PICKNICK AM VALENTINSTAG, Peter Weir
01/10/23 COPYCAT, Charlie Shackleton
01/10/23 THERE’S NOTHING OUT THERE, Rolfe Kanefsky
01/10/23 PICKPOCKET, Robert Bresson
01/10/23 DER FANTASTISCHE MR. FOX, Wes Anderson
06/10/23 DAS LEBEN IST EIN SPIEL, Claude Chabrol
08/10/23 ENTER THE VOID, Gaspar Noé
15/10/23 UNSANE – AUSGELIEFERT, Steven Soderbergh
16/10/23, ICH ICH ICH, Zora Rux
22/10/23 JUNG & SCHÖN, François Ozon
 
 
Über MUBI 
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, ein Filmverleih und eine Produktionsfirma und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, an dem man ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen entdecken kann. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in bestimmten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Kino-Kultur – sowohl in Print als auch online.

Zu MUBIs aktuellen und kommenden Releases gehören PRISCILLA von Sofia Coppola, PASSAGES von Ira Sachs, MEDUSA DELUXE von Thomas Hardiman, THE FIVE DEVILS von Léa Mysius, die Dokumentation HIGH & LOW – JOHN GALLIANO von Kevin Macdonald, THE DELIQUENTS von Rodrigo Moreno, THE SETTLERS von Felipe Gálvez, AFTERSUN von Charlotte Wells, EINE SEKUNDE von Zhang Yimou, CHIARA von Jonas Carpignano, MEMORIA von Apichatpong Weerasethakul, COW von Andrea Arnold, SHIVA BABY von Emma Seligman und FIRST COW von Kelly Reichardt.

Zu MUBIs Produktionen gehören ROSEBUSHPRUNING von Karim Aïnouz, mit Kristen Stewart, Josh O’Connor und Elle Fanning, BRING THEM DOWN von Christopher Andrews, mit Christopher Abbott und Barry Keoghan, GASOLINE RAINBOW von Bill Ross IV und Turner Ross, und Zia Angers MY FIRST FILM mit Odessa Young und Devon Ross; zu MUBIs Koproduktionen gehören Michel Francos neuer Film MEMORY, mit Jessica Chastain and Peter Sarsgaard, Mia Hansen-Løves ONE FINE MORNING mit Léa Seydoux, Ekwa Msangis Sundance-Preisträger FAREWELL AMOR und Rachel Langs OUR MEN.

MUBI ist die größte Community von Filmliebhaber:innen mit mehr als 12 Millionen Mitgliedern weltweit und in 190 Ländern verfügbar. Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions.
Das Abo kostet €11.99 pro Monat bzw. €95.88 für 12 Monate. MUBI ist im Web und auf Roku-Geräten, Amazon Fire TV, Apple TV und Samsung Smart TV verfügbar, sowie auf Mobilgeräten einschließlich iPad, iPhone und Android.


18. September 2023

23. Filmkunstmesse 2023 eröffnet mit drei Premieren

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Heute Abend startet die 23. Ausgabe der Filmkunstmesse Leipzig mit Martin Scorseses Mammutwerk KILLERS OF THE FLOWER MOON mit Leonardo DiCaprio und Robert De Niro in den Hauptrollen für das Fachpublikum. Das öffentlichen Programm beginnt mit der großen Premiere von DIE MITTAGSFRAU von Barbara Albert, die ihren Film gemeinsam mit den Darstellenden Mala Emde, Max von der Groeben, Thomas Prenn sowie Drehbuchautorin Meike Hauk vorstellt. Ein weiterer Eröffnungsfilm für das öffentliche Publikum wird in der Schauburg gezeigt, REIF FÜR DIE INSEL von Marc Fitoussi
 
An den nächsten 5 Abenden warten auf das Leipziger Publikum 18 Filme, die ihren offiziellen Kinostart erst in den kommenden Wochen und Monaten feiern werden, sowie zwei Kurzfilmprogramme in den Festivalkinos Passage und Schauburg. Die knapp 1.000 registrierten Fachbesucher*innen können in dieser Messe-Woche 80 Filme von 45 Verleihfirmen sichten und damit ihr Kinoprogramm für Herbst und Winter vorbereiten. Die zahlreichen angebotenen Panels und Seminare beschäftigen sich mit den aktuellen Herausforderungen des Kulturortes Kino und führen die Kinoberteiber*innen mit Branchenexpert*innen und Politikvertreter*innen zusammen.
Alle Panels können im Internet live verfolgt werden. Unter www.filmkunstmesse.de werden entsprechende Streams und Aufzeichnungen angeboten, die auch ohne Akkreditierung zugänglich sind.

Noch ein Hinweis an das Publikum:
Unter allen, die eine Stimmkarte für den Publikumspreis abgeben, werden Jahreskarten für die Passage Kinos und die Schauburg Leipzig verlost.

Die AG Kino – Gilde freut sich über die Unterstützung bei der Umsetzung der Filmkunstmesse Leipzig von der Mitteldeutschen Medienförderung MDM, der Filmförderungsanstalt FFA, der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie der Stadt Leipzig, deren Oberbürgermeister Burkhard Jung auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hat. Dank auch an unsere Hauptpartner Comscore, Compeso, Gofilex und rmc.
Das gesamte Programm der Filmkunstmesse finden Sie hier.



15. September 2023

„Wir werden nicht mehr in die Dunkelheit zurückkehren!“

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Gestern Abend ging das M100 Sanssouci Colloquium mit der Verleihung des M100 Media Award im Orangerieschloss Sanssouci in Potsdam zu Ende. Die hochkarätige, europäische Auszeichnung wurde an die „Women, Life, Freedom“-Bewegung verliehen, die vor einem Jahr, am 16. September 2022, durch den gewaltsamen Tod der 22-jährigen Studentin Jina Mahsa Amini in Polizeigewahrsam ihren Anfang genommen hat. Mit dem Preis werden die mutigen Frauen und Mädchen, aber auch Männer geehrt, die in ihrer Heimat gegen Unterdrückung und für Freiheit und Menschenrechte protestieren. Den Preis nahm stellvertretend für die Bewegung die iranische Frauenrechtsaktivistin Shima Babaei entgegen, die seit 2020 im Exil in Belgien lebt.

„Wir ehren heute mit dem M100 Media Award die ‚Woman, Life, Freedom‘- Bewegung im Iran, die sich trotz Gewaltdrohungen und drakonischen Strafen für Frauenrechte einsetzt, wie sie in der zivilisierten Welt eigentlich selbstverständlich sind“, so Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert in seiner Begrüßung der rund 160 geladenen internationalen Gäste: „Lassen Sie uns die heutige Preisverleihung als Inspiration nehmen, um uns weiterhin gemeinsam für die Förderung von Gleichberechtigung, Menschenrechten und Demokratie überall auf der Welt einzusetzen. Die iranische Frauenbewegung zeigt uns, genau wie unsere eigene Potsdamer Geschichte, dass der Wille zur Überwindung von Hindernissen zu stark für erstarrte und verkrustete Regime ist, dass es möglich ist, eine bessere Zukunft für alle zu gestalten. Tragen Sie, verehrte Vertreterinnen und Vertreter der Medien, diesen Kampf weiter in die Öffentlichkeit, denn wir dürfen nicht müde werden, auf den Iran zu schauen.“

„Wir ehren all die Heldinnen und Helden von ‚Women, Life, Freedom‘ mit dem M100-Preis, weil wir ihren Kampf für die Grundfreiheiten von ganzem Herzen unterstützen“, so Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, in ihrer Laudatio. Sie hob insbesondere hervor: „Wir können heute bereits mit Sicherheit sagen, im Iran geschieht etwas Historisches. Zum ersten Mal sind Frauen im Iran sowohl auslösender Funke, als auch treibende Kraft einer Revolution. Und ich verneige mich vor dem Mut der iranischen Frauen, die die Protestzüge noch vor den Männern anführen. Ich bin zutiefst beeindruckt von der Chuzpe der jungen Mädchen, der Teenager, die ihre obligatorischen Schleier auf offener Straße verbrennen. Die ihre jungen Leben aufs Spiel setzen, weil sie sich Freiheit und eine bessere Zukunft wünschen. Dies ist nicht nur ein Wendepunkt für hunderttausende Frauen und Mädchen im Land. Es ist ein tieferer Umbruch in dem Land, weil Frauen die Führung übernehmen. Sie kämpfen für ihre persönliche Freiheit und zugleich für einen offeneren und freieren Iran.“

Shima Babaei kämpft seit 2017 gegen die Unterdrückung der Frauen und das Tragen des Hijab in ihrem Land. Zweimal wurde sie in das berüchtigte Evin-Gefängnis gesperrt, wo sie lange Zeit in Einzelhaft verbrachte. 2018 floh sie mit ihrem Mann aus dem Iran. Mit dem erneuten Aufflammen der Iran-Proteste vor einem Jahr und der Entstehung der „Women, Life, Freedom“-Bewegung, wurde sie zu einer der zentralen Stimmen in der iranischen Diaspora: „Unsere Revolution, die Revolution der Frauen für das Leben und die Freiheit, ist noch nicht zu Ende. Viele Frauen senden uns diese Nachricht, indem sie den vorgeschriebenen Hijab absetzen und sich im zivilen Widerstand engagieren – mit ihrem Haar. Wir werden nicht mehr in die Dunkelheit zurückkehren! Die Revolution geht weiter bis zu dem Tag, an dem die frauen- und freiheitsfeindliche Diktatur der Islamischen Republik fällt. (…) Ich bin hier, um dem Islamischen Staat zu sagen, dass mein Kampf noch nicht vorüber ist. Er soll eine Frau sehen, die sich ihm widersetzt und die sich auch durch Folter und Verbrechen nicht stoppen lässt. (…) Ich fordere Sie auf, dem Regime in Teheran jede Form der finanziellen und moralischen Unterstützung sowie jegliche wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zu entziehen. Setzen Sie die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) auf die Liste der Terrororganisationen und verstehen Sie, dass die künftige iranische Regierung nach dem Sturz der Mullahs der beste Freund Deutschlands und anderer demokratischer und freier Länder sein wird.“

Dann bat Shima Babaei ihre Freundin Mersedeh Shahinkar auf die Bühne, die mit ihrer elfjährigen Tochter Roza erst vor zwei Wochen nach Deutschland gekommen ist. In bewegenden Worten teilte die 39-jährige Bankkauffrau und Fitnesstrainerin auch einen erschütternden Teil ihrer eigenen Geschichte: „Die Islamische Republik erwiderte meinen Protest mit Kugeln. (…) Eines Nachts, wie immer ohne Waffe in der Hand, skandierte ich mit meiner Mutter und meinen Freunden Parolen, als mir einer der zur Unterdrückung der Proteste herbeigeführten Kräfte beiläufig und ohne zu zögern ins rechte Auge schoss. Als ich mit blutigem Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert wurde, machte ich ein Foto von mir, wobei ich mit meiner Hand das Siegeszeichen machte und lächelte. Ich teilte es. Dann ging ich wieder zu den Demonstrationen, mit nur einem Auge.“

Abschließend riefen die deutsch-iranische Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai und die Journalistin und Menschenrechtlerin Düzen Tekkal auf der Bühne dazu auf, es nicht nur bei Unterstützungsbekundungen zu belassen, sondern aktiv die Revolution im Iran zu unterstützen. Dies sei nicht nur eine Revolution, die den Iran betrifft, sondern die ganze Welt.

Der M100 Media Award wird seit 2005 im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium vergeben. Bisher ausgezeichnet wurden u.a. Lord Norman FosterBernard KouchnerBob GeldofIngrid BetancourtHans-Dietrich GenscherKurt WestergaardVitali KlitschkoCharlie Hebdo, Roberto Saviano, Natalia Sindeeva, Nicola Sturgeon, Alexei Nawalny und das ukrainische Volk.

Am Vormittag diskutierten unter dem Titel „Between Ambition and Disarray – The Future of Democracy“ („Zwischen Ambition und Unordnung – Die Zukunft der Demokratie“) rund 70 internationale ChefredakteurInnen, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft über Stärken und Schwächen der Demokratie, Gründe der weltweiten Demokratiemüdigkeit und über die Zukunft der journalistischen Medien in Zeiten des rasanten technologischen Fortschritts und der Desinformation.

Der indische Essayist und Schriftsteller Pankaj Mishra, der 1995 durch sein Sachbuch „Butter Chicken in Ludhiana: Travels in Small Town India“ international bekannt wurde, reflektierte in seiner Eröffnungsrede die Entwicklung der Globalisierung mit all ihren komplexen und verschlungenen Allianzen und ihren Auswirkungen auf das globale Gleichgewicht der Kräfte und auf die demokratischen Werte: „Der ideologische Glaube, dass die steigende Flut der Globalisierung alle Boote heben würde, untermauerte nicht nur die Reden der politischen Führer, sondern auch die Nachrichtenberichte und Leitartikel der New York Times, des Economist, der Financial Times und anderer westlicher Zeitschriften. Sogar Russland und China schienen sich in den 1990er Jahren kurzzeitig dem anzuschließen, was westliche Politiker als ‚regelbasierte internationale Ordnung‘ bezeichneten, und die Geschichte selbst schien beendet zu sein. Ich denke, wir können mit Sicherheit sagen, dass jede dieser Annahmen, die fast drei Jahrzehnte lang die Grundlage für die westliche Politik und den Journalismus bildeten, zerbrochen ist. Wir leben in einer Welt, in der die Zukunft der Demokratie nicht einmal in Europa, geschweige denn in Indien, gesichert ist. Der Kapitalismus hat eine viel zu große Ungleichheit geschaffen, die nun eine bösartige Gegenreaktion hervorruft. Demagogen und despotische Führer innerhalb und außerhalb Europas sind auf dem Vormarsch“.

Und kommt zu dem Schluss: „Anstatt autoritäre Herrscher erneut zu legitimieren, sollten westliche Politiker und Meinungsmacher ihr Engagement für die Demokratie beibehalten – und das nicht nur rhetorisch. Sicherlich sollten diejenigen, die behaupten, in der Ukraine für Freiheit und Würde zu kämpfen, nicht bereit sein, deren Zerstörung in Indien, der Türkei und anderen möglichen Partnern des Westens zu dulden. Das größere gemeinsame und universelle Gut der Demokratie ist es wert, in unserer komplexen multipolaren Welt noch mehr angestrebt zu werden.“ www.m100potsdam.org



13. September 2023

Sechs neue „Treasures of European Film Culture“

Projekte




Zum Auftakt einer neuen jährlichen Tradition ernennt die European Film Academy sechs weitere Orte zu sogenannten „Treasures of European Film Culture“. Mit den Treasures würdigt die Academy Orte mit Symbolcharakter für das europäische Kino, Orte von historischem Wert, die nicht nur jetzt, sondern auch für kommende Generationen erhalten und geschützt werden müssen. Neue Orte sind das titelgebende Haus von JEANNE DIELMAN, 23, QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES, aus Chantal Akermans Filmklassiker, der Prager Automat Svět aus AUTOMAT WELT von Věra Chytilová, Helsinkis symbolträchtiger Senatsplatz, das beeindruckende Cahir Castle in Irland, die Cinémathèque der Stadt Luxemburg und Prospect Cottage, ehemaliges Wohnhaus und Zufluchtsort des außergewöhnlichen Filmkünstlers Derek Jarman. 

„Die Schätze bilden ein wachsendes Netz denkwürdiger Orte, die man besuchen kann und die die Menschen an die große und bemerkenswerte Geschichte des europäischen Kinos erinnern. Es ist uns wichtig, diejenigen in unsere Aktivitäten einzubeziehen, die außerhalb des Mainstreams stehen, Filme und ihre Schöpfer:innen, die sonst vielleicht in Vergessenheit geraten würden“, so Matthijs Wouter Knol, Direktor der European Film Academy. „Ich möchte alle dazu einladen, weitere Orte vorzuschlagen, die die European Film Academy als ‚Treasures of European Film Culture‘ in Betracht ziehen könnte. Wir möchten, dass alle Länder im geografischen Europa Teil dieses Netzwerks sind, insbesondere möchten wir Länder auf unserer Karte des europäischen Filmerbes hinzuzufügen, die wir bislang möglicherweise übersehen haben.“  

Die „Treasures of European Film Culture“ sind Teil der erweiterten Aktivitäten der European Film Academy, die im Jahr 2022 im Bereich des Filmerbes begonnen haben. Die neue Abteilung „Treasures of European Film Culture“ hat seitdem ein Netzwerk aus nationalen Filmakademien, Kinematheken und Filmarchiven initiiert, das sich der Unterstützung und Förderung von Klassikern unseres Kontinents widmet. Teil dieser Aktivitäten ist auch die „In Memoriam“-Sektion der European Film Awards, die bei der letztjährigen Preisverleihung Premiere hatte und an verstorbene europäische Filmkolleg:innen erinnerte.   

Zu den bestehenden 35 Schätzen sind nun hinzugekommen:  

BELGIEN:  
23, Quai du Commerce, Brüssel  
Aus dem kultigen Film JEANNE DIELMAN, 23, QUAI DU COMMERCE, 1080 BRUXELLES von Chantal Akerman (1975). Der Film wurde bei der alle zehn Jahre stattfindenden Umfrage der renommierten Filmzeitschrift Sight & Sound im Jahr 2022 zum „größten Film aller Zeiten“ gewählt. Kein anderer Film einer Regisseurin hatte es jemals in die Top Ten geschafft.  

TSCHECHISCHE REPUBLIK:  
Automat Svět, Prag  
Aus AUTOMAT WELT von Věra Chytilová (1965)  

FINNLAND:  
Senaatintori (Senatsplatz), Helsinki  
Für DER BRIEF AN DEN KREML von John Huston (1970), EIN MANN KÄMPFT FÜR GERECHTIGKEIT von Warren Beatty (1981), GORKY PARK von Michael Apted (1983) und NIGHT ON EARTH von Jim Jarmusch (1991)  

IRLAND:  
Cahir Castle, Grafschaft Tipperary  
Für BARRY LYNDON von Stanley Kubrick (1975), EXCALIBUR von John Boorman (1981), THE GREEN KNIGHT von David Lowery (2021) und THE LAST DUEL von Ridley Scott (2021)  LUXEMBURG:  
Cinémathèque der Stadt Luxemburg
Für ihr kontinuierliches Engagement für die Erhaltung und Förderung des internationalen Filmerbes.  

UK:  
Prospect Cottage, Dungeness, Kent  
Ehemaliges Haus und Zufluchtsort des Künstlers, Filmemachers, Schwulenrechtsaktivisten und Gärtners Derek Jarman 
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Über die European Film Academy
Die European Film Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre 4.600 Mitglieder miteinander zu vernetzen, sie und ihre Arbeit zu unterstützen, zu würdigen und zu fördern. Ihr Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Zuschauende aller Altersgruppen über das europäische Kino aufzuklären. Die Academy positioniert sich als zentrale Organisation und fördert wichtige Debatten innerhalb der Branche. Sie ist bestrebt, alle Freund:innen des europäischen Kinos zusammenzubringen. Jährlicher Höhepunkt ist der „Month of European Film“ und die Verleihung der European Film Awards. Wichtiges Anliegen der Academy ist die Pflege des europäischen Filmerbes und die Einbeziehung eines jungen Publikums durch den European Film Club.
 



13. September 2023

MUBI präsentiert die Filmreihe IMAGE ECOLOGY

Projekte




Im Rahmen der Themenausstellung IMAGE ECOLOGY, die ab 16. September 2023 bei C/O Berlin startet, gehen das Berliner Ausstellungshaus für Fotografie und visuelle Medien und der weltweite Verleiher und Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl MUBI eine spannende Kooperation ein: Während die Gruppenausstellung IMAGE ECOLOGY einen globalen Querschnitt zwölf neuartiger künstlerischer Ansätze in Form von Fotografien, Videoarbeiten und Installationen präsentiert, wird MUBI in der Filmreihe NATURGEWALTEN: IMAGE ECOLOGY auf der Streamingplattform eine vielfältige Sammlung von Filmen aus Amerika, Asien und Europa präsentieren.

Auf unterschiedliche Weise setzen sich die Filme mit der Klimakrise auseinander und werfen dabei ein wichtiges Licht auf Ausbeutung und Zerstörung, aber auch auf Aktivist:innen, die gegen den ökologischen Kollaps kämpfen. Die poetischen Filme laden dazu ein, durch einfühlsame und dennoch eindringliche Bilder, die Welt in ihrer reichhaltigen Schönheit zu würdigen.


In NIGHT MOVES (2013) von Kelly Reichardt, einem tiefgründigen Thriller über Radikalismus aus Hilflosigkeit, droht der Umweltprotest zweier verbitterter Menschen explosiv zu werden. Sehr viel leichter wirkt Céline Devauxs entzückende Liebeskomödie EVERYBODY LOVES JEANNE (2022), wenn sie durch zwei rivalisierende Perspektiven auf den Zustand der Welt aufmerksam macht. In INVISIBLE DEMONS (2012) betrachtet Regisseur Rahul Jain die vom Menschen verursachten Katastrophen oft aus der Vogelperspektive. Und im spekulativen Kurzfilm OUR ARK (2021) stellen sich Deniz Tortum und Kathryn Hamilton eine mögliche Utopie in einem digitalen Archiv der irdischen Kreaturen vor. Katalogisierung steht auch im Mittelpunkt von Jacquelyn Mills‘ wunderschönem Film GEOGRAPHIES OF SOLITUDE (2022). Der Film ist zum Teil das Porträt einer Umweltschützerin, die seit Jahrzehnten Flora und Fauna auf einer Atlantikinsel aufzeichnet. Und auch Ana Vaz‘ bezaubernder Film IT IS NIGHT IN AMERICA (2022) ist eine Reflexion über die Vergänglichkeit, wenn sie, bevorzugt auf abgelaufenen 16-mm-Rollen, über die bedrohte nicht-menschliche Bevölkerung von Brasília reflektiert. 


Die NATURGEWALTEN: IMAGE ECOLOGY Reihe im Überblick:
Ab 13. September: GEOGRAPHIES OF SOLITUDE von Jacquelyn Mills
(2022, Kanada, Dokumentarfilm)Die Umweltschützerin Zoe Lucas katalogisiert seit Jahrzehnten die Flora und Fauna auf Sable Island, einem schmalen Streifen Land vor der kanadischen Küste. Als einzige menschliche Vollzeitbewohnerin der Insel beobachtet Zoe die Sanddünen, den Sternenhimmel, wilde Pferde und den angespülten Plastikmüll.
GEOGRAPHIES OF SOLITUDE feierte beim Internationalen Filmfestival in Berlin 2022 Weltpremiere und wurde mit dem Caligari Preis, dem Preis der Ökumenischen Jury und dem C.I.C.A.E. Award ausgezeichnet. 
Ab 14. September: NIGHT MOVESvon Kelly Reichardt
(2013, USA, Drama, Thriller)
Die beiden Umweltaktivist:innen Josh und Dena hecken einen Plan aus, der ihre Umgebung ein für alle Mal wachrütteln soll: Sie wollen einen ökologisch fragwürdigen Staudamm in die Luft sprengen. Als bei der Aktion etwas schief geht und ein Mensch ums Leben kommt, ändert sich für die beiden alles…
2013 feierte Regisseurin Kelly Reichardt mit ihrem mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, James Legros und Peter Sarsgaard hochkarätig besetzten Drama, Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen 2013 in Venedig. 
 
Ab 14. September: OUR ARK von Deniz Tortum und Kathryn Hamilton
(2021, Niederlande, USA, Dokumentarfilm, Kurzfilm)
Die Menschen machen Sicherheitskopien des Planeten und erstellen 3D-Modelle von Tieren, Regenwäldern, Städten und Menschen – als könnte der ökologische Kollaps durch eine digitale Arche Noah aufgehalten werden. Die Künstler:innen beleuchten unser Bemühen, ein virtuelles Abbild der realen Welt zu schaffen.


Bereits auf MUBI verfügbar: 
INVISIBLE DEMONS von Rahul Jain
(2021, Indien, Finnland, Dokumentarfilm)
Filmemacher Rahul Jain (MACHINES, Sundance 2017) kehrt in seine Heimatstadt Delhi zurück und zeigt die dramatischen Folgen von Indiens wachsender Wirtschaft. In eindrucksvollen Einstellungen und prägnanten Statements der Bewohner:innen Delhis dokumentiert Rahul Jain eindrucksvoll eine Stadt und die zukünftige Klimarealität, in der Klimaanlagen ein Statussymbol, sauberes Wasser und reine Luft zu Luxusgütern geworden sind.
INVISIBLE DEMONS feierte seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2021 und tourt seitdem erfolgreich auf zahlreichen Filmfestivals, wie dem BFI London Filmfestival, dem Seattle International Filmfestival, dem DOC New York oder dem Zürich Film Festival. 
 
IT IS NIGHT IN AMERICA von Ana Vaz
(2022, Italien, Frankreich, Dokumentarfilm, Avantgarde)
In Brasília, der Hauptstadt Brasiliens, wird ein Ameisenbär tot am Straßenrand gefunden, eine Boa Constrictor schlängelt sich durch die Vorstadt und Füchse streifen durch leere Straßen. Und im Zoo der Stadt, der Hunderte von geretteten Wildtieren beherbergt, blicken die Tiere auf uns Menschen zurück.
Der Debütfilm von Ana Vaz ist eine Mischung aus Öko-Horror und Dokumentarfilm und legt einen Zauber über die Stadtlandschaft von Brasília. Das geheime Leben exotischer, vom Aussterben bedrohter Tiere wird auf 16mm-Filmmaterial, welches ebenfalls vom Aussterben bedroht ist, bildgewaltig festgehalten. 
Weltpremiere feierte der Film 2022 in Locarno bei dem Internationalen Film Festival. 
 
EVERYBODY LOVES JEANNNE von Céline Devaux
(2022, Frankreich, Portugal, Komödie)
Alle lieben Jeanne – schon immer. Doch sie selbst hasst sich und ist mit einer Reihe von Problemen konfrontiert: Sie ist beruflich gescheitert, bis über beide Ohren verschuldet, ihre Mutter ist einfach abgetaucht und unauffindbar. Jetzt ist Jeanne auf dem Weg von Frankreich nach Lissabon, um die Wohnung ihrer Mutter zu verkaufen. Am Flughafen trifft sie auf Jean, einen launischen und etwas aufdringlichen ehemaligen Schulkameraden.
Die melancholische Komödie EVERYBODY LOVES JEANNE feierte 2022 in Cannes ihre Weltpremiere in der Sektion „Semaine de la Critique“ und begeisterte die Kritiker aufgrund der gelungenen Mischung aus Screwball-Elementen und Animationssequenzen, die das chaotische Innenleben von Jeanne visualisieren.


Alle Filme und Informationen zur Filmreihe finden Sie HIER
Bildmaterial zur Filmreihe finden Sie HIER

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
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MUBI ist die größte Community von Filmliebhaber:innen mit mehr als 12 Millionen Mitgliedern weltweit und in 190 Ländern verfügbar. Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions.
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12. September 2023

Falling into Place

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FALLING INTO PLACE erzählt von der Magie des Liebens und des Loslassens. In melancholischen Bildern, mit gefühlvollen Zwischentönen und leisem Humor spürt der Film den großen Fragen der Mitte/Ende Dreißigjährigen nach. Mit warmem und ehrlichem Blick folgt der Liebesfilm seinen Protagonist:innen der Generation Y – auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, und dem ständigen Konflikt zwischen Bindungsangst, dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und der romantischen Hoffnung auf die eine große Liebe. 

In FALLING INTO PLACE übernimmt Aylin Tezel gleich drei Rollen – sie schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielt die weibliche Hauptrolle in diesem modernen Indie-Liebesfilm. Für ihr Regiedebüt zog es sie nach Großbritannien, gedreht wurde in englischer Sprache sowohl in London als auch auf der schottischen Insel Skye mit einem hochkarätigen britischen Cast rund um Chris Fulton (BRIDGERTON, THE WITCHER und demnächst in Staffel 7 von OUTLANDER).

PORT AU PRINCE PICTURES bringt FALLING INTO PLACE von Aylin Tezel am 07. Dezember 2023 deutschlandweit in die Kinos. Beim diesjährigen Filmfest Hamburg wird FALLING INTO PLACE in der Reihe „Große Freiheit“ seine Leinwandpremiere feiern. 

Screening-Termine in Hamburg
Di., 03.10.2023 um 18 Uhr Deutschlandpremiere im Abaton, mit Aylin Tezel
Sa., 07.10.2023 um 20.45 Uhr im Metropolis

ZUM FILM
Kira und Ian – beide Mitte 30 – lernen sich an einem Winterwochenende auf der Isle of Skye kennen. Beide befinden sich auf der Flucht – vor ihrer Vergangenheit ebenso wie vor der Realität ihres jetzigen Lebens. Die 36 Stunden, die sie miteinander verbringen, werden getragen von Spaß und Leichtigkeit. Zwischen den zwei Fremden entsteht eine tiefe, fast magische Verbindung. Alles scheint möglich. Doch das Schicksal reißt sie wieder auseinander. Beide kehren zurück nach London, ohne zu wissen, dass sie in derselben Stadt leben. Oftmals nur wenige Minuten, Meter und Zufälle voneinander entfernt, bewegen sich Kira und Ian durch die pulsierende Großstadt; aufeinander treffen sie dabei nie. Erst müssen sie sich ihren Dämonen stellen, bevor sie bereit sind, sich wirklich zu begegnen.

PRESSENOTIZ
Aylin Tezel hat mit FALLING INTO PLACE nach ihrem eigenen Drehbuch einen der zärtlichsten Liebesfilme der vergangenen Jahre vorgelegt. Sie selbst hat neben der Regie auch die weibliche Hauptrolle übernommen, und spielt die zerrissene, und sich selbst und das Glück suchende Kira mit großer Intensität. An ihrer Seite brilliert Chris Fulton (BRIDGERTON), der mit schelmischem Humor, intensiver Schauspielkraft und einer untergründigenVerletzlichkeit zu Ian wird. Auch der restliche Cast ist mit namhaften britischen Schauspieler:innen wie Alexandra Dowling (GAME OF THRONES), Olwen Fouéré (THE NORTHMAN), Michael Carter (STAR WARS), Samuel Anderson (ANOTHER LIFE) und Shooting Stars wie Layo-Christina Akinlude (THE END OF THE F***ING WORLD) und Rory Fleck Byrne (THE FOREIGNER) besetzt. In einem kleinen Überraschungs-Cameo ist der australische Singer-Songwriter Stu Larsen zu entdecken.

Der vielfach ausgezeichnete DOP Julian Krubasik (ALLES IST GUT, HI AI, DIG DEEPER) findet für die berührende Liebesgeschichte die passenden Bilder: in seinen zwischen intensiven Nahaufnahmen und totaler Weite changierenden Einstellungen setzt er die Protagonist:innen in Szene, lässt die weite Landschaft der Isle of Skye als magischen Ort und die wilde Metropole London als pulsierend-rastlose Gegenspielerin erstrahlen. Begleitet von der sensiblen Filmmusik, die aus der Feder des Berliner Komponisten Ben Lukas Boysen und des britischen Musikers und international gefeierten Elektro-Pioniers Jon Hopkins stammt, der zuvor an Produktionen wie dem Oscar nominierten Spielfilm IN MEINEM HIMMEL, MONSTERS (2010) oder HOW I LIVE NOW (2013)arbeitete, erzählt FALLING INTO PLACE von der ganz persönlichen Liebe zwischen zwei Menschen, aber auch universell von den Träumen und Ängsten einer ganzen Generation.

FALLING INTO PLACE ist eine Produktion von Weydemann Bros. in Koproduktion mit Compact Pictures und WeFadeToGrey in Zusammenarbeit mit ARTE, WDR und SR. Unterstützt durch die Film- und Medienstiftung NRW, den Deutschen FilmförderfondsMEDIA – Creative Europe und Screen Scotland

Port au Prince Pictures wird FALLING INTO PLACE am 07. Dezember 2023 bundesweit in die Kinos bringen.

Weitere Informationen und das gesamte Pressematerial finden Sie bei www.filmpresskit.de



12. September 2023

Countdown zum DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS 2023

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Am Freitag, den 15. September, feiern Schauspieler*innen beim diesjährigen DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS wieder ihre Kolleg*innen: Schauspieler*innen, die in Film- und TV-Produktionen des vergangenen Jahres, auf der Bühne oder im Synchronstudio inspiriert und berührt haben. Verliehen werden insgesamt 13 Preise in acht Kategorien sowie fünf Spezialpreise: Therese-Giehse-Theaterpreis, der Synchronpreis ‚Die Stimme’, der Deutsche Fairnesspreis, der sich in diesem Jahr dem Thema ‚Mut und Tapferkeit im Iran’ widmet, sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration.
 
Als Präsentator*innen für die Preiskategorien übergeben verdiente Schauspielkolleg*innen wie Pheline Roggan, Axel Milberg, Emil und Oskar Belton, Julius Nitschkoff, Wolke Hegenbarth, Jannik Schümann, Dominic Raacke, Kerstin Schweers, Max Simonischek die Preise. Die Produzentin Regina Ziegler hält die Laudatio für die Ehrenpreisträgerin Thekla Carola Wied und Berlins Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Joe Chialo überreicht den Ehrenpreis Inspiration an Silke Burmester und Gesine Cukrowski für ihre Kampagne „Let‘s Change The Picture – Sichtbarkeit von Frauen, 47+“.
Als Gäste angesagt haben sich zudem zahlreiche Schauspieler*innen und Filmschaffende.
 
Nadine Heidenreich, Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin sowie die Schauspieler Christian Senger und Hans-Werner Meyer werden durch den Abend führen. Als Kreativteam des BFFS organisieren sie bereits seit vielen Jahren den künstlerischen Teil des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES.
 
Das musikalische Multitalent Daniel Hilpert wird die Aftershow Party an der Loopstation mit eigenen Songs und Coverversionen einleiten. Dann übernimmt, beinahe schon traditionell beim Deutschen Schauspielpreis, Lars Eidinger die Turntables.
 
Die Verleihung wird live gestreamt: auf dem Schauspielpreis YouTube Kanal.
 
Kerstin Schilly, Geschäftsführerin der ausrichtenden Agentur LA MAISON Film: „Der Schauspielpreis ist mein Herzensprojekt – er wächst und wächst und ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr wieder mit über 700 Gästen die Verleihung ausrichten können und starke Partner an unserer Seite haben. Wir freuen uns auf neue Talente und eine glanzvolle Feier.“
 
Die Verleihung des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES findet am 15. September 2023 in der Berliner Eventlocation und Restaurant Spindler & Klatt statt und wird von der Agentur LA MAISON Film als Co-Veranstalter gemeinsam mit dem BFFS organisiert.

Wir danken den Sponsor*innen und Partner*innen:
AUDI als Hauptpartner des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES sowie GVL, Getränke Hoffmann, Dr. Theiss Naturwaren, ver.di, HEYMERADER, Samsonite, Underberg, Pensionskasse Rundfunk, BLUESKYNAILS, JACKS beauty line und CREUZBERG.
 
Über den DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspieler*innen, zahlreicher Freunde und Unterstützer*innen, Förder*innen und Sponsor*innen ermöglicht wird. www.schauspielpreis.com
 
Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen rund 4.000 Schauspieler*innen inzwischen die größte nationale Schauspielorganisation und mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben. Der Vorstand des BFFS arbeitet ehrenamtlich.



7. September 2023

„Perfect Match” (AT) bei Prime Video / Ko-Finanzierung durch Bravado Equity

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Perfect Match“ (AT), die aktuelle Produktion der Münchener Bravado Media startet im Frühjahr 2024 bei Prime Video in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Film ist die fiktionale Erzählung der ungewöhnlichen Liebesgeschichte zweier Megastars des Tennis, die bis heute andauert: Steffi Graf (22 Grand Slam Titel) und Andre Agassi (8 Grand Slam Titel). Finanziert wurde der Film unter anderem von der neugegründeten Investitionsfirma Bravado Equity, die sich auf Gap-Finanzierung im Filmbereich spezialisiert hat.


Perfect Match” (AT) ist kein Film über Tennis, sondern über die Liebe. Der Film konzentriert sich auf die Liebesgeschichte der beiden Superstars, beleuchtet die Zeit, bevor die beiden ein Paar wurden mit ihren Beziehungen zu Michael Bartels bzw. Brooke Shields. Und er erzählt, wie aus diesen beiden ungleichen Tennisstars ein Ehepaar wurde. 


Regie führt Florian Gallenberger, der für seinen Kurzfilm „Quiero Ser“ mit dem Oscar für den „Best Live Action Short Film“ ausgezeichnet wurde. Sein erster Langfilm „Schatten der Zeit“ gewann u.a. zwei Bayerische Filmpreise. Das Kinoprojekt „John Rabe“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet, „Colonia Dignidad“ mit Emma Watson und Daniel Brühl wurde fünfmal für den Deutschen Filmpreis nominiert und gewann den Bayerischen Filmpreis als „Bester Film“. Das Drehbuch stammt ebenfalls von Florian Gallenberger sowie Chris Silber („Good Bye, Lenin“, „Ich bin dann mal weg“ oder „Sam – Ein Sachse“). 


In den Hauptrollen spielen Lena Klenke („How to sell drugs online (fast)“, „Fuck ju Göhte 1, 2 und 3“) als Steffi Graf und Toby Sebastian („Coffee Wars“, „The Music of Silence”, „Game of Thrones“) als Andre Agassi. In weiteren Rollen: Michael Kessler als Peter Graf, Inka Friedrichals Heidi Graf und viele mehr. 


„Perfect Match” (AT) ist eine Bravado Media Produktion in Zusammenarbeit mit MarVista Entertainment und Bravado Equity. Produzenten sind Eric Welbers („Der Schwarm“), Maik Homberger („Sophie Cross“) und Alessandro Passadore („Ognuno è perfetto“).


Bravado Equity wurde im Jahr 2023 mit dem Ziel gegründet, Gap-Finanzierungen für international-attraktive TV-Projekte bereitzustellen. Neben Bravado Media sind Gestion Mediterranea (Teil von Illusiona Ventures) und Till Groenemeyer, mit dem es ja schon eine erfolgreiche Zusammenarbeit beim Schwarm gegeben hat, Investoren der Bravado Equity. Geschäftsführer sind Eric Welbers und David Kratz, beide haben langjährige Erfahrung in der Gap-Finanzierung. „Perfect Match” (AT) ist das erste Investitionsprojekt der Bravado Equity.


Über Bravado Media: 
Bravado Media ist ein zeitgemäßes, modernes Content House, international aufgestellt, formatoffen, storydriven und inhalteorientiert, gegründet von Eric Welbers. Seien es hochwertige Fernsehfilme oder Filme für Streamer, Event-Serien für private und öffentlich-rechtliche Partner und für Streaming-Anbieter – mit seiner einzigartigen Vernetzung von Kreativität und Kompetenz hilft Bravado Media Produzent:innen und Sendern gleichermaßen, spannende Geschichten auf die Beine zu stellen. Bravados Schwerpunkt liegt auf der Projektentwicklung, Ko-Produktion und Ko-Finanzierung von international interessanten Inhalten. Bravado Media hält die Hauptanteile an der italienischen Viola Film, der belgischen Bravado Fiction und beitreibt die ndF International Production (ndF IP), ein Joint-Venture mit der deutschen Produktionsfirma ndF (neue deutsche Filmgesellschaft).

Foto: Bravado Media / Umberto Poto



4. September 2023

PRISCILLA der neue Film von Sofia Coppola  

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MUBI, der weltweite Verleiher und Arthouse-Streamingdienst für kuratierte Filmauswahl freut sich, das mit Spannung erwartete neue Drama PRISCILLA der mit dem Academy Award® ausgezeichneten Regisseurin und Drehbuchautorin Sofia Coppola in Deutschland ins Kino zu bringen. Ab dem 26. Dezember startet PRISCILLA mit speziellen 35mm Previews in ausgewählten Städten und wird ab dem 4. Januar 2024 bundesweit in den Kinos zu sehen sein. 

Heute Abend wird Sofia Coppola mit PRISCILLA bei den 80. Internationalen Filmfestspielen von Venedig die Weltpremiere im Wettbewerb feiern. Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass PRISCILLA beim diesjährigen BFI London Film Festival am 9. Oktober 2023 seine UK-Premiere feiern wird.


Geschrieben und inszeniert von Sofia Coppola basiert PRISCILLA auf den 1985 erschienenen Memoiren „Elvis and Me“ von Priscilla Presley und Sandra Harmon. In den Hauptrollen spielen Cailee Spaeny (MARE OF EASTTOWN, BAD TIMES AT THE EL ROYALE) als Priscilla, Jacob Elordi (EUPHORIA, THE KISSING BOOTH) als Elvis Presley und Dagmara Dominczyk (SUCCESSION, BOTTOMS, THE LOST DAUGHTER) als Priscillas Mutter Anne.

Als die Teenagerin Priscilla Beaulieu auf einer Party Elvis Presley kennenlernt, wird aus dem Mann, der bereits ein kometenhaft aufgestiegener Rock’n’Roll-Superstar ist, in privaten Momenten jemand völlig Unerwartetes: ein aufregender Schwarm, ein Verbündeter in der Einsamkeit, ein verletzlicher bester Freund. Durch Priscillas Augen erzählt Sofia Coppola in diesem einfühlsamen und hinreißend detaillierten Porträt von Liebe, Fantasie und Ruhm die unsichtbare Seite eines großen amerikanischen Mythos: Elvis und Priscillas langanhaltende Umwerbung und turbulente Ehe, von einem deutschen Armeestützpunkt bis zum sagenumwobenen Anwesen in Graceland.

Produziert wurde der Film von Lorenzo Mieli für The Apartment Pictures, einem Unternehmen der Fremantle Group, Sofia Coppola für American Zoetrope und Youree Henley. Finanziert wurde der Film von der Fremantle Group.


 
PRISCILLA WIRD AM 26. DEZEMBER 2023 MIT SPEZIELLEN 35MM PREVIEWS IN AUSGEWÄHLTEN KINOS STARTEN.

AB 4. JANUAR 2024 FOLGT DER BUNDESWEITE KINOSTART.

Foto: MUBI / Philippe Le Sourd



4. September 2023

Kultursommerfestival feiert erfolgreichen Abschluss

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Über 100 Events, unzählige Entdeckungen: Das Kultursommerfestival feierte am 3. September seinen Abschluss. Insgesamt über 120.000 Besucher*innen haben die Veranstaltungen des Kultursommerfestivals besucht – immer umsonst und draußen. Das Sommerfest „Ein Tag im Grünen“ am Kulturforum bildete das grandiose Finale. Insbesondere die längste Tafel des Tiergartens, an der den ganzen Tag zahlreiche Besucher*innen zusammenkamen, und das Abschlusskonzert von 2raumwohnung machten die Veranstaltung zu einem besonders schönen Erlebnis. Zur Begrüßung sprachen Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin. Auch Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien, und Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, sowie Klaus Biesenbach, Direktor Neue Nationalgalerie hielten kurze Tischreden.

 „Zuallererst geht mein Dank an all die vielen Menschen vor, auf und hinter den Bühnen und Kulissen, die das großartige Kultursommerfestival in Berlin ermöglicht haben! Was durften wir nicht alles erleben? 100-mal Kultur in der Stadt, auf den Plätzen und auf dem Wasser, laut, bunt, mitreißend, intensiv und emotional. Besonders dankbar bin ich für das Konzert des Ukrainian Freedom Orchestra am Unabhängigkeitstag der Ukraine, dem 24. August. Die verbindende Kraft von Kultur war dort beeindruckend spürbar. Das kann, das soll und muss Kultur leisten“, so Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Als vielfältige Entdeckungsreise brachte das Kultursommerfestivals außergewöhnliche Kombinationen von Kulturpartner*innen und Orten in alle Bezirke Berlins: von der siebenstündigen Live Electronic Performance „Circle of Live“ im Botanischen Garten in Lichterfelde über die Lesereihe „Megagolf“ auf dem Minigolfplatz in Neukölln und dem genreübergreifenden Programm des Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) in den Uferhallen und den Uferstudios im Wedding bis hin zu den von Dhanesh Jayaselan kuratierten „Expressions: In the Garden“ in den Gärten der Welt in Marzahn. Ihre Stammhäuser verlassen haben beispielsweise das Berliner Ensemble, das HAU Hebbel am Ufer und die Staatsoper: Wie viele weitere Spielstätten sind sie mit ihrem Programm direkt zu den Menschen in die Nachbarschaft gezogen.


 „Kultur an ungewohnten Orten zu entdecken und damit auch ein neues Publikum anzusprechen, ist ein wesentlicher Bestandteil des Kultursommerfestivals. Mit dem Kultursommerfestival hatten wir 100-mal die Chance, traditionsreiche Institutionen, Bundes- und Landeseinrichtungen und unabhängige Vereine und kleine Festivals unter dem Dach des Kultursommerfestivals zu vereinen. Wir freuen uns, dass dies und die Idee, die Partner*innen gleichberechtigt an neue Orte zu bringen, wunderbar funktioniert hat. Dadurch wurden auch zahlreiche Orte bespielt, die oftmals bisher nicht vorrangig kulturell genutzt wurden. Auch die vertrauensvolle und kreative Zusammenarbeit mit den über 1000 beteiligten Künstler*innen wird über das Kultursommerfestival hinaus wirken. Unser Motto „Von vielen für alle!“ ist voll aufgegangen“, so Simone Leimbach, Abteilungsleiterin bei Kulturprojekte Berlin.


Besonders aus Kooperationen mit kleineren Initiativen und Kollektiven wie Vitsche, Mince, Initiative Perspektivwechsel, ID Kulturplattform, Festiwelt, Floating, İç İçe oder der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus sind spannende Formate entstanden, die ein großes Publikum angezogen und viel Aufmerksamkeit auf die Partner*innen gelenkt haben. Zahlreiche Veranstaltungen fanden an besonders außergewöhnlichen Orten statt – etwa im Dong Xuan Center, im Spreepark, auf dem Teufelsberg oder im Schlossgarten Schönhausen.


1 Sommer, 100 Events, umsonst und draußen: Das Kultursommerfestival Berlin fand vom 24. Juni bis 3. September statt und machte Kultur für alle kostenlos erlebbar.

Initiiert und gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin, hat Kulturprojekte Berlin das Kultursommerfestival als Gemeinschaftsprojekt mit fast 100 kulturellen Partnereinrichtungen konzipiert und koordiniert. Das Kultursommerfestival ist ein Teil von DRAUSSENSTADT.


Weitere Informationen zum Kultursommerfestival und den Programmpunkten unter: www.kultursommerfestival.berlin und www.kulturprojekte.berlin/projekte/kultursommerfestival-2023

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Foto: Fabian Brennecke



4. September 2023

Das sind die Nominierten für den LUX Audience Award 2024

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Die European Film Academy gibt die Nominierungen für den LUX Audience Award bekannt, der vom Europäischen Parlament und der European Film Academy in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und Europa Cinemas verliehen wird. 

Dies sind die fünf nominierten Filme: 

  • 20.000 ARTEN VON BIENEN Regie: Estibaliz Urresola Solaguren (Spanien)
  • DAS LEHRERZIMMER Regie: İlker Çatak (Deutschland)
  • FALLENDE BLÄTTER Regie: Aki Kaurismäki (Finnland, Deutschland)
  • AUF DER ADAMANT Regie: Nicolas Philibert (Frankreich, Japan)
  • SMOKE SAUNA SISTERHOOD Regie: Anna Hints (Estland, Frankreich, Island)

Die Bekanntgabe der Nominierungen ist der offizielle Startschuss für den LUX Audience Award 2024. Die fünf nominierten Filme werden in 24 europäischen Sprachen untertitelt, um sie einem größtmöglichen Publikum in Kinos in ganz Europa zugänglich zu machen. Während der sog. „watch, rate & win“-Phase kann das europäische Publikum ab sofort gemeinsam mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments die fünf Nominierten ansehen und bewerten. Die Bewertung findet online auf der Plattform des LUX Audience Awards statt.  

Der Gewinner wird von der Öffentlichkeit und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments (mit jeweils 50 % der Stimmen) bestimmt und bei einer Preisverleihung im März 2024 bekannt gegeben. Weitere Informationen unter: www.luxaward.eu

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Über die European Film Academy
Die European Film Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre 4.600 Mitglieder miteinander zu vernetzen, sie und ihre Arbeit zu unterstützen, zu würdigen und zu fördern. Ihr Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Zuschauende aller Altersgruppen über das europäische Kino aufzuklären. Die Academy positioniert sich als zentrale Organisation und fördert wichtige Debatten innerhalb der Branche. Sie ist bestrebt, alle Freund:innen des europäischen Kinos zusammenzubringen. Jährlicher Höhepunkt ist der „Month of European Film“ und die Verleihung der European Film Awards. Wichtiges Anliegen der Academy ist die Pflege des europäischen Filmerbes und die Einbeziehung eines jungen Publikums durch den European Film Club.