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Letzte Klappe für Matthias Glasners EXPLODING DUCKS

Die Dreharbeiten zu EXPLODING DUCKS, dem neuen Spielfilm von Regisseur und Drehbuchautor Matthias Glasner (STERBEN, DER FREIE WILLE, GNADE, etc.) wurden heute erfolgreich beendet.

Nach dem großen Kassenerfolg von STERBEN in Deutschland, der mit dem Silbernen Bären für das Beste Drehbuch und vier Deutschen Filmpreisen (darunter Bester Film in Gold) ausgezeichnet wurde, kehrt Matthias Glasner mit EXPLODING DUCKS auf die große Leinwand zurück.

Zum Film: Frisch aus dem Gefängnis entlassen, begibt sich eine in Ungnade gefallene Ex-CIA-Agentin auf eine atemberaubende Odyssee von Los Angeles in die Alpen, von Berlin nach Odessa und schließlich nach Dubai. Angetrieben von Drogen, Wut und dem verzweifelten Wunsch, ihre Tochter und ihren Geliebten zu finden, kämpft sie gegen Drogenbosse, manipulative Spione und ihre eigenen inneren Dämonen – während die Welt unaufhaltsam auf einen nuklearen Abgrund zusteuert.

Drehorte waren unter anderem Los Angeles, Kitzbühel (Österreich), Berlin, Dubai und Osteuropa.

Port au Prince Pictures wird EXPLODING DUCKS in die deutschen Kinos bringen und hält derzeit die weltweiten Rechte an dem Film. Weitere Partner werden gesucht.

Neben Hauptdarstellerin Lillith Stangenberg (STERBEN, WILD, SENECA etc.) spielen in dem Film auch die Golden-Globe-nominierte Helena Zengel (mit Tom Hanks in NEUES AUS DER WELT, DIE LEGENDE VON OCHI, SYSTEMSPRENGER), Jürgen Vogel (DIE WELLE, DER FREIE WILLE, DER MANN AUS DEM EIS etc.) und Thomas Heinze (DER WIXXER, HOMO FABER, VIER GEGEN DIE BANK etc.).

Der Film ist eine Koproduktion von Port au Prince Films (Jan Krüger, Roshanak „Rosh“ Khodabakhsh) mit Schwarzweiss Filmproduktion (Matthias Glasner) in Zusammenarbeit mit SR (Christian Bauer) und BR (Carlos Gerstenhauer). Gefördert wird der Film von der Filmförderung des Bundes (FFA) und dem Deutschen Filmfonds (DFFF).

Kinobetreibende zeichnen STERBEN von Matthias Glasner aus

Zum 34. Mal zeichnete der Arthouse-Kinoverband AG Kino – Gilde e.V. den aus Sicht der Jury besten Film im internationalen Wettbewerb der Berlinale mit dem Gilde Filmpreis aus. Bereits zum 4. Mal zeichneten zudem junge Kinomacher*innen aus der AG Kino – Gilde in der Jury ‚Cinema Vision 14plus‘ ihren Favoritenfilm in der Sektion Generation 14plus aus.

Für die Jurys aus Kinobetreibenden steht zum einen die Qualität der Werke im Fokus. Berücksichtigt wird aber auch die Einschätzung, wie die Filme beim Publikum ankommen werden. 

Bester Film im Wettbewerb:

STERBEN
von Matthias Glasner
Deutschland 2024
Verleih: Wild Bunch Germany

Begründung der Jury:
Vor ein paar Tagen warteten wir vor einem Kino, als sich zwei über einen Film unterhielten: „Du, ich hab im Wettbewerb ’nen super Film gesehen: Ernstes Thema, doch auch lustig, temporeich und trotzdem nachdenklich, viele gute Darsteller und ganz, ganz tolle Musik. Mir fällt aber der Titel nicht mehr ein. Doch jetzt weiß ich’s wieder – der Film hieß ‚Leben‘“.

Der Film erzählt eine unterhaltsame und schleifenartig verwobene Geschichte familiär und freundschaftlich miteinander verbundener Menschen, die, wie wir alle, dem einen, großen Ziel im Leben entgegengehen.

Er zeigt, mal derb, mal drastisch, mal trocken, immer sinnlich und ebenso ernst wie mit beißendem Humor den Umgang mit den Fragen des Lebens und die Herausforderung, diese Fragen zu beantworten. Wie wir alle, kommen die Protagonisten, dargestellt von einem überlegt aufeinander abgestimmten, hochkarätigen Cast, immer wieder an ihre Grenzen. Manche von ihnen überschreiten diese mutwillig oder weil ihre Zeit gekommen ist. Gerahmt von einem sich ständig weiterentwickelnden, symphonischen Musikwerk desselben Titels wie der Film und komponiert von Lorenz Dangel, mündet der Film in ein furioses Finale und endet in lebendiger Stille.

Wir freuen uns sehr, den diesjährigen Gilde Filmpreis an den Film STERBEN von Matthias Glasner zu vergeben.


Bester Film Generation 14plus:

LAST SWIM
von Sasha Nathwani
Großbritannien 2024

Begründung der Jury:
Ein Roadtrip durch eine sommerheiße Millionenstadt und gleichzeitig ein vertrautes, intimes eigenes Universum zwischen Menschen, die sich gefühlt schon ihr ganzes Leben kennen – die lauten und leisen Momente dieser Freundschaft, die Protagonistin Ziba mit einem großartigen letzten Tag feiern will.

LAST SWIM lässt uns ganz nah ran an die Freundesgruppe, durch authentische Dialoge, ein vertrautes Zusammenspiel und die Erfahrbarkeit jedes einzelnen Moments durch eine intensive Zugewandtheit der Charaktere. In diesem bunten Bonbonpapier verpackt ist eine zweite Geschichte – ein selbstbestimmtes Abschiednehmen mit einem letzten Abtauchen. Unausgesprochen, aber omnipräsent begleitet es die Gruppe. Dieses jugendliche Taumeln, das in Bildern für die große Leinwand eingefangen wird und zusammen mit der Musik verpackt, eine intensive Geschichte erzählt, ist wirklich Cinema Vision und erhält von uns den Jurypreis.

Die Jury spricht zudem eine lobende Erwähnung für DISCO AFRICA von Luck Razanajaona aus. Der erste madagassischer Spielfilm auf der Berlinale wagt es, im Thriller-Plot Landesgeschichte und gesellschaftliche Umbrüche im jugendlichen Perspektivwechsel durch bemerkenswert erzählerische Musik zu reflektierten.

Danke an das Berlinale Programm Generation 14plus für diese Auswahl – als Erweiterung der Cineastische Landkarte der Festspiele.

Die Jury Mitglieder:
Die Gilde Filmpreis Jury für den Wettbewerb der Berlinale 2024 bestand aus:
Kristin Klemann (Passage Kinos Leipzig)
Nicole Düser (Lichtspieltheater, Willich)
Jörg Jacob (Provinz80 Programmkino, Kaiserslautern)

Die Jury CinemaVision 14plus 2024 bestand aus:
Josefine Kraft (Broadway Filmtheater, Trier)
Nicole Zeiler (Central Kino Rottweil)
Max Roth (Lichtspieltheater Wundervoll, Rostock)