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AG Kino – Gilde zur Verabschiedung von Bernd Neumann

Tiefe Dankbarkeit für verlässlichen Partner des Kulturorts Kino

Anlässlich der heutigen Würdigung des nach elf Jahren ausscheidenden FFA-Präsidenten Prof. Dr. Bernd Neumann dankt Christian Bräuer im Namen des Vorstands und der Mitglieder der AG Kino – Gilde für sein herausragendes Wirken für die Kinolandschaft in Deutschland. Als die digitale Zukunft der Kinos noch lange nicht selbstverständlich war, erkannte Neumann die existenzielle Bedrohung für die deutsche Kinovielfalt und ermöglichte mit politischem Geschick die flächendeckende Digitalisierung – ein Wendepunkt, ohne den viele Filmkunsttheater heute nicht mehr existieren würden.

„Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner Leidenschaft und seinem hohen politischen Gespür hat Bernd Neumann unsere Branche über viele Jahre geprägt und die FFA entscheidend weiterentwickelt. Sein Wirken gerade für die Filmkunsttheater hat bleibende Spuren hinterlassen“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde. „Wir werden ihm die Kinodigitalisierung, dieses ‚Wunder von Bernd‘, niemals vergessen. In konfliktbeladenen Zeiten, als die Verfassungsmäßigkeit der Filmabgabe in Frage gestellt wurde, verteidigte er nicht nur mit ganzer Kraft die nationale Filmförderung, sondern versprach auch, den Kulturort Kino nicht zu vergessen. Er hielt Wort und stellte ein umfassendes Förderprogramm für Arthouse- und Landkinos auf, für das er mit viel politischem Geschick auch die Bundesländer gewinnen konnte. Damit wurde das dramatische Kinosterben der 2000er-Jahre beendet.

Bernd Neumanns innerer Kompass blieb stets auf den Kulturort Kino und den Kinofilm als eigenständige Kunstform ausgerichtet. Er hatte eine verbindende, umarmende Art – gegenüber Arthouse ebenso wie den großen Ketten – ohne dabei seine Prinzipien zu verwässern. Dass die FFA und mit ihr die deutsche Film- und Kinolandschaft die Pandemie als größte Krise seit Existenz des Kinos bestehen konnten, ist maßgeblich auch seinem umsichtigen Wirken zu verdanken. Wenn wir heute auf die vielfältige Kinolandschaft Deutschlands schauen, sehen wir überall auch sein Vermächtnis.“

Vision Kino 18: AMELIE RENNT gewinnt den Kindertiger 2018

Bei der elften Preisverleihung des Drehbuchpreises Kindertiger am 21. November 2018 in Erfurt gewann das Drehbuch zum Film AMELIE RENNT von Natja Brunckhorst den von VISION KINO und KiKA verliehenen Preis.

Bereits zum elften Mal haben VISION KINO und KiKA gemeinsam den Drehbuchpreis Kindertiger verliehen. Aus drei nominierten Drehbüchern wählte eine fünfköpfige Kinderjury das beste Drehbuch für einen Kinderfilm, der bereits im Kino aufgeführt wurde. In diesem Jahr entschieden sich die fünf Mädchen und Jungen im Alter von neun bis zwölf Jahren für das Drehbuch zu AMELIE RENNT von Natja Brunckhorst. In ihrer Begründung hob die Jury hervor: „In unserem Gewinnerdrehbuch sind alle Figuren echt und handeln glaubwürdig. Das Thema ist sehr originell und hat uns wirklich berührt. So sehr, dass wir beim Lesen gehofft haben, dass die Geschichte nie aufhört, weil sie so spannend ist.“ Frank Völkert, stellvertretender Vorstand der FFA, überreichte der glücklichen Autorin das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro.

Ebenfalls nominiert und dafür mit 5.000 Euro prämiert waren die Drehbücher zu WENDY 2 – FREUNDSCHAFT FÜR IMMER von Carolin Hecht sowie DIE KLEINE HEXE von Matthias Pacht. Die Preisgelder stellt die Filmförderungsanstalt/FFA zur Verfügung, die den Preis zusammen mit VISION KINO und KiKA 2008 ins Leben gerufen hat.

Zuvor begrüßten Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sowie die KiKA-Programmgeschäftsführerin Dr. Astrid Plenk die Gäste der Preisverleihung und des Kongresses „Vision Kino 18“, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand. Die bundesweit wichtigste Konferenz zu Film, Kompetenz und Bildung rückt in diesem Jahr die Herausforderungen der Digitalisierung für Schule und Kino sowie die Filmbildung im Vorschulalter, im ländlichen Raum und im europäischen Rahmen in den Fokus.

www.visionkino.de

5. Film- und Kinokongress NRW

27.10.2015. Am Montag, dem 9. und Dienstag, dem 10. November 2015, findet im Kölner Kunstverein zum fünften Mal der Film- und Kinokongress NRW statt. Seit 2011 werden gemeinsam mit der Branche die film­politischen Entwicklungen und die Perspektiven von Film und Kino in technologischer, ökonomischer und kreativer Hinsicht erörtert.  Weiterlesen