Schlagwort-Archive: Zukunftsprogramm Kino

AG Kino – Gilde appelliert an den Deutschen Bundestag: Massives Kinosterben verhindern

Vor der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 am kommenden Donnerstag und dem morgigen Fachgespräch zum Film- und Kinostandort Deutschland im Kulturausschuss des Deutschen Bundestags warnt die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater eindringlich vor den dramatischen Folgen, sollte das Zukunftsprogramm Kino nicht noch im Bundeshaushalt gesichert werden. Ohne die Fortführung der Investitionsförderung steht die Existenz zahlreicher Arthouse- und Landkinos auf dem Spiel – und damit auch der Erfolg der gesamten, jahrelang diskutierten Filmförderreform.

„Die Übereinkunft im Koalitionsvertrag, Kinos durch verlässliche Förderprogramme für Investitionen und kulturelle Vielfalt in Stadt und Land zu stärken, muss dringend umgesetzt werden“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde. Er wird am Mittwoch als Sachverständiger im Fachgespräch zum Film- und Kinostandort Deutschland im Kulturausschuss des Bundestags sprechen. „Die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zu Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke Kinolandschaft wird auch die umfassende Reform der Filmförderung auf Bundesebene scheitern.“

Investitionsstau gefährdet Kinoinfrastruktur
Der Investitionsstau der Kinos ist weiter immens. Eine Studie der Filmförderungsanstalt FFA beziffert den jährlichen Investitionsbedarf auf rund 150 Millionen Euro. Doch Arthouse- und Landkinos verfügen nicht über die Erlösstruktur, diesen aus eigener Kraft zu stemmen. Die für 2024 bereitgestellten Mittel waren binnen Sekunden ausgeschöpft. Das noch vor Corona installierte Zukunftsprogramm Kino war Garant dafür, dass diese Kinos die Pandemie bewältigen konnten. Doch mit dem Förderstopp 2025 gingen auch die Investitionen massiv zurück.

Grundstock von 30 Millionen Euro elementar – sonst droht Kinosterben
Die AG Kino fordert deshalb einen verlässlichen Grundstock von 30 Millionen Euro jährlich für das Zukunftsprogramm Kino. „Das Erfolgsmodell Zukunftsprogramm Kino braucht Verstetigung, keine Übergangslösungen. Die Kinos benötigen Verlässlichkeit statt jährlicher Zitterpartien. Erforderlich wären 30 Millionen Euro. Kinos sterben langsam – und es beginnt, wenn sie nicht mehr investieren können“, mahnt Christian Bräuer eindringlich. „Wenn sie jedoch in die Lage versetzt werden, investieren Kinos recht schnell. Davon profitieren Menschen und mittelständischen Unternehmen im ganzen Land. Ohne eine kluge Investitionsförderung verlieren wir viele Kinos, die nicht nur das Rückgrat der Filmwirtschaft sind, sondern auch wichtige, in ihren Regionen häufig die letzten funktionierenden, demokratischen Diskursräume – und das in Zeiten wachsender Polarisierung. Das Kinosterben der 2000er Jahre – als passgenaue Förderung fehlte – darf sich nicht wiederholen.“

„Wir stehen am Beginn einer neuen Ära des Kinos“, so Bräuer. „Künstliche Intelligenz wird die Filmproduktion revolutionieren und als Reaktion darauf zu einer Renaissance des kuratierten, gemeinschaftlichen Kinoerlebnisses führen. Doch diese Chance können wir nur nutzen, wenn wir jetzt die Infrastruktur dafür schaffen. Wer heute bei der Kinoförderung spart, verspielt morgen Deutschlands kulturelle Souveränität.“

Über die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
Die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. ist der Verband der Programmkinos und Filmkunsttheater in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von rund 370 Kinos mit über 800 Leinwänden in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Die Mitglieder der AG Kino setzen sich für die kulturelle Vielfalt im Kino und die Förderung des europäischen und deutschen Kinofilms ein.

AG Kino – Gilde erneuert Appell

Zukunftsprogramm Kino entscheidend für das Gelingen der Filmreform!

Die AG Kino – Gilde appelliert erneut an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, das Zukunftsprogramm Kino in den laufenden Haushaltsverhandlungen zu berücksichtigen. Für den Erhalt der vielfältigen Kinolandschaft und den Erfolg der Filmreform ist die Investitionsförderung unverzichtbar.

„Die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Weichen zu stellen“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde. „Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zur Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke und vielfältige Kinolandschaft wird die Filmreform scheitern.

Verlieren wir den Kulturort Kino, verlieren wir nicht nur das Rückgrat der deutschen Filmwirtschaft, wir verlieren auch einen der wenigen verbliebenen kollektiven Räume in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmender Vereinsamung. Neben der Kinoprogrammprämie für die kulturelle Programmarbeit brauchen die Kinos deshalb das Zukunftsprogramm Kino als zweite tragende Säule ihrer Förderung. Nach Einschätzung des Verbandes sind für eine hinreichende finanzielle Ausstattung des Programms 25 Million Euro, mindestens jedoch 15 Millionen Euro erforderlich, um die Arthousekinos bei den notwendigen Investitionen in Digitalisierung, Technik und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Die Erfahrungen der 2000er Jahre haben gezeigt, welche Folgen fehlende Investitionsförderung hat: Viele Kinos mussten damals schließen – ein Kinosterben, das mit einer Investitionsförderung hätte verhindert werden können. Die AG Kino bittet daher den Haushaltsgesetzgeber nachdrücklich, das Zukunftsprogramm Kino im Bundeshaushalt 2025 zu berücksichtigen und perspektivisch zu verstetigen – so wie es auch in anderen Wirtschaftsbereichen geschieht, um Wachstum und Modernisierung zu ermöglichen.

Christian Bräuer unterstreicht: „Wir leben in Zeiten massiver Verunsicherung, in der die Polarisierung und Vereinsamung in der Gesellschaft stetig zunimmt. Zugleich stehen wir am Beginn der KI-Ära, in der KI und Algorithmen zunehmend das Filmschaffen in all seinen Facetten durchdringen. Den Kinos kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Einerseits für die Filme, weil sie inmitten der Flut audiovisueller Inhalte Orientierung bieten und insbesondere dem künstlerisch-kreativen Film die notwendige Sichtbarkeit
verleihen. Andererseits auch besonders für unsere Gesellschaft angesichts wachsender Angriffe illiberaler Akteure auf das künstlerisches Schaffen, wodurch Kultur zu einem zentralen Bestandteil unserer europäischen Sicherheit wird.

Zum Zukunftsprogramm Kino
Seit 2020 hat sich das Zukunftsprogramm Kino als unverzichtbares Erfolgsmodell erwiesen, das maßgeblich zum Erhalt und zur Erholung der Kinolandschaft in und nach der Pandemie beigetragen hat. Die Kinos stehen weiter vor immensen Investitionen in Erhalt der Lichtspielhäuser sowie die digitale, technologische und ökologische Modernisierung.

Deutlich wird der Investitionsdruck auch daran, dass die für 2024 bereitgestellten Mittel binnen weniger Sekunden ausgeschöpft werden. Auch die Mittel der Filmförderungsanstalt (FFA) sind regelmäßig deutlich überzeichnet. Zugleich beziffert eine FFA-Studie den jährlichen Investitionsbedarf der Kinos auf über 100 Millionen Euro.

Über die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.

Die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. ist der Verband der Programmkinos und Filmkunsttheater in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von rund 370 Kinos mit über 800 Leinwänden in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Die Mitglieder der AG Kino setzen sich für die kulturelle Vielfalt im Kino und die Förderung des europäischen und deutschen Kinofilms ein.

AG Kino – Gilde zur massiven Erhöhung der Filmproduktionsförderung

  • „Wichtiges Signal – aber ohne Kinos verpufft die Wirkung!“

  • Die AG Kino begrüßt die angekündigte deutliche Erhöhung der Filmproduktionsförderung als wichtiges Signal für die deutsche Filmwirtschaft.

  • Die AG Kino weist darauf hin, dass die Filmreform nur dann erfolgreich sein kann, wenn zugleich auch die Kinos in ihrer Programmarbeit und Investitionsfähigkeit gestärkt und neben der Kinoprogrammprämie auch das Zukunftsprogramm Kino fortgesetzt wird.

  • Die AG Kino setzt sich für die Aufnahme der Kultur in das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität auch auf Bundesebene ein.

Die massive Erhöhung der Produktionsförderung zeigt, dass die Politik die strategische Bedeutung der Filmwirtschaft ernst nimmt“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde. „Doch selbst die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zur Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke und vielfältige Kinolandschaft verpufft die Wirkung der Produktionsförderung und die Filmreform wird scheitern.
 
Fortführung des Zukunftsprogramm Kino ist elementar
Neben der Kinoprogrammprämie zur Stärkung kultureller Programm- und Publikumsarbeit benötigen die Kinos dringend das Zukunftsprogramm Kino als essenzielle Investitionsförderung.

Es geht um nicht weniger als den Erhalt der Kinoinfrastruktur,“ so Christian Bräuer. Der Investitionsbedarf der Kinos in digitale, technologische und ökologische Modernisierung ist weiterhin hoch, doch insbesondere die Erlösstruktur von Land- und Arthousekinos erlaubt keine substanzielle Rücklagenbildung. Wie verheerend ein Ausbleiben einer hinreichenden Investitions- und Programmförderung ist, konnte in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts mit einem großen und irreversiblen Kinosterben beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund appelliert die AG Kino an den Haushaltsgesetzgeber, das Zukunftsprogramm Kino im Bundeshaushalt 2025 fortzusetzen und darüber hinaus zu verstetigen, um wie in anderen Bereichen auch die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen.
 
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für Kultur öffnen!
Die AG Kino setzt sich nachdrücklich für eine Öffnung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität für die Kultur auch auf Bundesebene ein.
 
Christian Bräuer betont: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Kultur zwar auf Länderebene, nicht aber im Bund als Teil der essenziellen Infrastruktur verstanden und im Sondervermögen berücksichtigt werden kann. Die Kultur und die Kulturorte leisten nicht zuletzt angesichts wachsender Polarisierung und Vereinsamung einen unverzichtbaren Beitrag. Dies stärkt unsere demokratischen Strukturen und bewahrt die kulturelle Souveränität. Beides ist unverzichtbar – auch für unsere Sicherheit und ökonomische Unabhängigkeit!“

Appell der deutschen Kinoverbände: Zukunftsprogramm Kino zur Sicherung des Kulturorts Kino fortführen

Die Verbände HDF KINO und AG Kino – Gilde appellieren gemeinsam an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, das Zukunftsprogramm Kino in der anstehenden Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2025 zu berücksichtigen und mit hinreichenden Mitteln auszustatten. Die Entscheidung über die Fortführung des wichtigsten Investitionsförderprogramms für Kinos in Deutschland wird auch über die Zukunft der flächendeckenden Kinovielfalt in Städten und auf dem Land und damit den Erfolg der Filmreform entscheiden.

Im Zuge des Auseinanderbrechens der Ampel-Koalition und der Nichtverabschiedung des Bundeshaushalts 2025 liegen beide Säulen der Kinoförderung auf Eis. Die Übereinkunft im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, den Kulturort Kino mit verlässlichen Förderprogrammen für Investitionen und kulturelle Vielfalt in Stadt und Land zu stärken, hat zu großer Erleichterung bei den Kinos geführt. Dies muss nun dringend umgesetzt werden. 
 
„Kinos sind das Fundament der Filmkultur – ohne sie fehlt dem deutschen Film sein Zuhause. Wer die heimische Filmbranche stärken will, muss auch in ihre Infrastruktur investieren. Das Zukunftsprogramm Kino hat gezeigt, wie wirkungsvoll eine gezielte Hilfe zur Selbsthilfe sein kann: Jeder investierte Euro stärkt nicht nur den Standort, sondern bringt die Menschen zurück ins Kino. Doch statt Verlässlichkeit gibt es jetzt eine Lücke im Haushaltsentwurf. Nur mit einem soliden Förderfundament von 40 Mio. Euro jährlich, können wir die Leinwände der Republik zum Leuchten bringen. Aus eigener Kraft, aber nicht im Alleingang“, betont Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des HDF KINO.
 
„Nach Monaten des Wartens brauchen die Kinos dringend Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Förderung. Es ist elementar, die akute Förderlücke zu schließen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kinos zu stärken und so die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen,“ unterstreicht Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde. „Denn verlieren wir den Kulturort Kino, verlieren wir nicht nur das Rückgrat der deutschen Filmwirtschaft, wir verlieren auch einen der wenigen verbliebenen kollektiven Räume in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmender Vereinsamung.“
 
Wie auch in anderen Bereichen geht es darum, die dringend erforderlichen Wachstumspotenziale freizusetzen. Das Zukunftsprogramm Kino ist hierfür der Schlüssel. Denn auch bei den Kinos sind Investitionen entscheidend für ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Die beiden Kinoverbände appellieren daher mit Nachdruck an die Bundestagsabgeordneten: Mit der Fortführung des Zukunftsprogramm Kino geht es um nicht weniger als den Erhalt und die Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur in Deutschland. Deshalb sollte das Programm ab 2026 verstetigt und mit einer substanziellen jährlichen Förderung ausgestattet werden. Die Bundesländer, die das Programm bislang kofinanzierten, stehen weiter bereit, das bewährte Erfolgsprogramm mitzutragen – diese Chance muss der Bund ergreifen.
 
Zum Zukunftsprogramm Kino
Seit 2020 hat sich das Zukunftsprogramm Kino als unverzichtbares Erfolgsmodell erwiesen, das maßgeblich zum Erhalt und zur Erholung der Kinolandschaft in und nach der Pandemie beigetragen hat. Die Kinos stehen weiter vor immensen Investitionen in Erhalt der Lichtspielhäuser sowie die digitale, technologische und ökologische Modernisierung. 
Deutlich wird der Investitionsdruck auch daran, dass die für 2024 bereitgestellten Mittel binnen weniger Sekunden ausgeschöpft werden. Auch die Mittel der Filmförderungsanstalt (FFA) sind regelmäßig deutlich überzeichnet. Zugleich beziffert eine FFA-Studie den jährlichen Investitionsbedarf der Kinos auf über 100 Millionen Euro.
 
Über die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
Die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. ist der Verband der Programmkinos und Filmkunsttheater in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von rund 370 Kinos mit über 800 Leinwänden in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Die Mitglieder der AG Kino setzen sich für die kulturelle Vielfalt im Kino und die Förderung des europäischen und deutschen Kinofilms ein. www.agkino.de
 
Über den HDF KINO e.V.
Der HDF KINO e.V. ist die zentrale Interessensgemeinschaft der Kinobetreibenden in Deutschland und vertritt deren Belange gegenüber Politik und Wirtschaft. Mit ca. 600 Mitgliedsunternehmen, die etwa 85 Prozent der deutschen Leinwände bespielen, repräsentieren wir ein breites Spektrum an Betriebstypen – von kleinen Lichtspielhäusern auf dem Land über Filmkunsttheater und mittelständische Kinos bis hin zu Multiplexen. Unser Ziel ist es, die Vielfalt und Qualität der deutschen Kinolandschaft zu stärken und Filmen eine optimale Auswertung auf der großen Leinwand zu ermöglichen.
Weitere Informationen über den HDF KINO e.V. finden Sie auch bei FacebookInstagramX und Linkedin
 

Bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort

Der Verband der Arthouse-Kinos AG Kino – Gilde begrüßt den Startschuss für eine Investitionsoffensive in die Kinos in Deutschland. „Der Start des Zukunftsprogramms Kino ist ein bedeutendes Signal für den Film- und Kinostandort Deutschland“, so der Verbandsvorsitzende Dr. Christian Bräuer. „Wir sind froh über dieses klare Bekenntnis zum Kulturort Kino und danken der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und den Kulturpolitiker*innen des Bundestages, dass sie dieses wichtige Programm nun realisiert haben.“

 

Aus Sicht des Verbandes ist das Förderprogramm nicht nur eine Investition in die Zukunft der Kinos, sondern auch in den Erfolg des deutschen Films. „Auch im digitalen Zeitalter sind die Kinos die Herzkammer eines Films. Hier erhalten sie Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Mehrwert. Dies begründet den Erfolg für die weiteren Auswertungsmedien.“ Erst jüngst hat eine Studie von Ernst & Young gezeigt, dass Filme, die vorher im Kino zu sehen waren, häufiger gestreamt werden. Filme wie SYSTEMSPRENGER oder TONI ERDMANN sind dafür augenfällige Beweise. „Gerade für unabhängige Filmemacher*innen ist der Start im Kino unverändert die beste Chance, ihre Werke einem breiten Publikum zu zeigen. Kinos bereichern damit nicht nur ihre Nachbarschaft, sondern stärken auch nachhaltig die filmkulturelle Vielfallt.“

 

Der Vorstand unterstützt die zweigleisige Ausrichtung auf Kinos in der Fläche sowie Filmtheater mit einem besonders vielfältigen Programm und einem hohen Anteil deutscher und europäischer Filme. „Mit dem Zukunftsprogramm Kino erkennt die Bundesregierung an, dass sowohl die kulturelle Grundversorgung im ländlichen Raum als auch die Sichtbarkeit von kulturell anspruchsvollen Filmen gleichermaßen wichtige gesellschaftliche Anliegen sind. Das freut uns natürlich sehr,“ ergänzt der Vorsitzende.

 

Mit dem Zukunftsprogramm Kino werden ab  09. März 2020 traditionelle Kinos in kleinen und mittleren Orten sowie Arthousekinos bei der Modernisierung durch die Bundesregierung unterstützt. „Dieses Programm wird der mittelständisch geprägten Kinolandschaft in Deutschland großen Schub verleihen. Wichtig ist allerdings, dass alle Bundesländer nun in gleicher Weise mitziehen, damit die Kinos endlich in die Lage versetzt werden, ihren Investitionsstau abzubauen,“ so Bräuer.

 

Der Verband setzt sich außerdem noch für ein korrespondierendes Förderprogramm für Kinodenkmäler ein, damit auch die Leuchttürme der Filmkultur erhalten bleiben. Die Förderhöchstgrenzen sind nicht auf die Größenordnungen dieser für den Kulturort Kino ikonographischen Bauwerke ausgelegt.