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65 Jahre Mauerbau: Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin

Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 16. August einen temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor, der mit einer Installation und Ausstellung an die Grenzabriegelung erinnert. Die S-Bahn-Strecke entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe verbindet das Programm am Brandenburger Tor mit der Gedenkstätte Berliner Mauer. Auf deren Geschichte machen ab sofort großflächige Plakate entlang der S-Bahn-Linie aufmerksam.

Am 12. August um 12 Uhr findet die Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt – mit Präsentation der großformatigen Installation und der Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März.
 
Die Teilung Berlins im Untergrund

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 verbinden entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte: das Brandenburger Tor und die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Geisterbahnhöfe an dieser Strecke, also geschlossene und streng bewachte Bahnhöfe in Ost-Berlin, durch die die S-Bahn ohne Halt durchfuhr, waren u. a. die Stationen Brandenburger Tor, Oranienburger Straße und Nordbahnhof. Der Bahnhof Friedrichstraße war ein Grenzbahnhof, an dem eine Einreise in die DDR möglich war und Grenzkontrollen stattfanden. Ab sofort wird mit Plakaten und großflächigen Hinweisen in diesen Stationen mittels QR-Code auf die Geschichte der früheren Grenz- und Geisterbahnhöfe und die Teilung Berlins im Untergrund aufmerksam gemacht. Mehr Informationen unter mauerbau65.berlin/bahnhöfe.

Stadtweites Programm vom 13. bis 16. August
So wirkt das Programm von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer bereits jetzt in die Stadt hinein und öffnet Räume für die Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer. Vom 13. bis 16. August findet in ganz Berlin ein umfangreiches Programm von zahlreichen Partner*innen statt, das Geschichte veranschaulicht und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, der Opfer gedenkt und unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung beleuchtet. Neben der Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor, gibt es auch zwei weitere Ausstellungstafeln an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof. Zudem finden an vielen weiteren Orten in Berlin Führungen, Konzerte, Gespräche und Lesungen zum Thema statt.

Pressekonferenz am 12. August, 12–13 Uhr am Brandenburger Tor
Wir laden Sie ein zur Pressekonferenz am Brandenburger Tor zur Präsentation des temporären Erinnerungsortes mit einer großformatigen Installation und Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März sowie der Vorstellung des stadtweiten Programms anlässlich des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus. 

Die 30 Meter lange und fast drei Meter hohe großformatige Installation vor dem Brandenburger Tor erinnert räumlich an die Berliner Mauer, ist aber ausdrücklich keine Rekonstruktion. Je nach Standpunkt der Betrachter*innen wirkt die Installation aufgrund des speziellen Materials transparent oder undurchdringlich. Sie erinnert damit an die Brutalität der einstigen Grenzabriegelung, gleichzeitig aber auch daran, dass sie die Stadt letztlich nicht dauerhaft spalten konnte. Zugleich regt sie zum Nachdenken über heutige Mauern und Grenzen an. Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. 

Pressekonferenz
Datum: Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit: 12:00–13:00 Uhr
Ort: Platz des 18. März, 10117 Berlin / Infopoint 65 Jahre Mauerbau

Es sprechen: 

  • Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin,
  • Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, 
  • Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin,
  • Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer und
  • Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Zum Ablauf:
 

11:45 Uhr: Öffnung Pressecounter / Presseakkreditierung
 
12:00–12:15 Uhr:nur für Fotograf*innen und Kamerateams*: 
Rundgang der oben genannten Sprecher*innen durch die Open-Air-Ausstellung und Besichtigung der Installation am Brandenburger Tor. 
*Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheits- und Platzgründen bei dem kurzen Rundgang nur Fotograf*innen und Kamerateams zugelassen sind. 

12:15 Uhr: Offizieller Fotocall / Beginn Pressekonferenz
Im Anschluss: Fragen, Fotos und Kurzinterviews

Vor Ort sind auch der Künstler Hubertus Hamm, der die Installation gestaltet hat, und die Zeitzeugin Renate Werwigk-Schneider, die nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen und einer Inhaftierung 1968 von der BRD freigekauft wurde. Beide stehen für Gespräche zur Verfügung.

ca. 12:45 Uhr: Ende Pressekonferenz

Bitte melden Sie sich bis 10. August unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Pressekontakt
Lisa Schmidt
l.schmidt@kulturprojekte.berlin
030-24749-797

Einladung zur Pressekonferenz und Programmveröffentlichung zu 65 Jahre Mauerbau

Aus Anlass des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August einen temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor sowie stadtweite Veranstaltungen. Das Programm ist jetzt online! Die Pressekonferenz findet am 12. August von 12.00 – 13.00 Uhr mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt.
 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Der 13. August 1961 war einer der dunkelsten Tage in der Geschichte unserer Stadt. Vor genau 65 Jahren riss der Bau der Berliner Mauer Familien auseinander, zerstörte Lebensentwürfe und sperrte Millionen Menschen in der SED-Diktatur ein. Am 13. August gedenken wir der Frauen, Männer und Kinder, die an dieser unmenschlichen Grenze ihr Leben verloren, weil sie sich nach nichts anderem als nach Freiheit sehnten. Ihr Schicksal mahnt uns, die Erinnerung lebendig zu halten – gerade für die jüngeren Generationen, die ein geeintes Berlin und ein freies Europa als selbstverständlich erleben. Es ist unsere Pflicht, jungen Menschen zu vermitteln, was das SED-Unrecht bedeutete und wie wichtig es ist, unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen.“
 
Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien: „Der 13. August erinnert uns an die Folgen der gewaltsamen Teilung Deutschlands. Der Bau der Berliner Mauer versetzte Millionen Menschen in eine Zeit der Angst und des Verlusts. Mit dem Programm zum 65. Jahrestag gedenken wir der Opfer und machen ihre Geschichte während der deutschen Teilung erfahrbar. Die geplanten Veranstaltungen führen Menschen dort zusammen, wo die Mauer einst Familien, Freunde und Nachbarn voneinander trennte. Dass heute Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern möglich sind, ist ein starkes Zeichen für die Kraft von Freiheit und Demokratie.“ 

Am Brandenburger Tor als zentralem Ort der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte entsteht mit der Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ und einer 30 Meter langen Installation, die auf die physische Präsenz der Grenzanlagen verweist, ein Raum für die Auseinandersetzung mit dem Mauerbau und dessen schwerwiegenden Folgen. Führungen, Gespräche mit Zeitzeug*innen und künstlerische Programmpunkte wie Konzerte von hackedepiciotto (Alexander Hacke und Danielle de Picciotto), Masha Qrella sowie Katharina Kollmann und der Chor der KulturMarktHalle eröffnen am Platz des 18. März unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und richten den Blick zugleich in die Gegenwart, indem Fragen nach Grenz- und Teilungsprozessen, nach Demokratie und Freiheit heute Betrachtung finden. Auch das Gedenken an die Opfer nimmt im Programm einen besonderen Platz ein. So wird in der Gedenkstätte Berliner Mauer am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung ausgerichtet.

Stadtweit laden Veranstaltungen dazu ein, sich mit der Geschichte zu befassen.
So setzt sich die Lesung aus dem Buch „Mauerpogo“ von Sonja M. Schultz mit Queerness, Punk und Widerstand in der DDR auseinander. Das vom Bundesarchiv veranstaltete Campus-Kino in der ehemaligen Stasi-Zentrale erzählt mit dem Dokumentarfilm „Tunnel der Freiheit“ die Fluchtgeschichte von 29 Ostberliner*innen. Diverse Führungs- und Live-Speaking-Angebote in der Bernauer Straße, im Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt, der Gedenkstätte Günter Litfin, der East Side Gallery und an weiteren Orten in der Stadt vermitteln unterschiedliche Blickwinkel und historische Aspekte der deutschen Teilung. In der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ in der Gedenkstätte Berliner Mauer befasst sich die Künstlerin Marie Jeschke mit Fluchtversuchen über die Ostsee. Die Lesung „140 Menschen – 140 Namen“ erinnert an die 140 Todesopfer an der Berliner Mauer. Im Erzählcafé der Berliner Landeszentrale für politische Bildung werden die Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu Zeiten der Berliner Mauer thematisiert. Das asisi Panorama ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit dem Leben an der Mauer und mit den Berliner Unterwelten geht es in einen erhaltenen Fluchttunnel, geführt von Zeitzeug*innen.
 
Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist jetzt online unter mauerbau65.berlin zu finden.

Pressekonferenz
Datum:          Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit:         12:00–13:00 Uhr
Ort:                Platz des 18. März, 10117 Berlin

Es sprechen Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin und Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Bitte melden Sie sich für die Pressekonferenz unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Kulturprojekte Berlin und Stiftung Berliner Mauer erinnern an 65 Jahre Mauerbau

Am 13. August 2026 jährt sich der Beginn des Berliner Mauerbaus zum 65. Mal. Aus diesem Anlass veranstalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August ein stadtweites Programm mit Open-Air-Ausstellung und Installation am Brandenburger Tor. Im Zentrum des Programms steht das Gedenken an die Opfer, die Veranschaulichung von Geschichte und die Frage nach Grenzregimen, Freiheit und demokratischen Werten, auch im Hier und Jetzt.


„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, sagte Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrats der DDR, heute vor 65 Jahren, am 15. Juni 1961 im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin. Doch kaum zwei Monate später, in den frühen Morgenstunden des 13. August, begann die SED, West-Berlin mit Stacheldraht und Barrikaden abzuriegeln. Mehr als 28 Jahre lang durchschnitt die Berliner Mauer den Stadtraum, trennte Familien, Freund*innen und Nachbar*innen. Die Mauer sicherte die Existenz der DDR und manifestierte die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Abriegelung.


Am Brandenburger Tor, einem zentralen Erinnerungsort der deutschen Geschichte, entsteht auf dem Platz des 18. März eine rund 30 Meter lange Installation, die die physische Präsenz der einstigen Grenzanlagen räumlich andeutet. Die Intervention spielt mit Transparenz, Blickachsen und Perspektivwechseln: Je nach Standpunkt wirkt sie durchlässig oder undurchdringlich und eröffnet so Momente der Irritation, der Orientierungslosigkeit, aber auch der Begegnung. Sie verweist auf die Brutalität der historischen Grenzziehung und lädt zugleich dazu ein, über heutige Formen von Mauern und Grenzen nachzudenken.

Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die mit der Teilung leben mussten, unter ihr litten und sie beobachteten, bildlich festhielten und den Auftrag hatten, sie zu überwachen. Die Ausstellung zeigt den oft ungläubigen Blick der frühen Jahre ebenso wie den touristischen und den journalistischen Blick auf das Bauwerk. Auch die Perspektive der DDR-Staatsmacht, die die Mauer rechtfertigte und streng kontrollierte, sowie die Sicht westlicher Einsatzkräfte werden sichtbar. Bild- und Textmodule vermitteln die Geschichte der Berliner Mauer und werden durch ein kostenfreies Programm mit Führungen, Gesprächen mit Zeitzeug*innen und künstlerischen Beiträgen ergänzt.


In der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße sowie an weiteren Orten in ganz Berlin, wie etwa dem Stasimuseum, Berliner Unterwelten und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, finden Veranstaltungen statt, die unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung eröffnen. Dabei stehen immer wieder die Geschichten und Biografien der 140 Todesopfer an der Berliner Mauer im Fokus. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 13. August in der Gedenkstätte statt. Außerdem gibt es in der Bernauer Straße Sonderführungen und Workshops sowie eine Sonderausstellung, die sich mit dem Thema Flucht aus der DDR über die Ostsee beschäftigt. 


Ein besonderes verbindendes Element des Programms ist die Sichtbarmachung der historischen Grenz- und Geisterbahnhöfe entlang der S‑Bahnlinie vom Brandenburger Tor über den Bahnhof Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße und zum Nordbahnhof. Mit großflächigen Hinweisen in den S-Bahnhöfen und Ausstellungstafeln am Bahnhof Friedrichstraße und am Nordbahnhof werden die Geschichten der Bahnhöfe neu erzählt. Die Strecke zwischen den zentralen Gedenkorten wird so zu einer Einladung, der Geschichte zu folgen und alltägliche Wege in ihrer historischen Dimension neu zu entdecken.

Weitere Informationen zum Programm unter mauerbau65.berlin.


Die Installation ist Teil des Projekts „65 Jahre Mauerbau“ von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ermöglicht durch Mittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der LOTTO-Stiftung Berlin. Hubertus Hamm wird bei diesem Projekt vertreten von art Next Level mit Unterstützung von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V.


Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor wird konzipiert und realisiert von Kulturprojekte Berlin, mit einer Ausstellung kuratiert von der Stiftung Berliner Mauer.

Foto:
„Einheiten der Nationalen Volksarmee, der Volkspolizei und der Betriebskampfgruppen, riegeln die Sektorengrenze ab. Szene am Brandenburger Tor.“, 13.08.1961 © akg-images

60 Jahre Mauerbau: Mauerfilme im Berliner Mauerpark

Heute in einer Woche, am 13. August, beginnt MAUERFILME, eine dreitägige Filmreihe anlässlich 60 Jahre Mauerbau im Amphitheater des Berliner Mauerparks. Am 13. August 1961 wurde in einer Nacht- und Nebelaktion mit dem Bau der ersten Barrikaden begonnen, die die Stadt 28 Jahre teilen sollte. Vom 13.-15. August widmet sich MAUERFILME in einem sorgfältig kuratierten Programm dem Thema Berliner Mauer und deutsch-deutsche Grenze. Gezeigt werden rund 75 Filme, Dokumentationen und Archivschnipsel aus Ost und West, darunter auch 20 Animations- und Kurzspielfilme aus jüngerer Zeit. Darüber hinaus gibt es Publikumsgespräche mit Filmemacher*innen, Zeitzeug*innen und Mauer-Expert*innen.

 

Das Festival, das vom Geschichtsbüro Müller veranstaltet wird, findet in Kooperation mit Kulturprojekte Berlinstatt. Es wird gefördert vom Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Eröffnet wird MAUERFILME am 13. August um 17 Uhr mit einem Talk mit Tom Sello, Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Moritz van Dülmen, Kulturprojekte Berlin, Regisseur Hans-Dieter Grabe, Fluchthelfer Dr. Burkhart Veigel und Stephan Müller, Geschichtsbüro Müller. Im Anschluss an das Gespräch werden kurze zeitge-nössische Dokumentarfilme und Nachrichtenbeiträge aus Ost und West gezeigt, darunter Hans-Dieter Grabes „Bernauer Straße 1 – 50 oder als uns die Haustür zugenagelt wurde“ (BRD, 1981). Hans-Dieter Grabe und Dr. Burkhart Veigel sprechen dann noch einmal über den Film und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

„Viele Berliner*innen haben die Teilung der Stadt selbst nicht mehr erlebt, es gibt immer weniger Zeitzeug*innen, die beides – Mauerbau und Mauerfall – erfahren haben“, so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin. „An einem historischen Ort wie dem Mauerpark ein so umfassendes Programm aus bekannten, aber auch selten gesehenen Zeitdokumenten zu zeigen, könnte passender nicht sein.“

 

Parallel dazu plant Kulturprojekte Berlin gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer anlässlich 60 Jahre Mauerbau vom 13.-15. August eine weitere Aktion, die in Kürze bekannt gegeben und von der Lotto Stiftung Berlin gefördert wird.

 

MAUERFILME verspricht mit seinem Filmprogramm seltene Einblicke in ein Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das mittlerweile länger zurückliegt als es andauerte. Das Programm beginnt am Freitag mit Filmbeiträgen aus der Zeit kurz vor dem Mauerbau und endet am Sonntag mit der Frage „Mauerfall – und dann?“. Dazwischen öffnet es den Blick auf Themen wie „Abriegelung 1961“, „Abhauen in den Westen“, „Maueralltag“, „Flucht & Schießbefehl“, „Horch, Guck & Greif“ und „Deutsch-Deutsche Grenze“.

 

Das vollständige Programm findet sich unter www.mauerbau.berlin

 

Der Zutritt zum Amphitheater im Mauerpark ist kostenfrei. Die Anzahl der Sitzplätze ist aufgrund der geltenden Corona-Regeln jedoch begrenzt. Die Veranstaltung findet unter den geltenden Regeln der Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt.