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DDV @ Filmfest München: KI, IP und Stoffentwicklung

In der anstehenden Ausgabe des Filmfest München zeigen die Drehbuchautor*innen und ihre Themen wieder Präsenz. Auf den Panels des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) im Rahmen der Beergarden Convention des Münchner Filmfests tauschen sich Autor*innen mit Expert*innen aus der Branche zu den Themen KI, IPs und Stoffentwicklung aus. Außerdem geht die Screenwriters‘ Lounge in München in ihre inzwischen dritte Ausgabe.

Panelveranstaltungen im Rahmen der Beergarden Convention:

DDV-Panel „Blackbox KI: Was macht KI mit meiner Geschichte, und wer entscheidet darüber?“ 

Am Sonntag, 29. Juni um 15.30 Uhr im Theatersaal des Amerikahauses

Sender und Produktionen fordern zunehmend KI-Rechte in Drehbuchverträgen, aber was geschieht damit? Das bleibt oft unklar. Wie werden die Geschichten verarbeitet? Welche Form von Transparenz ist nötig? Wer verantwortet welche Entscheidung? Welche KI-Nutzungen sind rechtlich, ethisch und ökonomisch problematisch? Das Panel bringt Autor*innen, Produzent*innen, Sender und KI-Expert*innen zusammen, um über die Zusammenarbeit mit KI zu diskutieren.
Moderation: Stefanie Eisenschenk (Drehbuchautorin, Vorstand DDV)
Speaker: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Stober (AI Lab, Otto von Guericke Universität Magdeburg), Rebecca Mahnkopf (Drehbuchautorin, Vorstand DDV), Jan Niklas Ries (AI Transformation Cockpit, RTL), Andreas Grün (SVP Digital Products & Automation, ZDF)

DDV-Panel „Alle IPs abgegrast – was nun?“
Am Montag, 30. Juni um 18.30 Uhr im Karolinensaal des Amerikahauses

Die „vorbestehende Marke“ schien in letzter Zeit unabdingbare Voraussetzung für ein Greenlight zur sein. Eine Strategie, die ihren Ursprung in der Absicherung hat. Sind das Ausverkaufstendenzen einer sterbenden Kreativ-Kultur? Verkümmert die Fähigkeit, das Potential von Originalstoffen zu erkennen? Ist das Publikum überhaupt noch für neue Erzählungen bereit? Was macht das mit dem Berufsbild des Drehbuchautors?

Moderation: Simon M. Schulz (Drehbuchautor, Vorstand DDV)
Speaker: Christian Becker (Produzent, Rat Pack Filmproduktion), Gerrit Hermans (Drehbuchautor, Vorstand DDV) und Kristina Löbbert (Head of Fiction bei Warner Bros)

FILMTALK: „Vom ersten Funken bis zur letzten Seite – Magie und Realität der Stoffentwicklung“ 
Am Dienstag, 01.07.2025 um 12:15 Uhr im Theatersaal des Amerikahaus

Das FILMFEST MÜNCHEN und der Deutsche Drehbuchverband (DDV) erkunden die Quellen von guten Stoffideen – ob gesellschaftliche Ereignisse, persönliche Anekdoten oder eine unerwartete Inspiration. Im Gespräch mit DDV-Vorstand Christian Lex geben Drehbuchautor*innen Einblicke in den kreativen Prozess und den langen Weg, der einen Geistesblitz zum Projekt werden lässt. 
Moderation: Christian Lex (Drehbuchautor, Vorstand DDV)

SCREENWRITERS‘ LOUNGE 
Am 28. und 29. Juni, jeweils von 14 bis 20 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1B, 80802 München

Das Refugium für Drehbuchschreibende – die Screenwriters’ Lounge – geht in ihr drittes Jahr und öffnet während des Filmfests München ihre Tore für alle Filmschaffenden und -interessierten zum Austausch, zu Drinks und zum Networking. Die Screenwriters‘ Lounge ist eine Veranstaltung des Deutschen Drehbuchverbands und wird vom FFF Bayern und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert. Sie findet in Kooperation mit Felix Bloch Erben und der Agentur Heppeler statt. 

Das Programm der Screenwriters‘ Lounge im Einzelnen:

Samstag, 28.06.2025

14.00-15.30 Uhr

Werkstattgespräch: Schrift und Schnitt – was Drehbuchautor*innen und Editor*innen voneinander lernen können 

Moderation: Nikolaus von Uthmann (Screenwriter & Übersetzer)

Speaker: Kyra Scheurer (Filmdramaturgin, künstl. Leitung EDIMOTION – Festival für Filmschnitt und Montagekunst), Carolina Zimmermann (Drehbuchautorin, Co-Autorin DAS LETZTE WORT, Lehrbeauftragte HFF München), Beatrice Babin (Filmeditorin, Professorin HFF München), Mike Marzuk (Editor u.a. für Caroline Link, Sönke Wortmann)

16.00-17.30 Uhr

Achtung: Autor*in am Set! – Von Leseproben bis Set-Besuchen: Wie Autor*innen Produktionen über das Drehbuch hinaus aufwerten (auf Englisch)

Moderation: Julian Adipura Witt (Screenwriter, Director) 

Speaker: Samuel Jefferson (Drehbuchautor KRANK BERLIN / Produzent / Mitbegründer BRAINS NARRATIVE STUDIO), Dennis Schanz (Produzent, Autor, Regisseur, SKYLINES/DOPPELHAUSHÄLFTE), Melina Natale (Drehbuchautorin, DDV, NIGHTIES)

Im Anschluss: Live-Table-Read mit dem Hauptcast der ZDFneo Comedyserie NIGHTIES.

18.00-19.30 Uhr

Kreativ mit KI? Wie können wir die neue Technologie für uns nutzen? Und wie wird sie bereits eingesetzt?

Moderation: Florian Vey (Drehbuchautor)

Speaker: Lukas Lankisch (Produzent, 3 MINUTEN, THE OTHER GIRL) Franziska Hansel (AI Ethics & Bias Officer @ Storybook Studios), Stefanie Eisenschenk (Drehbuchautorin, DDV)

Sonntag, 29.06.2025

14.00-15.30 Uhr

Legenden – Erfahrungen aus vier Jahrzehnten Drehbuchschreiben – ein Interview mit Michael Gutmann (Drehbuchautor, u. a. DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS, CRAZY, LICHTER, 23)

Moderation: Julian Heusler (Drehbuchautor DDV)

16.00-17.30 Uhr

Guilty Pleasures – Welche Geschichten brauchen wir heute? Und welche gucken wir heimlich zum Vergnügen? Ein vielschichtiges Gespräch über den dichten Dschungel aus Backlash, gesellschaftlichem Druck und polarisierenden Debatten. 

Speaker: Silke Eggert (Drehbuchautorin, NAKED), Sebastian Ladwig (Drehbuchautor NAKED, Autor bei Revolver), Simon M. Schulz (Drehbuchautor, ANNA – A Tale For TOMORROW, DDV)

Moderation: Marcus Seibert (Drehbuchautor, DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN)

18.00-19.30 Uhr 

Co-Writing-Pitch

Weitere Veranstaltungen mit Beiligung des DDV: 

TAKE ZERO – BVR / DDV Talent-Netzwerktreffen
Sonntag, 29. Juni, 11:00 bis 13:00 Uhr im Park-Café im alten Botanischen Garten

TAKE ZERO! Bevor die erste Klappe fällt, braucht es Begegnung, Verbindung und gemeinsame Ideen. 
In einem BINGO-Format laden BVR und DDV zum gemeinsamen Networking für Nachwuchs und aufstrebende Talente. Kein Zeitdruck, keine Runden – das Spiel ist Aufhänger für Gespräche und Türöffner zum Kennenlernen.

Das Netzwerk Film & Demokratie, bei dem sich der DDV engagiert, bietet zudem noch folgendes Panel an:

Wie wir Demokratie erzählen! 
Montag, 30. Juni 2025, 14:00 – 15:30 Uhr im Theatersaal im Amerikahaus 

Demokratie ist nicht selbstverständlich. Auch nicht im Film. Zwar wird im TV vom Leben in der Demokratie erzählt, aber wie demokratisch sind diese Geschichten wirklich? In dieser Runde sprechen wir über „demokratisches Storytelling“: Wie können wir – auch beiläufig – von Demokratie, ihren Werten und Herausforderungen erzählen und so Hoffnung und Lust machen, sie mitzugestalten? Gerade in dieser Zeit, in der die Demokratie immer stärker in Gefahr gerät.

Moderation: Karlotta Ehrenberg (Drehbuchautorin, Journalistin, DDV)

Speaker*innen: Henriette Lippold (Produzentin, UFA Mitte, Leipzig), Antonia Leyla Schmidt (Regisseurin und Drehbuchautorin, u.a. EUPHORIE, Filmfest München 2025 / Neues Deutsches Fernsehen), Dr. Herbert Schwaab (Fernsehwissenschaftler, Universität Regensburg), Ronja von Wurmb-Seibel (Journalistin, Filmemacherin und Autorin, u.a. von WIE WIR DIE WELT SEHEN)

Eine Akkreditierung ist nicht notwendig. Bitte hier anmelden!

www.drehbuchverband.de

Die Goldene Lola 2025 für das beste unverfilmte Drehbuch geht an Duc-Thi Bui und Duc Ngo Ngoc für „Ha-Neu / Berlin“ 

Im Namen der Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, wurde vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2025 für das beste unverfilmte Drehbuch an Duc-Thi Bui und Duc Ngo Ngoc für ihr Drehbuch „Ha-Neu / Berlin“ verliehen.

Im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) anlässlich der Berlinale ging die hochrangige Auszeichnung an ein mitreißendes und lebendig-humorvolles Drehbuch, das ausgehend von wahren Ereignissen und angereichert mit biographischen Elementen die Geschichte zweier Vietnamesen erzählt, zwischen denen sich eine Freundschaft entwickelt.


Zum Inhalt: Es beginnt als Mitfahrgelegenheit: Der illegal eingereiste Viet steigt beim Jurastudenten Nam ins Auto, und bis auf die vietnamesischen Wurzeln scheinen sie nichts zu teilen. Doch rasch entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Nam, der nur unfreiwillig zum 60. Geburtstag seines Vaters fährt und dem selbstbewussten, schillernden Viet. Sie führt über Zahnarzt-Abenteuer und ergreifende Geburtstagsreden zu einem selbstlosen Akt, der unbeabsichtigt in einem moralischen Dilemma mündet, das sich direkt auf das Publikum überträgt.


Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Mit dem Deutschen Drehbuchpreis honoriert die Bundesregierung das Drehbuchschreiben als eine der wichtigsten handwerklichen Grundlagen des Filmschaffens. Die kreativen Köpfe dahinter prägen mit ihren Geschichten unsere Filmkultur und spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Dabei kombinieren sie ihr Schreibtalent mit einer komplexen Vorstellungskraft und einem tiefen Verständnis für die Kunst der Leinwanderzählung. So ist es insbesondere den diesjährigen Gewinnern des Deutschen Drehbuchpreises gelungen, mit den sorgfältig ausgestalteten Charakteren ihrer Figuren eine besondere emotionale Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen. Zu diesem wunderbaren Erfolg gratuliere ich Duc-Thi Bui und Duc Ngo Ngoc herzlich.“


In Vertretung von Kulturstaatsministerin Claudia Roth übergab Dr. Andreas Görgen, Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Deutschen Drehbuchpreis 2025. 

Die Drehbuchautor*innen, Vorstände des DDV und Moderator*innen des Abends Melina Natale und Christian Lex ergänzen: „Krisenzeiten sind Erzählerzeiten. Wir schaffen mit unseren Geschichten die emotionalen Flächen, auf denen sich eine immer partikularere Welt wieder trifft, sich berühren lässt – Verständnis findet. Geschichten sind nichts anderes als geformte Konflikte. Drehbuchautor*innen können aus der Krise Schönes entstehen lassen.“

Der Deutsche Drehbuchpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Drehbuchautor*innen in Deutschland und wird seit 1988 verliehen. Mit dem Preis für das beste unverfilmte Drehbuch geht eine Prämie von 10.000 Euro einher. Darüber hinaus kann die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ein Preisgeld von je 5.000 Euro geht deshalb an Jakob Moritz Erwa, die mit ihrem Drehbuch „Die Akte Doms“ (nach dem Roman „FRANZ – Schwul unterm Hakenkreuz“ von Jürgen Pettinger) nominiert war, sowie an Niklas Pollmann und Emre Çakir für ihr Drehbuch „Rückkehr nach Riesa“ oder „Die Fremden“.

Die Entscheidungen über die Nominierungen und den Gewinner trifft eine unabhängige Fachjury, zu der in diesem Jahr die Drehbuchautor*innen Jan Braren und Elisabeth Burghardt, die Drehbuchagentin Elke Brand, die Film- und Buchautorin Karin Kaçi, der Schauspieler und Autor Toks Körner und Redakteur Roman Klink angehörten.


Zur Preisverleihung, eine gemeinsame Veranstaltung der Staatsministerin für Kultur und Medien und des DDV, kamen mehr als 800 Gäste in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, davon die meisten Autorinnen und Autoren und Vertreterinnen und Vertreter der Branche.


Die Band KAYAM, bestehend aus dem Geschwisterpaar Mike und Kim Rauss, sorgte mit seinem Falafel-Pop genannten Genre-Mix für die musikalischen Höhepunkte der Preisverleihung.
www.drehbuchverband.de

Goldene Lola 2024 für das beste unverfilmte Drehbuch geht an Sandra Schröder

Im Namen der Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, wurde heute vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2024 für das beste unverfilmte Drehbuch an Sandra Schröder für ihr Drehbuch „Als Bestie bin ich aufgewacht“ verliehen.

Im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) ging die hochrangige Auszeichnung an ein Drehbuch, das eine fesselnde Geschichte von den Beharrungskräften eines Kindes in feindlicher Erwachsenenwelt erzählt.

Zum Inhalt: Als ihre Mutter stirbt, ist Margo 14. Um der Unterbringung im Heim zu entgehen, lässt sie alles zurück und zieht zum Vater in eine namenlose Kleinstadt. Ein Fehler. Der Vater entpuppt sich als gefühlskalter, abweisender Mann. Aber Margo ist tough. Ihre wahren Gefühle verbirgt sie hinter Lakonie und großer Klappe. Sollen andere ihre Tränen vergießen. Am Vater, der seinen Lebensunterhalt mit illegalen Hundekämpfen bestreitet, der Hunde zu Bestien abrichtet, beißt sie sich dennoch die Zähne aus. Im verzweifelten Bemühen, die Liebe der einzigen verbliebenen Bezugsperson zu gewinnen, verwandelt sich Margo selbst in eine Bestie und geht zu weit.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Das Drehbuchschreiben ist ein solides Handwerk und ein kreativer Prozess zugleich. Damit beginnt jede filmkünstlerische Vision. Deshalb würdigt der Bund jedes Jahr mit dem Deutschen Drehbuchpreis talentierte Autorinnen und Autoren für ihre mutigen, phantasievollen Stoffe. Die anstehende Reform der Filmförderung wird daher auch im Bereich der Stoffentwicklung grundlegend erneuert, um noch bessere Rahmenbedingungen für Autorinnen und Autoren zu schaffen.“

In Vertretung von Kulturstaatsministerin Claudia Roth übergab MdB Michael Sacher den Deutschen Drehbuchpreis 2024.

Die Drehbuchautorinnen und Moderatorinnen des Abends Fitore Muzaqi und Stefanie Ren ergänzen: „Nach ziemlich exakt einem Jahr der Fusion der beiden Drehbuchverbände lässt sich sagen: die Autor*innenschaft ist deutlich gestärkt und geht die aktuellen Herausforderungen mit großem Selbstvertrauen an. Auch die nominierten Drehbücher sind ein kraftvoller Ausdruck selbstbewußter Autor*innen. Wir gratulieren allen Nominierten und insbesondere der Gewinnerin Sandra Schröder.“

Der Deutsche Drehbuchpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Drehbuchautor*innen in Deutschland und wird seit 1988 verliehen. Mit dem Preis für das beste unverfilmte Drehbuch geht eine Prämie von 10.000 Euro einher. Darüber hinaus kann die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ein Preisgeld von je 5.000 Euro geht deshalb an Petra Lüschow, die mit ihrem Drehbuch „Das Herz keine Mördergrube“ nominiert war, sowie an Uli Klingenschmidt für sein Drehbuch „Mama?“.

Der Jury gehörten in diesem Jahr die Drehbuchautor*innen Jan Braren und Elisabeth Burghardt, die Drehbuchagentin Elke Brand, die Film- und Buchautorin Karin Kaci, der Schauspieler und Autor Toks Körner und der Regisseur Edzard Onneken an. Zur Preisverleihung, eine gemeinsame Veranstaltung der Staatsministerin für Kultur und Medien und des DDV kamen mehr als 800 Gäste in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, davon die meisten Autorinnen und Autoren. Ätna, das Independent-Duo – Inéz Schaefer und Demian Kappenstein – aus Dresden begleitete als Music Act mit Electronica-Beats und kraftvollen Stimmen die Preisverleihung.

Screenwriters‘ Lounge 2024

Drehbuchautor*innen organisieren wieder Festival-Treffpunkt für Autor*innen und die Filmbranche

Nach dem großen Erfolg der ersten Screenwriters’ Lounge des Deutschen Drehbuchverbands anlässlich der Berlinale 2023 und weiteren Ablegern beim Kölner Seriencamp und dem Münchner Filmfest öffnet die SCREENWRITER’S LOUNGE 2024 wieder einen Raum, in dem Drehbuchautor*innen zusammen mit Kolleg*innen und Interessierten der Branche aktuelle Themen diskutieren, Tendenzen von morgen erkunden und die Liebe zum Schreiben feiern wollen. 

Vom 17.02.–19.02.24 lädt der DDV zu Panels, Snacks und Drinks in die Galerie des Vereins Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 10785 Berlin direkt gegenüber der Neuen Nationalgalerie.

Programm

◼︎ SAMSTAG, 17.02.2024

Jüdisches Filmfestival zu Gast bei der SWL – Erzählen jüdischer Figuren

Neue Narrative & Klimawandel: Erzählstrategien für jedes Genre

Und was kann diese KI nun wirklich?

◼︎ SONNTAG, 18.02.2024

Internationale Erfolge – Wenn Serien reisen

Schreiben im Kollektiv

Nix zu lachen – Über die Lage der deutschen Komödie

Co-Writing Pitch: Finde deinen Schreibpartner

 MONTAG, 19.02.2024

Fairness und Inklusion im Writers Room

Politisches Kino und Widerstand

www.screenwriterslounge.de

Öffnungszeiten: Samstag 17.02. 13:00 – 21:00, Sonntag 18.02. 13:00 – 22:00, Montag 19.02. 10:00 – 14:00

Klare Definitionen u.a. für Creator und Showrunner

Ohne Drehbuch kein Film – und keine Serie. Der Deutsche Drehbuchverband (DDV) veröffentlicht den Praxisleitfaden “AUTOR*INNEN IN SERIEN” und legt damit den Branchenstandard in Deutschland für Credits und Berufsbezeichnungen fest – auch für Creator und Showrunner. 

Der Deutsche Drehbuchverband (DDV) definiert im neuen Praxisleitfaden “AUTOR*INNEN IN SERIEN” neue Berufsfelder der Drehbuchautor*innen in der Serienentwicklung sowie -umsetzung und grenzt sie damit u. a. urheberrechtlich ab. 

Mit der Veröffentlichung des Praxisleitfadens liefert der DDV die überfällige Klärung und Definition für Begriffe, die aktuell in der Praxis der Serienentwicklung und -produktion unscharf verwendet werden. Dies schließt auch die korrekte Verwendung von Credits ein.

Unter Konsultation und Mitarbeit erfahrener Showrunner und Headwriter wurde dieser Praxisleitfaden über viele Monate von Kontrakt 18- und VDD-Mitgliedern gleichermaßen erarbeitet und wird nun vom Deutschen Drehbuchverband veröffentlicht. Entscheidend war dabei für alle Seiten der Austausch mit der Writers Guild of America (WGA) und der FSE (Federation of Screenwriters in Europe), um deutsche Gepflogenheiten den internationalen Standards anzugleichen und zukunftsfähig zu machen. 

Das vom DDV dem Leitfaden vorangestellte 10-Punkte-Papier fasst das wesentliche Prinzip zusammen: Im Zentrum der Serienentwicklung steht der/die schreibende Autor*in, der/die unterschiedliche Funktionen und Aufgaben übernehmen kann. Showrunner, Creator und Headwriter sind dabei Funktionen, die Drehbuchautor*innen vorbehalten bleiben. Wer Serien kreiert, tut dies schreibend. 

„Uns ging es darum, unterschiedliche Aufgaben und Funktionen von Drehbuchautor*innen in der modernen Serienproduktion möglichst genau zu beschreiben. Wir haben auf sehr umfassender Informationsbasis  gearbeitet und sehen unseren Praxisleitfaden als wegweisenden Branchenstandard, der nicht nur urheberrechtliche Abgrenzungen und damit Vergütungsfragen, sondern auch die Abläufe in der Stoffentwicklung sowie im Herstellungsprozess vereinfachen kann“, erläutert Marcus Seibert, geschäftsführender Vorstand des DDV. „Uns ist es wichtig, dass wir uns zwecks Konkurrenzfähigkeit an bestehenden internationalen Standards auf einem internationalen Markt orientieren. Das bezieht sich insbesondere auch auf die Credits wie created by oder executive producer.“

Das 10-Punkte-Papier des DDV finden Sie hier und den vollständigen Text des Praxisleitfadens AUTOR*INNEN IN SERIEN hier.

Über den DDV:

Der Deutsche Drehbuchverband e. V. (DDV) ist im Februar 2023 aus dem Zusammenschluss vom Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und Kontrakt 18 (K18) hervorgegangen und vertritt die Interessen der für Drehbuchautor*innen in allen Fragen der Film- und Medienpolitik, der Förderung, des Urheberrechts sowie der Verhandlung von Gemeinsamen Vergütungsregeln mit Verwertern und Auftraggebern. Der DDV setzt sich ein für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Autor*innen sowie für mehr Einfluss auf die Verwirklichung der erzählerischen Visionen auch im Herstellungsprozess. 

Mit über 600 Mitgliedern bildet der Verband eines der größten aktiven und solidarischen berufsspezifischen Netzwerke in der deutschen Filmbranche.  

Ohne Drehbuch kein Film und keine Serie.

Der Deutsche Drehbuchverband (DDV) wählt Vorstand

Während sich in Europa unter dem Druck der Branchenumbrüche viele Kreativverbände zersplittern, haben sich die Drehbuchautorinnen und -autoren Deutschlands in einem neuen Verband geschlossen versammelt und stehen bereit, die Zukunft zu gestalten.

Über 120 Mitglieder waren anwesend auf der historischen Mitgliederversammlung des VDD – jetzt Deutscher Drehbuchverband – am vergangenen Freitag in Berlin. In 30 Abstimmungs- punkten wurde auf der Versammlung mit formaler Strenge, aber auch mit viel Geduld und Diskussionsfreude eine umfassende Satzungsänderung beschlossen.

Daraus folgt u. a. die Umbenennung des Verbands in Deutscher Drehbuchverband e.V. (DDV) sowie die Aufnahme der als Kontrakt 18-Punkte bekannt gewordenen Forderungen in den Vereinszweck.

Im Rahmen der MV wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Den ersten Vorstand unter dem neuen Namen DDV bilden:

Christian Lex
Nicole Mosleh
Fitore Muzaqi
Simon M. Schulz
Marcus Seibert
Gabriele C. Sindler
Volker A. Zahn

Erstmals wurden im Drehbuchverband auch stellvertretende Vorstände gewählt. Diese sind:


Johannes Betz
Orkun Ertener
Geritt Hermans
Annette Hess
Dorothee Schön
Don Schubert
Thorsten Wettcke

Nie war die Nachfrage nach Werken von Drehbuchautorinnen und -autoren größer als heute. Die Bedeutung der Arbeit professioneller Erzählerinnen und Erzähler für Kino, TV und Streaming, insbesondere für die Serienproduktion sowie für innovative digitale Formate steht außer Frage. Ihr Berufsfeld erweitert sich rasant genauso wie die Nutzung ihrer Werke. Umso mehr Verantwortung kommt dem neu aufgestellten Drehbuchverband mit über 600 Mitgliedern als der zentralen Berufsvertretung der Drehbuchautorinnen und -autoren in Deutschland zu.

Der DDV-Vorstand verbindet Vorstandserfahrung aus K18 und VDD, professionelle Etablierung und Erfolg mit der wichtigen Nachwuchsperspektive auf die Branche und steht somit zugleich für Kontinuität und Aufbruch.

Wir freuen uns, dass mit der Wahl der stellvertretenden Vorstände darüber hinaus für spezifische Themenfelder die besondere Kompetenz weiterer erfolgreicher Drehbuch- autorinnen und -autoren zur Verfügung steht.

Von den bisherigen Vorständen waren Sebastian Andrae und Peter Henning als geschäfts- führende Vorstände und Katharina Amling als Vorstand in NRW nach langjähriger Vorstands- tätigkeit nicht erneut zur Wahl angetreten. Auch Regine Bielefeldt hat nach einer sehr wirkungsvollen Amtszeit nicht erneut kandidiert.

Die MV hat sie alle mit langanhaltenden stehenden Ovationen und mit viel Emotion verab- schiedet. Ihrem großen, ausdauernden Engagement und ihrer erfolgreichen Arbeit für den Verband gilt unser herzlicher Dank!

Den neu gewählten Vorständen wünschen wir den größtmöglichen Erfolg!