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65 Jahre Mauerbau: 150.000 Menschen besuchen temporären Erinnerungsort


Mit sehr großer Resonanz geht das von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer gestaltete Programm „65 Jahre Mauerbau“ zu Ende. Den temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor besuchten rund 150.000 Menschen. Außerdem luden über 80 Veranstaltungen in ganz Berlin zum gemeinsamen Gedenken ein.

Vom 13. bis 16. August war am Brandenburger Tor, in der Gedenkstätte Berliner Mauer und stadtweit ein Programm zu erleben, das die Geschichte des Mauerbaus und der deutschen Teilung veranschaulichte, der Opfer gedachte, aber auch die Gegenwart in den Blick nahm. Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor lud mit der Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und schaffte mit kostenfreien Führungen und Live-Speaking-Angeboten Momente des Austauschs und der Vermittlung. Zugleich bot die 30 Meter lange Installation, die an die Brutalität der Grenzziehung erinnert, aber auch mit Momenten der Durchlässigkeit spielt, einen Raum der Begegnung und der Reflexion. Beides fand sowohl bei Berliner*innen als auch bei einem internationalen Publikum großen Anklang. Dadurch entwickelte sich der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor insbesondere durch die aktive Beteiligung der Menschen selbst zu einem lebendigen Ort des Erinnerns.

In der Gedenkstätte Berliner Mauer wurde am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Berlin und des Bundes zum 65. Jahrestag des Mauerbaus veranstaltet und bot einen würdigen Rahmen für das Gedenken an die 140 Todesopfer. Auch darüber hinaus boten etwa die Lesungen der Biografien der Todesopfer Raum für das Innehalten und das Gedenken. Zugleich wurde durch die Stiftung Berliner Mauer, aber auch mit den stadtweiten Veranstaltungen diverser Partner*innen ein Programm gestaltet, das mit Ausstellungen, Gesprächen, Führungen, Lesungen, Kino und Konzerten ganz unterschiedliche Zugänge und auch Perspektiven vermittelte und durchweg sehr gut besucht war. Dank der vielen Partner*innen, den verschiedenen Orten und Veranstaltungsformaten wurde mit „65 Jahre Mauerbau“ eine Vielzahl an Menschen erreicht, wurden Räume für Austausch, Erinnerung und Reflexion gestaltet und das Gedenken in die Stadt getragen. 

Heute besteht die letzte Chance, Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor zu besichtigen. 

Weitere Informationen sind unter www.mauerbau65.berlin zu finden.

Pressefotos liegen hier zum Download bereit.

65 Jahre Mauerbau: Temporärer Erinnerungsort am Brandenburger Tor eröffnet


Pressekonferenz von 65 Jahre Mauerbau, v.l.n.r.: Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Wolfram Weimar, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin, Simone Leimbach, Leiterin Abteilung Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin, und Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin  –  © Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch, Installation: Hubertus Hamm

Mit dem morgigen 13. August jährt sich der Beginn des Berliner Mauerbaus zum 65. Mal. Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor mit großformatiger Installation und Open-Air-Ausstellung von Kulturprojekte Berlin und Stiftung Berliner Mauer wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, eröffnet. Das Programm, das Geschichte veranschaulicht, der Opfer gedenkt und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, ist vom 13. bis 16. August am Brandenburger Tor, in der Gedenkstätte Berliner Mauer und stadtweit zu erleben.

Brandenburger Tor
Am Brandenburger Tor entsteht ein temporärer Erinnerungsort, der mit einer Installation und einer Ausstellung den Bau der Berliner Mauer thematisiert und sich mit deren weitreichenden Folgen auseinandersetzt. Die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zeigt anhand historischer Fotografien verschiedene Perspektiven auf die Mauer. Die 30 Meter lange Installation erinnert an die Brutalität der Grenzziehung, wobei ihr besonderes Material auch Momente der Durchlässigkeit und der Begegnung ermöglicht und so einen Raum für Diskussion und Reflexion schafft. Führungen durch die Ausstellung, Gespräche mit Zeitzeug*innen und Konzerte ergänzen das kostenfreie Programm vor Ort.
 
Gedenkstätte Berliner Mauer
In der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße findet am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Berlin und des Bundes statt. Darüber hinaus veranstaltet die Stiftung Berliner Mauer ein vielfältiges Programm, das der Opfer gedenkt und Geschichte veranschaulicht: von der Lesung der Biografien aller Todesopfer an der Berliner Mauer und der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ der Künstlerin Marie Jeschke, die sich mit der Flucht aus der DDR über die Ostsee befasst, über Führungen durch das Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt bis hin zu Workshops für Kinder und Erwachsene im Aktionspavillon in der Bernauer Straße.

Stadtweites Programm
An vielen weiteren Orten in ganz Berlin laden Partner*innen zu Veranstaltungen ein: Im Tränenpalast werden Führungen durch die ehemalige Ausreisehalle am Grenzübergang Friedrichstraße angeboten. Bei Berliner Unterwelten e.V. geben ehemalige Fluchthelfer einen Einblick in einen originalen Fluchttunnel und berichten von ihren eigenen Erfahrungen. Im Open-Air-Kino in der Stasi-Zentrale läuft u. a. der Film „Zwei Leben“, der vom Doppelleben einer Stasi-Agentin handelt. Auch das Berlin Museum, die Charité, das asisi Panorama Berlin, das Stasi-Unterlagen-Archiv, der Lernort Keibelstraße und viele weitere Institutionen sind Teil des Programms.

Grenz- und Geisterbahnhöfe
Verbunden wird das Programm zwischen Brandenburger Tor und der Gedenkstätte Berliner Mauer durch die Geschichte der ehemaligen Grenz- und Geisterbahnhöfe. Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26, die heute beide Orte miteinander verbinden, passieren mit dem Brandenburger Tor, der Oranienburger Straße und dem Nordbahnhof drei ehemalige Geisterbahnhöfe sowie den Grenzbahnhof Friedrichstraße. Plakate und großflächige Hinweise verweisen auf der Strecke auf die Geschichte der Bahnhöfe und auf die Teilung Berlins im Untergrund. Außerdem geben Ausstellungsmodule an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof Einblicke in deren Geschichte. So wird die Strecke zwischen den zentralen Gedenkorten zu einer Einladung, der Geschichte zu folgen und alltägliche Wege innerhalb Berlins in ihrer historischen Dimension zu erkunden.

Das gesamte Programm ist unter www.mauerbau65.berlin zu finden.
 
Pressefotos liegen hier zum Download bereit.

65 Jahre Mauerbau: Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin

Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 16. August einen temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor, der mit einer Installation und Ausstellung an die Grenzabriegelung erinnert. Die S-Bahn-Strecke entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe verbindet das Programm am Brandenburger Tor mit der Gedenkstätte Berliner Mauer. Auf deren Geschichte machen ab sofort großflächige Plakate entlang der S-Bahn-Linie aufmerksam.

Am 12. August um 12 Uhr findet die Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt – mit Präsentation der großformatigen Installation und der Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März.
 
Die Teilung Berlins im Untergrund

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 verbinden entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte: das Brandenburger Tor und die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Geisterbahnhöfe an dieser Strecke, also geschlossene und streng bewachte Bahnhöfe in Ost-Berlin, durch die die S-Bahn ohne Halt durchfuhr, waren u. a. die Stationen Brandenburger Tor, Oranienburger Straße und Nordbahnhof. Der Bahnhof Friedrichstraße war ein Grenzbahnhof, an dem eine Einreise in die DDR möglich war und Grenzkontrollen stattfanden. Ab sofort wird mit Plakaten und großflächigen Hinweisen in diesen Stationen mittels QR-Code auf die Geschichte der früheren Grenz- und Geisterbahnhöfe und die Teilung Berlins im Untergrund aufmerksam gemacht. Mehr Informationen unter mauerbau65.berlin/bahnhöfe.

Stadtweites Programm vom 13. bis 16. August
So wirkt das Programm von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer bereits jetzt in die Stadt hinein und öffnet Räume für die Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer. Vom 13. bis 16. August findet in ganz Berlin ein umfangreiches Programm von zahlreichen Partner*innen statt, das Geschichte veranschaulicht und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, der Opfer gedenkt und unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung beleuchtet. Neben der Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor, gibt es auch zwei weitere Ausstellungstafeln an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof. Zudem finden an vielen weiteren Orten in Berlin Führungen, Konzerte, Gespräche und Lesungen zum Thema statt.

Pressekonferenz am 12. August, 12–13 Uhr am Brandenburger Tor
Wir laden Sie ein zur Pressekonferenz am Brandenburger Tor zur Präsentation des temporären Erinnerungsortes mit einer großformatigen Installation und Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März sowie der Vorstellung des stadtweiten Programms anlässlich des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus. 

Die 30 Meter lange und fast drei Meter hohe großformatige Installation vor dem Brandenburger Tor erinnert räumlich an die Berliner Mauer, ist aber ausdrücklich keine Rekonstruktion. Je nach Standpunkt der Betrachter*innen wirkt die Installation aufgrund des speziellen Materials transparent oder undurchdringlich. Sie erinnert damit an die Brutalität der einstigen Grenzabriegelung, gleichzeitig aber auch daran, dass sie die Stadt letztlich nicht dauerhaft spalten konnte. Zugleich regt sie zum Nachdenken über heutige Mauern und Grenzen an. Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. 

Pressekonferenz
Datum: Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit: 12:00–13:00 Uhr
Ort: Platz des 18. März, 10117 Berlin / Infopoint 65 Jahre Mauerbau

Es sprechen: 

  • Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin,
  • Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, 
  • Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin,
  • Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer und
  • Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Zum Ablauf:
 

11:45 Uhr: Öffnung Pressecounter / Presseakkreditierung
 
12:00–12:15 Uhr:nur für Fotograf*innen und Kamerateams*: 
Rundgang der oben genannten Sprecher*innen durch die Open-Air-Ausstellung und Besichtigung der Installation am Brandenburger Tor. 
*Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheits- und Platzgründen bei dem kurzen Rundgang nur Fotograf*innen und Kamerateams zugelassen sind. 

12:15 Uhr: Offizieller Fotocall / Beginn Pressekonferenz
Im Anschluss: Fragen, Fotos und Kurzinterviews

Vor Ort sind auch der Künstler Hubertus Hamm, der die Installation gestaltet hat, und die Zeitzeugin Renate Werwigk-Schneider, die nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen und einer Inhaftierung 1968 von der BRD freigekauft wurde. Beide stehen für Gespräche zur Verfügung.

ca. 12:45 Uhr: Ende Pressekonferenz

Bitte melden Sie sich bis 10. August unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Pressekontakt
Lisa Schmidt
l.schmidt@kulturprojekte.berlin
030-24749-797

Einladung zur Pressekonferenz und Programmveröffentlichung zu 65 Jahre Mauerbau

Aus Anlass des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August einen temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor sowie stadtweite Veranstaltungen. Das Programm ist jetzt online! Die Pressekonferenz findet am 12. August von 12.00 – 13.00 Uhr mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt.
 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Der 13. August 1961 war einer der dunkelsten Tage in der Geschichte unserer Stadt. Vor genau 65 Jahren riss der Bau der Berliner Mauer Familien auseinander, zerstörte Lebensentwürfe und sperrte Millionen Menschen in der SED-Diktatur ein. Am 13. August gedenken wir der Frauen, Männer und Kinder, die an dieser unmenschlichen Grenze ihr Leben verloren, weil sie sich nach nichts anderem als nach Freiheit sehnten. Ihr Schicksal mahnt uns, die Erinnerung lebendig zu halten – gerade für die jüngeren Generationen, die ein geeintes Berlin und ein freies Europa als selbstverständlich erleben. Es ist unsere Pflicht, jungen Menschen zu vermitteln, was das SED-Unrecht bedeutete und wie wichtig es ist, unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen.“
 
Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien: „Der 13. August erinnert uns an die Folgen der gewaltsamen Teilung Deutschlands. Der Bau der Berliner Mauer versetzte Millionen Menschen in eine Zeit der Angst und des Verlusts. Mit dem Programm zum 65. Jahrestag gedenken wir der Opfer und machen ihre Geschichte während der deutschen Teilung erfahrbar. Die geplanten Veranstaltungen führen Menschen dort zusammen, wo die Mauer einst Familien, Freunde und Nachbarn voneinander trennte. Dass heute Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern möglich sind, ist ein starkes Zeichen für die Kraft von Freiheit und Demokratie.“ 

Am Brandenburger Tor als zentralem Ort der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte entsteht mit der Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ und einer 30 Meter langen Installation, die auf die physische Präsenz der Grenzanlagen verweist, ein Raum für die Auseinandersetzung mit dem Mauerbau und dessen schwerwiegenden Folgen. Führungen, Gespräche mit Zeitzeug*innen und künstlerische Programmpunkte wie Konzerte von hackedepiciotto (Alexander Hacke und Danielle de Picciotto), Masha Qrella sowie Katharina Kollmann und der Chor der KulturMarktHalle eröffnen am Platz des 18. März unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und richten den Blick zugleich in die Gegenwart, indem Fragen nach Grenz- und Teilungsprozessen, nach Demokratie und Freiheit heute Betrachtung finden. Auch das Gedenken an die Opfer nimmt im Programm einen besonderen Platz ein. So wird in der Gedenkstätte Berliner Mauer am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung ausgerichtet.

Stadtweit laden Veranstaltungen dazu ein, sich mit der Geschichte zu befassen.
So setzt sich die Lesung aus dem Buch „Mauerpogo“ von Sonja M. Schultz mit Queerness, Punk und Widerstand in der DDR auseinander. Das vom Bundesarchiv veranstaltete Campus-Kino in der ehemaligen Stasi-Zentrale erzählt mit dem Dokumentarfilm „Tunnel der Freiheit“ die Fluchtgeschichte von 29 Ostberliner*innen. Diverse Führungs- und Live-Speaking-Angebote in der Bernauer Straße, im Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt, der Gedenkstätte Günter Litfin, der East Side Gallery und an weiteren Orten in der Stadt vermitteln unterschiedliche Blickwinkel und historische Aspekte der deutschen Teilung. In der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ in der Gedenkstätte Berliner Mauer befasst sich die Künstlerin Marie Jeschke mit Fluchtversuchen über die Ostsee. Die Lesung „140 Menschen – 140 Namen“ erinnert an die 140 Todesopfer an der Berliner Mauer. Im Erzählcafé der Berliner Landeszentrale für politische Bildung werden die Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu Zeiten der Berliner Mauer thematisiert. Das asisi Panorama ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit dem Leben an der Mauer und mit den Berliner Unterwelten geht es in einen erhaltenen Fluchttunnel, geführt von Zeitzeug*innen.
 
Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist jetzt online unter mauerbau65.berlin zu finden.

Pressekonferenz
Datum:          Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit:         12:00–13:00 Uhr
Ort:                Platz des 18. März, 10117 Berlin

Es sprechen Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin und Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Bitte melden Sie sich für die Pressekonferenz unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Mauerspechte – Von der DMZ zur Berliner Mauer

Interaktive Erinnerungskultur: Goethe-Institut präsentiert Spiel zur Teilung Koreas und Deutschlands in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Am 17. Januar 2019 feierte das digitale Spiel „Mauerspechte – Von der DMZ zur Berliner Mauer“ in der Gedenkstätte Berliner Mauer vor geladenen Gästen aus Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik seine Premiere. 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer macht das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der süd-koreanischen Spieleentwicklerfirma Nolgong und der Stiftung Berliner Mauer das Thema Grenze und Teilung durch das Spiel interaktiv erlebbar. Zur Eröff-nung sprachen Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer und Bumgoo Jong, Botschafter der Republik Korea in Berlin. In einer Keynote von Çiğdem Uzunoğlu, Geschäfts-führerin der Stiftung Digitale Spielekultur ging es um das Potential digitaler Spiele als Kulturgut. Im Anschluss testeten die Gäste erstmals das Spiel, wo es bis zum 3. Februar 2019 in der Gedenkstätte für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Danach reist das Spiel weiter nach Südkorea, wo die entmilitarisierte Zone noch heute das Land trennt.

In seinem Grußwort betonte Johannes Ebert die Relevanz des Spiels für die deutsche und die koreanische Gedenkkultur: „Das politische Tauwetter zwischen Nordkorea und Südkorea weckt heute neues Interesse an den Themen Teilung und Wiedervereinigung. Themen, die vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen Deutschlands und Koreas unsere Länder immer verbunden haben. Ich freue mich deshalb, dass das Goethe-Institut Korea den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zum Anlass genommen hat, gemeinsam mit den Experten von Nolgong das digitale Spiel ,Mauer-spechte – von der Demilitarisierten Zone zur Berliner Mauer‘ zu entwickeln. Denn es ist wichtig, gerade bei der jungen Generation das Bewusstsein für die noch immer bestehende Teilung Koreas und die historischen Erfahrungen aus der überwundenen Teilung Deutschlands zu schärfen.“
Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer,unterstrich: „Geschichte muss lebendig gehalten werden, um das Bewusstsein für die eigene Identität zu schärfen. Hier leistet das Spiel einen wichtigen Beitrag, weil es die virtuelle und die spielerische Dimension mit dem tatsächlichen Erleben des Spielenden verbindet und Teilungsgeschichte kontextualisiert.

Das Erleben des Spielenden ist nicht virtuell: Entscheidend sind seine eigene Bewegungen und die Atmosphäre im Raum mit den anderen Spielenden.“

In ihrer Keynote „Digitale Spiele und kulturelle Bildung“ sprach die Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur Çiğdem Uzunoğlu anschließend über das Potenzial digitaler Spiele als Kulturgut und als Vermittler kultureller Bildung gerade bei jüngeren Generationen. Peter Lee, CEO der südkoreanischen Spieleentwicklerfirma Nolgong, gab eine Einführung in das Spiel und erläuterte die Rolle des Spiels aus koreanischer Sicht: „Grenzen existieren im realen Raum aber auch in den Köpfen der Menschen.Wenn wir es schaffen die Geschichte der Berliner Mauer und der DMZ als unsere eigene anzusehen, können wir uns auch anderen Mauern entgegenstellen. Wir wollen mit dem Spiel eine interaktive Erfahrung schaffen, in der die Spielenden hautnah erleben, welche Geschichten sich rund um die Mauern in Berlin und Korea zugetragen haben, aber vor allem auch, welche Verantwortung wir selbst für diese Mauern tragen.“

Im Anschluss an die Einführung sprach Hartmut Koschyk, Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums mit Jeong Se-hyun, Minister für Vereinigung a.D. der Republik Korea über seine Erfahrungen mit der Teilung Koreas und der DMZ. Danach hatte das Publikum die Gelegenheit das Spiel erstmals zu spielen. Ab dem 18. Januar bis zum 3. Februar 2019 ist es in der Gedenkstätte Berliner Mauer für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach dem Launch in Deutschland reist das Spiel weiter nach Südkorea. Dort feiert es am 24. Januar in der symbolträchtigen Dorasan Station seine koreanische Premiere. Der Spielort ist der letzte Bahnhof in der DMZ in Südkorea auf der Zugstrecke, die Nord- und Südkorea verbindet. Sie ist durch die Teilung unterbrochen. Nach der Premiere kann das Spielin der Seoul Citizens Hall (City Gallery) gespielt werden.

Über das Spiel
Während die Berliner Mauer 1989 im Zuge der friedlichen Revolution gefallen ist, existiert die DMZ, die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea, noch immer. Im Spiel schlüpfen die Spielerinnen und Spieler in einem gamifizierten Recherche- und Redaktionsvorgang in die Rolle von Journalistinnen und Journalisten, um eine Zeitung mit Nachrichten rund um die entmilitarisierte Zone in Korea und die Berliner Mauer zusammenzustellen. In einer App auf dem Smartphone oder einem Tablet suchen die Spielerinnen und Spieler allein oder in der Gruppe in Kategorien wie „Politik“, „Sport“ oder „Kultur“ nach interessanten Themen und puzzeln sich ihre Artikel aus Textbausteinen zusammen, die sie in einer Ausstellungsinstallation im realen Raum vorfinden. Je nach Komplexität des Artikels bekommen die Teilnehmenden verschieden hohe Punktzahlen, durch die sie in der Journalistenlaufbahn vom Praktikanten bis zum Chefredakteur aufsteigen. Bonuspunkte gibt es für koreanisch-deutsche Artikelpaare, die von Ähnlichkeiten aber auch Unterschieden in der Teilungsgeschichte der beiden Länder erzählen. Die verfassten Artikel werden per E-Mail an die Verfasserinnen und Verfasser geschickt und können an Freunde und Familie weitergeleitet werden.

„Mauerspechte – von der DMZ zur Berliner Mauer“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts Korea und Nolgong in Kooperation mit ARKO – Arts Council Korea. Mit fachlicher Unterstützung durch die Stiftung Berliner Mauer. 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.goethe.de/korea/mauerspechte

Mauerspechte – von der DMZ zur Berliner Mauer

Goethe-Institut Korea präsentiert interaktives Spiel zur Teilung Koreas und Deutschlands in der Gedenkstätte Berliner Mauer. Geteilte Geschichte erleben: Mit dem digitalen und interaktiven Spiel „Mauerspechte – Von der DMZ zur Berliner Mauer“ macht das Goethe-Institut Korea mit seinem Partner Nolgong das Thema Grenze interaktiv erlebbar. Der Launch des Spiels erfolgt am 17. Januar 2019 im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer. Ab dem 18. Januar ist das Spiel dort bis Anfang Februar für die Öffentlichkeit zugänglich. Anschließend reist das Spiel weiter nach Südkorea, wo die entmilitarisierte Zone noch heute das Land trennt. 

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls in 2019 hat das Goethe-Institut Korea in Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Spieleentwicklerfirma Nolgong das digitale Spiel „Mauerspechte – Von der DMZ zur Berliner Mauer“ entwickelt. Fachlich unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung Berliner Mauer.

Während des Spiels schlüpfen die die Spielerinnen und Spieler in einem gamifizierten Recherche- und Redaktionsvorgang in die Rolle von Journalist*innen, um eine Zeitung mit Nachrichten rund um die entmilitarisierte Zone in Korea und die Berliner Mauer zusammenzustellen. In einer App auf dem Smartphone oder einem Tablet suchen die Spieler*innen allein oder in der Gruppe in Kategorien wie „Politik“, „Sport“ oder „Kultur“ nach interessanten Themen und puzzeln sich ihre Artikel aus Textbausteinen zusammen, die sie in einer Ausstellungsinstallation im realen Raum vorfinden. Je nach Komplexität des Artikels bekommen die Teilnehmenden verschieden hohe Punktzahlen, durch die sie in der Journalistenlaufbahn vom Praktikanten bis zum Chefredakteur aufsteigen können. Bonuspunkte gibt es für koreanisch-deutsche Artikelpaare, die von Ähnlichkeiten aber auch Unterschieden in der Teilungsgeschichte der beiden Länder erzählen. Die verfassten Artikel werden per E-Mail an die Verfasser*innen geschickt und können an interessierte Freunde und Familie weitergeleitet werden.

Der Launch des interaktiven Spiels findet am Donnerstag, 17. Januar 2019 in den Räumen der Gedenkstätte Berliner Mauer statt. Jeong Se-hyun, ehemaliger Wiedervereinigungsminister in Südkorea, diskutiert mit Hartmut Koschyk, Ehrenpräsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft in Deutschland e.V.. Ab dem 18. Januar bis zum 3. Februar 2019 kann „Mauerspechte – Von der DMZ zur Berliner Mauer“ auch von der Öffentlichkeit gespielt werden.

Am 24. Januar 2019 findet die koreanische Premiere des Spiels in der DMZ um die symbolträchtige Dorasan Station statt, dem letzten Bahnhof Südkoreas vor der Grenze.

Weitere Informationen (ab 21.12.2018): www.goethe.de/korea/mauerspechte

Pressekontakt:
SteinbrennerMüller Kommunikation
Dr. Kathrin Steinbrenner und Kristian Müller
+ (49) 30 – 4 737 2191 / 2192
mail@steinbrennermueller.de

Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Hannah Cuvalo
+ (49) 30 25906 471
hannah.cuvalo@goethe.de
www.goethe.de