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Die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch geht an Lena Liberta für „Auf einmal drüben“

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, verlieh heute Abend vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch an Lena Liberta für ihr Drehbuch zu dem Filmprojekt „Auf einmal drüben“.

Im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) anlässlich der Berlinale ging die hochrangige Auszeichnung an ein nach Meinung der Jury originelles, komisches und zu keinem Zeitpunkt belehrendes, anklagendes oder nostalgisches Drehbuch. Eine überzeugende Vorlage für einen generationsübergreifenden, mitreißenden Kinofilm, der zum Diskutieren einlädt.

Zum Inhalt: November 1989, der Mauerfall bringt nicht nur Freude: Für Paula, 10 Jahre alt, eine vorbildliche Pionierin und Musterschülerin, bricht eine Welt zusammen. Sie liebt ihre Schule, das rote Halstuch und vor allem die Chorproben mit ihrem Lieblingslehrer Frank Kreutzer. Über Nacht verliert sie die Orientierung und die Erwachsenen um sie herum taumeln zwischen Euphorie, Ratlosigkeit und Rückzug. Auch ihr Lehrer verliert die Balance, denn zwischen der Freude, endlich frei zu sein und zu sich zu stehen, ereilt ihn die dunkle Vergangenheit: War er ein Informant, um sich zu retten? Schließlich hilft ihnen die gemeinsame Musik, sich in der neuen Welt neu zu positionieren.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Zu ihrem wunderbaren Erfolg gratuliere ich Lena Liberta herzlich. Ein klug konzipiertes Drehbuch ist das Herzstück jeder erfolgreichen Filmproduktion. Erst entlang dieses Bauplans können Regisseure, Schauspieler und alle weiteren Gewerke einem Film Leben einhauchen. Mit dem Deutschen Drehbuchpreis unterstreicht der Bund seit Jahrzehnten die fundamentale Bedeutung des Drehbuchschreibens für die Qualität des deutschen Kinofilms.“

Die Drehbuchautor*innen, Vorstände des DDV und Moderator*innen des Abends Melina Natale und Christian Lex ergänzten: „Gerade in Zeiten, in denen die Welt von tiefen gesellschaftlichen Gräben durchzogen wird, braucht es Geschichten der Versöhnung. Lena Liberta sieht durch die Kinderaugen ihrer Protagonistin genau hin und zwingt uns, Klischees zu überdenken. Ein wunderschönes Beispiel dafür, was die Kraft von Drehbuchautor*innen in disruptiven Zeiten zu leisten vermag.“

Der Deutsche Drehbuchpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Drehbuchautor*innen in Deutschland und wird seit 1988 verliehen. Mit dem Preis für das beste unverfilmte Drehbuch geht eine Prämie von 10.000 Euro einher. Darüber hinaus kann die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ein Preisgeld von je 5.000 Euro geht deshalb an David Ungureit und Markus Dietrich, die mit Ihrem Drehbuch „Der zweite Stern von rechts“ nominiert waren, sowie an Claudia Schaefer für ihr Drehbuch „Kaschiert“.

Die Entscheidungen über die Nominierungen und den Gewinner trifft eine unabhängige Fachjury, zu der in diesem Jahr der Drehbuchautor Jan Braren, die Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen Brigitte Drodtloff und Edzard Onneken, die Drehbuchagentin Elke Brandsowie der Schauspieler und Autor Toks Körner gehörten. 

Zur Preisverleihung, eine gemeinsame Veranstaltung des Staatsministers für Kultur und Medien und des DDV, kamen mehr als 800 Gäste in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, davon die meisten Autorinnen und Autoren und Vertreterinnen und Vertreter der Branche.

Die australische und in Berlin lebende Singer-Songwriterin Kat Frankie sorgte mit ihren Liedern für die musikalischen Höhepunkte der Preisverleihung.

www.drehbuchverband.de

ICOM Deutschland Jahrestagung 2025 

– Programm mit Keynotes, Workshops und Symposien
– Ab sofort ist die Anmeldung möglich
– Exkursionen in Hamburger Museen stehen fest


Unter dem Titel „On Fire! Über die Kraft der Museen“ widmet sich die Jahrestagung von ICOM Deutschland der drängenden Frage, welche Kraft Museen heute entfalten können – und wie sie als vertrauensvolle Orte zur Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse beitragen können. Renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Museumsarbeit, Wissenschaft und Kulturpolitik werden ihre Perspektiven und Erfahrungen in Diskussionsrunden, Workshops und Mini-Symposien teilen. Die Tagung findet vom 3. bis 5. Dezember 2025 in enger Kooperation mit und im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich und das hochkarätige Programm mit internationalen Sprecherinnen und Sprechern ist online abrufbar.

Eröffnet wird die Tagung am Abend des 3. Dezember 2025 mit einer Auftaktveranstaltung mit kulturpolitischen Impulsen von Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, sowie Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Im Anschluss hält Prof. Dr. Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Eröffnungskeynote.

Bereits am Nachmittag, noch vor dem offiziellen Start, laden Hamburger Museen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu exklusiven Führungen durch ihre aktuellen Ausstellungen und Häuser. So das MARKK Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt mit der Ausstellung ‚Druckfrisch aus den Zwanzigern – Einblicke in Chinas Moderne’, die Deichtorhallen Hamburg mit den Ausstellungen ‚Huguette Caland. A Life in a few Lines’ und ‚Into the unseen. The Walther Collection‘, das Museum der Arbeit, das Altonaer Museum mit der Ausstellung ‚Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU‘ oder das Medizinhistorische Museum Hamburg, das die Entstehung der modernen Medizin beleuchtet und die Sonderausstellung zeigt ‚Lenins Tod. Eine Sektion‘.

Zu den Themen der Jahrestagung zählen unter anderem die Neupositionierung bestehender Bauten, das Museum als sozialer Raum für Begegnung sowie die Frage, welche Organisationsstrukturen in Museen Partizipation und Selbstwirksamkeit fördern. Als Sprecher*innen bestätigt sind u.a. Dr. Bruno Brulon Soares, University of St. Andrews, Danielle Kuijten, Director Imagine IC, Amsterdam (NL), Felix Krämer, Generaldirektor, NRW Forum, Prof. Steph Scholten, The Hunterian, London (UK), Dr. Mahret Ifeoma Kupka, Senior Kuratorin am Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt a. M. sowie Andrea Lissoni, Direktor Haus der Kunst München.

Welche Kraft können Museen heute entfalten? Die Themenschwerpunkte der Tagung:
 
DER GEBAUTE RAUM – Über die Neupositionierung im baulichen Bestand diskutiert, wie Museen in bestehenden Räumen inklusiv, divers und als partizipative Dritte Orte neu positioniert werden können, ohne umfangreiche Umbauten. Welche Ansätze ermöglichen eine sinnvolle Integration von Sammlungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und knapper Budgets?
 
Museen sind soziale Räume der Begegnung und Auseinandersetzung. Wirklich? DER SOZIALE RAUM – Empowering Museums nimmt den Dialog über demokratisierte Beteiligung, Machtverhältnisse und aktive Community-gestaltete Räume in den Fokus.
 
DINGE UND SINNE – Von sorgenden Objekten befasst sich mit der Frage, wie Objekte als Resonanzkörper wirken: Sie verändern sich durch Kontakt mit Menschen, und Bedeutungen entstehen im Dialog. Über ihre Materialität wecken sie Gefühle, fördern Community Building und verbinden materielles mit immateriellem Kulturerbe. Was passiert, wenn wir Objekten zuhören, statt sie zu besitzen?
 
MENSCHEN – Von kümmernden Strukturen: Museumsmitarbeitende sind intrinsisch motiviert, wünschen sich aber zugleich klare Regeln ohne starre Hierarchien. Was fördert Beteiligung, Selbstwirksamkeit und echte Teilhabe? Was ist nötig, damit Museen auch nach innen stärkend und motivierend wirken können?
 
Den Kern des Programms bilden traditionell die zahlreichen Workshops, Mini-Symposien, Diskussionsrunden und Meet-Ups – vor Ort oder virtuell –, deren häufig praxisnahe, teils aber auch experimentelle und visionäre Themensetzungen und Inhalte im Rahmen eines öffentlichen Aufrufs eingereicht wurden.
 
Traditionell sind auch wieder verschiedene Abendveranstaltungen geplant, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Austausch über die diskutierten Inhalte und zum Netzwerken einladen. Die Jahrestagung endet am 5. Dezember 2025 mit der Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland.
 
ICOM Deutschland Jahrestagung 2025: On fire! Über die Kraft der Museen I 03.-05. Dezember 2025 I MK&G Hamburg I #ICOMHamburg2025 #kraftdermuseen #ONFIRE
 
Weitere Informationen unter www.icom-deutschland.de.
Tickets für die ICOM Deutschland Jahrestagung sind unter https://icom-deutschland.de/tickets/erhältlich.
 
Pressekontakt für Presse-Akkreditierungen, Interviewanfragen, Pressematerial: 
SteinbrennerMüller Kommunikation: mail@steinbrennermueller.de I +49 30 47372192
Presse ICOM Deutschland: presse@icom-deutschland.de I+49 30 8431 8095
 
Über ICOM Deutschland 
ICOM Deutschland e.V. ist das deutsche Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates ICOM und mit mehr als 8.000 Mitgliedern die größte Organisation von Museen und Museumsfachleuten in Deutschland. Aktuelle Themen wie Fragen zur Dekolonisierung, Provenienzforschung, Museumsdefinition, zu Standards innerhalb der Museen etc. werden auf nationaler wie internationaler Ebenen mit den Mitgliedern diskutiert und als Orientierung angeboten.      

Über das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) 
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G), eines der wichtigsten Häuser für Gestaltung in Europa, bietet den idealen Rahmen, um sich mit der Gestaltung musealer Orte der Zukunft auseinanderzusetzen. Seine vielfältige Sammlung reicht 9.000 Jahre zurück und bis zur Gegenwart. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekte öffnen den Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung und hinterfragen die Gestaltung der Welt.