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65 Jahre Mauerbau: Temporärer Erinnerungsort am Brandenburger Tor eröffnet


Pressekonferenz von 65 Jahre Mauerbau, v.l.n.r.: Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Wolfram Weimar, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin, Simone Leimbach, Leiterin Abteilung Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin, und Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin  –  © Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch, Installation: Hubertus Hamm

Mit dem morgigen 13. August jährt sich der Beginn des Berliner Mauerbaus zum 65. Mal. Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor mit großformatiger Installation und Open-Air-Ausstellung von Kulturprojekte Berlin und Stiftung Berliner Mauer wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, eröffnet. Das Programm, das Geschichte veranschaulicht, der Opfer gedenkt und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, ist vom 13. bis 16. August am Brandenburger Tor, in der Gedenkstätte Berliner Mauer und stadtweit zu erleben.

Brandenburger Tor
Am Brandenburger Tor entsteht ein temporärer Erinnerungsort, der mit einer Installation und einer Ausstellung den Bau der Berliner Mauer thematisiert und sich mit deren weitreichenden Folgen auseinandersetzt. Die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zeigt anhand historischer Fotografien verschiedene Perspektiven auf die Mauer. Die 30 Meter lange Installation erinnert an die Brutalität der Grenzziehung, wobei ihr besonderes Material auch Momente der Durchlässigkeit und der Begegnung ermöglicht und so einen Raum für Diskussion und Reflexion schafft. Führungen durch die Ausstellung, Gespräche mit Zeitzeug*innen und Konzerte ergänzen das kostenfreie Programm vor Ort.
 
Gedenkstätte Berliner Mauer
In der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße findet am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Berlin und des Bundes statt. Darüber hinaus veranstaltet die Stiftung Berliner Mauer ein vielfältiges Programm, das der Opfer gedenkt und Geschichte veranschaulicht: von der Lesung der Biografien aller Todesopfer an der Berliner Mauer und der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ der Künstlerin Marie Jeschke, die sich mit der Flucht aus der DDR über die Ostsee befasst, über Führungen durch das Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt bis hin zu Workshops für Kinder und Erwachsene im Aktionspavillon in der Bernauer Straße.

Stadtweites Programm
An vielen weiteren Orten in ganz Berlin laden Partner*innen zu Veranstaltungen ein: Im Tränenpalast werden Führungen durch die ehemalige Ausreisehalle am Grenzübergang Friedrichstraße angeboten. Bei Berliner Unterwelten e.V. geben ehemalige Fluchthelfer einen Einblick in einen originalen Fluchttunnel und berichten von ihren eigenen Erfahrungen. Im Open-Air-Kino in der Stasi-Zentrale läuft u. a. der Film „Zwei Leben“, der vom Doppelleben einer Stasi-Agentin handelt. Auch das Berlin Museum, die Charité, das asisi Panorama Berlin, das Stasi-Unterlagen-Archiv, der Lernort Keibelstraße und viele weitere Institutionen sind Teil des Programms.

Grenz- und Geisterbahnhöfe
Verbunden wird das Programm zwischen Brandenburger Tor und der Gedenkstätte Berliner Mauer durch die Geschichte der ehemaligen Grenz- und Geisterbahnhöfe. Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26, die heute beide Orte miteinander verbinden, passieren mit dem Brandenburger Tor, der Oranienburger Straße und dem Nordbahnhof drei ehemalige Geisterbahnhöfe sowie den Grenzbahnhof Friedrichstraße. Plakate und großflächige Hinweise verweisen auf der Strecke auf die Geschichte der Bahnhöfe und auf die Teilung Berlins im Untergrund. Außerdem geben Ausstellungsmodule an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof Einblicke in deren Geschichte. So wird die Strecke zwischen den zentralen Gedenkorten zu einer Einladung, der Geschichte zu folgen und alltägliche Wege innerhalb Berlins in ihrer historischen Dimension zu erkunden.

Das gesamte Programm ist unter www.mauerbau65.berlin zu finden.
 
Pressefotos liegen hier zum Download bereit.

65 Jahre Mauerbau: Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin

Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 16. August einen temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor, der mit einer Installation und Ausstellung an die Grenzabriegelung erinnert. Die S-Bahn-Strecke entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe verbindet das Programm am Brandenburger Tor mit der Gedenkstätte Berliner Mauer. Auf deren Geschichte machen ab sofort großflächige Plakate entlang der S-Bahn-Linie aufmerksam.

Am 12. August um 12 Uhr findet die Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt – mit Präsentation der großformatigen Installation und der Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März.
 
Die Teilung Berlins im Untergrund

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 verbinden entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte: das Brandenburger Tor und die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Geisterbahnhöfe an dieser Strecke, also geschlossene und streng bewachte Bahnhöfe in Ost-Berlin, durch die die S-Bahn ohne Halt durchfuhr, waren u. a. die Stationen Brandenburger Tor, Oranienburger Straße und Nordbahnhof. Der Bahnhof Friedrichstraße war ein Grenzbahnhof, an dem eine Einreise in die DDR möglich war und Grenzkontrollen stattfanden. Ab sofort wird mit Plakaten und großflächigen Hinweisen in diesen Stationen mittels QR-Code auf die Geschichte der früheren Grenz- und Geisterbahnhöfe und die Teilung Berlins im Untergrund aufmerksam gemacht. Mehr Informationen unter mauerbau65.berlin/bahnhöfe.

Stadtweites Programm vom 13. bis 16. August
So wirkt das Programm von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer bereits jetzt in die Stadt hinein und öffnet Räume für die Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer. Vom 13. bis 16. August findet in ganz Berlin ein umfangreiches Programm von zahlreichen Partner*innen statt, das Geschichte veranschaulicht und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, der Opfer gedenkt und unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung beleuchtet. Neben der Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor, gibt es auch zwei weitere Ausstellungstafeln an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof. Zudem finden an vielen weiteren Orten in Berlin Führungen, Konzerte, Gespräche und Lesungen zum Thema statt.

Pressekonferenz am 12. August, 12–13 Uhr am Brandenburger Tor
Wir laden Sie ein zur Pressekonferenz am Brandenburger Tor zur Präsentation des temporären Erinnerungsortes mit einer großformatigen Installation und Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März sowie der Vorstellung des stadtweiten Programms anlässlich des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus. 

Die 30 Meter lange und fast drei Meter hohe großformatige Installation vor dem Brandenburger Tor erinnert räumlich an die Berliner Mauer, ist aber ausdrücklich keine Rekonstruktion. Je nach Standpunkt der Betrachter*innen wirkt die Installation aufgrund des speziellen Materials transparent oder undurchdringlich. Sie erinnert damit an die Brutalität der einstigen Grenzabriegelung, gleichzeitig aber auch daran, dass sie die Stadt letztlich nicht dauerhaft spalten konnte. Zugleich regt sie zum Nachdenken über heutige Mauern und Grenzen an. Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. 

Pressekonferenz
Datum: Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit: 12:00–13:00 Uhr
Ort: Platz des 18. März, 10117 Berlin / Infopoint 65 Jahre Mauerbau

Es sprechen: 

  • Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin,
  • Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, 
  • Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin,
  • Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer und
  • Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Zum Ablauf:
 

11:45 Uhr: Öffnung Pressecounter / Presseakkreditierung
 
12:00–12:15 Uhr:nur für Fotograf*innen und Kamerateams*: 
Rundgang der oben genannten Sprecher*innen durch die Open-Air-Ausstellung und Besichtigung der Installation am Brandenburger Tor. 
*Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheits- und Platzgründen bei dem kurzen Rundgang nur Fotograf*innen und Kamerateams zugelassen sind. 

12:15 Uhr: Offizieller Fotocall / Beginn Pressekonferenz
Im Anschluss: Fragen, Fotos und Kurzinterviews

Vor Ort sind auch der Künstler Hubertus Hamm, der die Installation gestaltet hat, und die Zeitzeugin Renate Werwigk-Schneider, die nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen und einer Inhaftierung 1968 von der BRD freigekauft wurde. Beide stehen für Gespräche zur Verfügung.

ca. 12:45 Uhr: Ende Pressekonferenz

Bitte melden Sie sich bis 10. August unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Pressekontakt
Lisa Schmidt
l.schmidt@kulturprojekte.berlin
030-24749-797

Einladung zur Pressekonferenz und Programmveröffentlichung zu 65 Jahre Mauerbau

Aus Anlass des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August einen temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor sowie stadtweite Veranstaltungen. Das Programm ist jetzt online! Die Pressekonferenz findet am 12. August von 12.00 – 13.00 Uhr mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt.
 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Der 13. August 1961 war einer der dunkelsten Tage in der Geschichte unserer Stadt. Vor genau 65 Jahren riss der Bau der Berliner Mauer Familien auseinander, zerstörte Lebensentwürfe und sperrte Millionen Menschen in der SED-Diktatur ein. Am 13. August gedenken wir der Frauen, Männer und Kinder, die an dieser unmenschlichen Grenze ihr Leben verloren, weil sie sich nach nichts anderem als nach Freiheit sehnten. Ihr Schicksal mahnt uns, die Erinnerung lebendig zu halten – gerade für die jüngeren Generationen, die ein geeintes Berlin und ein freies Europa als selbstverständlich erleben. Es ist unsere Pflicht, jungen Menschen zu vermitteln, was das SED-Unrecht bedeutete und wie wichtig es ist, unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen.“
 
Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien: „Der 13. August erinnert uns an die Folgen der gewaltsamen Teilung Deutschlands. Der Bau der Berliner Mauer versetzte Millionen Menschen in eine Zeit der Angst und des Verlusts. Mit dem Programm zum 65. Jahrestag gedenken wir der Opfer und machen ihre Geschichte während der deutschen Teilung erfahrbar. Die geplanten Veranstaltungen führen Menschen dort zusammen, wo die Mauer einst Familien, Freunde und Nachbarn voneinander trennte. Dass heute Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern möglich sind, ist ein starkes Zeichen für die Kraft von Freiheit und Demokratie.“ 

Am Brandenburger Tor als zentralem Ort der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte entsteht mit der Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ und einer 30 Meter langen Installation, die auf die physische Präsenz der Grenzanlagen verweist, ein Raum für die Auseinandersetzung mit dem Mauerbau und dessen schwerwiegenden Folgen. Führungen, Gespräche mit Zeitzeug*innen und künstlerische Programmpunkte wie Konzerte von hackedepiciotto (Alexander Hacke und Danielle de Picciotto), Masha Qrella sowie Katharina Kollmann und der Chor der KulturMarktHalle eröffnen am Platz des 18. März unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und richten den Blick zugleich in die Gegenwart, indem Fragen nach Grenz- und Teilungsprozessen, nach Demokratie und Freiheit heute Betrachtung finden. Auch das Gedenken an die Opfer nimmt im Programm einen besonderen Platz ein. So wird in der Gedenkstätte Berliner Mauer am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung ausgerichtet.

Stadtweit laden Veranstaltungen dazu ein, sich mit der Geschichte zu befassen.
So setzt sich die Lesung aus dem Buch „Mauerpogo“ von Sonja M. Schultz mit Queerness, Punk und Widerstand in der DDR auseinander. Das vom Bundesarchiv veranstaltete Campus-Kino in der ehemaligen Stasi-Zentrale erzählt mit dem Dokumentarfilm „Tunnel der Freiheit“ die Fluchtgeschichte von 29 Ostberliner*innen. Diverse Führungs- und Live-Speaking-Angebote in der Bernauer Straße, im Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt, der Gedenkstätte Günter Litfin, der East Side Gallery und an weiteren Orten in der Stadt vermitteln unterschiedliche Blickwinkel und historische Aspekte der deutschen Teilung. In der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ in der Gedenkstätte Berliner Mauer befasst sich die Künstlerin Marie Jeschke mit Fluchtversuchen über die Ostsee. Die Lesung „140 Menschen – 140 Namen“ erinnert an die 140 Todesopfer an der Berliner Mauer. Im Erzählcafé der Berliner Landeszentrale für politische Bildung werden die Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu Zeiten der Berliner Mauer thematisiert. Das asisi Panorama ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit dem Leben an der Mauer und mit den Berliner Unterwelten geht es in einen erhaltenen Fluchttunnel, geführt von Zeitzeug*innen.
 
Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist jetzt online unter mauerbau65.berlin zu finden.

Pressekonferenz
Datum:          Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit:         12:00–13:00 Uhr
Ort:                Platz des 18. März, 10117 Berlin

Es sprechen Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin und Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Bitte melden Sie sich für die Pressekonferenz unter pr@kulturprojekte.berlin an.

Die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch geht an Lena Liberta für „Auf einmal drüben“

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, verlieh heute Abend vor rund 800 Gästen die Goldene Lola 2026 für das beste unverfilmte Drehbuch an Lena Liberta für ihr Drehbuch zu dem Filmprojekt „Auf einmal drüben“.

Im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) anlässlich der Berlinale ging die hochrangige Auszeichnung an ein nach Meinung der Jury originelles, komisches und zu keinem Zeitpunkt belehrendes, anklagendes oder nostalgisches Drehbuch. Eine überzeugende Vorlage für einen generationsübergreifenden, mitreißenden Kinofilm, der zum Diskutieren einlädt.

Zum Inhalt: November 1989, der Mauerfall bringt nicht nur Freude: Für Paula, 10 Jahre alt, eine vorbildliche Pionierin und Musterschülerin, bricht eine Welt zusammen. Sie liebt ihre Schule, das rote Halstuch und vor allem die Chorproben mit ihrem Lieblingslehrer Frank Kreutzer. Über Nacht verliert sie die Orientierung und die Erwachsenen um sie herum taumeln zwischen Euphorie, Ratlosigkeit und Rückzug. Auch ihr Lehrer verliert die Balance, denn zwischen der Freude, endlich frei zu sein und zu sich zu stehen, ereilt ihn die dunkle Vergangenheit: War er ein Informant, um sich zu retten? Schließlich hilft ihnen die gemeinsame Musik, sich in der neuen Welt neu zu positionieren.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Zu ihrem wunderbaren Erfolg gratuliere ich Lena Liberta herzlich. Ein klug konzipiertes Drehbuch ist das Herzstück jeder erfolgreichen Filmproduktion. Erst entlang dieses Bauplans können Regisseure, Schauspieler und alle weiteren Gewerke einem Film Leben einhauchen. Mit dem Deutschen Drehbuchpreis unterstreicht der Bund seit Jahrzehnten die fundamentale Bedeutung des Drehbuchschreibens für die Qualität des deutschen Kinofilms.“

Die Drehbuchautor*innen, Vorstände des DDV und Moderator*innen des Abends Melina Natale und Christian Lex ergänzten: „Gerade in Zeiten, in denen die Welt von tiefen gesellschaftlichen Gräben durchzogen wird, braucht es Geschichten der Versöhnung. Lena Liberta sieht durch die Kinderaugen ihrer Protagonistin genau hin und zwingt uns, Klischees zu überdenken. Ein wunderschönes Beispiel dafür, was die Kraft von Drehbuchautor*innen in disruptiven Zeiten zu leisten vermag.“

Der Deutsche Drehbuchpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Drehbuchautor*innen in Deutschland und wird seit 1988 verliehen. Mit dem Preis für das beste unverfilmte Drehbuch geht eine Prämie von 10.000 Euro einher. Darüber hinaus kann die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Ein Preisgeld von je 5.000 Euro geht deshalb an David Ungureit und Markus Dietrich, die mit Ihrem Drehbuch „Der zweite Stern von rechts“ nominiert waren, sowie an Claudia Schaefer für ihr Drehbuch „Kaschiert“.

Die Entscheidungen über die Nominierungen und den Gewinner trifft eine unabhängige Fachjury, zu der in diesem Jahr der Drehbuchautor Jan Braren, die Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen Brigitte Drodtloff und Edzard Onneken, die Drehbuchagentin Elke Brandsowie der Schauspieler und Autor Toks Körner gehörten. 

Zur Preisverleihung, eine gemeinsame Veranstaltung des Staatsministers für Kultur und Medien und des DDV, kamen mehr als 800 Gäste in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, davon die meisten Autorinnen und Autoren und Vertreterinnen und Vertreter der Branche.

Die australische und in Berlin lebende Singer-Songwriterin Kat Frankie sorgte mit ihren Liedern für die musikalischen Höhepunkte der Preisverleihung.

www.drehbuchverband.de

ICOM Deutschland Jahrestagung 2025 

– Programm mit Keynotes, Workshops und Symposien
– Ab sofort ist die Anmeldung möglich
– Exkursionen in Hamburger Museen stehen fest


Unter dem Titel „On Fire! Über die Kraft der Museen“ widmet sich die Jahrestagung von ICOM Deutschland der drängenden Frage, welche Kraft Museen heute entfalten können – und wie sie als vertrauensvolle Orte zur Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse beitragen können. Renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Museumsarbeit, Wissenschaft und Kulturpolitik werden ihre Perspektiven und Erfahrungen in Diskussionsrunden, Workshops und Mini-Symposien teilen. Die Tagung findet vom 3. bis 5. Dezember 2025 in enger Kooperation mit und im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich und das hochkarätige Programm mit internationalen Sprecherinnen und Sprechern ist online abrufbar.

Eröffnet wird die Tagung am Abend des 3. Dezember 2025 mit einer Auftaktveranstaltung mit kulturpolitischen Impulsen von Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, sowie Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Im Anschluss hält Prof. Dr. Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Eröffnungskeynote.

Bereits am Nachmittag, noch vor dem offiziellen Start, laden Hamburger Museen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu exklusiven Führungen durch ihre aktuellen Ausstellungen und Häuser. So das MARKK Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt mit der Ausstellung ‚Druckfrisch aus den Zwanzigern – Einblicke in Chinas Moderne’, die Deichtorhallen Hamburg mit den Ausstellungen ‚Huguette Caland. A Life in a few Lines’ und ‚Into the unseen. The Walther Collection‘, das Museum der Arbeit, das Altonaer Museum mit der Ausstellung ‚Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU‘ oder das Medizinhistorische Museum Hamburg, das die Entstehung der modernen Medizin beleuchtet und die Sonderausstellung zeigt ‚Lenins Tod. Eine Sektion‘.

Zu den Themen der Jahrestagung zählen unter anderem die Neupositionierung bestehender Bauten, das Museum als sozialer Raum für Begegnung sowie die Frage, welche Organisationsstrukturen in Museen Partizipation und Selbstwirksamkeit fördern. Als Sprecher*innen bestätigt sind u.a. Dr. Bruno Brulon Soares, University of St. Andrews, Danielle Kuijten, Director Imagine IC, Amsterdam (NL), Felix Krämer, Generaldirektor, NRW Forum, Prof. Steph Scholten, The Hunterian, London (UK), Dr. Mahret Ifeoma Kupka, Senior Kuratorin am Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt a. M. sowie Andrea Lissoni, Direktor Haus der Kunst München.

Welche Kraft können Museen heute entfalten? Die Themenschwerpunkte der Tagung:
 
DER GEBAUTE RAUM – Über die Neupositionierung im baulichen Bestand diskutiert, wie Museen in bestehenden Räumen inklusiv, divers und als partizipative Dritte Orte neu positioniert werden können, ohne umfangreiche Umbauten. Welche Ansätze ermöglichen eine sinnvolle Integration von Sammlungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und knapper Budgets?
 
Museen sind soziale Räume der Begegnung und Auseinandersetzung. Wirklich? DER SOZIALE RAUM – Empowering Museums nimmt den Dialog über demokratisierte Beteiligung, Machtverhältnisse und aktive Community-gestaltete Räume in den Fokus.
 
DINGE UND SINNE – Von sorgenden Objekten befasst sich mit der Frage, wie Objekte als Resonanzkörper wirken: Sie verändern sich durch Kontakt mit Menschen, und Bedeutungen entstehen im Dialog. Über ihre Materialität wecken sie Gefühle, fördern Community Building und verbinden materielles mit immateriellem Kulturerbe. Was passiert, wenn wir Objekten zuhören, statt sie zu besitzen?
 
MENSCHEN – Von kümmernden Strukturen: Museumsmitarbeitende sind intrinsisch motiviert, wünschen sich aber zugleich klare Regeln ohne starre Hierarchien. Was fördert Beteiligung, Selbstwirksamkeit und echte Teilhabe? Was ist nötig, damit Museen auch nach innen stärkend und motivierend wirken können?
 
Den Kern des Programms bilden traditionell die zahlreichen Workshops, Mini-Symposien, Diskussionsrunden und Meet-Ups – vor Ort oder virtuell –, deren häufig praxisnahe, teils aber auch experimentelle und visionäre Themensetzungen und Inhalte im Rahmen eines öffentlichen Aufrufs eingereicht wurden.
 
Traditionell sind auch wieder verschiedene Abendveranstaltungen geplant, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Austausch über die diskutierten Inhalte und zum Netzwerken einladen. Die Jahrestagung endet am 5. Dezember 2025 mit der Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland.
 
ICOM Deutschland Jahrestagung 2025: On fire! Über die Kraft der Museen I 03.-05. Dezember 2025 I MK&G Hamburg I #ICOMHamburg2025 #kraftdermuseen #ONFIRE
 
Weitere Informationen unter www.icom-deutschland.de.
Tickets für die ICOM Deutschland Jahrestagung sind unter https://icom-deutschland.de/tickets/erhältlich.
 
Pressekontakt für Presse-Akkreditierungen, Interviewanfragen, Pressematerial: 
SteinbrennerMüller Kommunikation: mail@steinbrennermueller.de I +49 30 47372192
Presse ICOM Deutschland: presse@icom-deutschland.de I+49 30 8431 8095
 
Über ICOM Deutschland 
ICOM Deutschland e.V. ist das deutsche Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates ICOM und mit mehr als 8.000 Mitgliedern die größte Organisation von Museen und Museumsfachleuten in Deutschland. Aktuelle Themen wie Fragen zur Dekolonisierung, Provenienzforschung, Museumsdefinition, zu Standards innerhalb der Museen etc. werden auf nationaler wie internationaler Ebenen mit den Mitgliedern diskutiert und als Orientierung angeboten.      

Über das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) 
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G), eines der wichtigsten Häuser für Gestaltung in Europa, bietet den idealen Rahmen, um sich mit der Gestaltung musealer Orte der Zukunft auseinanderzusetzen. Seine vielfältige Sammlung reicht 9.000 Jahre zurück und bis zur Gegenwart. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekte öffnen den Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung und hinterfragen die Gestaltung der Welt.