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Seriesly Berlin wächst in Zahlen, Reichweite und Diskurs

Die dritte Ausgabe von Seriesly Berlin geht heute Abend zu Ende. Das Festival startete am Montag mit der Weltpremiere der deutsch-tschechischen Culture-Clash Comedy JOSSI im Rahmen der Seriesly Berlin Premieres (14.–17. September), bei denen 13 internationale Serien aus 11 Ländern präsentiert wurden – erstmals nicht nur im Fotografiska Berlin, sondern auch im CineStar Kino in der Kulturbrauerei. Mit mehr als 500 akkreditierten Branchenvertretern – ein Anstieg von über 25 Prozent gegenüber der letzten Ausgabe – ging die zweitägige Seriesly Berlin Conference (15.–16. September) im Fotografiska Berlin gestern erfolgreich zu Ende. Die Konferenz bot spannende Inhalte, wichtige Diskussionen und zahlreiche Gelegenheiten zum Networking. Im Fokus standen dabei die wachsende Creator-Economy im neuen Seriesly Creators-Track, neue Wege für europäische Koproduktionen, die Ergebnisse der europaweiten Stories at Risk-Konsultation (Ergebnisse hier herunterladen) sowie queere Repräsentation auf dem Bildschirm und der Aufstieg von Doku-Serien. Insgesamt wurden bei den Seriesly Berlin Pitches 18 herausragende internationale Serienprojekte vorgestellt, wobei Preise an Projekte aus dem Seriesly Berlin Co-Pro Pitch und dem Seriesly Berlin Writers’ Pitch vergeben wurden. In diesem Jahr wurde das Programm zudem um den neuen Vertical Drama & Short Form Series Pitch erweitert, der Projekten gewidmet ist, die sich mit dem Storytelling für vertikale und digitale Formate beschäftigen. www.serieslyberlin.com
 
Festivalleiter Dennis Ruh: „Das Wachstum, das wir bei der dritten Ausgabe verzeichnen können, und das deutlich gestiegene Interesse an der Teilnahme am Konferenzprogramm sind für uns ein sehr ermutigendes Zeichen. Wir haben über die konkreten Herausforderungen unserer Branche gesprochen – von der Finanzierung und europäischen Koproduktionen bis hin zur Medienpolitik – und dabei konkrete Beispiele und Ansätze ausgetauscht. Gleichzeitig ging es um Fragen, die über das unmittelbare Serienbusiness hinausweisen: um Druck auf künstlerischer Freiheit und demokratischen Werte, um Inklusion und Repräsentation sowie darum, wie Technologie und immersive Formate verändern, wie wir Storytelling betreiben und erleben. Mit ‚Seriesly Creators‘ haben wir den Dialog zudem um einen Teil der Branche erweitert, der sich mit enormer Geschwindigkeit entwickelt. Diese thematische Bandbreite ist uns wichtig: Seriesly Berlin soll aufgreifen, wohin sich unsere Branche bewegt, und zugleich Raum für Gespräche schaffen, die andernorts noch zu wenig stattfinden. Ich bin besonders dankbar allen gegenüber, die uns diese Gespräche anvertraut und den Mut aufgebracht haben, auf der Bühne offen über das Business, aber auch über sensible und mitunter schwierige Fragen zu sprechen. Und natürlich wäre all das ohne unsere Partner und Förderer nicht möglich, die an das glauben, was wir aufbauen, und uns ermöglichen, Seriesly Berlin auf sinnstiftende Weise weiterzuentwickeln.“
 
Helge Jürgens, Geschäftsführer New Media Föderung, Medienboard Berlin-Brandenburg: „Wir freuen uns, Seriesly Berlin als wichtige Branchenplattform für den internationalen Austausch und die Sichtbarkeit von Serien zu unterstützen. Vielen Dank an das gesamte Team von Seriesly Berlin für die gute Organisation und das tolle Programm – die spannenden Conference-Panels und Workshops und die beeindruckenden Pitches. Es ist wichtig, wie Angela Chan in ihrer Keynote sagte, dass in einer zunehmend von Technologie geprägten Welt das Geschichtenerzählen nicht verloren geht und der Mensch im Fokus bleibt. Außerdem haben wir uns über gleich zwei MBB-geförderte Serien bei Seriesly Berlin gefreut: CITY OF BLOOD, die neue Disney+ Eigenproduktion und CLANGOLD, die True Crime-Doku über den spektakulären Diebstahl einer 100 kg Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum als erste non-fiktionalen HBO-Eigenproduktion in Deutschland. Beide sind mit großer Resonanz im Publikum und in den Medien im Premierenprogramm vor Streamingstart exklusiv gezeigt worden.“

Seriesly Berlin Pitches: 18 Pitches, drei Auszeichnungen
 
Der Seriesly Berlin Co-Pro Pitch Award, dotiert mit Postproduktionsleistungen im Wert von 25.000 Euro von der CX Postproduction GmbH, ging an „THE MAN BEHIND A MASK“ (Originaltitel: „CILVĒKS MASKĀ“, Lettland) der Schöpferin Anna Kalnina, produziert von Serge Serpuhovs für Baltic Pine Films. Die Jury, bestehend aus der Creatorin und Autorin Fleur Winters (Big Blue), Michele Zatta (RAI Fiction), Laura Mae Harding (ZDF) und Jevgeni Supin (Zolba Productions), sagt:
„Eine fesselnde Geschichte über Macht und Verletzlichkeit, die in einem ungewöhnlichen Setting spielt und auf wahren Begebenheiten basiert. Mit Elementen des Spionagethrillers entsteht eine äußerst unterhaltsame Serie für ein internationales Publikum, die das Potenzial für mehrere Staffeln hat.“



Der mit 1.000 Euro dotierte Seriesly Berlin Writers’ Pitch Award ging an HANDS UP (USA/Deutschland) der Creator:innen und Autor:innen Neta Weiner, Samira Saraya und Michal Cooper Keren. Die Jury – bestehend aus der Autorin Anna Winger, der Regisseurin Mattie Do und der Agentin Silke Bacher – sagt:
„HANDS UP hat alle Zutaten für eine großartige Serie: einen klaren zentralen Konflikt, außergewöhnliche Charaktere und großartige Musik. Es ist ein perfektes Beispiel für eine hyperlokale Prämisse, die als Metapher dienen und ein Publikum auf der ganzen Welt ansprechen kann. Diese Geschichte zeigt uns, dass kreative Zusammenarbeit unmögliche Grenzen überbrücken und in unruhigen Zeiten einen Weg zum gegenseitigen Verständnis ebnen kann.“


Der SteinbrennerMüller Award, der ein deutschsprachiges Projekt aus beiden Pitches mit dem größten Potenzial für Erfolg beim Publikum auszeichnet, ging an ICH BIN GOTT (Deutschland) von der Creatorin Hanna Doose, produziert von Zorana Mušikić und Nicolas Chevaillier für Mayana Films. Der Preis umfasst ein Kommunikationskonzept im Wert von 2.000 Euro durch die Berliner PR-Agentur SteinbrennerMüller Kommunikation während der Produktionsphase. Die Jury – bestehend aus der Produzentin Lena Kraeber (Olga Film), Janine Friedrich (Leiterin Kommunikation, UFA) sowie dem Journalisten und Podcaster Jan Freitag – sagt:
„Die Prämisse ist ein ganz klares Versprechen für Unterhaltung. Worldbuilding im Naturschutzgebiet an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Gesellschaftliche Themen werden in I AM GOD durch die Überzeichnung leicht und zugleich relevant verpackt. Die geschlossene Welt bietet die Möglichkeit, Figuren zu erschaffen, die alle gesellschaftlichen Facetten abbilden und Identifikationsmöglichkeiten für ein breites Publikum bieten, verbunden mit jeder Menge Spaß. Über allem schwebt der drohende aufziehende Tornado, der alle First World Problems zunichte machen könnte.“


Fotos (c) William Veder

Stories at Risk: Neue Erkenntnisse zu kreativer Freiheit und kultureller Vielfalt in Europa
 
Stories at Risk, eine von Seriesly Berlin initiierte und vom Programm „Culture on Screen“ des Europarats unterstützte europäische Konsultations- und Think-Tank-Initiative, präsentierte und diskutierte bei Seriesly ihre Ergebnisse. Im Vorfeld waren 105 Fachleute der AV-Branche aus ganz Europa befragt und anschließend in vier Think-Tank-Sitzungen mit Rundfunkanstalten und Auftraggeber:innen zusammengebracht worden. Die Ergebnisse zeigen wachsende Bedenken hinsichtlich des strukturellen Drucks auf kreative Entscheidungen: Nur 8 % der Befragten sind zuversichtlich, dass das derzeitige Produktionsumfeld kreatives Risiko belohnt. Fast zwei Drittelgaben an, dass ein Projekt aufgrund von tatsächlichem oder erwartetem Widerstand, der über die übliche redaktionelle Zusammenarbeit hinausging, nicht weiterverfolgt wurde. Als häufigstes Hindernis nannten 64 % der Befragten Finanzierungsschwierigkeiten. Als zentrale Maßnahmen zur Stärkung der kreativen Freiheit und kulturellen Vielfalt identifizierten die Teilnehmenden eine unabhängigere Entwicklungsförderung, mehr Vertrauen in Kreative und das Publikum sowie ein umfassenderes Verständnis von Vielfalt. Dieses sollte nicht nur berücksichtigen, wer auf dem Bildschirm repräsentiert wird, sondern auch, wer Geschichten erzählen darf und wessen Perspektiven darin sichtbar werden. Der vollständige „Stories at Risk“-Bericht ist auf der Website von Seriesly Berlin verfügbar.
 
Internationale Stimmen auf der Seriesly Berlin Conference
 
Zu den internationalen und nationalen Referenten der Seriesly Berlin Conference gehörte Professorin Angela Chan (Royal Holloway), die die Opening Keynote „Back to Our Senses: Storytelling in an Age of Technology“ hielt, Jan Hendrik Becker Christian Beetz (beetz brothers film production), Sonia Ben Salah (Constantin Entertainment), Martichka Bozhilova (AGITPROP), Laura Caciauna (LEONINE C_), Dr. Frank Castenholz (BKM), Jennifer Dacqué (Waffel Media), Tobi De Graaff (Sky Studios), Jennifer Ebell (Fifth Season), Kaisa El Ramly (Drehbuchautorin und Regisseurin, „GETAWAYS & DREAMS“), Kai Fischer (Constantin Creators), Sophya Frohberg (Letterbox Filmproduktion), Thomas Gammeltoft (European Writers Club), Ulla Heikkilä (Regisseurin, „ATLANTIS PASILA“), Peter Hoffmann (YouTube), Irina Ignatiew-Lemke (European Film Promotion, Boxworks Media), Samuel Jefferson (Mitgestalter, „KRANK BERLIN“), Johannes Kagerer (Produktionsallianz), Alina Kemper (SPIO), Marina Klauser (Schöpferin, „THE ANGEL MAKER“), Jens Lapidus (Autor, BURDEN OF JUSTICE), Elena Lyubarskaya (Mitgestalterin, CITY OF BLOOD), Katrin Merkel (Serial Eyes), Milad Mesof (Künstler im Bereich generative KI, HOUSE OF DAVID), Britta Meyermann (Odeon Fiction), Dennis Ohm-Fickler (Forschungsleiter, Stories at Risk), Rahul Patel (Ampere Analysis), Tereza Polachová (Tschechisches Fernsehen), Anna Ramskogler-Witt (Doxumentale), Wero Rodowicz (Schöpferin, „BEACH SISTERS“), Anna Rohde-Seyfried (Beta Film), Dimitrij Schaad (Schöpfer, „JOSSI“), Jan Schipmann (Moderator, DIE DA OBEN!), Tobias Schiwek (We Are Era), Johannes Schmidbauer (Home of Talents), André Schubert (Calivision), David Semler (Schöpfer, FILTER), Frank Seyberth (ZDF), Nicolás Solar Lozier (Behind the Tree), Alessia Sonaglioni (Europarat), Beliban zu Stolberg (Red Pony), Jevgeni Supin (Zolba Productions), Matthieu Thollin (Mediawan International), Kjartan Thor Thordarson (Sagafilm), Anouk Vergé-Dépré (olympische Beachvolleyballerin, BEACH SISTERS), Kateryna Vyshnevska (Produzentin und internationale Drehbuchberaterin), Patrick Walters (A24), Jesse Whittock (Deadline), Fleur Winters (Big Blue), Henrik Wittmann (LEONINE C_) und Michele Zatta (RAI Fiction).
 
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg. Kulinarische Partner sind Night Kitchen und EVE. CUPRA City Garage Berlin ist Eventpartner.
Medienpartner ist Deadline.

www.serieslyberlin.com

Pressefotos von Seriesly Berlin finden Sie hier.
 
Seriesly Creators wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

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18 internationale Serienprojekte für die Seriesly Berlin Pitches 2026 ausgewählt

Von True-Crime-Fällen in Australien und deutschen Neonazis bis hin zu einer guten Fee als Therapeutin und „Vertical Romcoms“: 18 internationale Serienprojekte für die Seriesly Berlin Pitches 2026 ausgewählt.
 
Berlin, 20. August 2026. 18 herausragende internationale Serienprojekte wurden für die diesjährigen Seriesly Berlin Project Pitches im Rahmen der dritten Ausgabe von Seriesly Berlin (14.–17. September 2026) ausgewählt. Die Projekte werden am 15. und 16. September in der Fotografiska Berlin bei der Seriesly Berlin Conference vorgestellt. Von Lettland und Irland über Deutschland und Europa hinweg bis hin nach Australien sowie Nord- und Südamerika – die ausgewählten Projekte beschäftigen sich mit Selbstverwirklichung, Identität, Freundschaft, Familie und verschiedenen Formen der Liebe sowie mit Geschichten, die in ganz unterschiedlichen lokalen Realitäten verwurzelt sind.
 
„Bei mehr als 250 Einreichungen war die diesjährige Auswahl alles andere als einfach“, sagt Dennis Ruh, Festivalleiter von Seriesly Berlin. „Besonders aufgefallen ist, wie stark sich viele der Projekte mit der Welt auseinandersetzen, in der wir gerade leben. Die Filmschaffenden reagieren auf politische und gesellschaftliche Realitäten, tun dies jedoch durch zutiefst persönliche Geschichten. Gleichzeitig steckt in der Auswahl viel Humor und Optimismus. Es sind sehr unterschiedliche Geschichten, mit dem Potenzial, weit über ihre Herkunftsorte hinaus Resonanz zu finden.“
 
Zum ersten Mal umfasst das Pitching-Programm drei verschiedene Kategorien, die unterschiedliche Entwicklungsstadien sowie die sich wandelnde Formate des seriellen Storytellings widerspiegeln. Am 15. September werden beim Seriesly Berlin Writers’ Pitch Projekte in frühen Entwicklungsphasen vorgestellt, während der Seriesly Berlin Co-Production Pitch weiter entwickelte Projekte präsentiert, an denen bereits Produktionsfirmen beteiligt sind und die nach Koproduzent:innen, Finanzierungen und internationalen Partner:innen suchen. Am 16. September findet erstmals der neue Vertical Drama Pitch statt, bei dem sich Projekte präsentieren, die Storytelling für vertikale und digitale Formate entwickeln.
 
Ausgewählte Kreative und Produzent:innen werden ihre Projekte einem internationalen Fachpublikum vorstellen. Produzent:innen, die nach neuen Projekten oder Koproduktionsmöglichkeiten suchen, sowie für Sender, Streamer, Vertriebe und Investor:innen, die neue Stimmen und vielversprechenden Serien suchen, können hier Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien entdecken, ihre Creator:innen persönlich kennenlernen und Teil des Projektes werden.

Seriesly Berlin Co-Production Pitch: Sieben Projekte auf der Suche nach internationalen Partner:innen
 
HAVE YOU SEEN SABINE? (Arbeitstitel, Australien/Deutschland), entwickelt von der australischen Produzentin Susan Schmidt und Avenue Road Productions, basiert auf der siebenjährigen Recherche der Autorin Virginia Peters zum Mord an einer deutschen Rucksacktouristin in Australien im Jahr 2005. 
ICH BIN GOTT (Deutschland) bringt die preisgekrönte deutsche Regisseurin Hanna Doose (STAUB AUF UNSEREN HERZEN, WANN KOMMST DU MEINE WUNDEN KÜSSEN?) mit den Produzentinnen Zorana Mušikić und May Odeh von Mayana Films (A USEFUL GHOST, Gewinner Grand Prize Cannes Critics‘ Week) zusammen. Das Projekt über ein spirituelles Festival an der deutsch-polnischen Grenze ist eine Ensemble-Dramedy über Heilung und Neuanfang. 
JOURNEY TO THE WEST(Deutschland/Tschechien/Slowakei) stammt vom tschechisch-vietnamesischen Filmemacher Dužan Duong, dessen Debütfilm SUMMER SCHOOL, 2001 den nationalen Filmpreis Český lev und den Preis der tschechischen Filmkritik für das beste Drehbuch gewann. Die Anthologie basiert auf mündlichen Überlieferungen der vietnamesischen Diaspora im ehemaligen Ostblock; ein tschechischer Sender ist an der gemeinsamen Entwicklung beteiligt.
SMALL DEATH IN LISBON (Portugal) basiert auf dem gleichnamigen Roman des britischen Autors Robert Wilson, der für sein Werk mit dem CWA Gold Dagger und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde. Produziert wird die Serie von SPi, dem Unternehmen hinter GLÓRIA, der ersten portugiesischen Netflix-Originalserie, und GLÓRIA-Schöpfer Pedro Lopes zählt zu den Drehbuchautor:innen. 
GEFALLENE (Arbeitstitel, Deutschland) ist ein Projekt der Autorin Janett Lederer, der preisgekrönten Regisseurin von MILCHZÄHNE, Sophia Bösch (IFFR Big Screen Competition 2024), sowie den Produzent:innen von OKSUPERDANKE, Linda Hartogs und Dominik Eder (DEAR BEAUTIFUL BELOVED, Locarno 2024 & Österreichischer Filmpreis 2025) über weibliche Freundschaft in einem katholischen Heim für unverheiratete schwangere Frauen im Jahr 1978. 
THE MAN BEHIND A MASK (Lettland) von Anna Kalniņa und dem Produzenten Serge Serpuhovs (Baltic Pine Films), das im Rahmen des MIDPOINT Series Launch entwickelt wurde, ist ein Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges über den lettischen Chirurgen Viktors Kalnbērzs, der Anfang der 1970er Jahre in Riga die erste geschlechtsangleichende Operation der Sowjetunion durchführte. 
VAMOS (Italien), eine Sport-Dramedy von Fabrizio Muscia, Berlinale Talents-Teilnehmer 2026 und Absolvent des American Film Institute, erzählt vom Aufstieg der Sportart Padel – mittlerweile weltweit von rund 38 Millionen Menschen gespielt – und einem alternden Tennisprofi, der Padel spielen muss, obwohl er die Sportart verabscheut.
 
Seriesly Berlin Writers’ Pitch: sieben originelle Projekte in der Frühphase
 
Bei BLACK VALLEY (Irland) arbeiten der irische Schauspieler und Autor Michael Patric (THE QUIET GIRL) der US-amerikanische Autor und Produzent Ted Sullivan (STAR TREK: DISCOVERY, RIVERDALE, SUPERGIRL) und Produzent Mairtín de Barra von Tailored Films (HOKUM, SXSW 2026) zusammen, um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem traumatisierten ehemaligen Army Ranger und einem Flüchtling aus Sierra Leone zu erzählen.
Zwei Projekte setzen sich mit der deutschen Rechtsextremismus-Szene auseinander: 
DAS URTEIL (Deutschland) von Ali Hakim (BONNIE & BONNIE), Max König und Sandra Müller, eine Koproduktion von Hakim + König Film und East Gate Filmproduction, der neuen hallensischen Tochtergesellschaft der ndF, handelt von einem Strafverteidiger in Chemnitz, der einen Fall übernimmt, bei dem die ganze Stadt bereits entschieden hat, wer schuldig ist. 
BASEBALLJÄGERJAHRE (Deutschland) des venezolanischen Drehbuchautors und ifs-Serial-Storytelling-Absolventen Jorge Patiño spielt mit dem deutschen Begriff „Baseballschlägerjahre“ und setzt sich mit rechtsextremer und rassistischer Gewalt in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung auseinander. Der Psychothriller über einen verdeckt schwulen Neonazi, der durch eine Vergewaltigung Vater wird, zieht eine Parallele zwischen der neonazistischen Gewalt von 1992 und der Online-Radikalisierung im Jahr 2022.
BLOODY BAY (Großbritannien) von der in London ansässigen Autorin und Produzentin Olga Rozanova (HOPE, nominiert für den Sundance Development Track) wurde im Rahmen des MIDPOINT Series Launch entwickelt und handelt von vier Menschen in den Fünfzigern, einem Neugeborenen, die mit einem brisanten Geheimnis gemeinsam an Bord eines Bootes festsitzen. 
DOGGY STYLE (Italien) ist eine mehrsprachige Mockumentary des deutschen Regisseurs, Drehbuchautors und Fotografen Marlon Rüberg (zu dessen visuellen Arbeiten Gucci, Alexander McQueen und die Regie der ZDF-Sendung STAY LIVE gehören) über acht Hundebesitzer, einen bedrohten Park und eine Revolution ohne qualifizierten Anführer. 
GOOD GODMOTHER (Serbien) von den Belgrader Animatoren Nick Strutinski und Kirill Semiletov, zeigt eine ehemals gute Fee in neuer Rolle: als Therapeutin für Märchenfiguren. Ihr Gegner: ein mafiöses Syndikat, das auf Magie und illegale Geschäfte baut. 
HANDS UP (USA) ist ein in Berlin angesiedeltes Musikdrama von Neta Weiner, Samira Saraya und der preisgekrönten Showrunnerin Michal Cooper Keren. Die Serie basiert auf der tatsächlichen Arbeit von Weiner und Saraya im jüdisch-arabischen Hip-Hop-Kollektiv System Ali und folgt einem israelischen Rapper und einer palästinensischen Sängerin, die unter wachsendem politischem Druck ihre Musik bewahren müssen.
 
Seriesly Berlin Vertical Drama Pitch: vier Projekte für das Handydisplay
 
DEEP FAKE (Frankreich) von der „Serial Eyes“-Absolventin Madeleine Féret-Fleury und Cédriane Fossat ist eine 30-teilige Rom-Com-Thriller-Serie über eine französisch-koreanische Influencerin, deren #30DatesIn30Days-Challenge eine unheimliche Wendung nimmt, als ein gefälschter Account ihre Identität übernimmt. 
EINFACH MA MACHEN (Deutschland) von Annekathrin Bach, Sophia Hein und Mirko Muhshoff – deren Mockumentary IRGENDWAS MIT MEDIEN für den Grimme-Preis 2024 nominiert war – schickt eine übermütige Influencerin in 20 rasanten, je 100 Sekunden langen Episoden in die Lokalpolitik. 
WHAT WE SEE (Deutschland) ist ein vertikaler Social-Media-Thriller der Berliner Journalistin und ehemaligen TV-Nachrichtenproducerin Kate Mar. In 50 Episoden verhandelt die Öffentlichkeit einen Todesfall im Netz – lange bevor die offiziellen Ermittlungen zu einem Ergebnis kommen. 
WORTH TO KNOW(Argentinien/Deutschland/Spanien) ist eine Komödie der in Berlin lebenden Argentinierin Elda Broglio und von Luz Orlando Brennan (THE STAR I LOST, beste Regie beim Chelsea Film Festival 2025). Die Serie folgt zwei neuen Stiefschwestern mit zwanzig Jahren Altersunterschied in 28 vierminütigen Episoden und verhandelt die heiklen Fragen zwischen ihnen.
 
Die Projekte des Writers Pitch und des CoProduction Pitch konkurrieren um den Seriesly Berlin Co-Production Pitch Award sowie den Seriesly Berlin Writers’ Pitch Award. Die Jurys bestehen unter anderem aus der Autorin Anna Winger (UNORTHODOX, TRANSATLANTIC), der Regisseurin Mattie Do (THE LONG WALK), der Agentin Silke Bacher (Homebase Künstleragentur) und der Produzentin Fleur Winter (THE CRASH, HEIRS OF THE NIGHT, DOME 16).
 
Im Rahmen einer neuen Partnerschaft mit Cine Chromatix erhält das Siegerprojekt des Co-Production Pitch einen Sachpreis im Wert von 25.000 Euro für Postproduktionsleistungen im Bereich Color Grading. Das Pitch-Programm wird in Zusammenarbeit mit dem European Writers Desk und dem Creative Europe MEDIA Desk organisiert.
 
Neben den allgemeinen Pitch-Preisen wird der SteinbrennerMüller-Preis erneut ein deutschsprachiges Projekt aus dem Co-Production Pitch und dem Writers’ Pitch auszeichnen, das nach Meinung der Jury das größte Potenzial hat, beim Publikum anzukommen. Die Preisträger erhalten jeweils ein Kommunikationskonzept der gleichnamigen Berliner PR-Agentur für die Produktionsphase im Wert von 2.000 €.
 
Eine Übersicht über alle 18 teilnehmenden Projekte finden Sie hier.

Die Akkreditierung ist ab sofort möglich unter: https://www.serieslyberlin.com/de/akkreditierung/
 
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg.
Medienpartner ist Deadline.

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achtung berlin Branchentage – Das Forum für die Berliner Filmbranche

Traditionell präsentieren die achtung berlin Branchentage im Rahmen des achtung berlin filmfestivals Einblicke in aktuelle Themen und Diskurse rund um das Filmschaffen. Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner:innen aus der Branche wie AG DOK, VSK, BFFS, Cinematographinnen oder WIFT Germany geht es in Talks, Masterclasses oder Case Studys um Schauspiel, Kameraarbeit, Szenografie oder um Inklusion und Female Rage bei der Inhalte Entwicklung. In einer Pitching Session stellen Film- und Serienschaffende ihre neuesten Film- und Serienideen vor. Zum ersten Mal dabei ist KOTTIWOOD mit einem Live Podcast und für den besten Filmpitch wird ebenfalls erstmalig der SteinbrennerMüller Award verliehen.

Die Veranstaltungen der achtung berlin Branchentage:
Donnerstag, 16.4. I 18:30 – 19:00 UHR Babylon Oval I KLAPPE AUF! Die BFFS-Talkreihe (mit Franz Müller, Regisseur von DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN)

Freitag, 17.4. I 13:00 – 15:30 UHR Grüner Salon I achtung berlin Filmpitch
Freitag, 17.4. I 18:30 – 19:00 UHR Babylon Oval I KLAPPE AUF! Die BFFS-Talkreihe (mit Ben Voit, Regisseur von GROPIUSSTADT SUPERNOVA)

Samstag, 18.4. I 14:00–15:30 UHR Grüner Salon I Masterclass Cinematography
Samstag, 18.4. I 18:30–19:00 UHR Babylon/Oval KLAPPE AUF! Die BFFS-Talkreihe (mit Ali Tamin, Regisseur von NOAH)

Sonntag, 19.4. I 15:30 – 17:30 UHR Grüner Salon I Case Study: Das verborgene Äußere
Sonntag, 19.4. I 18:00 – 19:30 UHR Grüner Salon I Audience Design für Dokumentarfilme
Sonntag, 19.4. I 18:30 – 19:00 UHR Babylon Oval I KLAPPE AUF! Die BFFS-Talkreihe (mit Jacqueline Jansen, Regisseurin von SECHSWOCHENAMT)
Sonntag, 19.4. I 19:30 – 20:30 UHR Babylon Kino 2 I „All inclusive?“ – Repräsentation von Behinderung im Film

Montag, 20.4. I 16:30 – 18:00 UHR Grüner Salon I Paneldiskussion: Breaking the Stigma
Montag, 20.4. I 18:30 – 22:00 UHR Grüner Salon I BFFS-Special – Talk & Get Together (mit Regisseur Cornelius Schwalm und Team von BERND – OPERATION GERMANENKIND)

Dienstag, 21.4. I 15:30 – 9:00 UHR Grüner Salon I Female Rage: Energiequelle, Erzählform, Akt der Solidarität
Dienstag, 21.4. I 19:00 – 22:00 UHR Grüner Salon I KOTTIWOOD – Live Podcast (mit Christina Große, Berfin Sönmez, Mo Issa und einem Überraschungsgast)

Ergänzend zu den Branchentagen des achtung berlin filmfestivals geben zahlreiche weitere Einzelveranstaltungen Gelegenheit, sich mit der Branche zu vernetzen und Filmemacher:innen zu treffen.

Samstag, 18.4. | ab 22:30 Uhr | Roadrunner’s Paradies: achtung berlin Festivalparty
Sonntag, 19.4. | ab 11:30 Uhr | Lichtblick-Kino: English Days Film + Brunch presented by Nadja Vancauwenberghe, provided by chez Michel
Sonntag, 19.4. | 15:00 – 17:00 Uhr | Lichtblick-Kino: Panel zur Retrospektive: »Der Nachhall der Baseballschlägerjahre«
Mittwoch, 22.4. | ab 22:30 Uhr | 8mm Bar: After Awards Party

https://achtungberlin.de/programm-branchentage-events/

Über das achtung berlin filmfestival:
Mit dem Fokus auf das Filmschaffen in der deutschen Hauptstadtregion hat sich das achtung berlin filmfestival zu einer unverwechselbaren Marke in der nationalen Festivallandschaft entwickelt und ist bei Filmprofessionals und Kinopublikum gleichermaßen geschätzt als Ort der filmischen Entdeckungen und des Austauschs mit Berliner Talenten. Jedes Jahr im April präsentiert das achtung berlin filmfestival rund 80 aktuelle Spiel-, Dokumentar-, Mittellange- und Kurzfilme sowie Serien, die entweder ganz oder teilweise mit einer in Berlin oder Brandenburg ansässigen Filmproduktion, einer/m Koproduzent:in oder Regisseur:in entstanden sind oder vor Ort in der Region Berlin-Brandenburg gedreht wurden: Etablierte Produktionen und Kinofilme haben hier ebenso ihren Platz wie Debütfilme, Abschlussarbeiten und kleine Fernsehspiele. Alle Spiel- und Dokumentarfilme der Wettbewerbe des achtung berlin filmfestival werden als Welt-, Deutschland- oder Berlin-Premieren noch vor ihrem offiziellen Kinostart präsentiert. Abgerundet wird das Filmfestival durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Pitches, Panels und Filmgesprächen.

Das achtung berlin filmfestival wird veranstaltet von achtung berlin e.V., gefördert von der Medienboard Berlin-Brandenburg. Die diesjährige Retrospektive wird gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin.

Weitere Infos unter https://achtungberlin.de

SteinbrennerMüller Award: Here come the winners!

Erstmals vergab die Berliner PR-Agentur SteinbrennerMüller Kommunikation den gleichnamigen Award im Rahmen des Festivals Seriesly Berlin (15.-18. September). Insgesamt 16 internationale Projekte nahmen an zwei Pitch-Sessions – Seriesly Berlin Writers‘ Pitch und Seriesly Berlin Co-Pro Pitch teil. Eine Jury zeichnete pro Session jeweils das beste deutschsprachige Projekt aus.


Der SteinbrennerMüller Award für das beste deutschsprachige Projekt beim Seriesly Berlin Writers‘ Pitch ging an „The State Operetta“ (Österreich) von Daniel Hoesl und Julia Niemann. Die Jury sagt: „ Wir sind der Meinung, dass das Politainment in Deutschland noch einmal eine Chance erhalten sollte. Und wenn es dann noch einen Schalko-Drive bekäme, dann wäre es unbedingt noch einen Versuch wert. Angesichts des allgemeinen Überdrusses an der heimischen Politik glauben wir, dass sich das Publikum mit Freude den Untiefen des Politikbetriebs eines anderen Landes widmen würde. Und dann auch noch Österreich, das Land von Ibiza, Benko und Sebastian Kurz. Besonders gefallen hat uns, dass sich The State Operetta mit Themen aus dem Hier und Jetzt befasst und keine Rückschau hält.“


Beim Seriesly Berlin Co-Pro Pitch ging der Preis an „The Last Family on Earth“ (Deutschland) von Elena Lyubarskaya. Die Jury sagt: „ Das Projekt ist eine apokalyptische Wunderkerze, die schon beim Pitch den Saal entfacht hat. Wenn die Macher:innen es schaffen, den Stoff gut zu animieren, ist es die beste Gelegenheit Desaster unterhaltsam, vergnüglich und auch bedeutsam zu erzählen. Wir freuen uns besonders auf den Prepper, dessen Mühen sich angesichts des Weltendes endlich auszahlen.“ Die Jury bestand aus den Produzentinnen Katja Bäuerle und Susanne Mann sowie Journalist Jan Freitag.


Beide Gewinner erhalten ein Kommunikationskonzept im Wert von 2.000 Euro von der Berliner PR-Agentur SteinbrennerMüller Kommunikation.