- SOLO SHOW von Julius Weigel ist Bester Spielfilm und erhielt Preise für Beste Regie und Beste Kamera Spielfilm
- ACTIVE VOCABULARY von Yulia Lokshina als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet
- LUISA von Julia Roesler mit Preisen für Bestes Drehbuch, Beste Produktion und Bestes Kostümbild. Celina Scharff erhielt zudem für ihr Spiel in LUISA den new berlin film award in der Kategorie Bestes Schauspiel
- Den Preis für Bestes Schauspiel erhielt auch Lana Cooper für ihre Rolle in DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN von Franz Müller
- Der Preis der Ökumenischen Jury ging an SECHSWOCHENAMT von Jacqueline Jansen. Katrin Sikoras SCHWARZE HÄUSER wurde von der Jury lobend erwähnt.
Die Preisträger:innen der new berlin film awards des 22. achtung berlin filmfestival stehen fest. Insgesamt wurden new berlin film awards in 14 Kategorien und in einem Gesamtwert von fast 30.000 € vergeben.
Der new berlin film award für Bester Spielfilm geht an SOLO SHOW von Julius Weigel. Julius Weigel wurde zudem für die Regie zum Film ausgezeichnet. Außerdem erhielt Kameramann Rafael Graf eine Auszeichnung für die Beste Kamera Spielfilm.
LUISA von Julia Roesler konnte vier new berlin film awards für ihren Spielfilm LUISA einsammeln: Bestes Drehbuch ging an die Autorinnen Silke Merzhäuser und Julia Roesler, die Produzenten des Films um Andrea Ufer und Gunter Hanfgarn (Hanfgarn & Ufer), Silke Merzhäuser, Julia Roesler und Insa Rudolph (werkgruppe2) sowie ZDF – Das kleine Fernsehspiel erhielten den new berlin film award für die Beste Produktion und Anna-Leena Rieger für das Beste Kostümbild. Schließlich erhielt Celina Scharff, die die Titelrolle trug, für ihr Spiel in LUISA den new berlin film award in der Kategorie Bestes Schauspiel. Der Preis fürBestes Schauspiel ging auch an Lana Cooper für ihr Spiel in DAS GLÜCK DER TÜCHTIGENvon Franz Müller.
Mit der Preisverleihung endete die diesjährige Ausgabe des achtung berlin filmfestival, das wichtigste Schaufenster des jungen deutschen Films aus Berlin-Brandenburg, das am 15. April 2026 startete. Das Festival zeigte in insgesamt acht Sektionen – Wettbewerb Spielfilm, Wettbewerb Dokumentarfilm, Wettbewerb Mittellanger Film, Wettbewerb Kurzfilm, die filmhistorische Retrospektive sowie die Sektionen Berlin Spotlights, Berlin Spezial und Berlin Series – über 80 Filme und Serienepisoden, davon zahlreiche Filme als Deutschland- oder Berlinpremieren noch vor ihrem Kino-, TV- oder Streamingstart. Die feierliche Preisverleihung fand am Abend im Kino Babylon statt.
„achtung berlin erfuhr in diesem Jahr eine großartige Resonanz, so wie wir sie uns wünschen mit dieser ganz speziellen Mischung aus filmbegeisterten Kinogänger:innen und der Berliner Filmbranche, darunter gleichermaßen die jungen Filmemacher:innen wie auch etablierte Filmschaffende. Auch die Arbeit und die Entscheidungen der Juries könnten uns nicht zufriedener stellen. Intensive und sehr ernsthafte Diskussionen in unseren sechs Juries spiegeln auch unseren Eindruck wider. Einerseits, dass es in diesem Jahrgang wunderbare Schauspielende zu entdecken gab, aber auch, dass viele junge Filmschaffende ihre eigene filmische Sprache gefunden haben, in großer Form- und Genrevielfalt bis in die Wettbewerbe für den mittellangen- und Kurzfilm hinein. Fast immer sehr mutig, innovativ und formbewusst, häufig auch divers und inklusiv. Und schließlich fiel auf, dass sich diese große Kunstfertigkeit bis in alle Gewerke erstreckt: Brillanz fand sich immer wieder auch beim Kostüm oder dem Szenenbild, bei der Kamera, beim Drehbuch oder der Montage. Wir sind gespannt, ob sich das Filmschaffen aus der Hauptstadtregion weiter so exzellent entwickeln wird und freuen uns auf die 23. Ausgabe.“ so die Festivalleiter:innen Regina Kräh und Sebastian Brose.
Das sind die Preisträger:innen:
Bester Spielfilm
dotiert mit einem Preisgeld von 2.000 € in bar, gestiftet von Ziegler Film.
SOLO SHOW
von Julius Weigel, Schweiz 2025 / Buch Julius Weigel, Julia Rose Gostynski
mit Konstantin Schumann, Adriana Möbius, Saladin Dellers, Reinhold G. Moritz, Katharina Hoffmann
Motor Productions, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
Bester Dokumentarfilm
dotiert mit einem Preisgeld von 1.000 € in bar, gestiftet von Shoot’n‘Post.
ACTIVE VOCABULARY
von Yulia Lokshina, Deutschland 2025
Yulia Lokshina, Oficina de Objetos Perdidos (Germany)
Beste Kamera Dokumentarfilm
dotiert mit einem Technikgutschein für die Anmietung von digitaler Kameratechnik für ein Filmprojekt im Wert von bis zu 2.500 €, einzulösen bei 25p *cine support.
Jacob Kohl für TASTE OF SALT
von Raaed Al Kour, Deutschland 2025
Viktor Schimpf Filmproduktion, Hochschule für Fernsehen und Film München
Bestes Drehbuch
dotiert mit einem Preisgeld von 1.500 € in bar, gestiftet vom Deutschen Drehbuchverband (DDV), Master School Drehbuch und einzelnen Drehbuchautor:innen.
Julia Roesler und Silke Merzhäuser für LUISA
von Julia Roesler, Deutschland 2025
mit Celina Scharff, Dennis Seidel, Trixi Strobe, Katharina Bromka, Peter Lohmeyer, Eva Löbau, Bernd Hölscher, Melanie Lux, Michael Schuhmacher, Martin Schnippa
Werkgruppe2 Filmproduktion, Hanfgarn & Ufer, ZDF – Das kleine Fernsehspiel
Verleih: Real Fiction
Beste Produktion
dotiert mit einem Postproduktionspreis für digitales Colorgrading inkl. professioneller Colorist:in im Wert von 5.000 €, gestiftet von und einzulösen bei PHAROS – The Post Group.
Andrea Ufer, Gunter Hanfgarn (Hanfgarn & Ufer), Silke Merzhäuser, Julia Roesler und Insa Rudolph (werkgruppe2) und ZDF – Das kleine Fernsehspiel für LUISA
Beste Regie
dotiert mit einem Postproduktionspreis für Tonbearbeitung oder Colorgrading im Wert von 5.000 €, gestiftet und einzulösen bei Basis Berlin Postproduktion
Julius Weigel für SOLO SHOW
Bestes Schauspiel
dotiert mit einem Preisgeld von 1.000 € in bar, das mit je 500 € an zwei Schauspieler:innen paritätisch vergeben wird, gestiftet von UCM.ONE / Darling Berlin.
Lana Cooper in DAS GLÜCK DER TÜCHTIGEN
von Franz Müller, Deutschland 2025 / Buch Franz Müller, Marcus Seibert
mit Katharina Derr, Alex Brendemühl, Leonidas Emre Pakkan, Lana Cooper, Marie-Lou Sellem
2Pilots Filmproduktion, Mizzi Stock Entertainment, WDR/arte
Verleih: Cologne Cine Collective
Celina Scherff in LUISA
Beste Kamera Spielfilm
Realisierung einer hochwertigen Filmeinstellung (»One Good Shot«) im Wert von bis zu 3.000 €, gestiftet von und einzulösen bei Arri Rental Berlin
Rafael Graf für SOLO SHOW
Bestes Szenenbild
dotiert mit 500 € in bar, gestiftet vom Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild (VSK), ergänzt durch den achtung berlin Freund:innenkreis
Martha Brenner und Felicitas Püls für BABYSTAR
von Joscha Bongard, Deutschland 2025 / Buch Nicole Rüthers, Joscha Bongard
mit Maja Bons, Bea Brocks, Liliom Lewald, Joy Ewulu, Maximilian Mundt, Verena Altenberger
LiseLotte Films, ZDF – Das kleine Fernsehspiel
Verleih: Across Nations
Bestes Kostümbild
dotiert mit 500 € in bar, gestiftet vom Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild (VSK), ergänzt durch den achtung berlin Freund:innenkreis
Anna-Leena Rieger für LUISA
Eine lobende Erwähnung der Jury erhielten Stephanie Zurstegge und Joan Besch für BABYSTAR
Bester mittellanger Film
dotiert mit einem Gutschein für eine Drehlocation im Wert von 5.000 €, gestiftet von Flatliners.
THE PLANT FROM THE CANARIES
von Ruan Lan-Xi, 66 min.
Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt EIN KLEINES JAGDLIED
von Leon Stanislawski, 29 min.
Bester Kurzfilm
dotiert mit einem Preisgeld von 600 € in bar, gestiftet von Shoot’n’Post.
Ex aequo
DER 6. SOMMER
von Rosa Lembeck und Paula Weber, 17 min.
MOTHER OF A SON
von Kevin Koch, 20 min.
Bester Dokumentarfilm mittellang | kurz
dotiert mit einer kostenlosen Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) für ein Jahr sowie der Teilnahme an zwei Seminaren der AG DOK Akademie im Wert von 600 €, gestiftet von der AG DOK.
VARIATIONS ON HOW TO FARM A CITY
von Mónica Martins Nunes in künstlerischer Zusammenarbeit mit Deniz Şimşek, 29 min.
Eine Lobende Erwähnung der Jury erhielt ICH ATME DIE GANZE ZEIT
von Rosa Gocht, 34 min.
Preis der Ökumenischen Jury
dotiert mit einem Preisgeld von 2.000 € in bar, gestiftet vom Erzbistum Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Für den Preis der Ökumenischen Jury waren sektionsübergreifend elf Langfilme nominiert.
SECHSWOCHENAMT
von Jacqueline Jansen, Deutschland 2025 / Buch Jacqueline Jansen
mit Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot, Suzanne Ziellenbach, Marc Fischer, Markus Forg-Thelen, Patrick Joswig, Julia Schmitt, Wolfgang Klein, Ulrike Marx, Bettina Kaminski, Nicole Marischka, Petra Welteroth, Petra Zembka
Filmweh Produktion
Verleih: Piffl Medien
Eine Lobende Erwähnung der Jury erhielt SCHWARZE HÄUSER
von Katrin Sikora, Deutschland 2026
Tondowski Films, ZDF-Das kleine Fernsehspiel
Breits an Freitag ging im Rahmen des achtung berlin Filmpitchs der SteinbrennerMüller Award, dotiert mit einem Kommunikationskonzept im Wert von 2.000 € an Ulrich Krischtan für den Pitch zu seinem Spielfilmprojekt BAUMARKT.
Das Festival dankt den Preisstifter:innen Ziegler Film, ARRI Rental Berlin, Basis Berlin Postproduktion, PHAROS – The Post Group, ucm.one, Deutscher Drehbuch Verband (DDV), Master School Drehbuch, Shoot’n’Post, SteinbrennerMüller Kommunikation, 25p *cine support, AG DOK, Flatliners, Erzbistum Berlin, EKBO.
Über das achtung berlin filmfestival:
Mit dem Fokus auf das Filmschaffen in der deutschen Hauptstadtregion hat sich das achtung berlin filmfestival zu einer unverwechselbaren Marke in der nationalen Festivallandschaft entwickelt und ist bei Filmprofessionals und Kinopublikum gleichermaßen geschätzt als Ort der filmischen Entdeckungen und des Austauschs mit Berliner Talenten. Jedes Jahr im April präsentiert das achtung berlin filmfestival rund 80 aktuelle Spiel-, Dokumentar-, Mittellange- und Kurzfilme sowie Serien, die entweder ganz oder teilweise mit einer in Berlin oder Brandenburg ansässigen Filmproduktion, einer/m Koproduzent:in oder Regisseur:in entstanden sind oder vor Ort in der Region Berlin-Brandenburg gedreht wurden: Etablierte Produktionen und Kinofilme haben hier ebenso ihren Platz wie Debütfilme, Abschlussarbeiten und kleine Fernsehspiele. Alle Spiel- und Dokumentarfilme der Wettbewerbe des achtung berlin filmfestival werden als Welt-, Deutschland- oder Berlin-Premieren noch vor ihrem offiziellen Kinostart präsentiert. Abgerundet wird das Filmfestival durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Pitches, Panels und Filmgesprächen.
Das achtung berlin filmfestival wird veranstaltet von achtung berlin e.V., gefördert von der Medienboard Berlin-Brandenburg. Die diesjährige Retrospektive wird gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin.
Weitere Infos: https://achtungberlin.de
