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Seriesly Berlin gibt das Konferenzprogramm 2026 bekannt

Wer zahlt? Wer gestaltet? Wer partnert? Wer entscheidet?

  • Reality Check zu Koproduktion und Förderung in Deutschland und Europa: Wie Finanzierungsdruck, grenzüberschreitende Partnerschaften und neue Rahmenbedingungen verändern, was entwickelt und produziert wird
  • Talks mit Schauspieler und Creator Dimitrij Schaad (JOSSI, KACKEN AN DER HAVEL), dem schwedischen Krimiautor und Strafverteidiger Jens Lapidus (BURDEN OF JUSTICE) sowie der olympischen Beachvolleyballerin Anouk Vergé-Dépré (BEACH SISTERS)
  • Exklusive First Looks: die isländisch-polnische Thrillerserie SIGNALS und GRAND HOTEL BY THE SEA, die ambitionierteste historische Dramaserie aus den Niederlanden
  • Stories at Risk: Die Ergebnisse der europaweiten Konsultation liegen vor

Das Programm der Seriesly Berlin Conference (15.–16. September 2026) ist nun online. Zwei Tage lang geht es in der Fotografiska Berlin in Podiumsdiskussionen, Fireside Chats, Workshops und Talks um die Fragen, die die Serienbranche derzeit bewegen: Wie lassen sich ambitionierte Serien weiterhin finanzieren, wer entscheidet, welche Geschichten erzählt werden, und was passiert, wenn die Creator-Economy eigene Unternehmen und Strukturen hervorbringt. Die Conference ist Teil der dritten Ausgabe von Seriesly Berlin (14.–17. September 2026). Die öffentlich zugänglichen Seriesly Berlin Premieres präsentieren dabei dreizehn Serien aus elf Ländern. Darüber hinaus wurden 18 herausragende internationale Serienprojekte für die drei Seriesly Berlin Pitch-Sessions ausgewählt: Co-Pro Pitches, Writers’ Pitches sowie den neuen Vertical Drama & Short Form Series Pitch. Hier können Sie sich für Seriesly Berlin akkreditieren. 

Conference und Premieres sind in diesem Jahr eng miteinander verzahnt: Zahlreiche Kreative, deren Serien bei Seriesly Berlin Premiere feiern, bringen ihre Arbeit auch auf die Konferenzbühne – darunter Dimitrij Schaad (JOSSI), Ulla Heikkilä (ATLANTIS PASILA), David Semler (FILTER), Marina Klauser (DER ENGELMACHER), Elena Lyubarskaya und Kim Zimmermann (CITY OF BLOOD), Jens Lapidus (BURDEN OF JUSTICE) sowie Wero Rodowicz (BEACH SISTERS).

„Der Cliffhanger steht sinnbildlich für den aktuellen Zustand der Serienbranche. Wie die Story in der nächsten Episode weitergeht, ist offen – wirtschaftlich, kreativ, technologisch und politisch“, sagt Festivaldirektor Dennis Ruh. „Doch diese Unsicherheit bedeutet nicht, dass wir einfach abwarten sollten. Unsere europaweite Konsultation zeigt deutlich, dass kreative Freiheit und der Mut zum Risiko unter Druck stehen. Und wenn wir mehr Vielfalt und Repräsentation wollen, braucht es dafür Engagement und strukturelle Veränderungen. Gleichzeitig verändern neue Partnerschaften, Technologien und Geschäftsmodelle die Art, wie wir Geschichten entwickeln, finanzieren und erzählen. Die nächsten Episoden sind möglicherweise noch nicht geschrieben – und wer sie unter welchen Bedingungen schreibt, ist eine der spannenden Fragen, die sich durch unser Konferenzprogramm zieht.“

Wer zahlt, wer kooperiert: Europas Realitätscheck bei Koproduktion und Förderung

Das Thema internationale Koproduktion zieht sich durch das gesamte Programm. Denn längst geht es nicht mehr nur darum, wo eine Serie produziert wird, sondern auch, mit wem sie entwickelt und realisiert werden kann. Co-Producing Europe – And What’s Germany’s Next Move?, in Partnerschaft mit der Produktionsallianz, widmet sich der Finanzierungsfrage. Die wirtschaftlichen Bundesfördermittel für Filme und High-End-Serien sind für 2026 bereits vollständig vergeben, und für 2027 werden geringere Mittel erwartet. Wie kann Deutschland dabei seine Position als verlässlicher und wettbewerbsfähiger Partner behaupten – gerade jetzt, wo der Europarat den rechtlichen Rahmen für Serien-Koproduktionen vorantreibt und mit AgoraEU sowie MEDIA+ die EU-Förderung ab 2028 neu gestaltet wird? Mit Dr. Frank Castenholz (Referatsleiter Wirtschaftliche Filmförderung, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien – BKM), Alina Kemper (SPIO), Alessia Sonaglioni (Europarat) und Johannes Kagerer (Produktionsallianz), moderiert von Irina Ignatiew-Lemke (European Film Promotion, Boxworks Media). 

Too Many Cooks? Turns Out, That’s the Recipe! diskutiert, warum kein einzelner Sender die Kosten für eine High-End-Serie mehr allein tragen kann. Doch gerade daraus entstehen Partnerschaften, die ambitionierte Projekte überhaupt erst möglich machen. Am Beispiel von UNDER SALT MARSH (ZDF/Sky) und SUMMER OF 1985 (SVT/ZDF) sprechen Tobi De Graaff (Sky Studios), Jennifer Ebell (Fifth Season), Britta Meyermann (Odeon Fiction) und Frank Seyberth (ZDF) über gegenseitiges Vertrauen und damit verbundene Kompromisse. 

In The Art of the Possible: Making Period Drama Work in Europe 
gewährt die Creatorin und Produzentin Fleur Winters (Big Blue) einen exklusiven ersten Einblick in ihr Serienprojekt GRAND HOTEL BY THE SEA, das sich schon vor seinem Start in den Niederlanden im Dezember zum ambitioniertesten historischen Drama des Landes entwickelt. Sieben Jahre Entwicklungszeit, ein eigens für die Produktion errichtetes Studio und eine europäische Koproduktion, ohne die sich das Projekt in dieser Größenordnung nicht hätte realisieren lassen. Sowohl diese Case Study als auch der Fireside Chat mit Matthieu Thollin, COO Mediawan International, werden von Jesse Whittock (Deadline) moderiert.

Das Panel Beyond the East-West Co-Production Myth, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Filmfestival Karlovy Vary, fragt, was kreativ und partnerschaftlich möglich wird, wenn Mittel- und Osteuropa nicht als Ansammlung kleiner Einzelmärkte, sondern als Netzwerk miteinander verbundener Produktionslandschaften gedacht wird. Kateryna Vyshnevska (ausführende Produzentin und internationale Drehbuchberaterin) moderiert eine Podiumsdiskussion mit Jevgeni Supin (Zolba Productions), Tereza Polachová (Tschechisches Fernsehen), Anna Rohde-Seyfried (Beta Film) und Kjartan Thor Thordarson (Sagafilm), der exklusive Ausschnitte aus dem isländisch-polnischen Thriller SIGNALS mitbringt. Weitere Projekte, die diskutiert werden: die tschechisch-slowakisch-deutsche Produktion GERTA SCHNIRCH, das finnisch-estnisch-deutsche Drama LET IT SNOW und das kroatisch-deutsche Projekt RED WATER.

Stories at Risk – und die Freiheit, Geschichten zu erzählen

Nach Monaten europaweiter Konsultation und Online-Think-Tanks werden die Ergebnisse der Initiative Stories at Risk: Cultural Diversity, Democracy and Debate on Screen nun erstmals öffentlich vorgestellt: Das von Seriesly Berlin mit Unterstützung des Programms „Culture on Screen“ des Europarats ins Leben gerufene Projekt zeigt, dass kreative Entscheidungsfreiheit zunehmend unter Druck gerät, der Spielraum für Risiken kleiner wird und strukturelle Hindernisse bereits lange vor dem ersten Drehtag gegeben sind – aber auch, wo Veränderungen ansetzen können. Die Ergebnisse werden von Research Lead Dennis Ohm-Fickler vorgestellt. Thomas Gammeltoft (European Writers Club) moderiert die anschließende Diskussion mit ausgewählten Teilnehmenden der Konsultation und der Think-Tank-Sessions.

Während sich die Konsultation mit strukturellen Aspekten befasst, nehmen zwei weitere Sessions die individuelle Praxis in den Blick: If You Know, You Know – Queerness Beyond the Plot, in Zusammenarbeit mit der Queer Media Society, fragt, wann queere Figuren und Geschichten nicht mehr für „Repräsentation“ stehen müssen, sondern selbstverständlich Teil des seriellen Storytelling sein können –– und wo diese Freiheit noch längst keine Selbstverständlichkeit ist. Mit Ulla Heikkilä (Regisseurin, ATLANTIS PASILA), David Semler(Creator, Autor, Regisseur, FILTER) und Sophya Frohberg (Letterbox Filmproduktion), moderiert von Paolo Ciccarelli. In Entschuldigung, mein Deutsch ist nicht so gut spricht Samuel Jefferson (Headwriter und Co-Creator von KRANK BERLIN) über die Praxis, deutsche Serien zunächst auf Englisch zu entwickeln – und davon, wie sich die Reibung zwischen den Sprachen kreativ nutzen lässt.

Wenn das wahre Leben zur Story wird

Drei Sessions nähern sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der gleichen Frage: Wie viel Realität verträgt eine Serie, und welche Verantwortung geht damit einher, reale Erfahrungen und Lebensgeschichten zu Serienstoffen zu machen? Docuseries on the Rise: What Comes After True Crime?, in Zusammenarbeit mit Doxumentale, untersucht, wie Dokumentarserien zu einem festen Bestandteil des Streaming-Mainstreams geworden sind – und was nach dem Genre kommt, das diesen Boom maßgeblich vorangetrieben hat. Mit Rahul Patel (Ampere Analysis), Christian Beetz (Beetz Brothers), Marina Klauser (Creatorin und Regisseurin von DER ENGELMACHER) und Regisseur Finbarr Wilbrink, moderiert von Anna Ramskogler-Witt (Doxumentale). In einem Bar-Talk spricht der schwedische Autor Jens Lapidus – fünfzehn Jahre Strafverteidiger und Autor von EASY MONEY, TOP DOG und dem diesjährigen Seriesly-Berlin-Titel BURDEN OF JUSTICE – darüber, was passiert, wenn die eigene Lebens- und Berufserfahrung zum Stoff für Fiktion wird, und wo die Grenzen liegen. Und in The New Playbook for Sports Storytelling diskutieren die olympische Beachvolleyballerin Anouk Vergé-Dépré sowie die Creatorin und Regisseurin Wero Rodowicz darüber, was es braucht, um das Leben von Athletinnen in eine Serie zu verwandeln – Vertrauen, Zugang und Verletzlichkeit vor der Kamera in einer Welt, die von Sponsoren und sozialen Medien bestimmt wird. 

Seriesly Creators: Wem gehört das Publikum?

Der neue Seriesly Creators-Track nimmt die sich verschiebenden Machtverhältnisse in der Creator Economy in den Blick. Own the Pipeline: Inside the Creator Ecosystems of German Giants untersucht, wie etablierte Produktionshäuser intern eigene Creator-Units aufbauen – mit Henrik Wittmann und Laura Caciauna (LEONINE C_), Kai Fischer (Constantin Creators) sowie anhand von Audience-Daten von Rahul Patel (Ampere Analysis). Das Ganze am Beispiel von SPLASH HOUSE, Deutschlands führendes TikTok-Creator-Event mit mehr als 225 Millionen Views. From Creator to Company kehrt die Perspektive um: Von Creator:innen geführte Unternehmen bündeln inzwischen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Publikum unter einem Dach. Das verändert nicht nur, wie serielle Inhalte entstehen, sondern auch, wer die Kontrolle über sie und ihre Reichweiten hat. Mit Peter Hoffmann (Head of YouTube Social Sales DACH) und André Schubert (Calivision, 7VS.WILD), moderiert von Johannes Schmidbauer (Home of Talents). Weitere Sessions widmen sich Creatorinnen und dem immer beliebter werdenden Genre der journalistischen Video-Podcasts.

Hands-On: KI, Budgets und Writers’ Rooms

Im Workshop-Programm geht es um die praktische Arbeit: AI below the Line führt erfahrene Produzent:innen durch die hybride Produktion – Live-Dreharbeiten kombiniert mit KI-Kulissen, Stunts und VFX – inklusive aktueller Tools sowie (urheber)rechtlicher Rahmenbedingungen, geleitet von Elena Lyubarskaya (Co-Creatorin CITY OF BLOOD) und dem Generative-AI-Künstler Milad Mesof (HOUSE OF DAVID). Production-Aware Writing mit Bianca Gavin (Head of Production, VICE Studios; GANGS OF LONDON) und Kateryna Vyshnevska untersucht, wie Entscheidungen beim Schreiben Budget, Machbarkeit und Koproduktionspotenzial prägen, ohne die kreative Vision zu gefährden. In Talk to Serial Eyes spricht Studienleiterin Katrin Merkel mit den Absolventinnen Elena Lyubarskaya und Kim Zimmermann über Worldbuilding, Techniken im Writers’ Room und internationale Teamarbeit bei CITY OF BLOOD. Das Erich-Pommer-Institut wirft gemeinsam mit deren Alumnae einen Blick hinter die Kulissen der Programme Series’ Women und Winterclass. Schließlich spricht Dimitrij Schaad – Schauspieler, Autor und Regisseur sowie Creator der Eröffnungsserie JOSSI und der Netflix-Serie KACKEN AN DER HAVEL – darüber, wo seine Geschichten ihren Anfang nehmen und was sich verändert, wenn ein Schauspieler zunehmend selbst die kreativen Entscheidungen trifft.  Keine Retrospektive, keine Masterclass: In Create Your Own Damn Story geht es um die Ideen, Risiken und Ambitionen, die seine Arbeit jetzt antreiben.

Programm, Zeitplan und Akkreditierung für Seriesly Berlin Conference: www.serieslyberlin.com.

Speaker:innen Fotos können hier heruntergerladen werden.

Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg. Kulinarische Partner sind Night Kitchen und EVE. CUPRA City Garage Berlin ist Eventpartner. Medienpartner ist Deadline.Seriesly Creators wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

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18 internationale Serienprojekte für die Seriesly Berlin Pitches 2026 ausgewählt

Von True-Crime-Fällen in Australien und deutschen Neonazis bis hin zu einer guten Fee als Therapeutin und „Vertical Romcoms“: 18 internationale Serienprojekte für die Seriesly Berlin Pitches 2026 ausgewählt.
 
Berlin, 20. August 2026. 18 herausragende internationale Serienprojekte wurden für die diesjährigen Seriesly Berlin Project Pitches im Rahmen der dritten Ausgabe von Seriesly Berlin (14.–17. September 2026) ausgewählt. Die Projekte werden am 15. und 16. September in der Fotografiska Berlin bei der Seriesly Berlin Conference vorgestellt. Von Lettland und Irland über Deutschland und Europa hinweg bis hin nach Australien sowie Nord- und Südamerika – die ausgewählten Projekte beschäftigen sich mit Selbstverwirklichung, Identität, Freundschaft, Familie und verschiedenen Formen der Liebe sowie mit Geschichten, die in ganz unterschiedlichen lokalen Realitäten verwurzelt sind.
 
„Bei mehr als 250 Einreichungen war die diesjährige Auswahl alles andere als einfach“, sagt Dennis Ruh, Festivalleiter von Seriesly Berlin. „Besonders aufgefallen ist, wie stark sich viele der Projekte mit der Welt auseinandersetzen, in der wir gerade leben. Die Filmschaffenden reagieren auf politische und gesellschaftliche Realitäten, tun dies jedoch durch zutiefst persönliche Geschichten. Gleichzeitig steckt in der Auswahl viel Humor und Optimismus. Es sind sehr unterschiedliche Geschichten, mit dem Potenzial, weit über ihre Herkunftsorte hinaus Resonanz zu finden.“
 
Zum ersten Mal umfasst das Pitching-Programm drei verschiedene Kategorien, die unterschiedliche Entwicklungsstadien sowie die sich wandelnde Formate des seriellen Storytellings widerspiegeln. Am 15. September werden beim Seriesly Berlin Writers’ Pitch Projekte in frühen Entwicklungsphasen vorgestellt, während der Seriesly Berlin Co-Production Pitch weiter entwickelte Projekte präsentiert, an denen bereits Produktionsfirmen beteiligt sind und die nach Koproduzent:innen, Finanzierungen und internationalen Partner:innen suchen. Am 16. September findet erstmals der neue Vertical Drama Pitch statt, bei dem sich Projekte präsentieren, die Storytelling für vertikale und digitale Formate entwickeln.
 
Ausgewählte Kreative und Produzent:innen werden ihre Projekte einem internationalen Fachpublikum vorstellen. Produzent:innen, die nach neuen Projekten oder Koproduktionsmöglichkeiten suchen, sowie für Sender, Streamer, Vertriebe und Investor:innen, die neue Stimmen und vielversprechenden Serien suchen, können hier Projekte in verschiedenen Entwicklungsstadien entdecken, ihre Creator:innen persönlich kennenlernen und Teil des Projektes werden.

Seriesly Berlin Co-Production Pitch: Sieben Projekte auf der Suche nach internationalen Partner:innen
 
HAVE YOU SEEN SABINE? (Arbeitstitel, Australien/Deutschland), entwickelt von der australischen Produzentin Susan Schmidt und Avenue Road Productions, basiert auf der siebenjährigen Recherche der Autorin Virginia Peters zum Mord an einer deutschen Rucksacktouristin in Australien im Jahr 2005. 
ICH BIN GOTT (Deutschland) bringt die preisgekrönte deutsche Regisseurin Hanna Doose (STAUB AUF UNSEREN HERZEN, WANN KOMMST DU MEINE WUNDEN KÜSSEN?) mit den Produzentinnen Zorana Mušikić und May Odeh von Mayana Films (A USEFUL GHOST, Gewinner Grand Prize Cannes Critics‘ Week) zusammen. Das Projekt über ein spirituelles Festival an der deutsch-polnischen Grenze ist eine Ensemble-Dramedy über Heilung und Neuanfang. 
JOURNEY TO THE WEST(Deutschland/Tschechien/Slowakei) stammt vom tschechisch-vietnamesischen Filmemacher Dužan Duong, dessen Debütfilm SUMMER SCHOOL, 2001 den nationalen Filmpreis Český lev und den Preis der tschechischen Filmkritik für das beste Drehbuch gewann. Die Anthologie basiert auf mündlichen Überlieferungen der vietnamesischen Diaspora im ehemaligen Ostblock; ein tschechischer Sender ist an der gemeinsamen Entwicklung beteiligt.
SMALL DEATH IN LISBON (Portugal) basiert auf dem gleichnamigen Roman des britischen Autors Robert Wilson, der für sein Werk mit dem CWA Gold Dagger und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde. Produziert wird die Serie von SPi, dem Unternehmen hinter GLÓRIA, der ersten portugiesischen Netflix-Originalserie, und GLÓRIA-Schöpfer Pedro Lopes zählt zu den Drehbuchautor:innen. 
GEFALLENE (Arbeitstitel, Deutschland) ist ein Projekt der Autorin Janett Lederer, der preisgekrönten Regisseurin von MILCHZÄHNE, Sophia Bösch (IFFR Big Screen Competition 2024), sowie den Produzent:innen von OKSUPERDANKE, Linda Hartogs und Dominik Eder (DEAR BEAUTIFUL BELOVED, Locarno 2024 & Österreichischer Filmpreis 2025) über weibliche Freundschaft in einem katholischen Heim für unverheiratete schwangere Frauen im Jahr 1978. 
THE MAN BEHIND A MASK (Lettland) von Anna Kalniņa und dem Produzenten Serge Serpuhovs (Baltic Pine Films), das im Rahmen des MIDPOINT Series Launch entwickelt wurde, ist ein Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges über den lettischen Chirurgen Viktors Kalnbērzs, der Anfang der 1970er Jahre in Riga die erste geschlechtsangleichende Operation der Sowjetunion durchführte. 
VAMOS (Italien), eine Sport-Dramedy von Fabrizio Muscia, Berlinale Talents-Teilnehmer 2026 und Absolvent des American Film Institute, erzählt vom Aufstieg der Sportart Padel – mittlerweile weltweit von rund 38 Millionen Menschen gespielt – und einem alternden Tennisprofi, der Padel spielen muss, obwohl er die Sportart verabscheut.
 
Seriesly Berlin Writers’ Pitch: sieben originelle Projekte in der Frühphase
 
Bei BLACK VALLEY (Irland) arbeiten der irische Schauspieler und Autor Michael Patric (THE QUIET GIRL) der US-amerikanische Autor und Produzent Ted Sullivan (STAR TREK: DISCOVERY, RIVERDALE, SUPERGIRL) und Produzent Mairtín de Barra von Tailored Films (HOKUM, SXSW 2026) zusammen, um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem traumatisierten ehemaligen Army Ranger und einem Flüchtling aus Sierra Leone zu erzählen.
Zwei Projekte setzen sich mit der deutschen Rechtsextremismus-Szene auseinander: 
DAS URTEIL (Deutschland) von Ali Hakim (BONNIE & BONNIE), Max König und Sandra Müller, eine Koproduktion von Hakim + König Film und East Gate Filmproduction, der neuen hallensischen Tochtergesellschaft der ndF, handelt von einem Strafverteidiger in Chemnitz, der einen Fall übernimmt, bei dem die ganze Stadt bereits entschieden hat, wer schuldig ist. 
BASEBALLJÄGERJAHRE (Deutschland) des venezolanischen Drehbuchautors und ifs-Serial-Storytelling-Absolventen Jorge Patiño spielt mit dem deutschen Begriff „Baseballschlägerjahre“ und setzt sich mit rechtsextremer und rassistischer Gewalt in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung auseinander. Der Psychothriller über einen verdeckt schwulen Neonazi, der durch eine Vergewaltigung Vater wird, zieht eine Parallele zwischen der neonazistischen Gewalt von 1992 und der Online-Radikalisierung im Jahr 2022.
BLOODY BAY (Großbritannien) von der in London ansässigen Autorin und Produzentin Olga Rozanova (HOPE, nominiert für den Sundance Development Track) wurde im Rahmen des MIDPOINT Series Launch entwickelt und handelt von vier Menschen in den Fünfzigern, einem Neugeborenen, die mit einem brisanten Geheimnis gemeinsam an Bord eines Bootes festsitzen. 
DOGGY STYLE (Italien) ist eine mehrsprachige Mockumentary des deutschen Regisseurs, Drehbuchautors und Fotografen Marlon Rüberg (zu dessen visuellen Arbeiten Gucci, Alexander McQueen und die Regie der ZDF-Sendung STAY LIVE gehören) über acht Hundebesitzer, einen bedrohten Park und eine Revolution ohne qualifizierten Anführer. 
GOOD GODMOTHER (Serbien) von den Belgrader Animatoren Nick Strutinski und Kirill Semiletov, zeigt eine ehemals gute Fee in neuer Rolle: als Therapeutin für Märchenfiguren. Ihr Gegner: ein mafiöses Syndikat, das auf Magie und illegale Geschäfte baut. 
HANDS UP (USA) ist ein in Berlin angesiedeltes Musikdrama von Neta Weiner, Samira Saraya und der preisgekrönten Showrunnerin Michal Cooper Keren. Die Serie basiert auf der tatsächlichen Arbeit von Weiner und Saraya im jüdisch-arabischen Hip-Hop-Kollektiv System Ali und folgt einem israelischen Rapper und einer palästinensischen Sängerin, die unter wachsendem politischem Druck ihre Musik bewahren müssen.
 
Seriesly Berlin Vertical Drama Pitch: vier Projekte für das Handydisplay
 
DEEP FAKE (Frankreich) von der „Serial Eyes“-Absolventin Madeleine Féret-Fleury und Cédriane Fossat ist eine 30-teilige Rom-Com-Thriller-Serie über eine französisch-koreanische Influencerin, deren #30DatesIn30Days-Challenge eine unheimliche Wendung nimmt, als ein gefälschter Account ihre Identität übernimmt. 
EINFACH MA MACHEN (Deutschland) von Annekathrin Bach, Sophia Hein und Mirko Muhshoff – deren Mockumentary IRGENDWAS MIT MEDIEN für den Grimme-Preis 2024 nominiert war – schickt eine übermütige Influencerin in 20 rasanten, je 100 Sekunden langen Episoden in die Lokalpolitik. 
WHAT WE SEE (Deutschland) ist ein vertikaler Social-Media-Thriller der Berliner Journalistin und ehemaligen TV-Nachrichtenproducerin Kate Mar. In 50 Episoden verhandelt die Öffentlichkeit einen Todesfall im Netz – lange bevor die offiziellen Ermittlungen zu einem Ergebnis kommen. 
WORTH TO KNOW(Argentinien/Deutschland/Spanien) ist eine Komödie der in Berlin lebenden Argentinierin Elda Broglio und von Luz Orlando Brennan (THE STAR I LOST, beste Regie beim Chelsea Film Festival 2025). Die Serie folgt zwei neuen Stiefschwestern mit zwanzig Jahren Altersunterschied in 28 vierminütigen Episoden und verhandelt die heiklen Fragen zwischen ihnen.
 
Die Projekte des Writers Pitch und des CoProduction Pitch konkurrieren um den Seriesly Berlin Co-Production Pitch Award sowie den Seriesly Berlin Writers’ Pitch Award. Die Jurys bestehen unter anderem aus der Autorin Anna Winger (UNORTHODOX, TRANSATLANTIC), der Regisseurin Mattie Do (THE LONG WALK), der Agentin Silke Bacher (Homebase Künstleragentur) und der Produzentin Fleur Winter (THE CRASH, HEIRS OF THE NIGHT, DOME 16).
 
Im Rahmen einer neuen Partnerschaft mit Cine Chromatix erhält das Siegerprojekt des Co-Production Pitch einen Sachpreis im Wert von 25.000 Euro für Postproduktionsleistungen im Bereich Color Grading. Das Pitch-Programm wird in Zusammenarbeit mit dem European Writers Desk und dem Creative Europe MEDIA Desk organisiert.
 
Neben den allgemeinen Pitch-Preisen wird der SteinbrennerMüller-Preis erneut ein deutschsprachiges Projekt aus dem Co-Production Pitch und dem Writers’ Pitch auszeichnen, das nach Meinung der Jury das größte Potenzial hat, beim Publikum anzukommen. Die Preisträger erhalten jeweils ein Kommunikationskonzept der gleichnamigen Berliner PR-Agentur für die Produktionsphase im Wert von 2.000 €.
 
Eine Übersicht über alle 18 teilnehmenden Projekte finden Sie hier.

Die Akkreditierung ist ab sofort möglich unter: https://www.serieslyberlin.com/de/akkreditierung/
 
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg.
Medienpartner ist Deadline.

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Seriesly Berlin erweitert das Line-up auf 13 Serienpremieren aus 11 Ländern

Die Seriesly Berlin Premieres (14.–17. September 2026) kehren mit einem erweiterten Programm zurück und präsentieren 13 herausragende neue Serien aus aller Welt. Zusammen mit der Seriesly Berlin Conference (15.–16. September 2026) bringt die Veranstaltung Kreative, Produzent:innen, Sender, Plattformen, Branchenfachleute und Serienfans nach Berlin, um die Zukunft des seriellen Erzählens zu erkunden. Die diesjährige Serienauswahl reicht von Weltpremieren bis hin zu Festivallieblingen, die frisch von Series Mania und dem Festival von Locarno kommen, und präsentiert etablierte Storyteller wie auch spannende neue Stimmen. Die Seriesly Berlin Premieres werden großteils im Fotografiska Berlin und – neu in diesem Jahr – im CineStar Kino in der KulturBrauerei gezeigt. Die Vorführungen stehen allen Serienfans offen und bieten dem Publikum die Möglichkeit, nicht nur neue Geschichten auf der großen Leinwand zu entdecken, sondern auch mit den Creator:innen und Talents ins Gespräch zu kommen. Tickets kosten 11 € (ermäßigt 9 €) und sind ab sofort hier erhältlich: https://www.serieslyberlin.com/de/premieres-2/.
 
Vom Goldraub im Bode Museum, walisischen Krimis über die Kunstszene in São Paulo, argentinische Midlife-Krisen bis hin zu kanadischer Body-Positivity
 
Drei deutsche Serien feiern ihre Premiere beim Festival: Seriesly Berlin Premieres wird eröffnet von der Dramedy JOSSI von Schöpfer Dimitrij Schaad (KLEO, DIE KÄNGURUH CHRONIKEN) mit unter anderem Jannik Schümann (SISI), Nilam Farooq (CALL MY AGENT BERLIN) und Thomas Loibl (KONKLAVE) in den Hauptrollen. Die Serie erzählt die Geschichte von Jossi, einem ambitionierten, aber erfolglosen Schauspieler, der sich mit einer Lüge Zugang zu einem Casting verschafft, das ausschließlich jüdischen Darsteller:innen vorbehalten ist. CITY OF BLOOD, die Hulu Original Serie aus Deutschland, von den Creator:innen Philipp Kadelbach und Elena Lyubarskaya spielt in einem vom Klimawandel heimgesuchten Berlin, das kurz vor dem Zusammenbruch steht. Als die Schwestern Bea und Phoebe die schockierende Wahrheit hinter den verborgenen Machtstrukturen der Stadt aufdecken, geraten sie in den Mittelpunkt eines lebensbedrohlichen Konflikts. In den Hauptrollen Lena Drinda (IN DIE SONNE SCHAUEN), Franz Hartwig (DARK), Lars Eidinger (BABYLON BERLIN), David Schütter (BARBAREN) und andere. Exklusiv auf Disney+. Nach dem Start von HBO Max in Deutschland Anfang diesen Jahres präsentiert Seriesly Berlin die Premiere von CLANGOLD, Jan Zabeils bildgewaltige Dokuserie über einen der spektakulärsten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte: Der Raub der Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Berliner Bode-Museum. Die schwedische Serie BURDEN OF JUSTICE, kreiert von Jens Lapidus, dem Autor von Netflix’ SNABBA CASH, und unter der Regie von Lisa Linnertorp, begleitet Anwält:innen einer Stockholmer Elitekanzlei, die sich in einem zunehmend unsicheren moralischen Umfeld zurechtfinden müssen. Anna Brotkin, Schöpferin von AIKUISET und eine der spannendsten jungen Stimmen Finnlands, präsentiert ATLANTIS PASILA bei Seriesly Berlin, nachdem die Serie bei Series Mania 2026 ihre Uraufführung erlebte. Die Dramedy spielt in einer kleinen Bar inmitten der brutalistischen Betonlandschaft von Pasila, einem Stadteil von Helsinki, und begleitet eine Gruppe junger Erwachsener, die sich durch die chaotischen Realitäten des Großstadtlebens kämpfen.

Die Schweiz ist mit zwei Serien vertreten: Wero Rodowicz, Creative Producerin des mit dem Cannesseries-Preis ausgezeichneten Werks DIE ZWEIFLERS, zeigt die sechsteilige Sky Schweiz-Dokumentarserie BEACH SISTERS: Sie begleitet die olympischen Beachvolleyballerinnen und Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré, die nach Jahren der gegenseitigen Rivalität zum ersten Mal gemeinsam an einem Wettkampf teilnehmen. DER ENGELMACHER, das Schweizer Krimidrama von Marina Klauser, das gerade seine Weltpremiere in Locarno gefeiert hat, erzählt von der religiösen Gemeinschaft Methernitha und beleuchtet die jungen Frauen, die deren Gründer Paul Baumann zu Fall brachten.
 
Aus Großbritannien kommt FILM CLUB, das Debüt der britischen Schauspielerin Aimee Lou Wood (WHITE LOTUS, SEX EDUCATION) als Drehbuchautorin und Serien-Creatorin neben Co-Creator Ralph Davis (HOUSE OF DRAGON, BIG BOYS). Die Serie ist eine herzerwärmende romantische Komödie, die illustriert, wie es ist, sich in seinen besten Freund zu verlieben. Bei UNDER SALT MARSH, die atmosphärische Krimiserie von Claire Oakley (MAKE UP) mit Kelly Reilly (YELLOWSTONE, STOLZ & VORURTEIL) und Rafe Spall (TRYING, LIFE OF PI: SCHIFFBRUCH MIT TIGER), geht es um einen Cold Case, der in einer stürmischen Küstenstadt in Wales neu untersucht wird. Die brasilianische Serie AYÔ von und mit Lucas Oranmian (7 PRISONERS) handelt von einem jungen schwarzen, schwulen Künstler in São Paulo, der sich dort zwischen Liebe, Dating und seiner Karriere zurechtfinden muss. Das tschechische Coming-of-Age-Drama FILTER von David Semler erzählt eine Geschichte von erster Liebe und Liebeskummer zwischen zwei Teenagern und beleuchtet das queere Leben in Tschechien aus einer zeitgenössischen und jungen Perspektive. Die argentinische Serie SO FAR SO GOOD des international gefeierten und Emmy nominierten Filmemachers Daniel Burman (YOSI) ist eine tragikomische Reise durch die Lebensmitte mit dem chilenischen Schauspieler Benjamín Vicuña (LOCKED UP / VIS A VIS) in der Hauptrolle. Die kanadische Body-Positivity Komödie SHIPWRECKED, geschaffen von Gabrielle Lisa Collard und Manal Drissi, bringt drei entfremdete Freundinnen wieder zusammen, die sich alten Wunden und ihren komplizierten Beziehungen zu ihren eigenen Körpern stellen müssen.
 
Creator:innen und Cast: Erste Gäste für Seriesly Berlin Premieres bekanntgegeben
 
Im Rahmen von Seriesly Berlin Premieres werden zahlreiche internationale Talente beim Festival erwartet. Von JOSSI haben sich die Darsteller:innen Nilam Farooq, Rezo Tschchikwischwili, Marina Weis, Thomas Loibl, Uwe Preuss und Garry Fishmann sowie Creator Dimitrij Schaad, Headautor Jonas Zimmermann und Autor Leo Khashin, Regisseur Wolfgang Groos sowie Produzent Philip Voges angekündigt, während für BEACH SISTERS die Beachvolleyball-Schwestern und Protagonistinnen Anouk und Zoé Vergé-Dépré und die Regisseurin und Creator Wero Rodowicz nach Berlin kommen werden. Auch Ulla Heikkilä, Regisseurin von ATLANTIS PASILA, David Semler, Creator und Regisseur von FILTER sowie Claire Oakley, Creator, Autorin und Regisseurin von UNDER SALT MARSH, werden bei ihren jeweiligen Vorführungen anwesend sein und dem Publikum die Möglichkeit bieten, direkt mit den Serienschaffenden der diesjährigen Premieren ins Gespräch zu kommen.
 
Dies sind die Serien, die bei den Seriesly Berlin Premieres präsentiert werden:
Filmstills hier herunterladen.

Photo © Yellow Film & TV

ATLANTIS PASILA
Deutschlandpremiere | Dramedy | Finnland | Finnische OV mit englischen UT
Screening: 7×15′ — 16. September, 19:00 Uhr, CineStar
Gäste: Ulla Heikkilä (Regisseurin)
 
Anna Brotkin, Schöpferin von AIKUISET und eine der spannendsten jungen Stimmen Finnlands, präsentiert ATLANTIS PASILA bei Seriesly Berlin, nachdem die Serie bereits für die „Short Forms Competition“ von Series Mania 2026 ausgewählt wurde. Die Serie erzählt von den Mitarbeiter:innen und Gästen der Bar „Atlantis“ im betongrauen Stadtteil Itä-Pasila in Helsinki. Kauri, Nita, Riku, Iiris und Anni versuchen, ihr Leben zu meistern, während alle mit ihren eigenen Gefühlen zu kämpfen haben. Im Mittelpunkt der ersten Staffel steht Kauri, ein rastloser Lifestyle-Nomade, der Finnland erneut verlassen möchte, doch in der Nacht seiner Abreise hat sein Van eine Panne. Während er in Helsinki festsitzt, verliebt er sich. ATLANTIS PASILA verbindet typisch finnischen Humor mit Melancholie und unerwarteter Wärme und zeichnet ein intimes Porträt einer Generation auf der Suche nach Verbundenheit.
 
Streamer/Sender: Yle
Produktion: Yellow Film & TV
Creator: Anna Brotkin
Regie: Ulla Heikkilä
Cast: Jasir Osman, Pyry Nikkilä, Isla Mustanoja, Sofia Smeds, Selina Ukkonen

Photo © Alile Dara Onawale 

AYÔ
Internationale Premiere | Komödie, LGBTQ+ | Brasilien | Portugiesische OV mit englischen UT
Screening: 5×15′ — 15. September, 19:00 Uhr, CineStar
 Die brasilianische Serie AYÔ, die von Lucas Oranmian kreiert und geschrieben wurde und in der er auch die Hauptrolle spielt, handelt von AYÔ, einem jungen schwarzen, schwulen Künstler aus Bahia, der in São Paulo lebt, und mit seinem Liebesleben unzufrieden ist. Nach emotionalen Konflikten stürzt er sich in die Welt der Dating-Apps und lernt João kennen, zu dem er sich sofort hingezogen fühlt. Gleichzeitig muss sich Ayô mit der harschen Realität des Rassismus auseinanderzusetzen, als seine Agentin ihn mit den Herausforderungen schwarzer Künstler:inen konfrontiert vor dem Hintergrund einer rassistischen Gesellschaft. Im Spannungsfeld zwischen Liebe, Identität und beruflichem Ehrgeiz sucht Ayô nach Zugehörigkeit und Identität im modernen Großstadtleben. 
Streamer/Sender: Globoplay
Produktion: REPRODUTORA
Creator: Lucas Oranmian
Regie: Yasmin Thayná
Produzent:innen: Gabriel Bortolini
Cast: Lucas Oranmian, Caio Blat, Lázaro Ramos, Breno Ferreira, Gilda Nomacce, Aretha Sadick

Photo © Sky Schweiz / schau.GmbH

BEACH SISTERS
Internationale Premiere | Dokumentation | Schweiz | Schweizerdeutsches OV mit englischen UT
Screening: 3×29′ — 16. September, 18:30 Uhr, Fotografiska Ballroom
Gäste: Anouk Vergé-Dépré, Zoé Vergé-Dépré und Wero Rodowicz
 
Nach Jahren als Konkurrentinnen finden sich die schweizerisch-karibischen Beachvolleyball-Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré erstmals im gleichen Team wieder. Ihre Vorgeschichte ist turbulent: Zoé qualifizierte sich mit ihrer Partnerin für Paris, während Anouk den Sprung nicht schaffte – was aus einem familiären Band eine öffentliche Rivalität machte. Mit den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles als Ziel müssen die Schwestern nun lernen, ein Team zu werden, ohne dabei das zu verlieren, was sie als Familie ausmacht. BEACH SISTERS begleitet sie durch Turniere, Druck, Krankheit und Sponsorenverträge – ein intimes Porträt über Geschwister, Ehrgeiz und Spitzensport. Wero Rodowicz, kreative Produzentin der mit dem Canneseries-Preis ausgezeichneten Serie DIE ZWEIFLERS, kehrt zu Seriesly Berlin zurück, nachdem sie beim letztjährigen Festival WHO’S BURNING NOW? vorgestellt hatte, ein Projekt, das sie derzeit gemeinsam mit UFA Fiction entwickelt.
 
Streamer/Sender: Sky Schweiz
Produktion: schau. GmbH
Creator: Wero Rodowicz (Creator, Writer, Director, Creative Producer)
Cast: Anouk Vergé-Dépré, Zoé Vergé-Dépré

Photo © Strive Stories, SVT, DR, NRK

BURDEN OF JUSTICE
Deutschlandpremiere | Drama | Schweden | Schwedische OV mit englischen UT
Screening: 2×45′ — 16. September, 20:45 Uhr, CineStar
Talent attending: TBC
 
Von Jens Lapidus, dem Autor hinter der Netflix-Serie SNABBA CASH, stammt BURDEN OF JUSTICE, ein fesselndes Justizdrama, das auf der Series Mania vorgestellt wurde. Während tiefgreifende Rechtsreformen das schwedische Justizsystem neu gestalten, müssen sich die Anwält:innen der Elitekanzlei Matsson & Markovic in einem moralisch zunehmend unsicheren Umfeld zurechtzufinden. Sasa übernimmt einen Vergewaltigungsfall, der ihn persönlich betrifft, während sein Freund Kalle einen Mandanten in einem Bandenprozess verteidigt, der seine Ideale auf die Probe stellt. Um sie herum überschreiten währenddessen Kolleg:innen ethische Grenzen im Streben nach Gerechtigkeit, Erfolg und Überleben. BURDEN OF JUSTICE ist ein spannendes Justizdrama, in dem Privatleben, berufliche Pflichten und sich wandelnde Vorstellungen von Recht und Unrecht aufeinanderprallen.
 
Streamer/Sender: SVT, DR, NRK
Produktion: Strive Stories, in Zusammenarbeit mit N12
Creator: Jens Lapidus
Regie: Lisa Linnertorp
Autor: Frans Milisic Wiklund (Head Writer)
Cast: Björn Bengtsson, Arvin Kananian, Kit Walker Johansson, Tiril Wishman

Photo © Disney+

CITY OF BLOOD (HULU ORIGINAL AUF DISNEY+)
Festivalpremiere | Dystopia, Horror | Deutschland | Deutsche OV
Screening: 2×42′ — 15. September, 18:30 Uhr, Fotografiska Ballroom
 
Berlin – ein Stadtstaat am Abgrund. Kriminalität prägt den Alltag in einer vom Klimawandel zerstörten Welt. Während wenige Privilegierte unter einer vollklimatisierten Kuppel leben, versinkt der Rest der Stadt in Korruption und Verbrechen. Die Schwestern Bea und Phoebe wurden als Kinder durch einen Schicksalsschlag getrennt: Bea, chronisch krank, wächst behütet bei ihrer Adoptivmutter auf, während Phoebe auf Berlins Straßen ums Überleben kämpft. Als ihre Welten kurz vor entscheidenden Wahlen wieder aufeinanderprallen, entdecken sie: Vampire kontrollieren das organisierte Verbrechen und streben nach politischer Macht. Blut ist zur wahren Währung der Stadt geworden. Bea und Phoebe geraten zwischen die Fronten und müssen sich fragen: Wer ist die größere Bedrohung – Mensch oder Vampir? Co-Creatorin Elena Lyubarskaya kommt mit ihrem neuen Projekt zu Seriesly Berlin, wo ihr Projekt THE LAST FAMILY ON EARTH im vergangenen Jahr bei den Seriesly Berlin Pitches ausgezeichnet wurde. In diesem Jahr übernimmt sie eine aktive Rolle im Konferenzprogramm des Festivals.
 
Streamer/Sender: Disney+
Produktion: Amusement Park Film GmbH
Creator: Philipp Kadelbach, Elena Lyubarskaya
Cast: Lea Drinda, Soma Pysall, Franz Hartwig, David Schütter, Mouataz Alshaltouh, Lars Eidinger, u.v.m.
Start: 16. September 2026, exklusiv auf Disney+

Photo © Eveliene Klink, beetz brothers film production

CLANGOLD
Weltpremiere | Crime & Gangster, Dokumentation | Deutschland | Deutsche OV mit englischen UT
Screening: 1×45′ — 15. September, 20:30 Uhr, Fotografiska Ballroom
 
Es ist einer der spektakulärsten Fälle der deutschen Kriminalgeschichte: Als die 100 kg schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen wird, führen die Spuren mitten ins Clan-Milieu. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die bildgewaltige Doku-Serie erzählt das packende Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und Tätern aus nächster Nähe. Seriesly Berlin präsentiert die Weltpremiere von CLANGOLD, eine der ersten deutschen Eigenproduktionen des kürzlich in Deutschland gestarteten Streamingdienstes HBO Max.
 
Streamer/Sender: HBO Max
Produktion: beetz brothers film production
Regie Jan Zabeil
Produzent: Christian Beetz
Ausführender Produzent und Showrunner: Georg Tschurtschenthaler
Cast: Ali Reza Ahmadi, Omar Antabli, Cenk Bayram Babaoğlu, Rasmi Nasrallah
Start in Deutschland: 2026


Photo © Gaumont UK

FILM CLUB
Deutschlandpremiere | Romantic Comedy | Großbritannien | Englische OV
Screening: 3×30′ — 15. September, 19:00 Uhr, CineStar
 
FILM CLUB, Aimee Lou Woods Debüt als Drehbuchautorin und Serienschöpferin, feiert seine Deutschlandpremiere in Berlin. Für Evie ist der Filmclub ihre wöchentliche Auszeit – eine Gelegenheit, eine Fantasiewelt zu erschaffen, die Garage ihrer Mutter passend zum jeweiligen Film auszustatten und ein paar ungestörte Stunden mit ihrem besten Freund Noa zu verbringen. Es ist Freitagabend, 19 Uhr. Filmclub, Woche 198: Evie hat nach einem Zusammenbruch seit sechs Monaten das Haus nicht mehr verlassen, doch heute Abend ist alles anders. Noa hat Neuigkeiten. Ein Traumjob führt ihn ans andere Ende des Landes, was aber auch bedeutet, dass alles vorbei ist. Die Realität holt sie ein. Sie sind zum ersten Mal gezwungen, in Betracht zu ziehen, dass sie vielleicht mehr als nur Freunde sind. Beide sind nicht gerade die Besten im Umgang mit Gefühlen, aber diesmal lassen sich diese Gefühle vielleicht nicht mehr ignorieren… Aimee Lou Woods hat FILM CLUB gemeinsam mit Ralph Davis (HOUSE OF THE DRAGON, BIG BOYS) kreiert. Die Serie, in der auch Suranne Jones (VIGIL) mitspielt, ist eine warmherzige und humorvolle Auseinandersetzung mit Freundschaft, Familie und der Frage, ob man sich in seinen besten Freund verlieben darf.
 
Produktion: Gaumont UK
Creator: Aimee Lou Wood, Ralph Davis
Cast: Aimee Lou Wood, Suranne Jones, Nabhaan Rizwan, Adam Long, Arian Nik, Fola Evans-Akingbola, Ralph Davis, Owen Cooper, Liv Hill, Lisa McGrillis
Start in Deutschland: Dezember 2026, ZDF


Photo © Czech Television

FILTER
Internationale Premiere | Coming of Age, LGBTQ+ | Tschechien | Tschechische OV mit englischen UT
Screening: 4×25′ — 16. September, 20:30 Uhr, Fotografiska Ballroom
Gäste: David Semler, Antonio Šoposki
 
Du bist sechzehn. Du setzt dich mit deiner Sexualität, Beziehungen und Werten auseinander – und machst Fehler. Matty ist ein introvertierter Junge, der es trotz seiner Zögerlichkeit geschafft hat, sich zu outen, unterstützt von seiner Familie und seinen Freunden. Doch als er sich während der Aufnahmeprüfungen für die Kunsthochschule in Radek, in einen gleichaltrigen Jungen verliebt, stürzt er kopfüber in die Realität seiner ersten romantischen Verwicklungen, Missverständnisse und Enttäuschungen. Trotz bester Absichten begeht er einige Fehler, die sich zu immer größeren Problemen ausweiten. Innerhalb weniger Wochen wird seine kindliche, naive Welt brutal erwachsen, denn auf einmal sieht er sich unerwarteten Problemen und dem Unverständnis seiner Mitmenschen gegenüber. Wird er inmitten des Sturms der turbulenten Pubertät sein inneres Gleichgewicht finden? FILTER, kreiert und inszeniert von David Semler und in enger Zusammenarbeit mit den jungen Darstellern entwickelt, bietet eine ausgesprochen zeitgenössische Perspektive auf das queere Leben in Tschechien.
 
Streamer/Sender: Czech Television
Produktion: Czech Television (Jaroslav Sedláček)
Creator: David Semler
Regie David Semler
Cast: Antonio Šoposki, Adam Buš, Iva Zahran, Vojtěch Franců, Daniel Šíp, Julie Louthanová, Martha Issová, Simona Peková, Petr Lněnička

Photo © Odeon Fiction, Zuzana Panska

JOSSI
Weltpremiere | Dramedy | Deutschland | Deutsche OV mit englischen UT
Screening: 3×28′ — 14. September, 18:30 Uhr, Fotografiska Ballroom
Gäste: Nilam Farooq, Rezo Tschchikwischwili, Marina Weis, Thomas Loibl, Uwe Preuss, Garry Fishmann
 
Der ambitionierte Wanja ist als Schauspieler so weit unten angekommen, dass er in einem Escape-Room arbeitet und wohnt. Seine Eltern Boris und Sveta betreiben ein russisches Restaurant, das sie nur mit Bilanz- und Kaviarfälschung vor dem Konkurs retten können. Als ein internationaler Streaming Dienst ein Casting für eine große Filmproduktion unter der Regie des amerikanischen Star-Regisseurs Sam Rosenberg ausruft, die aufgrund von Diversity-Richtlinien aber nur mit einem jüdischen Schauspieler besetzt werden darf, lügt Wanja kurzerhand vor, einer zu sein. Was könnte da schon schief gehen? Wenn da nicht seine jüdische Schauspiel-Partnerin Dana Gold wäre, die ihm auch noch sehr sympathisch ist.
 
Streamer/Sender: SWR & Arte
Produktion: Odeon Fiction
Creator: Dimitrij Schaad
Regie: Wolfgang Groos
Autor:innen: Jonas Zimmermann (Head Writer), Leo Khasin
Produzent: Philip Voges
Cast: Jannik Schümann, Thomas Loibl, Rezo Tschchikwischwili, Nilam Farooq, Marina Weis, Uwe Preuss
Start in Deutschland: Herbst 2026 auf ARTE und in der ARD

Photo © Karine Dufour

SHIPWRECKED
Internationale Premiere | Comedy | Kanada | Französische OV mit englischen UT
Screening: 5×13′ — 15. September, 20:45 Uhr, CineStar
 
Die kanadische Comedy-Serie SHIPWRECKED folgt Ariane, Nora und Marie-Josée, die das Gefühl haben, sich gegen den Strom stemmen zu müssen: Denn trotz ihrer Erfolge gelten ihre Körper in den Augen der Gesellschaft immer noch als Makel. Als die Body-Positivity Influencerin Ariane betrunken einen fettfeindlichen Wutanfall hat, geht dieser viral. Daraufhin sucht sie Zuflucht bei ihrer Cousine MJ und nimmt wieder Kontakt zu ihrer Ex-Freundin Nora auf, wodurch alle drei gezwungen sind, sich gemeinsam alten Verletzungen zu stellen, um nicht unterzugehen. SHIPWRECKED, geschrieben von Gabrielle Lisa Collard und Manal Drissi, ist eine scharfsinnige und humorvolle Auseinandersetzung mit weiblicher Freundschaft, Selbstbild und der Diskrepanz zwischen Selbst- und gesellschaftlicher Wahrnehmung.
 
Streamer/Sender: Télé-Québec
Produktion: Amalga Créations Médias
Creator: Gabrielle Lisa Collard, Manal Drissi
Regie: Marilyn Cooke
Cast: Fabiola Nyrva Aladin, Ariel Charest, Katia Lévesque

Photo © Flow, Cimarrón, Oficina Burman

SO FAR SO GOOD
Europapremiere | Comedy | Argentinien | Spanische OV mit englischen UT
Screening: 4×30′ — 16. September, 19:00 Uhr, CineStar
 
Vom international gefeierten argentinischen Filmemacher Daniel Burman, Schöpfer des für den International Emmy nominierten Films Yosi – Der reumütige Spion und Regisseur von Lost EmbracE, Transmitzvah und Der zehnte Mann, stammt So Far So Good. Ariel, ein erfolgreicher, aber erschöpfter Schriftsteller, kämpft darum, jung und attraktiv zu bleiben, während seine jüngere Frau ihn in ein anspruchsvolles Gesellschaftsleben verwickelt, seine fünf Kinder ihn wie einen Butler behandeln und seine betagten Eltern ständig seine Aufmerksamkeit fordern. Kurz vor seinem 50. Geburtstag, mit einem Körper, der ihm immer mehr zu schaffen macht, und dem Gefühl, sein Leben sei ein Betrug, verbietet ihm sein Arzt aufgrund eines Leistenbruchs, mehr als drei Kilo zu heben. Dies ist der Beginn einer Reise, auf der er herausfinden will, was ihn im Leben wirklich belastet. Wird er seine Freiheit zurückgewinnen oder wird ihn die Realität erdrücken?
 
Streamer/Sender: Flow
Produktion: Cimarrón (The Mediapro Studio), Oficina Burman (The Mediapro Studio)
Creator: Daniel Burman
Regie: Daniel Burman & Daniel Hendler
Cast: Benjamín Vicuña, Rita Cortese, Violeta Urtizberea, Jorge Bolani, Andrea Frigerio, Daniel Hendler

Photo © SRG, 3Sat, tellfilm

DER ENGELMACHER (THE ANGEL MAKER)
Deutschlandpremiere | Crime | Schweiz | Schweitzerdeutsche, Deutsche, Französische OV mit englischen UT
Screening: 2×46′ — 16. September, 20:45 Uhr, CineStar
 
Die Serie feierte gerade ihre Weltpremiere beim Filmfestival in Locarno. DER ENGELMACHER erzählt die Geschichte der Schweizer Ordensgemeinschaft Methernitha, die bis heute besteht, ihres Gründers Paul Baumann – dem Erfinder einer mysteriösen Energiemaschine – und der jungen Frauen, die ihn wegen Kindesmissbrauchs anzeigten. Die von Marina Klauser, deren Familie selbst Verbindungen zu der Gemeinschaft hat, kreierte und inszenierte Serie stützt sich auf Zeugenaussagen von Überlebenden und bisher unveröffentlichtes Archivmaterial. Sie entwickelt eine unverwechselbare Bildsprache, die die Überlebenden und nicht den Missbrauch selbst in den Vordergrund stellt.
 
Streamer/Sender: SRG & 3Sat
Produktion: tellfilm
Creator: Marina Klauser
Regie: Marina Klauser
Start in Deutschland: Dezember 2026, 3Sat

Photo © Little Door Production, Sky Studios

UNDER SALT MARSH
Deutschlandpremiere | Crime | Großbritannien | Englische OV
Screening: 2×50′ — 15. September, 20:45 Uhr, CineStar
Gäste: Claire Oakley
 
UNDER SALT MARSH ist eine Miniserie der Autorin, Creatorin und ausführenden Produzentin Claire Oakley (MAKE UP). Sie spielt in der fiktiven walisischen Stadt Morfa Halen mit einer eng verbundenen Community. Die Stadt schmiegt sich gefährlich zwischen hoch aufragenden Bergen und dem schnell vordringenden Meer, das ihre Existenz bedroht. Während sich auf der See ein Jahrhundertsturm zusammenbraut, entdeckt die ehemalige Polizistin und jetzige Lehrerin Jackie Ellis (Kelly Reilly, YELLOWSTONE, PRIDE & PREJUDICE, ebenfalls ausführende Produzentin) die Leiche ihres neunjährigen Schülers Cefin, der scheinbar ertrunken ist. Der Fund schockt die Gemeinde und lässt die Erinnerung an einen ungelösten Fall wieder aufleben, der die Stadt drei Jahre zuvor erschüttert hat – das Verschwinden von Jackies Nichte Nessa. Der Fall beendete damals Jackies Karriere bei der Polizei. Um die Hintergründe des Tods des Jungen zu ermitteln, kehrt auch Jackies ehemaligen Partner, Detective Eric Bull (Rafe Spall, TRYING, LIFE OF PI) als leitender Ermittler zurück nach Morfa Halen. Überzeugt von einem Zusammenhang der Fälle, müssen Jackie und Bull sich versöhnen und versuchen, lange gehütete Geheimnisse in Morfa aufzudecken, bevor der Sturm losbricht und alle Beweise für immer vernichtet werden. UNDER SALT MARSH ist eine intime und filmische Geschichte, die das Publikum mitten ins Herz einer Gemeinschaft führt, die eng mit der Natur verbunden und durch ein unfassbares Verbrechen erschüttert ist.
 
Produktion: Little Door Productions in Zusammenarbeit mit Sky Studios
Creator: Claire Oakley
Produzent:innen: Scott Bassett und Emma Duffy
Ausführende Produzent:innen: Elwen Rowlands für Little Door Productions, Claire Oakley, Kelly Reilly und Megan Spanjian für Sky
Cast: Kelly Reilly, Rafe Spall, Naomi Yang, Harry Lawtey, Lizzie Annis, Dino Fetscher
Start in Deutschland: 16. Oktober 2026, ZDF


Die Akkreditierung ist ab sofort möglich unter: https://www.serieslyberlin.com/de/akkreditierung/
 
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg.
Medienpartner ist Deadline.

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Seriesly Berlin gibt erste Sprecher*innen und die Eröffnungsserie bekannt

  • Matthieu Thollin, Chief Operating Officer von Mediawan International, kommt für einen „Fireside Chat“ zur Seriesly Berlin Conference
  • Die deutsch-tschechische Dramedy „JOSSI“ eröffnet als Weltpremiere am 14. September das Festival
  • Der Seriesly Creators Track präsentiert die Case Study zu „Splash House“ und ein Panel über den Aufbau eigener Creators Units großer Produktionshäuser
  • Teilnahmephase der europäischen Konsultation „Stories at Risk“ gestartet
  • Early-Bird-Akkreditierungen bis 10. August 2026



Seriesly Berlin gibt die ersten Speaker*innen für die diesjährige Conference sowie die Eröffnungserie bekannt: Matthieu Thollin, der neu ernannte Chief Operating Officer von Mediawan International, wird im Rahmen der Seriesly Berlin Conference (15.–16. September) auf der Bühne sein. Seriesly Berlin Premieres wird am Montag, 14. September, mit der Weltpremiere der ersten drei Folgen von JOSSI eröffnet, einer deutsch-tschechischen Dramedy von Creator Dimitrij Schaad mit Jannik Schümann und Nilam Farooq, produziert von Odeon Fiction für SWR und ARTE. Early-Bird-Akkreditierungen sind bis zum 10. August 2026 erhältlich. Die Conference und viele der Seriesly Berlin Premieres finden in der Fotografiska Berlin statt, dem Museums-, Ausstellungsraum und Kulturzentrum in Berlin-Mitte. Mehr unter: serieslyberlin.com.
 
Fireside Chat mit Matthieu Thollin, COO von Mediawan International
 

Seriesly Berlin begrüßt Matthieu Thollin, seit Juni 2026 Chief Operating Officer von Mediawan International zu einem Fireside Chat. Seine Berufung fällt mit dem zehnjährigen Jubiläum von Mediawan zusammen. Heute vereint das unabhängige europäische Studio fast 100 Produktionsfirmen in 15 Ländern, produziert jährlich mehr als 450 Titel und ist dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion über den Vertrieb bis hin zur Ausstrahlung tätig.
 
Das Gespräch steht ganz im Zeichen von Mediawans Vision eines Ökosystems aus unternehmerisch geführten Produktionsfirmen – eines, das kreative Unabhängigkeit mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbindet. In seiner neuen Funktion ist Matthieu Thollin dafür verantwortlich, die Zusammenarbeit und Koproduktionen innerhalb dieses internationalen Ökosystems zu stärken. Zudem koordiniert er gemeinsam mit Elisabeth d’Arvieu, Group Chief Content Officer von Mediawan und CEO von Mediawan Pictures, die Aktivitäten der Labels auf internationaler Ebene, insbesondere in Europa und Afrika. Dies bietet einen Einblick darin, wie geistiges Eigentum, kreatives Talent und internationale Partnerschaften das nächste Kapitel europäischer Medieninhalte prägen.

Während die europäische audiovisuelle Branche weiterhin neue Modelle der Zusammenarbeit und Finanzierung entwickelt, spiegelt Thollins Sichtweise die Chancen und Herausforderungen wider, die sich aus der Verbindung von kreativem Unternehmertum, internationalen Partnerschaften und lokal verwurzeltem Storytelling ergeben – Themen, die die Zukunft der europäischen Landschaft für fiktionale Inhalte zunehmend prägen.

Seriesly Creators mit Case Study zu „Splash House“ und einem Panel darüber, wie große Produktionsfirmen ihre eigenen Creator-Units aufbauen
 
Seriesly Creators, ein neuer Conference Track, der sich dem Geschäft mit Creator-IP, Plattform-Entertainment und neuen Serienmodellen widmet, präsentiert eine Fallstudie zum großen deutschen Creator-Event „Splash House“, vorgestellt von Henrik Wittmann, Director LEONINE C_, und Laura Caciauna, der jüngsten Gewinnerin des German Entertainment Award (VFF Best Talent – Redaktion). LEONINE C_ ist eine neue Einheit innerhalb von LEONINE Studios, die sich auf Creator-Entertainment, Branded Content und digitale Formate konzentriert.
 
„Splash House“, entwickelt und produziert von der Digital-Unit der i&u Studios, die nun in LEONINE C_ integriert wird, ist eine deutsche Creator-Veranstaltungsreihe, die führende TikTok-Creators und ihre Communities zusammenbringt. Durch die Kombination von Live-Unterhaltung, Creator-Kultur und sozialen Medien schafft sie sowohl vor Ort als auch auf digitalen Plattformen ein immersives Erlebnis und hat sich mit mehr als 225 Millionen Aufrufen auf TikTok, Instagram, YouTube und Twitch in ihrer zweiten Staffel als eines der führenden deutschen TikTok-Creator-Events etabliert.
 
Die folgende Podiumsdiskussion befasst sich mit einem übergreifenden Branchentrend: Große Produktionsfirmen positionieren Tochtergesellschaften und Labels als Brücke zur Creator-Economy. Henrik Wittmann diskutiert u.a. mit Kai Fischer, Leiter von Constantin Creators bei Constantin Entertainment, wo er einen Geschäftsbereich aufgebaut hat, der Inhalte als ganzheitliches System aus Content, Vertrieb und Monetarisierung betrachtet – zunehmend unterstützt durch KI. Formate werden von Anfang an gemeinsam mit Marken, Creators und Plattformen entwickelt, mit klaren Rechte- und Ertragsstrukturen.

Stories at Risk: Aufruf zur Teilnahme jetzt bis zum 10. August offen
 
Stories at Risk: Kulturelle Vielfalt, Demokratie und Debatte auf dem Screen ist ein von Seriesly Berlin entwickeltes europäisches Konsultations- und Think-Tank-Projekt, das die Bedingungen für kreative Freiheit, kulturelle Vielfalt und Storytelling in europäischen Serien untersucht.
 
Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an Autor:innen, Produzent:innen, Rundfunkanstalten, Streaming-Plattformen, Festivals und Märkte, Filmförderungen und andere öffentliche Einrichtungen, noch bis 10. August an der anonymen, ca. 10-15minütigen Umfrage teilzunehmen unter https://survey.lamapoll.de/Stories-at-Risk/en. Die Ergebnisse fließen in die Online-Think-Tank-Sitzungen von Stories at Risk ein und werden bei der Seriesly Berlin vorgestellt und im Nachgang veröffentlicht.
 
Die Initiative wird vom Pilotprogramm für Serienkoproduktionen des Europarats gefördert und von einem europaweiten Netzwerk führender Festivals, Märkte, Berufsverbände und Branchenorganisationen unterstützt.


Seriesly Berlin Premieres eröffnet mit der Weltpremiere der deutsch-tschechischen Dramedy „JOSSI“

Mit Jannik Schümann („Sisi“, „Monster Hunter“), Nilam Farooq („Where’s Wanda?“, „Call My Agent Berlin“) und Thomas Loibl („Konklave“, „Toni Erdmann“) in den Hauptrollen feiert die deutsch-tschechische Dramedy „JOSSI“ über einen Kulturkonflikt am Montagabend, 14. September, bei Seriesly Berlin mit den ersten drei Folgen ihre Weltpremiere. Die sechsteilige Serie, deren Schöpfer der Schauspieler Dimitrij Schaad („Kleo“, „Die Känguruh Chroniken“) ist, mit Jonas Zimmermann als Headwriter und den Drehbuchautoren  Leo Khasin und Andrej Sorin sowie unter der Regie von Wolfgang Groos. Die Serie wurde in und um Prag gedreht und wurde von Odeon Fiction für den SWR und ARTE produziert. “JOSSI” wird im Herbst 2026 auf ARTE und in der ARD ausgestrahlt.

Der ambitionierte Wanja (Jannik Schümann) ist als Schauspieler so weit unten angekommen, dass er in einem Escape-Room arbeitet und wohnt. Seine Eltern Boris (Rezo Tschchikwischwili) und Sveta (Marina Weis) betreiben ein russisches Restaurant, das sie nur mit Bilanz- und Kaviarfälschung vor dem Konkurs retten können. Als ein internationaler Streaming Dienst ein Casting für eine große Filmproduktion unter der Regie des amerikanischen Star-Regisseurs Sam Rosenberg (Thomas Loibl) ausruft, die aufgrund von Diversity-Richtlinien aber nur mit einem jüdischen Schauspieler besetzt werden darf, lügt Wanja kurzerhand vor, einer zu sein. Was könnte da schon schief gehen? Wenn da nicht seine jüdische Schauspiel-Partnerin Dana Gold (Nilam Farooq) wäre, die ihm auch noch sehr sympathisch ist.

Weitere Programmdetails und Partner werden bald bekanntgegeben.

Die Akkreditierung ist ab sofort möglich. Early Bird Preise gelten bis zum 10. August 2026.

Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg. Medienpartner ist Deadline.

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Seriesly Berlin mit einer starken 2. Staffel

Die zweite Ausgabe von Seriesly Berlin ging gestern Abend mit der Deutschlandpremiere der belgischen Serie „Oh, Otto!“ erfolgreich zu Ende. Das Festival begann bereits am Montag mit sehr gut besuchten Screenings der Seriesly Berlin Premieres (15.-18. September), bei denen acht internationale Serien vor ihrer deutschen Ausstrahlung im Fernsehen oder bei Streaming-Plattformen gezeigt wurden, gefolgt von der zweitägigen Seriesly Berlin Conference (17.-18. September) in der Fotografiska Berlin. Mit mehr als 400 akkreditierten Branchenvertreter:innen – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr – begrüßte die Konferenz internationale Expert:innen, Referent:innen und Kreative zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft des seriellen Storytellings. Insgesamt 16 internationale Projekte – acht im Rahmen des Seriesly Berlin Co-Pro Pitch und acht im Rahmen des Seriesly Berlin Writers’ Pitch – konkurrierten darüber hinaus um verschiedene Preise.


„Seriesly Berlin 2025 hat das große Interesse an mutigen, nuancierten und zukunftsweisenden Serienformaten deutlich gemacht – und dabei die zentrale Frage „Are we content with content?“ in den Mittelpunkt gestellt. Das engagierte Publikum in Kinos und Konferenzräumen, inspirierende Diskussionen und die internationale Atmosphäre haben diese vier Tage zu etwas ganz Besonderem gemacht. Gleichzeitig wurde durch das Festival deutlich, dass die Zukunft des Storytelling in Kollaboration, Innovation, Vielfalt und im Dialog liegt“, sagt Festivalleiter Dennis Ruh. „Ich möchte unseren Partner:innen herzlich für ihre Unterstützung danken – gemeinsam haben wir ein Festival gestaltet, das die Kreativität von heute feiert und aktiv definiert, wohin sich das serielle Storytelling entwickelt.“


Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard Berlin-Brandenburg: „Wir freuen uns, die zweite Ausgabe von Seriesly Berlin zu unterstützen und die nationale und internationale Serien-Creator-Szene in der deutschen Hauptstadt zusammenzubringen. Wieder hat das Festival neue Stimmen und spannende Projekte ins Rampenlicht gerückt und gezeigt, wie serielles Storytelling zukunftsweisend gedacht werden kann. Es hat einen wertvollen Raum für Begegnungen, Austausch und Inspiration geschaffen. Vielen Dank an das gesamte SERIESLY-Team für dieses großartige Programm!“


Sechs Gewinner:innen der Seriesly Berlin Pitch Sessions

Beim Seriesly Co-Pro Pitch und dem Seriesly Writers’ Pitch konkurrierten 16 internationale Projekte um mehrere Preise: Der Gewinner des Seriesly Berlin Writers‘ Pitch Award, gesponsert von UFA Fiction, ist „The People We Eat“ (Italien/Dänemark) von Ilaria Fravolini, ausgezeichnet mit 1.000 Euro. Die Jury, bestehend aus Angela Hawkins (Leonine Studios), Autor und Vorjahresgewinner Michael Griessler und Cia Edström (Göteborg Film Festival), sagt:: „Wir haben uns für ein Projekt entschieden, das das Horrorgenre durch die Linse des Absurden und Sarkastischen betrachtet! Es behandelt Familiendynamiken auf sehr unkonventionelle Weise, aber dennoch auf eine Art und Weise, die unserer Meinung nach für viele nachvollziehbar ist, auch wenn es vielleicht schwer zu verdauen ist. Wir sind hungrig nach mehr!“

„All Our Fathers Are Dead“ (Deutschland) von Alexander Tanglao und Miguel Gallo erhielt eine Special Mention. Die Jury sagt: „Wir möchten ein Projekt besonders erwähnen, das sich mit der Frage beschäftigt, wer man wirklich ist und wie man seine Rolle in der Gesellschaft findet, ohne ein echtes Vorbild zu haben.“

Der Gewinner des Seriesly Berlin Co-Pro Pitch Award ist „Villa Hilda“ (Finnland, Schweden) von Roosa Toivonen und Eriikka Etholen-Paju, ausgezeichnet mit 1.000 Euro. Die Jury, bestehend aus Roy Ashton (The Gersh Agency), Hugo Rosak (Karlovy Vary Film Festival / Stairway Films) und Produzentin Marina Williams), sagt: „Der Jurypreis geht an ein Projekt, das dem Publikum ein seltenes Geschenk macht: ein Gefühl von Leichtigkeit und Hoffnung. Es lädt die Zuschauer:innen zu einer romantischen Comedy-Serie ein, in der die Last des Alltags der Heilung von Verlusten, der Wiederentdeckung von Selbstvertrauen und einem Neuanfang weicht. Wir waren beeindruckt von der Klarheit des Pitches und der Vision der Schöpfer:innen für ein Ensemble von Charakteren, die gemeinsam eine Welt gestalten, die sowohl klar definiert als auch emotional fesselnd ist. Die Tiefe jeder dieser Figuren war bedeutend. Mit seinem zeitgenössischen Thema, das mehrere Generationen umfasst und in einem Genre verwurzelt ist, das über Grenzen hinweg Anklang findet, ist das Projekt auch kommerziell vielversprechend. Für diese Ausgewogenheit zwischen Herz, Handwerk und Reichweite geht der Hauptpreis an Villa Hilda.“

Eine Special Mention erhielt „The Last Family on Earth“ (Deutschland) von Elena Lyubarskaya. Die Jury sagt: „Die Jury vergibt eine Special Mention an ein Projekt, das sich durch seinen Humor, seine Originalität und seine frische Perspektive auf Familienleben auszeichnet. Es fängt die alltäglichen Gegensätze ein – das Yin und Yang zwischen Komik und Tiefgang – durch Charaktere, die in Situationen verankert sind, die sowohl universell als auch einzigartig persönlich wirken. Als Animation wird es schwierig zu realisieren und komplex zu koproduzieren sein, doch die Klarheit der Vision und die Energie des Pitches haben uns überzeugt, das Projekt „The Last Family on Earth“ mit einer Special Mention auszuzeichnen.“

Der SteinbrennerMüller Award für die besten deutschsprachigen Projekte beim Seriesly Berlin Writers‘ Pitch ging an „The State Operetta“ (Österreich) von Daniel Hoesl und Julia Niemann. Die Jury sagt: „ Wir sind der Meinung, dass das Politainment in Deutschland noch einmal eine Chance erhalten sollte. Und wenn es dann noch einen Schalko-Drive bekäme, dann wäre es unbedingt noch einen Versuch wert. Angesichts des allgemeinen Überdrusses an der heimischen Politik glauben wir, dass sich das Publikum mit Freude den Untiefen des Politikbetriebs eines anderen Landes widmen würde. Und dann auch noch Österreich, das Land von Ibiza, Benko und Sebastian Kurz. Besonders gefallen hat uns, dass sich The State Operetta mit Themen aus dem Hier und Jetzt befasst und keine Rückschau hält.“

Beim Seriesly Berlin Co-Pro Pitch ging der Preis an „The Last Family on Earth“ (Deutschland) von Elena Lyubarskaya. Die Jury sagt: „ Das Projekt ist eine apokalyptische Wunderkerze, die schon beim Pitch den Saal entfacht hat. Wenn die Macher:innen es schaffen, den Stoff gut zu animieren, ist es die beste Gelegenheit Desaster unterhaltsam, vergnüglich und auch bedeutsam zu erzählen. Wir freuen uns besonders auf den Prepper, dessen Mühen sich angesichts des Weltendes endlich auszahlen.“ Die Jury bestand aus den Produzentinnen Katja Bäuerle und Susanne Mann sowie Journalist Jan Freitag. Beide Gewinner erhalten ein Kommunikationskonzept im Wert von 2.000 Euro von der Berliner PR-Agentur SteinbrennerMüller Kommunikation.


Unter den internationalen Sprecher:innen der Konferenz waren u.a. Roy Ashton (Partner, Gersh Agency), Lada Dobrkovská (Produzent, Local TV Content CZ&SK | CANAL+), Ina Eck (COO, Co-Founder Fabiola), Can Evrenol (Regisseur, Produzent, Autor), Nayef Hammoud (Co-Creator, Non-Issue), Be Inthavong (Creative Director, Jim Thompson), Kaan (Content Creator mit 4 Mio. TikTok Follower:innen und einer Reichweite von mehr als 1 Mio. auf YouTube und 500.000 auf Instagram), Florence Kasumba (Schauspielerin, Tatort, Black Panther, House of Bellevue), Henning Kamm (Produzent REAL Film), Philipp Käßbohrer (bildundtonfabrik), Sebastian Krekeler (ZDF Studios), Pamela Kretzschmar (ITV Studios Germany), Lisa Kreimeyer (Director Series Netflix DACH), Nataly Kudiabor (Managing Director & Executive Producer, UFA Fiction), Libby Lenkinski (Gründerin, Albi Fund), Marlene Melchior (Serial Eye Alumna), Matthias Murmann (bildundtonfabrik),  Miira Paasilinna (COO, Anagram Group; Managing Director, Anagram Sweden), Rahul Patel (Principal Analyst, Ampere Analysis), Gal Rosenbluth (Co-Creator, Non-Issue), Lasse Scharpen (Produzent, Studio Zentral; Produzent von Love Sucks und von „In die Sonne schauen“ — Deutschlands Oscar-Beitrag, Gewinner des Cannes Jury Prize), Jochen Schropp (Schauspieler, Moderator und Reality TV Podcast co-host), Igor Simić (serbisch-amerikanischer Künstler und Filmemacher), Darina Su (TikTok Creator mit mehr als 700,000 Follower:innen), Yousef Sweid (Schauspieler, Regisseur), Stijn Van Kerkhoven (Creator, Regisseur) und Klaus Zimmermann (Koproduzent und Serial Storytelling Mentor).

Erste Premieren- und Panelhighlights von Seriesly Berlin

Der Countdown für die zweite Ausgabe von Seriesly Berlin, dem pulsierenden Festival und Branchenevent für die Zukunft des seriellen Storytellings, läuft. Vom 15. bis 18. September bringt Seriesly Berlin Kreative, Branchenprofis und Serienfans aus aller Welt an vier Tagen zu Paneldiskussionen, Workshops, Screenings und Networking, mit dem Branchenfokus in der Fotografiska Berlin, zusammen. Frühbucherpreise für Akkreditierungen sind bis zum 15. August verfügbar.
 
Das Festival beginnt am Montag, dem 15. September, mit den Seriesly Berlin Premieres, die ein vielfältiges und spannendes Programm internationaler Serien präsentieren, die in Deutschland vor ihrem deutschen TV- oder Streaming-Debüt Premiere feiern. Zu den ersten angekündigten Highlights gehören das von der Kritik gefeierte und mit Spannung erwartete belgische Queer-Drama „Oh, Otto!”, der kolumbianische Coming-of-Age-Thriller „Eve’s Rib” über junge Menschen, die ihre Sexualität entdecken, während sie von einem Serienmörder gejagt werden, die deutsche Serie „House of Bellevue”, die in der schillernden Ballroom-Szene Berlins spielt, die kasachische Serie „Kazakh Scary Tales” über einen Ermittler, der einen übersinnlichen Fall lösen muss, und die kanadische Dokumentarserie „Sanajiit (Inuit Makers)”, die das Publikum in die Kultur der Inuit eintauchen lässt. Diese Serien spiegeln das Ziel des Festivals, neue und ungewöhnliche Geschichten aus aller Welt zu zeigen, und sie für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
 
„Mit dem diesjährigen Programm bleiben wir unserer Mission treu, Räume für Geschichten und Themen zu schaffen, die auf anderen Bühnen bislang keinen Platz finden. Wir wollen den unterschiedlichen Stimmen eine Plattform geben und Themen hervorheben, die häufig unausgesprochen bleiben. Mit Seriesly Berlin wollen wir auch das Unerwartete zeigen, zu Gesprächen anregen und aktiv dazu beitragen, den Horizont des seriellen Erzählens zu erweitern“, sagt Festivaldirektor Dennis Ruh.

Erste Höhepunkte der Seriesly Berlin Conference (17.–18. September) 
 

Viele der diesjährigen Konferenzpanels wurden gemeinsam mit Programmpartner:innen entwickelt, deren wertvolle Expertise zum Programm beiträgt, darunter die Branchenkonferenz TV Drama Vision des Göteborg Film Festivals, die Initiative Queer Media Society, die sich gegen die Diskriminierung der LGBTQIA+-Community einsetzt, das Fantasy Filmfest sowie der Albi Fund, der erste unabhängige Filmfonds für Produktionen von oder über Israelis und Palästinenser:innen, der sich ganz der Gleichberechtigung und Demokratie verschrieben hat.

Eines der Highlights dieses Jahres ist die Podiumsdiskussion „Dressed To Impress: Fashion as a Narrative Force” mit dem in Laos geborenen, international renommierten Designer Be Inthavong, Creative Director bei Jim Thompson. Unter seiner Führung hat sich die Marke über die Verwendung von Seide hinaus auf Bekleidung, Accessoires und Wohnaccessoires ausgeweitet und würdigt damit auch das reiche kreativ-handwerkliche Erbe Thailands. Inthavongs enge Zusammenarbeit mit dem Kostüm- und Set-Department der neuesten Staffel von „The White Lotus“ – gedreht in Thailand – führte dazu, dass seine eleganten Kaftane und charakteristischen Textilien zu einem integralen Bestandteil der Bildsprache der Serie wurden. Die Podiumsdiskussion untersucht, wie Designer:innen und Modemarken TV-Serien als kreative Plattformen nutzen, wie Produktplatzierung zu kultureller Währung wird und wie Serienmacher:innen von stilvollen, storygetriebenen Kooperationen in einer Zeit profitieren können, in der Serien Trends in Mode, Innenarchitektur und Lifestyle-Kultur setzen.

Das Panel „Storytelling 2030: Who Pays, Who Plays? Power, Platform, and the Price of Creativity in a Changing World” untersucht, wie der Greenlight-Prozess heute nicht nur von großartigem Storytelling abhängt, sondern auch von strategischen Partnerschaften und der Navigation durch eine sich wandelnde Finanzierungslandschaft. An dem Panel nehmen Branchenexpertinnen wie Benjamina Mirnik-Voges (VP Original Production, The Walt Disney Company Germany) und Sabine de Mardt(Präsidentin Gaumont Germany) teil. In „Nordic-German Co-Producing“ in Zusammenarbeit mit dem Göteborg Film Festival – TV Drama Vision diskutieren Kreative und Medienschaffende aus beiden Regionen über Chancen und Herausforderungen bei nordisch-deutschen Kooperationen. Miira Paasilinna (COO Anagram Group und Geschäftsführerin Anagram Sweden) bringt umfangreiche Erfahrung in der Produktion und dem Vertrieb internationaler Produktionen mit, darunter die erste nordische Originalproduktion von Disney+ „To Cook a Bear“ und „Thin Blue Line“ Staffel 3 (SVT).

Unter dem Titel „Beyond the Usual Suspects: Reinventing Co-Productions“ befasst sich das Panel mit Beispielen für Koproduktionen zwischen atypischen Territorien, die anspruchsvolle Märkte bedienen, aber auch auf den Wunsch eines globalen Publikums nach mehr interkulturellen Erzählungen reagieren. Darüber hinaus präsentiert Klaus Zimmermann, Koproduzent und Serial Storytelling-Mentor, eine Case Study von „Drops of God“, die gefeierte dreisprachige (Englisch, Französisch, Japanisch) Koproduktion zwischen Apple, Hulu und TV France, die 2024 mit dem International Emmy Award ausgezeichnet wurde. Rahul Patel (Principal Analyst, Ampere Analysis) wird mit Big-Data-Unterstützung die Marktrealität und die Chancen für Koproduktionen im Jahr 2025 aufzeigen.

In „Stories for Tomorrow: How Collaborative Palestinian and Israeli Writing Transforms Television“ zeigen palästinensische und jüdische Kreative aus dem Programm „Shared Society on the Small Screen“ des Albi Fund, wie gemeinsames Geschichtenerzählen die Darstellung und das Verständnis von Identitäten verändern kann. Durch Drama, nuancierte Erzählungen und zutiefst menschliche Geschichten untersuchen sie, wie Kunst Vorurteile hinterfragen, Empathie fördern und Veränderungen anregen kann. Der Schauspieler und Regisseur Yousef Sweid („The Goat“, „Between the River and the Sea“, „Unorthodox“, „The Spy“), die Co-Creators von „Non-Issue“ Nayef Hammoud und Gal Rosenbluth, die Programmdirektorin Keren Michaelund die Albi-Gründerin Libby Lenkinski berichten, wie ihre Partnerschaften eine Zukunft gestalten, die auf Komplexität, Neugier und Verbundenheit basiert.

„What The Heck Is A Queer Show?! Queerness in Mainstream TV“ befasst sich in Zusammenarbeit mit der Queer Media Society mit den anhaltenden Herausforderungen bei der Darstellung von Queerness im Fernsehen. Mit: Stijn Van Kerkhoven, Schöpfer und Regisseur von „Oh, Otto!“. In „Building Fear That Stays With You: How Horror Works in Episodes“ in Zusammenarbeit mit dem Fantasy Filmfest diskutieren Serien- und Filmemacher zum Thema episodisches Horror-Drehbuchschreiben. Der türkische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Can Evrenol („Baskın“, „Housewife“, „Çıplak“) und der deutsche Regisseur und Drehbuchautor Till Kleinert („Der Samurai“, „Hausen“) zeigen auf, wie sich langfristige Angst, Spannungsaufbau und Mythologien in seriellen Erzählungen auf einzigartige Weise entfalten können und so tiefere Charakterbögen und emotionalen Horror ermöglichen.


Die diesjährige Workshop-Reihe reicht von Veranstaltungen mit Fokus auf Produzent:innen – wie „Germany 2026: Film & Series Funding – Turning New Rules into Opportunities“, wo praktische Einblicke in die neuesten Entwicklungen der deutschen Filmfinanzierung von Expert:innen der Produktionsallianz und PROG Producers of Germany gegeben werden – bis hin zu Formaten für Serienautor:innen wie „Development Hell“ der renommierten Drehbuchautorin und kreativen Produzentin Elena Lyubarskaya („Pauline“, demnächst „The City of Blood“), die sich mit einem häufigen Dilemma vieler Drehbuchautor:innen befasst: Warum Projekte in endlosen Überarbeitungen stecken bleiben und wie man sich daraus befreien kann.

Seriesly Berlin Premieres (15.-18. September)

Eve’s Rib (La Costilla de Eva) (Kolumbien)
Dieses packende Drama spielt in einer kolumbianischen Stadt, die von einem Serienmörder heimgesucht wird, der es auf Homosexuelle abgesehen hat. Es handelt von einer Gruppe junger Menschen, die inmitten von Angst und Vorurteilen ihre Sexualität entdecken. Mit komplexen Charakteren wie Gustavo, einem Teenager, der sich noch nicht geoutet hat, und Sara, einer Transgender-Beraterin, die gesellschaftliche Normen in Frage stellt, erzählt „Eve’s Rib“ eine kraftvolle, eindringliche Geschichte über Mut und Akzeptanz.
Sender: Colombian Television, Production: Cóncavo Films
Director: James Camargo De Alba
 
House of Bellevue (Deutschland)
Dieses musikorientierte Drama begleitet den 19-jährigen Emiel, der aus einer Kleinstadt flieht, um in die schillernde Ballroom-Szene Berlins einzutauchen. Inmitten von Themen wie Identität, Wahlfamilie und queerer Liebe muss sich Emiel mit den Regeln der Gemeinschaft auseinandersetzen, die ihn aufnimmt – sich anpassen oder ausbrechen. „House of Bellevue“ ist ein lebendiges Porträt von Resilienz und Zugehörigkeit.
Sender: ZDFneo, Produktion: Don’t Panic Films GmbH
Regie: Kai S. Pieck, Toby Chlosta, Gabriel B. Arrahnio
Cast: Florence Kasumba, Komi M. Togbonou, Ricco-Jarret Boateng, Nora Henes, Abed Haddad, Kawian Paigal, Ilonka Petruschka, Robin Kadet, Lie Ning, Binta Yaffa
 
Kazakh Scary Tales (Kasachstan)
Der Ermittler Birzhan, der verzweifelt auf eine Beförderung wartet, nimmt sich ungelöste Fälle aus abgelegenen Dörfern vor – Fälle, die von Geheimnissen umgeben sind, ohne Beweise und ohne logische Erklärungen. Birzhan glaubt nicht an Übersinnliches. Aber in einem Dorf verschwinden Säuglinge, und die Ältesten flüstern von einem uralten Fluch – Albasty, einem finsteren Geist. Die Einheimischen geben Wölfen die Schuld, aber Birzhan vermutet etwas weitaus Schrecklicheres.
Sender: Freedom Media OTT, Produktion: Freedom Media
Regie: Adilkhan Yerzhanov
 
Oh, Otto! (Belgien)
Diese vielbeachtete belgische Serie ist eine frische, realistische Darstellung des queeren Lebens in Brüssel. Otto, ein charmanter und etwas unbeholfener 26-Jähriger, muss sich nach dem Ende einer fünfjährigen Beziehung mit Liebeskummer und Identitätsfragen auseinandersetzen. Vor dem Hintergrund der lebendigen queeren Community erkundet „Oh, Otto!“ mit Wärme und Humor Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und Zugehörigkeit.
Sender: Streamz, Produktion: Eyeworks Film & TV Drama
Regie: Stijn van Kerkhoven, Cast: Jonathan Michiels, Jennifer Heylen
 
Sanajiit (Inuit Makers) (Kanada)
Eine 13-teilige Dokumentarserie, die das Publikum in den Alltag und die kreative Welt der Inuit-„Macher” in Nunavut einführt. Mit einem Slow-TV-Ansatz würdigt „Sanajiit” die Traditionen, das Handwerk und den generationsübergreifenden Prozess des Lernens durch praktisches Tun der Inuit und bietet einen seltenen, eindringlichen Einblick in eine Kultur, die von Natur und Gemeinschaft geprägt ist.
Sender: Uvagut TV, Produktion: Isuma TV
Regie: Susan Avingaq, Gabriela Gamez, Carol Kunnuk

Akkreditierungen sind ab sofort möglich unter www.serieslyberlin.com. Early Bird Preise laufen bis 15. August 2025.

Seriesly Berlin is gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Medienpartner ist Deadline.

Seriesly Berlin erfolgreich zu Ende gegangen

Mit der Deutschlandpremiere der spanischen Drama-Serie „Dressed in Blue“ ist gestern Abend die erste Ausgabe des neuen Festivals Seriesly Berlin erfolgreich zu Ende gegangen. Zwei Tage lang diskutierten mehr als 300 internationale Branchengäste unter der Überschrift „Let’s talk Seriesly!“ bei den Panels, Talks, Workshops und Masterclasses der Seriesly Berlin Conference in der Fotografiska in Berlin-Mitte. Zehn internationale Serienprojekte konkurrierten im Rahmen der Seriesly Pitches um den mit 2.500 Euro dotierten Preis. Die Seriesly Berlin Screenings zeigten von Montag bis Mittwoch sechs neue internationale Serien, alle noch vor ihrer deutschen TV- oder Streamingpremiere. Eröffnet wurden die Screenings im vollbesetzten Hackesche Höfe Kino mit der ersten deutschen Vampir-Comedy „Der Upir“ mit „Jerks“- Star Fahri Yardim und Indie-Ikone Rocko Schamoni in Anwesenheit der Filmcrew.

„Wir freuen uns über die erfolgreiche erste Ausgabe von Seriesly Berlin,“ so Eike Faecks, einer der Gründer und Direktor des Festivals. „Die Kombination von Konferenz in der Fotografiska und Kinoscreenings wurde sehr gut angenommen. Unsere Besucher*innen nutzten die zahlreichen Gelegenheiten auch bei kompaktem Programm für fruchtbaren Austausch und Diskussion. Wir möchten uns bei allen Speaker*innen, Talents, Gästen, Teilnehmenden und unserem Team bedanken. Wir haben schon jetzt zahlreiche Ideen für die Weiterentwicklung des Formats und Season 02 in 2025!“

Nach einer ersten Feedbackrunde zum Abschluss des Konferenzblocks lädt nun das Seriesly Berlin-Team Kreative und die Serienbranche explizit zum weiteren Austausch zur Entwicklung ein, entsprechend einer der essentiellen Erkenntnisse des Panels „Breaking the Cycle: Innovating Conference Programming“, dass der direkte und permanente Draht zu den Stakeholders essentiell für Innovation und das Schaffen von Mehrwerten sowie das Treffen von Bedarfen ist.

Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung Medienboard Berlin-Brandenburg: „Eine gelungene Premiere von Seriesly Berlin! Mit der Förderung des Festivals wollten wir für die nationale und internationale Branche eine neue attraktive Veranstaltung für den kreativen Austausch der Branche etablieren. Mit Panels zu Genre als trojanischem Pferd oder den Schnittstellen zu Gaming und Social Media bis hin zur Position weiblicher Charaktere, zu Programm Perspektiven von Prime Video oder Persönlichkeitsrechten: Das Programm hat einen guten Überblick ermöglicht und man hat gemerkt, dass alle eine Leidenschaft für das serielle Storytelling verbindet. Danke an das Seriesly-Team für ihr Engagement, wir sind gespannt auf die nächste Ausgabe!“ Seriesly Berlin wird vom Medienboard gefördert.

„Existence“ gewinnt Seriesly Pitches

Bei den Seriesly Pitches konkurrierten 10 internationale Serienprojekte um den mit 2.500 Euro dotierten Preis, der von einer internationalen Expert*innenjury, bestehend aus Josie Cyrus (The Ink Factory), Isaure Pisani-Ferry (Creator and Head Writer of Becoming Karl Lagerfeld) und Produzentin Solmaz Azizi (Studio Zentral), vergeben wurde. Ausgezeichnet wurde “Existence” von Michael Griessler, „ein Projekt das große Träume hat mit einem großen Spielraum für die Vorstellungskraft,“ so die Jury. „Wir hoffen, dass wir durch die Auszeichnung dieses Projekts den Autor anspornen können, den Mut zu haben, seine fantasievolle Welt direkt mit den eigenen Schmerzen, Freuden und Hoffnungen zu füllen.“ Darüber hinaus wurde das Projekt „Medium“ von Emre Mirza, „das sich mit dem Thema Gemeinschaft und den tief verwurzelten Ängsten, die wir alle in der heutigen Welt haben, befasst“, mit einer lobenden Erwähnung der Jury gewürdigt.

Unter den internationalen und nationalen Sprecher*innen der Konferenz waren u.a. Emmy-Gewinnerin Jenji Kohan („Orange is the New Black“, „Weeds“), Creative Consultant Tatjana Samopjan (Fractal Volcano, Stockholm), die die Eröffnungskeynote unter der Überschrift „Real Imagination“ hielt, Christian Beetz (beetz brothers film production), Francesco Capurro (Series Mania Forum), der Emmy-nominierte spanische Autor Alvaro Carmona („Show Yourself“), TikTok-Influencer Theo Carow, Mel Eslyn (Duplass Brothers Productions), Olivier Fox („Nu“, „Osmosis“), Henning Kamm (Real Film), Nataly Kudiabor (UFA Fiction), Marge Liiske (Industry@Tallinn & Baltic Event), Marc Lorber (The Art of Coproduction), Ljubica Lukovic („Awake“), Jorgo Narjes (X Filme Creative Pool), Lucas Ochoa („American Honey“, „The Witch“, „Gangs of London“), Caroline Rosales („Miki Unchained, Christoph Schneider (Prime Video), Anna Rohde-Seyfried (Beta Film, München), Gaia Tridente (MIA – Mercato Internazionale Audiovisivo), Maša Marković (Sarajevo Film Festival) und viele mehr. Masters of Ceremony waren Yolanda Rother (The Impact Company) und der ukrainische Stand-up-Comedian Pavlo Voytovych.

Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und hat den Förderpreis im Wettbewerb „Innovative Veranstaltungsformate“ des Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewonnen. Medienpartner ist SPOT media & film.

Mehr unter:

www.serieslyberlin.com

Foto: (c) Seriesly Berlin

Countdown! In einer Woche eröffnet das Seriesly Berlin Festival 

In einer Woche eröffnet das neue Festival Seriesly Berlin, das im öffentlich zugänglichen Programm sechs neue, in Deutschland noch nie gezeigte, internationale Serien, alle noch vor ihrer deutschen TV- oder Streamingpremiere präsentiert: Von der ersten deutschen Vampir-Comedy „Der Upir“ (Festivalpremiere) mit „Jerks“- Star Fahri Yardim und Indie-Ikone Rocko Schamoni, der französischen Dramaserie „The Trigger“ (Deutschlandpremiere), die in der Welt des Profifußballs spielt, über die amerikanische Coming-of-Age Serie „Penelope“ (Europapremiere) über eine 16-jährige, die in der Wildnis sich selbst findet, die südafrikanische Serie „Spinners“ (Deutschlandpremiere) über Ethan, der sich mithilfe seines Talents für den extremen Motorsport Spinning einen Weg aus der Kriminalität erhofft, bis hin zur niederländischen Dokuserie „The Underground Railroad“ (Weltpremiere) über das Untergrundnetz, das Mitte des 19. Jahrhunderts tausenden versklavten Menschen bei der Flucht aus den südlichen Staaten der USA in die Freiheit des Nordens half und der spanischen Drama-Serie „Dressed in Blue“ (Deutschlandpremiere), die sich mit der Realität von Transgender-Personen in den 1980er Jahren in Spanien auseinandersetzt.
 
Bei den Screenings werden zahlreiche prominente Gäste erwartet, u.a. die „Der Upir“-Darsteller*innen Fahri Yardim, Rocko Schamoni, Lana Cooper, Aenne Schwarz, Bernhard Schütz und Thelma Buabeng sowie Regisseur Peter Meister und Schauspielerin Gisa Flake (Moderation Eröffnung), Eric Benzekri und ehemaliger Politiker und einer der Creator von „The Trigger“, „Penelope“-Regisseurin Mel Eslyn, die „Spinners“ Creators Joachim Landau und Benjamin Hoffmann, die „The Underground Railroad“-Creators Finbarr Wilbrink und Martijn Blekendaal als auch die Produzenten Paul Beek und Wilko Brandsma sowie die spanische Schauspielerin und LGBTQ+-Aktivitistin Lola Rodriguez aus „Dressed in Blue“. Sie stehen im Anschluss auf der Bühne für Q&As zur Verfügung.
 
+ + + Wir möchten Sie herzlich einladen zur Berichterstattung über Seriesly Berlin, insbesondere zur Festivaleröffnung am Montagabend, 16. September mit der Comedy Serie „Der Upir“ mit prominenten Gästen. Hier gehts zu Akkreditierung und den prominenten Gästen. + + +Alle Berliner Serienfans können sich schon jetzt ihre Tickets für die Vorführungen unter www.hoefekino.de oder www.serieslyberlin.com sichern.
 
Neben der Präsentation von Serien umfasst das Festival mit der Seriesly Berlin Conference auch ein zweitägiges Branchentreffen mit Panels, Vorträgen und interaktiven Formaten im Museum Fotografiska.

Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und hat den Förderpreis im Wettbewerb „Innovative Veranstaltungsformate“ des Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewonnen. „Wir freuen uns, dass mit Seriesly Berlin ein neues Serienfestival mit internationaler Strahlkraft in Berlin sein Zuhause findet und sind gespannt auf die 1. Ausgabe!“ Helge Jürgens, Medienboard-Geschäftsführung New-Media-Förderung.
 
Die Seriesly Berlin Screenings werden am Montagabend, 16. September um 19 Uhr feierlich und in Anwesenheit von Cast und Crew mit der Comedy Serie „Der Upir“ eröffnet, der bissigsten Joyn-Eigenproduktion bisher. Seriesly zeigt vier Folgen der achtteiligen, von der UFA Fiction produzierten ersten Vampir-Comedy aus Deutschland. Die Serie, in der „Jerks“- Star Fahri Yardim und Indie-Ikone Rocko Schamoni zu Gestalten der Nacht werden, begeht ihre Festivalpremiere vor dem offiziellen Streamingstart auf der Plattform Joyn. Moderiert wird die Eröffnung von Schauspielerin Gisa Flake.Das Seriesly Berlin Screening Programm im Überblick:
Alle Fotos zum Download finden Sie hier.


 MONTAG, 16. SEPTEMBER 2024
 19.00 Uhr: DER UPIR, Deutschland 2024, Comedy, 8 x 24 min. für Joyn


Zum Inhalt:
 Mensch – Upir – Vampir: Die Karriereleiter zur Unsterblichkeit hochzuklettern war eigentlich nicht das Ziel von Eddie (Fahri Yardım). Doch bei einer Hausbesichtigung wird der hippe Berliner Burgerbuden-Besitzer in den Tiefen des Kellers von Vampir Igor (Rocko Schamoni) gebissen. Ab diesem Moment beginnt Eddies Verwandlung vom Menschen zum Blutsauger. Diese Metamorphose kann er nur verhindern, indem er Igor als Upir bedingungslos zu Diensten steht. Bei der Leichenbeseitigung ebenso wie bei seinen amourösen Ambitionen…
 
Cast: Neben Fahri Yardım und Rocko Schamoni in den Hauptrollen spielen: Andrea Sawatzki, David Scheid, Lana Cooper, Bernhard Schütz, Thelma Buabeng, Arnd Klawitter, Stephanie Petrowitz und Aenne Schwarz.
 
Seriesly Berlin Screenings zeigt als Festivalpremiere vier Folgen à 22 – 24 min mit englischen Untertiteln.
 
21.00 Uhr: The Trigger (La Fièvre), Frankreich 2024, Drama, 6 x 52 min. für CANAL+ France


Zum Inhalt: „The Trigger“ spielt in der ruhelose, stets unter Hochdruck stehenden Welt des Profifußballs und der Krisenkommunikation. Als ein schwarzer Spieler seinen weißen Trainer öffentlich beleidigt, muss der Verein reagieren und kontaktiert eine auf Krisenkommunikation spezialisierte Agentur. Sie soll helfen, die Situation zu entschärfen. Die brillante Kommunikationsspezialistin Sam wird mit dem Fall betraut. Als sie erfährt, dass ihr ehemaliger Kollege sich der extremen Rechten angeschlossen hat und die Geschichte für politische Zwecke nutzt, nimmt der Fall noch einmal eine spezielle Wendung. Schnell reißt der Fall die gesamte französische Gesellschaft auseinander …
 
Cast: Nina Meurisse, Ana Girardot, Benjamin Biolay, Alassane Diong
 
Seriesly Berlin präsentiert zwei Folgen in OmeU als Deutschlandpremiere.


DIENSTAG, 17. SEPTEMBER 2024 
19.00 Uhr: PENELOPE, USA 2024, Drama, 8 x 30 min. auf Netflix US


Zum Inhalt
: Wie die meisten Teenager ist Penelope gefangen von den digitalen Medien, dem Tempo und dem Druck der modernen Welt. Aber etwas fehlt. In ihrem Inneren verspürt sie einen unerklärlichen Drang nach einem anderen Leben. Auf einem Campingausflug begegnet sie einem Wolf und einem Kaninchen und versteht plötzlich, wovon ihre innere Stimme spricht. Als niemand zusieht, rennt sie weg. Ohne Plan legt Penelope in der Wildnis große Strecken zurück und gelangt schließlich in einen Nationalforst. Aber dies ist nur der Anfang einer langen Reise durch eine unbekannte Wildnis und Penelopes Suche, ihren Platz darin zu finden.
 
Cast: Megan Stott, Austin Abrams
 
Seriesly Berlin zeigt drei Folgen in englischsprachiger Originalfassung als Europapremiere.
 
21.30 Uhr: SPINNERS, Südafrika 2023, Drama, 8 x 50 min. für CANAL+ Africa / MNET


Zum Inhalt:
 Ethan ist ein guter Junge, der allerdings auf der falschen Seite der Stadt geboren wurde: In den Slums von Kapstadt, wo lokale Gangs regieren. Bald bleibt ihm keine andere Wahl, als für eine von ihnen zu arbeiten, um sich und seinen jüngeren Bruder zu ernähren. Gefangen in einem Netz der Kriminalität entdeckt er, dass er ein außergewöhnliches Talent für das Spinning hat, einen aufregenden und extremen Motorsport. Könnte dies sein Ausweg aus dem gewalttätigen kriminellen Leben sein?
 
Cast: Cantona James, Chelsea Thomas, Brendon Daniels, Dillon Windgovel
 
Bei Seriesly Berlin findet mit zwei Folgen die Deutschlandpremiere statt. Die im Original auf English, Afrikaans und Kaaps gedrehte Serie wird in englischer Sprache untertitelt gezeigt.


MITTWOCH, 18. SEPTEMBER 2024 
19.00 Uhr: THE UNDERGROUND RAILROAD, (Ondergrondse Sporen) Doku-Serie, Niederlande 2024, 8 x 45 min. für Zwart


Zum Inhalt: Die Rassentrennung in Amerika war noch nie so deutlich wie heute, während die Nation gleichzeitig versucht, mit ihrer turbulenten Vergangenheit und gespaltenen Gegenwart zurechtzukommen. In dieser Doku-Serie begeben sich die zwei befreundeten Filmemacher, einer schwarz, einer weiß, auf einen auch sie verändernden Roadtrip entlang der alten Gleise der Underground Railroad. Das Netzwerk aus Widerständlern aus der Zeit der Sklaverei hat dabei geholfen, versklavte Menschen aus dem Süden in den freien Norden zu schmuggeln. New Orleans, Alabama, Atlanta, Mississippi, St. Louis, Chicago, Detroit: Können die Menschen, die sie unterwegs treffen, einen Weg nach vorne aufzeigen, der die Grenzen von Rasse und Politik überwindet?
 
Crew: Regie: Finbarr Wilbrink und Martijn Blekendaal
 
Seriesly Berlin zeigt als Weltpremiere zwei der 45 minütigen Folgen in OmeU.
 
21.30 Uhr: DRESSED IN BLUE (Vestidas de Azul), Spanien 2024, Drama, 7 x 50 min. für atresplayer


Zum Inhalt:
 Zwei Jahre nach dem Tod von La Veneno findet Valeria, Journalistin und ebenfalls transsexuell, ein Tonband, auf dem sechs Transsexuelle aus ihrem Leben im Spanien Anfang der 1980er Jahre erzählen. Diese Erlebnisse inspirieren Valeria zu einem neuen Buch, mit dem sie die Geschichten von Frauen erzählen möchte, die es nicht verdienen, in Vergessenheit zu geraten. „Vestidas de Azul“ behält die gleiche Erzählstruktur wie ihre Vorgängerserie „Veneno“ bei, indem sie die Leben der Protagonistinnen in Gegenwart und in der Vergangenheit miteinander verwebt.
 
Cast: Lola Rodríguez, Paca La Piraña, Goya Toledo, Juani Ruiz, Alex Saint, Rossa Ceballos, Ángeles Ortega, Desirée Vogue
 
Seriesly Berlin zeigt als Deutschlandpremiere zwei der 50-minütigen Folgen in OmeU.
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und hat den Förderpreis im Wettbewerb „Innovative Veranstaltungsformate“ des Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewonnen. Medienpartner ist SPOT media & film.
 
Mehr:
Seriesly Berlin Konferenzprogramm
Seriesly Berlin Screening Schedule
 
Bitte akkreditieren Sie sich als Pressevertreter*in unter: mail@steinbrennermueller.de.

Seriesly Berlin veröffentlicht aktuelle Programm-Highlights

Zehn Tage vor seinem Start gibt Seriesly Berlin, das Festival for Series Culture, die aktuellsten Programm-Updates und Highlights der Seriesly Berlin Conference bekannt, dem zweitägigen Branchentreff (16./17. September, Fotografiska Berlin) mit Panels, Talks, interaktiven Formaten und einer Pitching-Session mit 10 internationalen Serienproduktionen. Das öffentliche Programm der Seriesly Berlin Screenings (16.-18. September, Hackesche Höfe Kino) ist für alle Serienfans zugängig und bereits bekanntgegeben. Sechs hochkarätige internationale Serien werden vor ihrer deutschen TV- oder Streaming-Premiere gezeigt. Tickets für die Konferenz und die Screenings gibt es hier.Ein Fireside Chat mit Christoph Schneider (Country Director von Prime Video in Deutschland und Österreich) wird Einblicke in die Content-Strategie von Prime Video geben, während Christian Beetz (beetz brothers film production) einen ersten Teaser von German Cocaine Cowboy zeigt und von der vierteiligen Dokumentarserie auf Prime Video berichtet, die die Geschichte eines Deutschen erzählt, der in den 1990er Jahren in das berüchtigte Cali-Kartell verwickelt wurde.
 
Mel Eslyn, Produzentin, Regisseurin und President von Duplass Brothers Productions (Wild Wild Country), wird an der Konferenz teilnehmen und über den Spirit des Indie-Filmemachens im Fernsehen sprechen. Bei den Seriesly Berlin Screenings präsentiert sie darüber hinaus die Europapremiere von Penelope, einer unabhängig produzierten Serie für junge Erwachsene, die auf dem Sundance Festival Premiere hatte und deren Rechte in den USA von Netflix erworben wurden. Eslyn hat die Serie gemeinsam mit Mark Duplass entwickelt, der kürzlich eine Emmy-Nominierung für The Morning Show erhielt.
 
Masters of Ceremony sind Yolanda Rother (The Impact Company) und Pavlo Voytovych, ein etablierter ukrainischer Stand-up-Comedian, der zwischen den Sessions das Publikum unterhalten wird. Die Komikerin Lena Stolby wird gemeinsam mit Christine Günther und Louise Højgaard Johansen von Sane Cinema einen komödiantischen Workshop zum Thema Mental Health geben.
 
Zu den Moderatoren gehören u.a. Julia Fidel, Produzentin und ehemalige Leiterin von Berlinale Series, und Dana Stern, eine globale Content-Managerin, die das Panel „Created by Berlin“ leiten wird, bei dem der TV-Autor Bob Konrad (Kleo, 4 Blocks) über das Storytelling und Koproduktionspotenzial der Hauptstadt sprechen wird. Roshanak „Rosh“ Khodabakhsh von Port au Prince wird den ersten Teaser der lang erwarteten, prominent besetzten Serie Schwarze Schafe zeigen. Die wilde und satirische Berlin-Serie verspricht, kein Thema unberührt und kein Auge trocken zu lassen… Zur hochkarätigen Besetzung gehören Jella Haase, Frederick Lau, Yasin El Harouk, Narges Rashidi, Martin Brambach, Jule Böwe, Milan Peschel, Marc Hosemann, Jobel Mokonzi und viele andere.
 
Im Gen Z-Panel wird Theo Carow, einer der beliebtesten deutschen TikTok-Influencer, Einblicke geben, wie man ein junges Publikum erreicht und die Kluft zwischen neuen Macher*innen und traditionellen Fernsehen überbrückt.
 
Der französische Creator Eric Benzekri (Baron Noir) wird ebenfalls teilnehmen, um seine neueste STUDIOCANAL-Show La Fièvre (The Trigger) vorzustellen, zusammen mit Joachim Landau und Benjamin Hoffman, den Machern von Spinners, die beim Shanghai International TV Festival den Preis für die beste ausländische TV-Serie gewonnen haben.
 
Im Rahmen von Seriesly Pitches werden 10 internationale Serienprojekte, die Partner*innen und Unterstützung in der Entwicklung suchen, auf dem Festival vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf Geschichten mit Berlin-Bezug liegt. Die teilnehmenden Produzent*innen können ihre Projekte vor potentiellen Koproduktions-, Finanzierungs- oder weiteren möglichen Kooperationspartnern präsentieren. Alle Projekte konkurrieren um einen mit 2.500 EUR dotierten Preis, der von einer internationalen Expert*innenjury vergeben wird.
 
Das Pitch-Programm umfasst Terminal Tales von Daniel Grove und Erdi Gulac, das über die deutsche Netflix Writer’s Academy entwickelt wurde und bei dem Pat Charles (Sons of Anarchy, Bones) als ausführender Produzent an Bord ist. Ein weiteres Highlight ist Journeyman, eine „zeitgenössische Märchen“-Serie, die von der Autorin Nicki Bloom und dem mit dem Primetime Emmy Award und dem Sundance Grand Jury Prize ausgezeichneten Regieduo Jesse Moss und Amanda McBaine in Zusammenarbeit mit Fireglory Pictures und Mile End Films entwickelt wurde. Ebenfalls im Programm ist The Magic Wrap (Cinelink Sarajevo 2024) von Ipek Ural Demirel und Ali Demirel, produziert von Karma Films, der die Geschichte eines türkisch-deutschen Paares erzählt, dessen hoffnungsvoller Umzug nach Berlin eine bizarre Wendung nimmt, nachdem es in einen magischen Döner-Kebab gebissen hat.
 
Hier finden Sie die vollständige Liste der Projekte, die an den Seriesly Pitches teilnehmen:
 
ANTI-ROMANTIC 
Dramedy, LGBTQ+ / 8×22’
Buch/Regie: Popo Fan
Land: China, Germany
 
MEDIUM  
Social Drama, Thriller / 7×44’
Creator/Buch: Emre Mirza
Produzent*innen: Claudine Avetyan, Darja Pilz
Story Editor, Executive Producer: Ben Hopkins
Produktion: Imirzive
Land: Germany
 
THE MAGIC WRAP 
Comedy / 9×30’
Creators/Buch/Regie: Ipek Ural Demirel, Ali Demirel
Produzent*innen: Diloy Gulun, Beste Yamalioglu
Produktion: Karma Films
Land: Turkey, Germany
 
JOURNEYMAN  
Drama, Adventure / 6×52’
Creators: Jesse Moss, Amanda McBaine
Buch: Nicki Bloom       
Produzent*innen: Christine Guenther, Chevy Chen, Jesse Moss, Amanda McBaine
Produktion: Fireglory Pictures, Mile End Films
Land: Germany, USA

ZOO ZAJAC
Drama / 6×45’
Creators/Produzent*innen: Aenn-Sophie Siebert, Jordan Louis Ivey
Produktion: Hinterhof Film & TV Productions
Land: Germany
 
TERMINAL TALES 
Suspense, Thriller, Dark Comedy / 6×45’
Creators: Daniel Y-Li Grove, Erdi Gülac
Producer: Pat Charles
Production Company: Eat the Rich
Land: Germany, USA
 
WE’RE NOT ALONE
Dramedy / 8×45’
Creator/Buch: Pasha Petrovic
Land: Serbia, Germany
 
2.000 KALT
Satire / 6 x30’
Creators: Sofia Ayala, Sorina Gajewski, Livia Valensise, Ina Lene Dinse, Teresa Provin, Freya de L’Isle
Land: Germany
 
EXISTENCE
Sci-fi, Mystery / 8×52’
Creator: Michael Griessler
Land: Austria, Germany
 
FRENCH-ISH 
Mystery, Drama / 10×52’
Creator/Buch/Produzent*innen: Prudence Kolong
Buch/Co-Produzentin: Ines Ben Zoubir
Associate Producer: Aminata Diop-Johnson
Land: France, Germany 
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und hat den Förderpreis im Wettbewerb „Innovative Veranstaltungsformate“ des Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewonnen. Medienpartner ist SPOT media & film.
 
Mehr:
Seriesly Berlin Konferenzprogramm
Seriesly Berlin Screening Schedule
 
Bitte akkreditieren Sie sich als Pressevertreter*in unter: mail@steinbrennermueller.de.

Let’s talk Seriesly!

  • Erste Themen und Sprecher:innen des internationalen Konferenzprogramms des neuen Festivals Seriesly Berlin bekannt gegeben
  • Seriesly Berlin Conference: 16.-17. September 2024, Fotografiska Berlin
  • Seriesly Berlin Screenings: 16.-18. September 2024
  • Start des Verkaufs der Konferenztickets für Fachbesucher

Berlin, 8. August 2024. Das neu ins Leben gerufene internationale Festival Seriesly Berlin findet vom 16. bis 18. September 2024 statt. Von Storytelling im Zeitalter der KI, perfekten und unperfekten weiblichen Rollenbildern, Genrefragen über Gaming bis hin zu Literatur- und Podcast-Adaptionen wird das Festival in alle Themen rund um serielle Inhalte eintauchen und internationale Expert:innen auf der Bühne begrüßen. Das Festival umfasst die Seriesly Berlin Conference, ein zweitägiges Branchentreffen mit Panels, Vorträgen und interaktiven Formaten im Museum Fotografiska Berlin sowie die Seriesly Berlin Screenings, bei denen an drei Tagen brandneue Shows für die serienbegeisterte Öffentlichkeit gezeigt werden. Konferenztickets für Fachbesucher sind ab sofort erhältlich. Die Anzahl der Tickets ist begrenzt – first come, first serve.

„Die Branche braucht kein weiteres TV-Event von der Stange. Wir wollen eine Community von vielfältigen, mutigen Talenten und visionären Entscheidungsträger:innen aufbauen, die eine Brücke zwischen Kultur und Wirtschaft schlagen. Echte Gespräche. Frische Stimmen und Formate. Kein Bullshit oder Algorithmen, die die Kreativität diktieren. Let’s talk Seriesly!“, kommentiert Seriesly Berlin Direktor Eike Faecks.

Seriesly Berlin: Konferenzprogramm

16. und 17. September, Fotografiska Berlin

In ihrer Eröffnungskeynote „Real Imagination“ untersucht Creative Consultant Tatjana Samopjan (Fractal Volcano, Stockholm), was authentisches, wirkungsvolles Geschichtenerzählen ausmacht. In einer Zeit, in der die technischen Tools von KI allen zur Verfügung stehen stellt sich die Frage, welchen Autor:innen und welchen Geschichten es gelingt, wahrgenommen zu werden und warum? Das anschließende Panel „All Eyes On Me“ beschäftigt sich mit dem allgegenwärtigen Kampf um Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter. Einem Marktüberblick von Ampere Analysis folgt eine Diskussion über die neuesten Trends, Herausforderungen und Möglichkeiten, an der unter anderem Marc Lorber (The Art of Coporoduction), Nataly Kudiabor (UFA Fiction) und andere teilnehmen.

Die Konferenz wird darüber hinaus eine Reihe von Themen behandeln, die die Branche heute prägen und oft übersehen werden, darunter u. a:

“Great, another perfect female lead. Why can’t she be more relatable?” Diese kontroverse Frage, warum weibliche Rollenvorbilder immer noch meist perfekt und makellos sind, ist Thema des Panels mit Ljubica Lukovic, serbische Autorin und Creatorin von „Awake“ (Cannes-Series-Gewinnerin 2021) und die deutsche Autorin und Journalistin Caroline Rosales („Miki Unchained“). Sie untersuchen die Entwicklung weiblicher Hauptfiguren und die Frage, wie man Stärke und Verletzlichkeit in Einklang bringen kann, ohne zu perfekt und fehlerlos sein zu müssen.

Unter der Überschrift „Person as Property“ werden die französische Autorin und Co-Creatorin von „Becoming Karl Lagerfeld“ Isaure Pisani-Ferry, Christian Beetz (beetz brothers Filmproduction, Berlin), Produzent von „Young Berlusconi“ und „Juan Carlos“, und andere die Herausforderungen bei der Nutzung von geistigem Eigentum und die Abwägung zwischen Fakten und Fiktion untersuchen.

Der Name und Veranstaltungsort sind Programm: Seriesly Berlin betrachtet auch Geschichten, die in Berlin entstanden sind: „Created by Berlin“ beschäftigt sich mit dem ungenutzten Potenzial der Stadt. In dieser Session werden Berliner Kreative, darunter unter anderem Henning Kamm (Real Film, Berlin), über Berlins einzigartige kreative Landschaft sprechen.

“Breaking the Cycle: Innovating Conference Programming” bringt Konferenz-, Messe- und Festivalmacher:innen wie Gaia Tridente (MIA – Mercato Internazionale Audiovisivo, Rom), Francesco Capurro (Series Mania Forum, Lille) und Marge Liiske (Industry@Tallinn & Baltic Event) zusammen. Sie sprechen darüber, wie sie ihr Programm immer wieder aufs Neue spannend und aktuell gestalten.

Die Bedeutung von Genre wird oft unterschätzt, aber der Erfolg von Serien wie „Dark“, „Squid Game“ und „Casa de Papel“ zeigt das Gegenteil: Unter der Überschrift „Genre as a Trojan Horse. Balancing Art and Mainstream“ gehen der Emmy-nominierte spanische Autor Alvaro Carmona („Show Yourself“), der französische Autor und Regisseur Olivier Fox („Nu“, „Osmosis“) und Anna Rhode-Seyfried (Beta Film, München) der Frage nach, wie Kreative ihre einzigartige Stimme bewahren und gleichzeitig Mainstream-Erfolge erzielen können.

Das Panel “Wild at heart. Is indie filmmaking becoming the new mainstream?“ mit Lucas Ochoa, Produzent von „American Honey“, „The Witch“ und „Gangs of London“, und dem preisgekrönten Autor und Produzent Anthony Alleyne debattiert, inwieweit das Indie- Filmschaffen Kreativität und Resilienz in einem Markt mit immer weniger Aufträgen und knapperen Budgets fördern kann.

Unter der Überschrift “Adaptation Alchemy: From Page and Sound to Screen” erkunden Josie Cyrus (Ink Factory, London/L.A.), die für John le Carré-Adaptionen wie „The Night Manager“ verantwortlich ist, und Jorgo Narjes (X Filme Creative Pool, Berlin), Produzent der gefeierten Serienadaption des True-Crime-Podcasts „Zeit Verbrechen“, wie man Geschichten von einem Medium auf ein anderes überträgt und dabei die Essenz des Originals bewahrt.

Darüber hinaus bietet Seriesly Berlin Workshops, einen Think Tank und eine Pitch-Session, die ein breites Spektrum an Themen abdecken.

Das Programm der Seriesly Berlin Screenings, das die Öffentlichkeit und alle Serienliebhaber:innen dazu einlädt, neue internationale Serien zu erleben, wird in Kürze bekannt gegeben.


Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und hat den Förderpreis im Wettbewerb „Innovative Veranstaltungsformate“ von Projekt Zukunft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewonnen.

Mehr unter:

www.serieslyberlin.com

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