- Matthieu Thollin, Chief Operating Officer von Mediawan International, kommt für einen „Fireside Chat“ zur Seriesly Berlin Conference
- Die deutsch-tschechische Dramedy „JOSSI“ eröffnet als Weltpremiere am 14. September das Festival
- Der Seriesly Creators Track präsentiert die Case Study zu „Splash House“ und ein Panel über den Aufbau eigener Creators Units großer Produktionshäuser
- Teilnahmephase der europäischen Konsultation „Stories at Risk“ gestartet
- Early-Bird-Akkreditierungen bis 10. August 2026
Seriesly Berlin gibt die ersten Speaker*innen für die diesjährige Conference sowie die Eröffnungserie bekannt: Matthieu Thollin, der neu ernannte Chief Operating Officer von Mediawan International, wird im Rahmen der Seriesly Berlin Conference (15.–16. September) auf der Bühne sein. Seriesly Berlin Premieres wird am Montag, 14. September, mit der Weltpremiere der ersten drei Folgen von JOSSI eröffnet, einer deutsch-tschechischen Dramedy von Creator Dimitrij Schaad mit Jannik Schümann und Nilam Farooq, produziert von Odeon Fiction für SWR und ARTE. Early-Bird-Akkreditierungen sind bis zum 10. August 2026 erhältlich. Die Conference und viele der Seriesly Berlin Premieres finden in der Fotografiska Berlin statt, dem Museums-, Ausstellungsraum und Kulturzentrum in Berlin-Mitte. Mehr unter: serieslyberlin.com.
Fireside Chat mit Matthieu Thollin, COO von Mediawan International
Seriesly Berlin begrüßt Matthieu Thollin, seit Juni 2026 Chief Operating Officer von Mediawan International zu einem Fireside Chat. Seine Berufung fällt mit dem zehnjährigen Jubiläum von Mediawan zusammen. Heute vereint das unabhängige europäische Studio fast 100 Produktionsfirmen in 15 Ländern, produziert jährlich mehr als 450 Titel und ist dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion über den Vertrieb bis hin zur Ausstrahlung tätig.
Das Gespräch steht ganz im Zeichen von Mediawans Vision eines Ökosystems aus unternehmerisch geführten Produktionsfirmen – eines, das kreative Unabhängigkeit mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbindet. In seiner neuen Funktion ist Matthieu Thollin dafür verantwortlich, die Zusammenarbeit und Koproduktionen innerhalb dieses internationalen Ökosystems zu stärken. Zudem koordiniert er gemeinsam mit Elisabeth d’Arvieu, Group Chief Content Officer von Mediawan und CEO von Mediawan Pictures, die Aktivitäten der Labels auf internationaler Ebene, insbesondere in Europa und Afrika. Dies bietet einen Einblick darin, wie geistiges Eigentum, kreatives Talent und internationale Partnerschaften das nächste Kapitel europäischer Medieninhalte prägen.
Während die europäische audiovisuelle Branche weiterhin neue Modelle der Zusammenarbeit und Finanzierung entwickelt, spiegelt Thollins Sichtweise die Chancen und Herausforderungen wider, die sich aus der Verbindung von kreativem Unternehmertum, internationalen Partnerschaften und lokal verwurzeltem Storytelling ergeben – Themen, die die Zukunft der europäischen Landschaft für fiktionale Inhalte zunehmend prägen.
Seriesly Creators mit Case Study zu „Splash House“ und einem Panel darüber, wie große Produktionsfirmen ihre eigenen Creator-Units aufbauen
Seriesly Creators, ein neuer Conference Track, der sich dem Geschäft mit Creator-IP, Plattform-Entertainment und neuen Serienmodellen widmet, präsentiert eine Fallstudie zum großen deutschen Creator-Event „Splash House“, vorgestellt von Henrik Wittmann, Director LEONINE C_, und Laura Caciauna, der jüngsten Gewinnerin des German Entertainment Award (VFF Best Talent – Redaktion). LEONINE C_ ist eine neue Einheit innerhalb von LEONINE Studios, die sich auf Creator-Entertainment, Branded Content und digitale Formate konzentriert.
„Splash House“, entwickelt und produziert von der Digital-Unit der i&u Studios, die nun in LEONINE C_ integriert wird, ist eine deutsche Creator-Veranstaltungsreihe, die führende TikTok-Creators und ihre Communities zusammenbringt. Durch die Kombination von Live-Unterhaltung, Creator-Kultur und sozialen Medien schafft sie sowohl vor Ort als auch auf digitalen Plattformen ein immersives Erlebnis und hat sich mit mehr als 225 Millionen Aufrufen auf TikTok, Instagram, YouTube und Twitch in ihrer zweiten Staffel als eines der führenden deutschen TikTok-Creator-Events etabliert.
Die folgende Podiumsdiskussion befasst sich mit einem übergreifenden Branchentrend: Große Produktionsfirmen positionieren Tochtergesellschaften und Labels als Brücke zur Creator-Economy. Henrik Wittmann diskutiert u.a. mit Kai Fischer, Leiter von Constantin Creators bei Constantin Entertainment, wo er einen Geschäftsbereich aufgebaut hat, der Inhalte als ganzheitliches System aus Content, Vertrieb und Monetarisierung betrachtet – zunehmend unterstützt durch KI. Formate werden von Anfang an gemeinsam mit Marken, Creators und Plattformen entwickelt, mit klaren Rechte- und Ertragsstrukturen.
Stories at Risk: Aufruf zur Teilnahme jetzt bis zum 10. August offen
Stories at Risk: Kulturelle Vielfalt, Demokratie und Debatte auf dem Screen ist ein von Seriesly Berlin entwickeltes europäisches Konsultations- und Think-Tank-Projekt, das die Bedingungen für kreative Freiheit, kulturelle Vielfalt und Storytelling in europäischen Serien untersucht.
Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an Autor:innen, Produzent:innen, Rundfunkanstalten, Streaming-Plattformen, Festivals und Märkte, Filmförderungen und andere öffentliche Einrichtungen, noch bis 10. August an der anonymen, ca. 10-15minütigen Umfrage teilzunehmen unter https://survey.lamapoll.de/Stories-at-Risk/en. Die Ergebnisse fließen in die Online-Think-Tank-Sitzungen von Stories at Risk ein und werden bei der Seriesly Berlin vorgestellt und im Nachgang veröffentlicht.
Die Initiative wird vom Pilotprogramm für Serienkoproduktionen des Europarats gefördert und von einem europaweiten Netzwerk führender Festivals, Märkte, Berufsverbände und Branchenorganisationen unterstützt.
Seriesly Berlin Premieres eröffnet mit der Weltpremiere der deutsch-tschechischen Dramedy „JOSSI“
Mit Jannik Schümann („Sisi“, „Monster Hunter“), Nilam Farooq („Where’s Wanda?“, „Call My Agent Berlin“) und Thomas Loibl („Konklave“, „Toni Erdmann“) in den Hauptrollen feiert die deutsch-tschechische Dramedy „JOSSI“ über einen Kulturkonflikt am Montagabend, 14. September, bei Seriesly Berlin mit den ersten drei Folgen ihre Weltpremiere. Die sechsteilige Serie, deren Schöpfer der Schauspieler Dimitrij Schaad („Kleo“, „Die Känguruh Chroniken“) ist, mit Jonas Zimmermann als Headwriter und den Drehbuchautoren Leo Khasin und Andrej Sorin sowie unter der Regie von Wolfgang Groos. Die Serie wurde in und um Prag gedreht und wurde von Odeon Fiction für den SWR und ARTE produziert. “JOSSI” wird im Herbst 2026 auf ARTE und in der ARD ausgestrahlt.
Der ambitionierte Wanja (Jannik Schümann) ist als Schauspieler so weit unten angekommen, dass er in einem Escape-Room arbeitet und wohnt. Seine Eltern Boris (Rezo Tschchikwischwili) und Sveta (Marina Weis) betreiben ein russisches Restaurant, das sie nur mit Bilanz- und Kaviarfälschung vor dem Konkurs retten können. Als ein internationaler Streaming Dienst ein Casting für eine große Filmproduktion unter der Regie des amerikanischen Star-Regisseurs Sam Rosenberg (Thomas Loibl) ausruft, die aufgrund von Diversity-Richtlinien aber nur mit einem jüdischen Schauspieler besetzt werden darf, lügt Wanja kurzerhand vor, einer zu sein. Was könnte da schon schief gehen? Wenn da nicht seine jüdische Schauspiel-Partnerin Dana Gold (Nilam Farooq) wäre, die ihm auch noch sehr sympathisch ist.
Weitere Programmdetails und Partner werden bald bekanntgegeben.
Die Akkreditierung ist ab sofort möglich. Early Bird Preise gelten bis zum 10. August 2026.
Seriesly Berlin wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Hotelpartner sind 25hours Hotel Bikini Berlin und The Hoxton, Charlottenburg. Medienpartner ist Deadline.
