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Deutscher Schauspielpreis gibt weitere Preisträger*innen 2025 bekannt

  • Der Therese Giehse Theaterpreis, verliehen von Caroline Peters, geht an Lea Ruckpaul 
  • Der Ehrenpreis Inspiration des Deutschen Schauspielpreises geht an Matthias von Fintel, ver.di

Mit dem Ehrenpreis Inspiration des Deutschen Schauspielpreises zeichnet der Vorstand des Bundesverband Schauspiel (BFFS) eine Persönlichkeit oder Institution aus, die durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert hat. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Matthias von Fintel, Bereichsleiter Medien, Journalismus und Film, Tarifpolitik Medien bei ver.di

 

Matthias von Fintel, (c) ver.di, Foto Kay Herschelmann


Aus der Begründung der Jury: 

„Matthias von Fintel ist es massgeblich zu verdanken, dass die damals noch junge Schauspielgewerkschaft BFFS an den Verhandlungstisch für die anstehende neue Tarifrunde zum Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende einbezogen wurde. Matthias von Fintel befürwortete als Verhandlungsführer von ver.di, sowohl ver.di intern wie auch gegenüber dem Arbeitgeberverband, der Produktionsallianz, mit der Schauspielgewerkschaft BFFS gemeinsam in die neue Tarifrunde zu starten. Und so saß die Schauspielgewerkschaft BFFS am 14. Juli 2010 erstmals an der Seite von ver.di am Tarifverhandlungstisch mit der Produktionsallianz. In Partnerschaft mit ver.di, vor allem aber in enger, vertraulicher und verlässlicher Zusammenarbeit mit Matthias von Fintel haben ver.di und BFFS gemeinschaftlich bis heute  mehr als ein Dutzend Kollektivverträge zugunsten von uns Schauspieler*innen erfolgreich zum Abschluss bringen können.
Für diese erfolgreiche Zusammenarbeit von ver.di und BFFS steht Matthias von Fintel in herausragender Weise Pate. Er ist nicht nur als Verhandlungsführer von ver.di ein verlässlicher Kollege. Er ist Freund des BFFS, Förderer, Unterstützer unserer Idee. Seine Initiative, den BFFS an den  Tarifverhandlungstisch zu holen war Inspiration und zugleich der Beginn einer seit vielen Jahren andauernden erfolgreichen gewerkschaftlichen Zusammenarbeit von BFFS und ver.di.“

 
Die Schauspielerin Lea Ruckpaul vom Münchner Residenztheater erhält im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schauspielpreises den Therese Giehse Theaterpreis für ihr Spiel in ihrem Solostück „Prima Facie“. Als Patin vergibt in diesem Jahr Caroline Peters, vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, den Preis. Der oder die Pat*in wechselt jährlich und zeichnet ein*en oder mehrere Kolleg*innen aus, die oder der ihr oder ihm ein besonderes und nachhaltig inspirierendes Theatererlebnis beschert hat.

Lea Ruckpaul, (c) Daniela Pfeil


 Caroline Peters zu ihrer Wahl: 
„Als Frau stehst du immer als Frau auf der Bühne, und als Mann als Mensch. Dieser Satz begleitet mich, seit ich den Beruf ergriffen habe und er macht mich immer noch wahnsinnig. Dieser Satz hat mich bei allen Proben und bei allen anderen Rollen begleitet und dann lese ich ihn in einem Interview mit Lea Ruckpaul. Ein guter Grund, nach München zu fahren und sich anzuschauen, wie dort auf der Bühne des Residenztheaters damit umgegangen wird….
In ihrem Solo „Prima Facie“, einem englischen Erfolgsstück der Gegenwart, füllt Lea Ruckpaul das Haus mit einer vor Energie und Widersprüchen strotzenden sehr männlich-weiblichen Figur. Das Publikum hängt an ihren Lippen. Im klassischen Repertoire schreibt Lea selbst Texte dazu oder sorgt dafür, dass Julia nicht sterben muss am Ende. Eine Leistung, für die ich sie mit großer Freude als Preisträgerin ausgesucht habe…
Julia nicht sterben zu lassen ist eine besondere Tat auf der Bühne. Ich freue mich auf viele weitere Rollen im klassischen Repertoire, die noch von ihr umgeschrieben werden und wünsche ihr viele künstlerische Partner, die diesen Weg mitgehen.“

Lea Ruckpaul spielt seit 2023/2024 im Ensemble des Münchner Residenztheaters. 
Sie absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig und war im Schauspielstudio des Staatsschauspiels Dresden zu sehen. Weitere Engagements führten sie ans Schauspiel Stuttgart, 2018 wechselte Lea Ruckpaul ans Düsseldorfer Schauspielhaus, dessen Ensemble sie bis 2022 angehörte. Dort wurde auch ihr Theaterstück „My private Jesus“ uraufgeführt. Als Autorin ist sie zudem für ihren Roman „Bye bye Lolita“ bekannt

Die Verleihung des Deutschen Schauspielpreises 2025 findet am 9. Oktober im Hotel Pullman Berlin Schweizerhof statt.

Wir danken den Sponsor*innen und Partner*innen:
Locationpartner: Pullman Berlin Schweizerhof, Offizielle Partner: Dr. Theiss / Medipharma Cosmetics, GVL, ver.di, Deutsche Automatenwirtschaft, Spielbank Berlin, LLOYD, Rollerblade, HEYMERADER, ghd, Pensionskasse Rundfunk, ZPG. 

Über den Deutschen Schauspielpreis:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspieler*innen, zahlreicher Freund*innen und Unterstützer*innen, Förder*innen und Sponsor*innen ermöglicht wird. www.schauspielpreis.com

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 4.300 inzwischen die größte nationale Schauspieler*innen Organisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.