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MUBI GO – Das Programm im März 2026

MUBI, globaler Streamingdienst, Produktionsfirma und Filmverleih, präsentiert für seine Kinoinitiative MUBI GO im März 2026 wieder eine abwechslungsreiche Auswahl herausragender Kinostarts. Mitglieder erhalten mit MUBI GO jede Woche ein Kinoticket für einen ausgewählten Film im jeweiligen MUBI GO Partnerkino.
 
Den Anfang macht zum 5. März 2026 der Goldener Bär-Gewinnerfilm der Berlinale: GELBE BRIEFE vom Oscar®-nominierten Regisseur İlker Çatak. Ab dem 12. März können sich MUBI GO Abonnent:innen auf Mona Fastvolds Musicaldrama THE TESTAMENT OF ANN LEE, mit Amanda Seyfried in der Rolle der Gründerin der Shaker Bewegung, freuen. LA GRAZIA, der neueste Spielfilm des Oscar®-prämierten Autors und Regisseurs Paolo Sorrentino, ist ab dem 19. März in den MUBI GO Partnerkinos zu sehen. Für seine Rolle als scheidender Präsident Italiens, der mit tiefgreifenden moralischen Dilemmata konfrontiert ist, wurde Toni Servillo bei den Filmfestspielen von Venedig als Bester Schauspieler ausgezeichnet. Den Abschluss bildet ab dem 26. März die queere RomCom PILLION von Harry Lighton. In den Hauptrollen treffen Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling aufeinander.
© Alamode
5. März: GELBE BRIEFE von İlker Çatak (im Verleih von Alamode)
Mit Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, İpek Bilgin u.a.
 
GELBE BRIEFE erzählt die Geschichte des türkischen Künstlerehepaars Derya und Aziz. Nach einem Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks geraten sie ins Visier des Staates. Sie verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung und ziehen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi von Ankara nach Istanbul. Dort kommen sie vorläufig bei Aziz’ Mutter unter. Während Aziz sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
 
Das Politdrama, frisch ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale, zeigt ein Paar, das zwischen Idealen und Existenzsicherung an seine Grenzen gerät.
© Disney
12. März: THE TESTAMENT OF ANN LEE von Mona Fastvold (im Verleih von Disney)
Mit Amanda Seyfried, Thomasin McKenzie, Lewis Pullman, Stacy Martin u.a.
 
In THE TESTAMENT OF ANN LEE erzählt die preisgekrönte Regisseurin Mona Fastvold die außergewöhnliche und wahre Geschichte von Ann Lee, der Gründerin der Glaubensgemeinschaft der Shaker. Ann Lee wurde von ihren Anhänger:innen als weiblicher Christus verehrt und predigte die Gleichberechtigung der Geschlechter sowie soziale Gleichheit. Der Film zeigt die Gründung einer utopischen Gemeinschaft und die religiöse Praxis der Shaker durch Gesang und Tanz. Amanda Seyfried verkörpert die willensstarke Anführerin, deren Streben nach einer Utopie zwischen Ekstase und Seelenqual schwankt.
 
Mehr als ein Dutzend historischer Shaker-Hymnen wurden in dem Film neu interpretiert und choreografiert. Die Choreografie stammt von Celia Rowlson-Hall, die Musik und der Score von dem Oscar®-prämierten Komponisten Daniel Blumberg.
© MUBI
19. März: LA GRAZIA von Paolo Sorrentino (im Verleih von MUBI)
Mit Toni Servillo, Anna Ferzetti, Orlando Cinque, Massimo Venturiello u.a.
 
LA GRAZIA ist eine eindringliche Erkundung von Liebe, Pflicht und persönlicher Freiheit. Getragen von einer virtuosen Darstellung von Hauptdarsteller Toni Servillo, entfaltet dieses zutiefst bewegende Werk eine kraftvolle Meditation über die Entscheidungen, die ein Leben prägen. Während sich seine Amtszeit dem Ende zuneigt, steht der scheidende Präsident Italiens vor folgenschweren Entscheidungen – politischer wie persönlicher Natur. Inmitten moralischer Dilemmata muss er sich seinem Gewissen stellen und Rat bei den Menschen suchen, die ihm am nächsten stehen, darunter seine Tochter Dorotea. Gemeinsam stellen sie sich der zeitlosen Frage: Wem gehören unsere Tage?
 
Seine Weltpremiere feierte der Film als Eröffnungsfilm der 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2025, wo Hauptdarsteller Toni Servillo mit dem COPPA VOLPI als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet wurde.
© Weltkino
26. März: PILLION von Harry Lighton (im Verleih von Weltkino)
Mit Alexander Skarsgård, Harry Melling, Zamir Mesiti, Jake Shears u.a.
 
Im Langfilmdebüt von Regisseur Harry Lighton trifft der schüchterne Colin in einem Pub auf den charismatischen Biker Ray. Zwischen dem unsicheren Politeur und dem selbstbewussten Anführer einer Biker-Gang entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung mit klar verteilten Rollen. Colin ordnet sich bereitwillig unter und taucht durch Ray in eine neue, aufregende Welt ein, die seinen Alltag vollkommen verändert. Doch mit der Zeit wächst in ihm der Wunsch nach mehr als bloßer Unterwerfung und die Dynamik zwischen beiden gerät ins Wanken. Der Film erzählt mit Sinnlichkeit, Humor und überraschender Zärtlichkeit von Macht, Begehren und Selbstfindung.
 
Alexander Skarsgård und Harry Melling überzeugen in den Hauptrollen mit intensiven Performances. Die Romanadaption von Box Hill feierte ihre Weltpremiere in der Sektion „Un Certain Regard“ der Filmfestspiele von Cannes 2025 und wurde dort mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.
Bildmaterial zu den MUBI GO-Titeln finden Sie HIER
Bitte beachten Sie, dass das Copyright für das Bildmaterial im Dateinamen angegeben ist.
 
Bei Fragen zu MUBI GO, wenden Sie sich gerne an mubi@steinbrennermueller.de
Anfragen nach Sichtungslinks für die einzelnen Filmtitel richten Sie bitte an die jeweiligen Verleihunternehmen und deren Presseagenturen.
Über MUBI GOMUBI GO ist ein Premium-Abonnement-Angebot von MUBI, mit dem Mitglieder jede Woche ein Ticket für einen handverlesenen Film im Kino erhalten. Dieses Ticket kann in jedem Partnerkino, das den ausgewählten Film zeigt, eingelöst werden. Die wöchentliche Filmauswahl bei MUBI GO wird von Expert:innen kuratiert und beinhaltet herausragende Filme aller möglichen Verleihunternehmen, neben den Titeln des MUBI-Katalogs. So gelangen die besten Kinoneustarts ins MUBI GO-Programm.Nach dem großen Erfolg in Großbritannien, den USA und Indien startete MUBI GO im November 2022 in Deutschland, zunächst in Berlin. Es folgten im Frühjahr 2023 zunächst München, dann Frankfurt am Main, Hamburg und Köln. Seit März 2025 ist auch Düsseldorf als MUBI GO-Stadt mit dabei. Im November 2025 folgte Stuttgart. Weitere Städte sind in Planung.Die MUBI GO Kinos im Überblick
BERLIN: 14 Kinos der Yorck Kinogruppe, City Kino Wedding, Colosseum Filmtheater, fsk Kino, Hackesche Höfe Kino, Il Kino, Kino Central, Kino Toni, Lichtblick Kino, Moviemento, Odeon, Sputnik Kino, Wolf Kino
MÜNCHEN: Arena Filmtheater, City-Atelier-Kinos, Monopol Kino, Neues Maxim, Rio Filmpalast
FRANKFURT A.M.: Cinéma, Eldorado, Harmonie, Mal Seh’n Kino
HAMBURG: Abaton, Blankeneser Kino, Elbe Filmtheater, Studio Kino, Zeise Kinos, 3001 Kino
KÖLN: Cinenova, Filmhaus Köln, Filmpalette, Lichtspiele Kalk, Metropolis Lichtspieltheater, OFF Broadway, Rex am Ring, Weisshaus KinoDÜSSELDORF: Atelier, Bambi, Cinema, Metropol
STUTTGART: atelier am bollwerk, CINEMA – innenstadt.kinos, Delphi Arthaus Kino, EM – innenstadt.kinos, GLORIA – innenstadt.kinos
So funktioniert MUBI GOMUBI Premium-Mitglieder erhalten für den monatlichen Abonnementpreis von 19,99 € zusätzlich zum Angebot auf der Streaming-Plattform jede Woche ein Kinoticket für einen ausgewählten Film zum Entdecken auf der großen Leinwand. Mitglieder können ihr wöchentliches Ticket für jede an diesem Tag verfügbare Vorführung in den Partnerspielstätten einlösen.Hierfür laden sich die Abonnent:innen die MUBI GO-App herunter und wählen ein Kino und eine Spielzeit aus. Die App generiert daraufhin einen QR-Code, für den die Mitglieder je nach Verfügbarkeit im Saal an der Abendkasse ein Ticket erhalten (Sondervorstellungen ausgenommen). Tickets können nur am jeweiligen Vorstellungstag für jede Spielzeit in den teilnehmenden Spielstätten eingelöst werden (Reservierungen oder Online-Buchungen sind nicht möglich). 
Mehr Informationen unter www.mubi.com/go
Fragen zu MUBI GO beantwortet das FAQ

Gilde Filmpreise für den Wettbewerb und Generation 14plus vergeben

Zum 36. Mal vergab der Arthouse-Kinoverband AG Kino – Gilde e.V. den Gilde Filmpreis für den besten Film im internationalen Wettbewerb der Berlinale. Bereits zum sechsten Mal zeichneten zudem junge Kinomacherinnen aus der AG Kino – Gilde in der Jury ‚Cinema Vision 14plus‘ ihren Favoritenfilm in der Sektion Generation 14plus aus.

Bester Film im Wettbewerb:
 

GELBE BRIEFE
von Ilker Çatak
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Es ist das Wesen unserer modernen Gesellschaften, dass wir zwischen Anpassung und Abgrenzung, zwischen autoritären und freiheitlichen Strukturen changieren. In „Gelbe Briefe“ existieren demokratische und diktatorische Gesellschaftsstrukturen nebeneinander. Die Innenansicht der Türkei, wie sie heute existiert, wird ins Stadtbild von Berlin und Hamburg (Ankara und Istanbul) verlegt. Ein toller Kunstgriff, weil er die gesellschaftliche Entwicklung, in der wir uns aktuell auch in ganz Europa und weltweit befinden, auf den Punkt bringt. Das Nebeneinander von Gradlinigkeit und Anpassung spiegelt sich kongenial im Figurenensemble und deren Spiel. In persönlich unsicheren Zeiten fallen die Protagonisten in scheinbar überwunden geglaubte patriarchalische Verhaltensmuster zurück.

Lobende Erwähnung:
 
THE LONELIEST MAN IN TOWN

von Tizza Covi und Rainer Frimmel
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Ein Film wie ein guter Bluessong. Ein Wiener Original in einer leider aussterbenden Welt, der zeigt, dass die analoge Welt mit ihren Schallplatten und Zeitschriften ihren eigenen Zauber hat. Der Bluesmusiker Alois alias Al Cook spielt sich in der schönsten Überraschung des Berlinale-Wettbewerbs selbst.

Die Jury für den Wettbewerb der Berlinale 2026 bestand aus:
Claudia Dostal (Yorck Kino GmbH, Berlin)
Hans Jörg Bondiau (Zoom Kino, Brühl)
Kathrin Bohm-Berg (multiculturelles centrum, Templin)

Bester Film in der Sektion Generation 14plus:

WHAT WILL I BECOME?
von Lexie Bean und Logan Rozos
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Der Film kreiert einen Ort, gehört und gesehen zu werden – bewusst, authentisch, sicher. Eine selbstgebaute Höhle, in die wir hinein krabbeln, die in unserer Gesellschaft nicht existiert. Wir haben Raum für Wut, Trauer, Überforderung. Trotzdem hinterließ er uns mit Hoffnung – dem Wunsch nach Akzeptanz, Unterstützung, Liebe.
Danke Lexie, Logan, für persönliche Lebensgeschichten, die zu einem Teil von uns wurden. Dass ihr die transmännliche Community sichtbar macht und für uns da seid.
Danke für WHAT WILL I BECOME?
Danke, dass ihr diese Frage stellt.
Danke, dass ihr da seid.

Lobende Erwähnung:
 
SUNNY DANCER
von George Jaques
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Unsere lobende Erwähnung gilt einem Film, der uns mitnimmt in eine Momentaufnahme, ganz ohne Filter. Der Film hat uns direkt zum Auftakt des Festivals alle Emotionen durchleben lassen und zusammengeschweißt. Mit dieser Energie verlassen wir tänzelnd und als Teil dieser besonderen Clique den Kinosaal. Begeben uns als Freund*innen gemeinsam auf die weitere Achterbahnfahrt durch die gesamte Bandbreite des Generation 14plus-Programms. Danke George, dass Du uns mit SUNNY DANCER hast tanzen lassen, selbst wenn wir uns nicht immer danach gefühlt haben.

Die Jury Berlinale Generation 14plus 2026 bestand aus:
Nadine Melzer (Scala Kino, Leverkusen)
Ophelia Hertel (Broadway Filmtheater, Trier)
Dina Schilke (Capitol Arthouse Kino, Mainz)
 
Die Arthouse Kinobetreiber:innen gratulieren zu diesen Preisen.

Zudem vergab erneut zwei Jurys der Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai (CICAE), dem internationalen Verband von Filmkunsttheatern, dem die AG Kino-Gilde angehört, Preise für den besten Film in der Sektion Panorama und der Sektion Forum.

Bester Film der Sektion Panorama:

STAATSSCHUTZ
von Faraz Shariat
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Dieser Film spricht eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, an. Er konfrontiert uns mit der Illusion der Neutralität innerhalb von Institutionen, die Objektivität für sich beanspruchen, und deckt auf, wie Systeme, die eigentlich schützen sollen, rassistische Gewalt herunterspielen oder verschleiern können. Er zeigt mit schmerzhafter Deutlichkeit, dass kein Maß an Professionalität oder Integrität diejenigen schützen kann, die nicht als dazugehörig angesehen werden. Die Geschichte hinterfragt unsere vorbildlichen Modelle der Gerechtigkeit und fragt uns, wo wir stehen. Akzeptieren wir systemische Unterdrückung, die als Einzelfälle getarnt sind, oder fordern wir etwas Besseres? Für seinen Mut und seine Dringlichkeit geht unser Preis an „Staatsschutz“

Die CICAE-Jury für das Panorama der Berlinale 2026 bestand aus:
Lukas Berberich (Schweden)
Patryk Chromik (Polen)
Elena Ciofalo (Italien)

Bester Film in der Sektion Forum:

DE CAPUL NOSTRU – ON OUR OWN
von Tudor Cristian Jurgiu
Infos zum Film

Begründung der Jury:
Dieser Film erforscht meisterhaft tiefgründige und komplexe gesellschaftliche Themen mit Wärme, Sensibilität und einer erfrischend leichten Note. Durch ein fesselndes Erzählen und eine visuell natürliche, immersive Kameraführung zieht er das Publikum mühelos in seine Welt hinein und lässt es eng mit der sich auf der Leinwand entfaltenden Reise mitfühlen. Seine durchdachte Balance zwischen Tiefgang und Zugänglichkeit sorgt dafür, dass er generationenübergreifend Anklang findet und sowohl junge Zuschauerinnen und Zuschauer als auch Erwachsene gleichermaßen begeistert. Indem der Film bedeutungsvolle Themen mit universeller Anziehungskraft verbindet, hebt er sich als kraftvolle und zugleich unterhaltsame cineastische Leistung hervor, die durch die herausragende Darbietung des Ensembles vollendet wird.

Die CICAE-Jury für das Forum der Berlinale 2026 bestand aus:
Consuelo De Choudens-Holzer (Frankreich)
Ingrid Machado (Brasilien)
Francesc Villallonga (Soanien)