- Vollständiger Konferenzplan jetzt online
- Das Zeitalter der Creators: Von YouTube und TikTok zum Primetime-Fernsehen
- Podcasts und Audio-Storytelling als unverzichtbare Erzählformate
- Praktische Workshops mit Agent:innen, Produzent:innen und Autor:innen
- Öffentlich zugänglich: Seriesly Berlin Premieres mit acht internationalen Serien
Nur noch eine Woche bis zur zweiten Ausgabe von Seriesly Berlin (15.–18. September), dem pulsierenden Festival und Branchenevent für die Zukunft des seriellen Storytellings, das mit inspirierenden Podiumsdiskussionen, praktischen Workshops, Pitch-Sessions, Networking-Events und öffentlich zugänglichen Serienpremieren, einschließlich Publikumsgesprächen mit Serienschaffenden und Talenten, beginnt. Das Programm für die zweitägige Seriesly Berlin Conference (17. bis 18. September, Fotografiska Berlin) steht nun fest und wird internationale Branchenexpert:innen, Referent:innen und Teilnehmende begrüßen. Das öffentliche Programm der Seriesly Berlin Premieres (15.-18. September) steht dem allgemeinen Publikum offen und startet am Montag, dem 15. September, mit einer hochkarätigen Auswahl von acht internationalen Serien, die auf dem Festival ihre Welt-, internationale oder deutsche Premiere feiern. Hier geht’s zur Akkreditierungen für Presse und Branche sowie zum Ticketverkauf für die öffentlich zugängigen Serienpremieren.
Neue Speaker und aktuelle Programm-Updates mit dem Gesamtprogramm online.
Das Konferenzprogramm bringt hochkarätige Stimmen aus der Branche auf die Bühne, auch in diesem Jahr moderiert von Yolanda Rother (The Impact Company). Die Konferenz wird eröffnet mit der Keynote „Are We Content with Content?“ des serbisch-amerikanischen Künstlers und Filmemachers Igor Simić, auch bekannt für seine Arbeit an narrativen Games als Creative Director von Demagog Studio. Die Keynote untersucht die Bedeutung von Kreativität, Handwerkskunst und Kultur in einer Zeit, in der Geschichten zunehmend von Streaming-Plattformen, sozialen Medien und KI geprägt werden und bereitet damit den Boden für eine kritische Reflexion über das Storytelling in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie.
Das Panel „Storytelling 2030: Who Pays, Who Plays?“, kuratiert und moderiert von Irina Ignatiew, befasst sich mit der Zukunft von Finanzierung und Partnerschaften in einer sich wandelnden Medienlandschaft. Mit dabei sind Nataly Kudiabor (Geschäftsführerin & Executive Producer, UFA Fiction), Sebastian Krekeler (Deputy Head of Drama, ZDF Studios), Henning Kamm (Geschäftsführer & Produzent, Real Film; Credits u. a. KRANK BERLIN und CALL MY AGENT BERLIN), Alicia Remirez (Geschäftsführerin und Produzentin, Constantin Film Produktion, Produzentin von High-End Serien wie ELDORADO KADEWE und SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE) und Lasse Scharpen (Produzent, Studio Zentral; Produzent von LOVE SUCKS und dem gefeierten Spielfilm IN DIE SONNE SCHAUEN – Deutschlands offizielle Oscar-Einreichung, Gewinner des Jurypreises in Cannes).
Content-Ersteller und der grundlegende Wandel hin zur Creator Economy
Die Session „Ctrl+Alt+Delete: Rethinking TV in the Creator Age” untersucht, wie das traditionelle Fernsehen von einer Generation neu programmiert wird, die mit YouTube, Twitch, TikTok und Patreon aufgewachsen ist. Vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte der jungen Zuschauenden in Deutschland Creator-Inhalte gegenüber Primetime-Fernsehen vorziehen, bringt das Panel innovative Stimmen zusammen, darunter Darina Su (TikTok-Creator und Regisseurin mit über 700.000 Followern) und Kaan (Storytelling-Powerhouse mit fast 4 Millionen TikTok-Followern und einer plattformübergreifenden Reichweite von mehr als 1 Million auf YouTube und 500.000 auf Instagram) sowie Ina Eck (COO, Mitbegründerin von Fabiola). Gemeinsam diskutieren sie, wie Sender und Produktionsfirmen auf neue Storytelling-Formate, von Creators getriebene Erlösmodelle und sich schnell ändernde Erwartungen des Publikums reagieren können.
Dem folgt die Fallstudie Building a Streamer–Producer Partnership zum Aufbau einer Partnerschaft zwischen Netflix und der Produktionsfirma bildundtonfabrik. Wie sieht eine langfristige, funktionierende Beziehung zwischen Streaminganbieter und Produzenten aus? In diesem moderierten Gespräch beleuchten Lisa Kreimeyer (Director Series Netflix DACH) und Philipp Käßbohrer & Matthias Murmann (Gründer bildundtonfabrik) den kreativen und kommerziellen Weg hinter ihrer langjährigen Zusammenarbeit, aus der erfolgreiche Serien wie HOW TO SELL DRUGS ONLINE (FAST) hervorgegangen sind”.
Guilty Pleasures: How Is Reality TV Adapting to the Algorithm Age? untersucht, wie nicht-skriptbasierte Reality-Formate für Digital Natives relevant bleiben können – von der Nutzung neuer Technologien bis hin zur Neukonzeption etablierter IPs. Zu den Referenten gehören Marc Lorber (The Art of Co-Productions), Oliver Fuchs (Fabiola) und Pamela Kretzschmar (ITV Studios Germany), moderiert von Jochen Schropp (Schauspieler, Fernsehmoderator und Co-Moderator eines Reality-TV-Podcasts).
Visionäre europäische Programmverantwortliche treffen sich zu einer offenen Diskussion unter der Überschrift „Greenlight Visionaries: Someone has to say yes first – or nothing new gets made“. Lada Dobrkovská (Produzentin, Local TV Content CZ&SK | CANAL+), Jarmo Lampela(Leiter Drama | Yle) und Toomas Ili (Leiter Content | Elisa Estonia) werden im Gespräch mit Jesse Whittock von Deadline erörtern, was es wirklich braucht, um mutige, anspruchsvolle Serien in einem risikoscheuen Markt zu unterstützen.
Podcasts, Gesprächsreihen und Audio-Storytelling
Seriesly Berlin rückt auch Audio-Storytelling in den Fokus: Unwritten+ ist ein Podcast über den Aufbau einer Karriere jenseits von Kulturen und Ländergrenzen. Podcast-Moderatorin Irina Ignatiew spricht mit dem nigerianisch-amerikanischen Filmemacher Kaelo Iyizoba über seinen Werdegang und sein neues Projekt „Birthright“, das ebenfalls für den Seriesly Writers‘ Pitch ausgewählt wurde. Auf die Live-Podcast-Aufzeichnung folgt die Bar-Talk-Runde „Serial by Sound: How Podcasts & Audio Dramas Keep Us Listening” mit Berni Mayer und Johanna Steiner von Wake Word Studios, die das Handwerk des Podcastings und der Hörspiele beleuchten – von der Dramaturgie und dem Sounddesign bis hin dazu, wie man das Publikum über verschiedene Formate hinweg fesselt. Zusammen unterstreichen diese Sessions, wie unverzichtbar Podcasts im heutigen Ökosystem des seriellen Storytellings geworden sind.
In der Live-Aufzeichnung des Formats „Talk to a Serial Eye“ wird die Studienleiterin des Programms, Katrin Merkel, gemeinsam mit der Serial Eyes-Absolventin Marlene Melchior die Herausforderungen und kreativen Ansätze diskutieren, denen Marlene und das Team der Erfolgsserie „Maxton Hall“ gegenüberstanden. Sie werfen auch einen Blick hinter die Kulissen der Adaption von Romanen für den Bildschirm mit einem weiblich geführten Autorenteam gewähren.
Hands-on Sessions: Als Agent:innen, Redakteur:innen und Autor:innen in der Branche navigieren
Von Ari Gold aus „Entourage“ bis hin zu „Dix pour cent“ werden Agenten oft als die schwer fassbaren Macher:innen hinter den Kulissen angesehen. In „Call My Agent“, einem Gespräch mit dem Agenten Roy Ashton (Partner, Gersh Agency), gibt er Einblicke in die tatsächliche Rolle von Agent:innen in der heutigen Zeit, in der Märkte schrumpfen und Greenlights immer seltener werden, und stellt die Frage, wie Agent:innen kreative Ambitionen und kommerzielle Realitäten miteinander in Einklang bringen.
Das Workshop-Programm umfasst auch „Co-Pros Without Tears: Tools & Tactics for the Braves“, eine Praxissession für Produzent:innen, in der Dozent Frédéric Pittoors d’Haveskercke praktische Strategien für die Strukturierung internationaler Koproduktionen vermittelt – von der Finanzierung und Rechteverwaltung bis hin zu Arbeitsabläufen und Packaging. In „Germany 2026: Film & Series Funding – Turning New Rules into Opportunities“ diskutieren Johannes Kagerer (Leiter Politik und Sektionen, Produktionsallianz) und Jakob Weydemann (Vorstandsmitglied, PROG – Producers of Germany) die Chancen, die die aktuelle Filmförderungsgesetzgebung bietet. „Beat It! – Plotting with Beats” stellt eines der zentralen Werkzeuge des US-amerikanischen Writers‘-Room-Modells vor. Writers‘-Room-Coach Katrin Merkel gibt einen Überblick über dessen Entwicklung und leitet eine praktische Übung zum Plotten mit der Screenwriting App Beats.
Weitere Panelist:innen sind Be Inthavong (Creative Director, Jim Thompson), Can Evrenol(Regisseur, Produzent, Autor), Nayef Hammoud (Co-CreatorMitgründer Non-Issue), Florence Kasumba (Schauspielerin, TATORT, BLACK PANTHER, HOUSE OF BELLEVUE), Till Kleinert(Regisseur, Autor), Elena Lyubarskaya (Drehbuchautorin, Kreativ Produzentin), Libby Lenkinski(Gründerin Albi Fund), Keren Michael (Programmdirektorin Albi Fund), Miira Paasilinna (COO Anagram Group; Managing Director Anagram Sweden), Rahul Patel (Chefanalyst, Ampere Analysis), Gal Rosenbluth (Co-Creator Non-Issue), Yousef Sweid (Schauspieler, Regisseur), Stijn Van Kerkhoven (Creator, Regisseur), Helge Jürgens (Geschäftsführer New Media Funding, Medienboard Berlin-Brandenburg) und Klaus Zimmermann (Koproduzent; Mentor für serielle Erzählkunst).
Darüber hinaus finden während der Seriesly Berlin Conference zwei Pitch-Sessions statt. Sechzehn herausragende neue Serienprojekte wurden ausgewählt, um ihre Geschichten der Branche vorzustellen – acht für den Seriesly Berlin Co-Pro Pitch für Projekte, die sich bereits in der Entwicklung befinden, und acht für den Seriesly Berlin Writers‘ Pitch für Projekte in der Frühphase. Die Teilnehmer:innen konkurrieren um Preise und suchen Partner für Finanzierung, Koproduktion, Vertrieb und internationale Zusammenarbeit.
Das Programm und den Zeitplan der Seriesly Berlin Conference finden Sie hier.
Hier können Sie sich für die Seriesly Berlin Conference akkreditieren.
Die Seriesly Berlin Premieres finden Sie hier.
