| Während MUBI Jafar Panahis mit der Goldenen Palme in Cannes 2025 ausgezeichneten Film EIN EINFACHER UNFALL aktuell bundesweit noch in den Kinos präsentiert, ehrt MUBI den iranischen Ausnahme-Filmregisseur ab Februar mit einer Retrospektive auf der Streamingplattform. MUBI zeigt – zum Teil exklusiv – die, trotz diverser Berufsverbote, enorme Bandbreite seines Schaffens: Neben NO BEARS (2022), in dem Panahi die Bedingungen des Filmemachens unter Zensur und Repression thematisiert und seine internationale Bedeutung als unbeugsame Stimme für künstlerische Freiheit unterstreicht, ist zum Beispiel auch sein Debütfilm DER WEISSE BALLON (1995), der mit schlichter Erzählweise und großer Empathie den iranischen Alltag einfängt, in der Kollektion zu finden. Nicht minder politisch begeht MUBI mit der Reihe GO TELL IT ON THE MOUNTAIN: HISTORISCH BEDEUTENDES SCHWARZES KINO den Black History Month. Mit OH, SUN (1970) von Regisseur Med Hondo, präsentiert MUBI einen zentralen Film des Black Cinema, der in radikaler Form von Schwarzer Identität im Europa der Nachkriegszeit erzählt. Deutlich leichter geht es in der Valentinstags-Kollektion BESTIES ONLY zu – die Frauenfreundschaften in all ihren Facetten in den Fokus rückt, etwa in Alexis Langlois‘ TERROR, SISTERS! (2019), der von vier trans Freundinnen erzählt, die auf Rache sinnen. Von der lebenslangen Freundschaft zweier Männer erzählen Felix Van Groeningen und Charlotte Vandermeersch in ACHT BERGE (2022), einem stillen, naturverbundenen Film über eine lebenslange Beziehung. Deutlich urbaner und surrealer geht es in KILL THE JOCKEY (2024) von Luis Ortega zu, der die Identität einer argentinischen Jockey-Legende verhandelt. Mit seinem neuesten Werk, dem starbesetzten ROSEBUSH PRUNING, wird Karim Aïnouz im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale Weltpremiere feiern. Auf MUBI ist bereits jetzt sein poetisch-essayistischer Dokumentarfilm MARINER OF THE MOUNTAINS (2021) zu sehen, in dem der Regisseur persönliche Erinnerungen mit der Geschichte Algeriens verbindet. Für seinen Dokumentarfilm PICTURES OF GHOSTS (2023) kehrte Regisseur Kleber Mendonça Filho in seine Heimatstadt Recife im Nordosten Brasiliens zurück. Der essayistische Film über die verschwindenden Kinos der Stadt verbindet persönliche Erinnerungen, Familiengeschichte und Archivmaterial und zeichnet ein Porträt Recifes, das thematische und visuelle Motive seines aktuellen Kinofilms THE SECRET AGENT (2025) inspirierte. Und natürlich feiert MUBI im Februar die Berlinale und präsentiert im FESTIVAL-FOKUS: BERLINALE eine vielfältige Auswahl unabhängiger und gewagter Glanzstücke aus den vergangenen Ausgaben des Festivals. Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-Up der Filme auf MUBI (www.mubi.com) im Februar 2026. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. MUBI EXKLUSIV |
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| Ab 27. Februar: MUBI EXKLUSIV – NO BEARS Von Jafar Panahi (2022, Iran, Drama) NO BEARS ist ein vielschichtiger, teils autobiografischer Film, in dem ein fiktiver Jafar Panahi, der in seinem eigenen Land nicht frei Filme machen oder reisen darf, aus einem Dorf nahe der türkischen Grenze heraus, einen Film über ein Paar inszeniert, das versucht, Iran zu verlassen, und dabei selbst in lokale Konflikte gerät. Der Film verwebt Realität und Fiktion, thematisiert staatliche Repression, Aberglaube, künstlerische Freiheit und den Preis des kreativen Widerstands. Er wurde heimlich im Iran gedreht und feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig, wo er den Special Jury Prize gewann. NO BEARS ist Teil einer Jafar-Panahi-Retrospektive auf MUBI, die sieben zentrale Werke des iranischen Regisseurs versammelt. Dazu gehört sein poetisches Debüt DER WEISSE BALLON (1995), das den Alltag eines Mädchens in Teheran beobachtet. Mit DER KREIS (2000) richtet Panahi einen schonungslosen Blick auf gesellschaftliche Ausgrenzung und soziale Ungleichheit, während OFFSIDE (2006) mit humorvoller Leichtigkeit Geschlechterverbote hinterfragt. In CLOSED CURTAIN (2013) wird – wie in NO BEARS – das Filmemachen unter zunehmend repressiven Bedingungen reflektiert. |
| AB 27. FEBRUAR: JAFAR PANAHI RETROSPEKTIVE: Die Titel der Reihe im Überblick: CLOSED CURTAIN Jafar Panahi, Kambuzia Partovi CRIMSON GOLD – BLUTROTES GOLD Jafar Panahi DER KREIS Jafar Panahi DER WEISSE BALLON Jafar Panahi NO BEARS Jafar Panahi OFFSIDEJafar Panahi THE MIRROR Jafar Panahi |
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| Ab 20. Februar: MUBI EXKLUSIV – KILL THE JOCKEY Von Luis Ortega (2024, Argentinien, Spanien, Drama, Krimi) Remo war einst ein gefeierter Jockey, doch sein exzessiver Lebensstil und Schulden bei der Mafia zerstören seine Karriere. Ein schwerer Sturz kostet ihn nicht nur das Rennen, sondern auch sein Gedächtnis. Gemeinsam mit seiner schwangeren Freundin Abril, ebenfalls Jockette, gerät er ins Visier einer Gang. Auf der Flucht durch Buenos Aires erfindet sich Remo als Dolores neu, zwischen Drogenrausch, Identitätskrise und Liebesdrama. Während Realität und Wahn, Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen, entwickelt sich ein surrealer Mix aus Mafia-Thriller und Liebesgeschichte. KILL THE JOCKEY feierte Weltpremiere im Wettbewerb der 81. Filmfestspiele von Venedig und war Argentiniens Oscar®-Beitrag 2025. |
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| Ab 6. Februar: MUBI EXKLUSIV – PICTURES OF GHOSTS Von Kleber Mendonça Filho (2023, Brasilien, Dokumentarfilm) In PICTURES OF GHOSTS erkundet Kleber Mendonça Filho die Kinos seiner Heimatstadt Recife, einst bedeutende Orte kollektiver Fantasie und sozialen Lebens. Aus Archivmaterial, Filmausschnitten und persönlichen Erinnerungen entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Jahrhunderts brasilianischer Film- und Stadtgeschichte. Der Film folgt Kleber Mendonça Filhos Suche nach den räumlichen und kulturellen Ursprüngen seiner eigenen Kinoleidenschaft. Zugleich diente der Dokumentarfilm als Inspiration für seinen Spielfilm THE SECRET AGENT, der jüngst mit zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde und für vier Oscars® nominiert ist. WEITERE HIGHLIGHTS |
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| Ab 12. Februar: MARINER OF THE MOUNTAINS Von Karim Aïnouz (2021, Brasilien, Frankreich, Dokumentarfilm) In MARINER OF THE MOUNTAINS begibt sich Karim Aïnouz erstmals auf eine Reise nach Algerien, in das Heimatland seines Vaters, und überquert dafür mit einem Boot das Mittelmeer. Begleitet von der Erinnerung an seine verstorbene Mutter und seiner Kamera verwebt der Filmemacher Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem sehr persönlichen Filmessay. Dabei öffnet sich der Blick auf Algeriens postkoloniale Geschichte und seine schmerzhafte Gegenwart sowie auf überraschende Verbindungen zu Brasilien. Aïnouz’ Bilder sind von großer Schönheit, ohne je touristisch zu sein. MARINER OF THE MOUNTAINS ist eine Entdeckungsreise, die das Private und das Politische eindrucksvoll miteinander verbindet. Im Februar feiert Aïnouz’ neuer Spielfilm ROSEBUSH PRUNING Premiere im Wettbewerb der Berlinale. |
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| Ab 20. Februar: A DREAM LONGER THAN THE NIGHT Von Niki De Saint Phalle (1976, Frankreich, Fantasy) Prinzessin Camélia wird auf magische Weise ins Erwachsenenalter versetzt und durchquert eine fantastische Welt voller Wesen und Gefahren. Auf ihrer Reise wird sie mit Sexualität, Gewalt und den patriarchalen Strukturen konfrontiert, die sie als Frau erwarten. Der Spielfilm der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle verbindet Märchen und feministische Perspektiven und gilt als rares Juwel des französischen Avantgarde-Kinos der 1970er Jahre, in dem Kindheit und Erwachsensein direkt aufeinandertreffen. |
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| Ab 7. Februar: ACHT BERGE Von Felix Van Groeningen und Charlotte Vandermeersch (2022, Italien, Belgien, Drama) ACHT BERGE erzählt die Geschichte einer lebenslangen Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Jungen: Pietro aus der Stadt und Bruno aus einem abgelegenen Bergdorf. Während Bruno seiner Heimat in den Bergen treu bleibt, zieht es Pietro immer wieder hinaus in die Welt, und doch kehrt er regelmäßig zurück. Der Film folgt ihren Begegnungen über viele Jahre und stellt grundlegende Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und dem richtigen Lebensweg. Vor der eindrucksvollen Landschaft Norditaliens entsteht ein Film über Männerfreundschaft, das Aufbrechen und Wiederkehren. Die Verfilmung des preisgekrönten Romans von Paolo Cognetti feierte 2022 im Wettbewerb von Cannes Premiere und wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. MUBI REIHEN |
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| AB 20. FEBRUAR: GO TELL IT ON THE MOUNTAIN: HISTORISCH BEDEUTENDES SCHWARZES KINO Anlässlich des Black History Month präsentiert MUBI mit der Reihe GO TELL IT ON THE MOUNTAIN: HISTORISCH BEDEUTENDES SCHWARZES KINO den außergewöhnlichen Reichtum Schwarzer Filmkunst vor und hinter der Kamera. Von gefeierten Klassikern bis zu lange übersehenen Schätzen, von gesellschaftskritischen Arbeiten bis hin zum Genre-Kino bringen die Filme Erfahrungen, Widerstandskraft und kreative Vielfalt Schwarzer Communities weltweit zum Ausdruck. Dazu zählt OH, SUN (1970) von Med Hondo, der die Geschichte eines jungen Mauretaniers erzählt, der nach Paris kommt, um ein vermeintlich „besseres“ Leben zu finden. Trotz seiner Bildung gelingt es ihm nicht, Arbeit oder eine Wohnung zu finden und er sieht sich zunehmend mit Ausgrenzung, Alltagsrassismus, sexueller Objektifizierung und offener Diskriminierung konfrontiert. |
| AB 20 FEBRUAR: GO TELL IT ON THE MOUNTAIN: HISTORISCH BEDEUTENDES SCHWARZES KINO – Die Titel der Reihe im Überblick: DAHOMEY Mati Diop DIARY OF AN AFRICAN NUN Julie Dash DO THE RIGHT THING Spike Lee GET OUT Jordan Peele OH, SUN Med Hondo THE WATERMELON WOMAN Cheryl Dunye TOUKI BOUKI Djibril Diop Mambéty WITHIN OUR GATES Oscar Micheaux YOU HIDE ME Nii Kwate Owoo BRIEF ENCOUNTERS |
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| Ab 20. Februar: BEING JOHN SMITH Von John Smith (2024, Großbritannien, Kurzfilm, Avantgarde) In BEING JOHN SMITH reflektiert der britische Experimentalfilmer John Smith über sein Leben, seine Karriere und die Bedeutung seines ungewöhnlich gewöhnlichen Namens. Mit trockenem Humor verbindet der Film Off-Kommentare, Texttafeln, Fotografien, Dokumente und Ausschnitte aus Smiths eigener Filmografie. Ausgehend von persönlichen Anekdoten entfaltet sich eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Identität, Klassenzugehörigkeit, gesellschaftlichen Strukturen und Sterblichkeit. BEING JOHN SMITH ist ein politischer, selbstreflexiver und universell anschlussfähiger Film über Vermächtnis und Existenz. |
| WEITERE HIGHLIGHTS AUF MUBI IM FEBRUAR – in chronologischer Übersicht: 01.02.26 13 TZAMETI Géla Babluani 02.02.26 SICK OF MYSELF Kristoffer Borgli 04.02.26 DIE HÖHLE DER VERGESSENEN TRÄUME Werner Herzog 05.02.26 DIE WUNDERBARE MACHT Douglas Sirk 06.02.26 TERROR, SISTERS! Alexis Langlois 09.02.26 MYSTERIOUS SKIN – UNTER DIE HAUT Gregg Araki 11.02.26 WHAT YOU GONNA DO WHEN THE WORLD’S ON FIRE? Roberto Minervini 14.02.26 DER ELEFANTEN MENSCH David Lynch 16.02.26 HANNAH TAKES THE STAIRS Joe Swanberg 18.02.26 MY BLUEBERRY NIGHTS Wong Kar Wai 22.02.26 DER MANN MIT DER KAMERA Dziga Vertov 24.02.26 SAINT FRANCES Alex Thompson Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de |
| Über MUBI MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, ein Filmverleih und eine Produktionsfirma und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher. MUBI ist ein Ort, an dem man ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen entdecken kann. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in bestimmten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Kino-Kultur – sowohl in Print als auch online. Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, QUEER von Luca Guadagnino, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn, GRAND THEFT HAMLET von Pinny Grylls & Sam Crane, PRISCILLA von Sofia Coppola, PASSAGES von Ira Sachs, DIE MISSETÄTER von Rodrigo Moreno, COLONOS von Felipe Gálvez und AFTERSUN von Charlotte Wells. Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, 1949 von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen, SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun; zu MUBIs Koproduktionen gehören A LONG WINTER von Andrew Haigh und FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch. MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist die größte Community von Filmliebhaber:innen weltweit und in 190 Ländern verfügbar. MUBI hat seinen Hauptsitz in London, mit 15 Büros weltweit und über 400 Mitarbeiter:innen. Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions und im Februar 2024 eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart. Das Abo kostet €13.99 pro Monat bzw. €107.88 für 12 Monate. MUBI ist im Web und auf Roku-Geräten, Amazon Fire TV, Apple TV und Samsung Smart TV verfügbar, sowie auf Mobilgeräten einschließlich iPad, iPhone und Android. Das MUBI GO Abo kostet €18.99 pro Monat bzw. €167.88 für 12 Monate. |

















