29. Juni 2026
IDM vergibt rund 1,5 Mio. Euro an 20 Projekte
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| Im zweiten Fördercall des Jahres fördert die Südtiroler Filmförderung IDM Film & Music Commission 20 Filmprojekte mit insgesamt 1,465 Mio. Euro: Sieben der elf italienischen Projekte kommen aus Südtirol, vier Projekte aus Deutschland und je eines aus Österreich, der Schweiz, England, Niederlande und Singapur. Für die Umsetzung der unterstützten Produktionen sind rund 100 Drehtage in Südtirol angesetzt. Die erwartete Wertschöpfung beläuft sich auf über fünf Mio. Euro. Acht Projekte – vier fiktionale und vier dokumentarische – erhalten Produktionsförderung. Außerdem unterstützt die IDM die Realisierung von drei Kurzfilmen. In der Produktionsvorbereitung werden neun Filmideen gefördert. |
| Acht Projekte werden mit Produktionsförderung unterstützt Die IDM unterstützt „Lassie und die Legende vom wilden Bären“, den neuesten Teil der erfolgreichen Kinoreihe. Der Kinderfilm der Berliner Henning Ferber Filmproduktion erzählt von Nova, Flo und Hund Lassie, die in einem Feriencamp Wilderern das Handwerk legen. Regie führt Mara Eibl-Eibesfeldt, das Drehbuch stammt von Andreas Cordes. Gedreht wird an elf Tagen in Südtirol. Auch die Fortsetzung von „Der Buchspazierer“ wird zum Teil in Südtirol realisiert. Ab September steht Christoph Maria Herbst für „Der Buchspazierer und die Liebe“ vor der Kamera. Wüste Film Hamburg produziert nach einem Drehbuch von Andi Rogenhagen und Carsten Henn, dem auch die Romanvorlage zu verdanken ist. Regie führt wie im ersten Teil Ngo The Chau. Aus der Schweiz kommt das Projekt „Under the Ice“ nach Südtirol. C-Films aus Zürich produziert den Thriller nach einem Drehbuch von Alexander Buresch und Fabien Virayie, Regie führen Jan-Eric Mack und Claudio Faeh. Immobilienmilliardär Paul Welsch verschwindet während der Besteigung des Matterhorns. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Im Mittelpunkt steht die Bergretterin Eve, die feststellen muss, dass es sich bei dem Vermissten um ihren Geliebten Christian handelt, der unter falscher Identität in Zermatt lebte. Gedreht wird voraussichtlich ab Oktober 2026 in Bozen und Umgebung, Brixen und Sand in Taufers. Für die seit 2021 erfolgreiche britische Comedy Sitcom „The Cleaner“ wird das Christmas Special in Südtirol gedreht. „The Cleaner“ basiert auf der deutschen Serie „Der Tatortreiniger“. Die englische Version wurde entwickelt und geschrieben vom britischen Comedian Greg Davies, der auch die Titelrolle spielt. Tatortreiniger Paul „Wicky“ Wickstead verunglückt am ersten Tag seines Skiurlaubs und verbringt seine Tage im Rollstuhl im Hotel. Als plötzlich eine Reinigungskraft verschwindet, erwacht sein beruflicher Spürsinn. In der Überzeugung, dass die skurrile Hotelbelegschaft rund um den Hotelmanager (Rupert Everett) etwas vertuscht, macht er sich daran, die Wahrheit aufzudecken. Gedreht wird im Schnalstal. Produktion: Studio Hamburg UK mit Sitz in London. Im 2. Call erhalten zudem vier Dokumentarfilme Produktionsförderung. In der Dokumentation der Kölner Florianfilm über Italiens geheime Gärten – „Italy‘s secret gardens“ – darf Südtirol nicht fehlen. Neben dem ältesten botanischen Garten der Welt in Padua oder den Gärten der Isola Bella am Lago Maggiore und der Villa d’Este in Tivoli drehen die beiden Südtiroler Cornelia Schöpf (Treatment und Regie) und Federico Campana (Regie) auch auf der Malser Haide im Oberen Vinschgau. Albolina Film aus Bozen begleitet in „Shanti Powa – Music is our Weapon” (Regie und Drehbuch: Christoph Franceschini) das Südtiroler Kollektiv Shanti Powa bei der Entstehung ihres fünften Studioalbums und zeigt die Menschen hinter der Musik. Shanti Powa verbindet Reggae, Dub, Rap und Funk und Texte in vier Sprachen. Gedreht wird diesen Sommer, u.a. an mehreren Südtiroler Orten. Und auch der Südtiroler Reinhold Messner bereitet mit seiner Dolomites Film seinen neuesten Film vor: Der Dokumentarfilm „Das Vermächtnis“ schildert eine der außergewöhnlichsten und umstrittensten Unternehmungen der Alpingeschichte: Die deutsch-österreichische Expedition zum Nanga Parbat im Jahr 1953. Messner schrieb das Treatment zum Film und wird Regie führen. In „La Base. Una Storia di Confine” (AT) erzählt die Chorus Filmfactory aus Trient unter der Regie von Vittorio Curzel von einer ehemaligen Kaserne in Schlanders (Südtirol), nahe dem Dreiländereck Italien–Österreich–Schweiz, die heute als Kreativstandort genutzt wird. Gleichzeitig wird über ihren Erhalt kontrovers diskutiert. Die 2. Förderrunde des Jahres umfasst auch die Unterstützung von drei Kurzfilmen „Can You Touch Me?“, ein im Rahmen des MASO #2 – Programms entwickelter Kurzfilm, erzählt von einem jungen Mann aus China, der in den Bergen eine lebensverändernde Begegnung hat. Produziert wird der Film von Potocol Pte aus Singapur nach einem Drehbuch von Mickey Lai, die auch Regie führt. Die Dreharbeiten in den Südtiroler Bergen sind für Februar 2027 geplant. In „Grenzgang“ gerät ein Tiroler Grenzpolizist in einen Konflikt zwischen beruflichen Pflichten und persönlicher Probleme. Produziert wird der Kurzfilm von Movie.mento aus Bozen. Regie führt Lorenz Klapfer, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Kerschbaumer verfasst hat. „Kalte Nähe“ erzählt von einem Mann, der nach Jahren auf den Hof seines Vaters zurückkehrt und dabei mit seiner problematischen Vergangenheit konfrontiert wird. Regie führt Florian Tappeiner, der auch das Drehbuch schrieb. Produziert wird der Film von der Gugg OHG des Andreas von Spinn & Florian Tappeiner Neun Filmprojekte erhalten Produktionsvorbereitungsförderung Das historische Drama „Flügge“ der bayerischen Willit Grain aus Schwabhausen erzählt von einer jungen Frau in einem Bergdorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die davon träumt, ein Flugzeug zu bauen und davonzufliegen. Gaudenz Leopold Schraudolph entwickelt den Kinospielfilm mit seiner Koautorin aus Südtirol Lisa Maria Kerschbaumer. „The Winnowing“ spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und erzählt von einem traumatisierten Militärarzt, der sich nach Kriegsende in ein Südtiroler Dorf zurückzieht und sich dort dunklen Geheimnissen stellen muss. Die Bozner Greif Produktion realisiert den Horrorfilm. Regie führt Alessio Liguori nach einem gemeinsamen Drehbuch von ihm und Fabio Canepa. Aus Österreich kommt das Dokumentarfilmprojekt „Perfect Tiger“, das den Erfolg des Tigerschutzes in Indien und dessen Auswirkungen auf Mensch und Tier beleuchtet. Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion realisiert das Treatment von Tamara Diepold, die gemeinsam mit Julian Giacomuzzi und Nishant Shailajan auch Regie führen wird. Die Südtirolerin Maura Delpero (Buch und Regie) beleuchtet in „Klimt“ existenzielle als auch sozioökonomische Themen unserer Gegenwart anhand der intimen Geschichte von drei Mitgliedern derselben Familie. Der Kinospielfilm ist eine Produktion der Cinedora S.r.l. aus Bologna. Regisseur RP Kahl stellt nach einem Treatment von Lars-Olav Beier in „Heinz Rühmann – Ein Schauspielerleben“ die Geschichte des beliebtesten deutschen Schauspielers des 20. Jahrhunderts vor, dessen Rollen und Darstellungen die Sehnsüchte, Widersprüche und verdrängten Gefühle der deutschen Gesellschaft widerspiegeln. Der Film ist eine Produktion der A Company Italia aus Bozen. Das Animationsprojekt „Nanà“ der Meraner Da Palmer Film erzählt von einem fünfjährigen Mädchen, das mit Hilfe einer magischen Brille Tiere versteht. Gemeinsam mit ihren Freunden – der Krähe Geremia und dem Kätzchen Micia – erlebt sie kleine und große Abenteuer in der Natur. Das Drehbuch zu dem Serienprojekt stammt von Tanja Schweigl. „Sotto i Nostri Occhi“ begleitet Betroffene von Missbrauch durch Geistliche in Südtirol im Anschluss an die erste unabhängige Untersuchung, die die Diözese Bozen-Brixen in Auftrag gegeben hat. Regisseur und Autor ist Luca Bedini. Produziert wird der Dokumentarfilm von Pongofilms aus Modena. Levante Produzioni aus Triest greift mit ihrem aktuellen Animationsfilm „Dolasilla – Principessa del Destino“ eine der bekanntesten Dolomitensagen auf: Die Sagenwelt der Fanes um König Proserpio und seiner Tochter Dolasilla. Das Drehbuch verfassen Anita Rivaroli und Carlo Zoratti. Schließlich fördert IDM auch die Vorbereitung des niederländischen Dokumentarfilms „Der Deserteur” über die Geschichte von Ignaz Fürgler. Der Südtiroler wandelte sich vom SS-Rekruten zum Widerstandskämpfer in Holland, wo er mit 23 Jahren sein Leben ließ. Für den Film begeben sich zwei seiner Urenkelinnen auf die Spuren ihres Urgroßvaters und reisen dafür nach Südtirol. Das Treatment stammt von Luna Fürgler, einer der beiden Urenkelinnen. Regie führt Willy Lindwer, produziert wird von Staccato Films aus Amsterdam. Mehr Details zu den Projekten finden sich hier. 2026 ist von der IDM Film & Music Commission noch eine weitere Förderrunde mit folgender Frist angesetzt: Call # 3 | 2026: Einreichung bis 8. September 2026 Ein Beratungsgespräch ist vor der Einreichung eines Förderantrags unbedingt erforderlich. Weitere Informationen zur IDM Film & Music Commission Südtirol hier. |
