12. August 2025

Erste Premieren- und Panelhighlights von Seriesly Berlin

News

Der Countdown für die zweite Ausgabe von Seriesly Berlin, dem pulsierenden Festival und Branchenevent für die Zukunft des seriellen Storytellings, läuft. Vom 15. bis 18. September bringt Seriesly Berlin Kreative, Branchenprofis und Serienfans aus aller Welt an vier Tagen zu Paneldiskussionen, Workshops, Screenings und Networking, mit dem Branchenfokus in der Fotografiska Berlin, zusammen. Frühbucherpreise für Akkreditierungen sind bis zum 15. August verfügbar.
 
Das Festival beginnt am Montag, dem 15. September, mit den Seriesly Berlin Premieres, die ein vielfältiges und spannendes Programm internationaler Serien präsentieren, die in Deutschland vor ihrem deutschen TV- oder Streaming-Debüt Premiere feiern. Zu den ersten angekündigten Highlights gehören das von der Kritik gefeierte und mit Spannung erwartete belgische Queer-Drama „Oh, Otto!”, der kolumbianische Coming-of-Age-Thriller „Eve’s Rib” über junge Menschen, die ihre Sexualität entdecken, während sie von einem Serienmörder gejagt werden, die deutsche Serie „House of Bellevue”, die in der schillernden Ballroom-Szene Berlins spielt, die kasachische Serie „Kazakh Scary Tales” über einen Ermittler, der einen übersinnlichen Fall lösen muss, und die kanadische Dokumentarserie „Sanajiit (Inuit Makers)”, die das Publikum in die Kultur der Inuit eintauchen lässt. Diese Serien spiegeln das Ziel des Festivals, neue und ungewöhnliche Geschichten aus aller Welt zu zeigen, und sie für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
 
„Mit dem diesjährigen Programm bleiben wir unserer Mission treu, Räume für Geschichten und Themen zu schaffen, die auf anderen Bühnen bislang keinen Platz finden. Wir wollen den unterschiedlichen Stimmen eine Plattform geben und Themen hervorheben, die häufig unausgesprochen bleiben. Mit Seriesly Berlin wollen wir auch das Unerwartete zeigen, zu Gesprächen anregen und aktiv dazu beitragen, den Horizont des seriellen Erzählens zu erweitern“, sagt Festivaldirektor Dennis Ruh.

Erste Höhepunkte der Seriesly Berlin Conference (17.–18. September) 
 

Viele der diesjährigen Konferenzpanels wurden gemeinsam mit Programmpartner:innen entwickelt, deren wertvolle Expertise zum Programm beiträgt, darunter die Branchenkonferenz TV Drama Vision des Göteborg Film Festivals, die Initiative Queer Media Society, die sich gegen die Diskriminierung der LGBTQIA+-Community einsetzt, das Fantasy Filmfest sowie der Albi Fund, der erste unabhängige Filmfonds für Produktionen von oder über Israelis und Palästinenser:innen, der sich ganz der Gleichberechtigung und Demokratie verschrieben hat.

Eines der Highlights dieses Jahres ist die Podiumsdiskussion „Dressed To Impress: Fashion as a Narrative Force” mit dem in Laos geborenen, international renommierten Designer Be Inthavong, Creative Director bei Jim Thompson. Unter seiner Führung hat sich die Marke über die Verwendung von Seide hinaus auf Bekleidung, Accessoires und Wohnaccessoires ausgeweitet und würdigt damit auch das reiche kreativ-handwerkliche Erbe Thailands. Inthavongs enge Zusammenarbeit mit dem Kostüm- und Set-Department der neuesten Staffel von „The White Lotus“ – gedreht in Thailand – führte dazu, dass seine eleganten Kaftane und charakteristischen Textilien zu einem integralen Bestandteil der Bildsprache der Serie wurden. Die Podiumsdiskussion untersucht, wie Designer:innen und Modemarken TV-Serien als kreative Plattformen nutzen, wie Produktplatzierung zu kultureller Währung wird und wie Serienmacher:innen von stilvollen, storygetriebenen Kooperationen in einer Zeit profitieren können, in der Serien Trends in Mode, Innenarchitektur und Lifestyle-Kultur setzen.

Das Panel „Storytelling 2030: Who Pays, Who Plays? Power, Platform, and the Price of Creativity in a Changing World” untersucht, wie der Greenlight-Prozess heute nicht nur von großartigem Storytelling abhängt, sondern auch von strategischen Partnerschaften und der Navigation durch eine sich wandelnde Finanzierungslandschaft. An dem Panel nehmen Branchenexpertinnen wie Benjamina Mirnik-Voges (VP Original Production, The Walt Disney Company Germany) und Sabine de Mardt(Präsidentin Gaumont Germany) teil. In „Nordic-German Co-Producing“ in Zusammenarbeit mit dem Göteborg Film Festival – TV Drama Vision diskutieren Kreative und Medienschaffende aus beiden Regionen über Chancen und Herausforderungen bei nordisch-deutschen Kooperationen. Miira Paasilinna (COO Anagram Group und Geschäftsführerin Anagram Sweden) bringt umfangreiche Erfahrung in der Produktion und dem Vertrieb internationaler Produktionen mit, darunter die erste nordische Originalproduktion von Disney+ „To Cook a Bear“ und „Thin Blue Line“ Staffel 3 (SVT).

Unter dem Titel „Beyond the Usual Suspects: Reinventing Co-Productions“ befasst sich das Panel mit Beispielen für Koproduktionen zwischen atypischen Territorien, die anspruchsvolle Märkte bedienen, aber auch auf den Wunsch eines globalen Publikums nach mehr interkulturellen Erzählungen reagieren. Darüber hinaus präsentiert Klaus Zimmermann, Koproduzent und Serial Storytelling-Mentor, eine Case Study von „Drops of God“, die gefeierte dreisprachige (Englisch, Französisch, Japanisch) Koproduktion zwischen Apple, Hulu und TV France, die 2024 mit dem International Emmy Award ausgezeichnet wurde. Rahul Patel (Principal Analyst, Ampere Analysis) wird mit Big-Data-Unterstützung die Marktrealität und die Chancen für Koproduktionen im Jahr 2025 aufzeigen.

In „Stories for Tomorrow: How Collaborative Palestinian and Israeli Writing Transforms Television“ zeigen palästinensische und jüdische Kreative aus dem Programm „Shared Society on the Small Screen“ des Albi Fund, wie gemeinsames Geschichtenerzählen die Darstellung und das Verständnis von Identitäten verändern kann. Durch Drama, nuancierte Erzählungen und zutiefst menschliche Geschichten untersuchen sie, wie Kunst Vorurteile hinterfragen, Empathie fördern und Veränderungen anregen kann. Der Schauspieler und Regisseur Yousef Sweid („The Goat“, „Between the River and the Sea“, „Unorthodox“, „The Spy“), die Co-Creators von „Non-Issue“ Nayef Hammoud und Gal Rosenbluth, die Programmdirektorin Keren Michaelund die Albi-Gründerin Libby Lenkinski berichten, wie ihre Partnerschaften eine Zukunft gestalten, die auf Komplexität, Neugier und Verbundenheit basiert.

What The Heck Is A Queer Show?! Queerness in Mainstream TV“ befasst sich in Zusammenarbeit mit der Queer Media Society mit den anhaltenden Herausforderungen bei der Darstellung von Queerness im Fernsehen. Mit: Stijn Van Kerkhoven, Schöpfer und Regisseur von „Oh, Otto!“. In „Building Fear That Stays With You: How Horror Works in Episodes“ in Zusammenarbeit mit dem Fantasy Filmfest diskutieren Serien- und Filmemacher zum Thema episodisches Horror-Drehbuchschreiben. Der türkische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Can Evrenol („Baskın“, „Housewife“, „Çıplak“) und der deutsche Regisseur und Drehbuchautor Till Kleinert („Der Samurai“, „Hausen“) zeigen auf, wie sich langfristige Angst, Spannungsaufbau und Mythologien in seriellen Erzählungen auf einzigartige Weise entfalten können und so tiefere Charakterbögen und emotionalen Horror ermöglichen.


Die diesjährige Workshop-Reihe reicht von Veranstaltungen mit Fokus auf Produzent:innen – wie „Germany 2026: Film & Series Funding – Turning New Rules into Opportunities“, wo praktische Einblicke in die neuesten Entwicklungen der deutschen Filmfinanzierung von Expert:innen der Produktionsallianz und PROG Producers of Germany gegeben werden – bis hin zu Formaten für Serienautor:innen wie „Development Hell“ der renommierten Drehbuchautorin und kreativen Produzentin Elena Lyubarskaya („Pauline“, demnächst „The City of Blood“), die sich mit einem häufigen Dilemma vieler Drehbuchautor:innen befasst: Warum Projekte in endlosen Überarbeitungen stecken bleiben und wie man sich daraus befreien kann.

Seriesly Berlin Premieres (15.-18. September)

Eve’s Rib (La Costilla de Eva) (Kolumbien)
Dieses packende Drama spielt in einer kolumbianischen Stadt, die von einem Serienmörder heimgesucht wird, der es auf Homosexuelle abgesehen hat. Es handelt von einer Gruppe junger Menschen, die inmitten von Angst und Vorurteilen ihre Sexualität entdecken. Mit komplexen Charakteren wie Gustavo, einem Teenager, der sich noch nicht geoutet hat, und Sara, einer Transgender-Beraterin, die gesellschaftliche Normen in Frage stellt, erzählt „Eve’s Rib“ eine kraftvolle, eindringliche Geschichte über Mut und Akzeptanz.
Sender: Colombian Television, Production: Cóncavo Films
Director: James Camargo De Alba
 
House of Bellevue (Deutschland)
Dieses musikorientierte Drama begleitet den 19-jährigen Emiel, der aus einer Kleinstadt flieht, um in die schillernde Ballroom-Szene Berlins einzutauchen. Inmitten von Themen wie Identität, Wahlfamilie und queerer Liebe muss sich Emiel mit den Regeln der Gemeinschaft auseinandersetzen, die ihn aufnimmt – sich anpassen oder ausbrechen. „House of Bellevue“ ist ein lebendiges Porträt von Resilienz und Zugehörigkeit.
Sender: ZDFneo, Produktion: Don’t Panic Films GmbH
Regie: Kai S. Pieck, Toby Chlosta, Gabriel B. Arrahnio
Cast: Florence Kasumba, Komi M. Togbonou, Ricco-Jarret Boateng, Nora Henes, Abed Haddad, Kawian Paigal, Ilonka Petruschka, Robin Kadet, Lie Ning, Binta Yaffa
 
Kazakh Scary Tales (Kasachstan)
Der Ermittler Birzhan, der verzweifelt auf eine Beförderung wartet, nimmt sich ungelöste Fälle aus abgelegenen Dörfern vor – Fälle, die von Geheimnissen umgeben sind, ohne Beweise und ohne logische Erklärungen. Birzhan glaubt nicht an Übersinnliches. Aber in einem Dorf verschwinden Säuglinge, und die Ältesten flüstern von einem uralten Fluch – Albasty, einem finsteren Geist. Die Einheimischen geben Wölfen die Schuld, aber Birzhan vermutet etwas weitaus Schrecklicheres.
Sender: Freedom Media OTT, Produktion: Freedom Media
Regie: Adilkhan Yerzhanov
 
Oh, Otto! (Belgien)
Diese vielbeachtete belgische Serie ist eine frische, realistische Darstellung des queeren Lebens in Brüssel. Otto, ein charmanter und etwas unbeholfener 26-Jähriger, muss sich nach dem Ende einer fünfjährigen Beziehung mit Liebeskummer und Identitätsfragen auseinandersetzen. Vor dem Hintergrund der lebendigen queeren Community erkundet „Oh, Otto!“ mit Wärme und Humor Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und Zugehörigkeit.
Sender: Streamz, Produktion: Eyeworks Film & TV Drama
Regie: Stijn van Kerkhoven, Cast: Jonathan Michiels, Jennifer Heylen
 
Sanajiit (Inuit Makers) (Kanada)
Eine 13-teilige Dokumentarserie, die das Publikum in den Alltag und die kreative Welt der Inuit-„Macher” in Nunavut einführt. Mit einem Slow-TV-Ansatz würdigt „Sanajiit” die Traditionen, das Handwerk und den generationsübergreifenden Prozess des Lernens durch praktisches Tun der Inuit und bietet einen seltenen, eindringlichen Einblick in eine Kultur, die von Natur und Gemeinschaft geprägt ist.
Sender: Uvagut TV, Produktion: Isuma TV
Regie: Susan Avingaq, Gabriela Gamez, Carol Kunnuk

Akkreditierungen sind ab sofort möglich unter www.serieslyberlin.com. Early Bird Preise laufen bis 15. August 2025.

Seriesly Berlin is gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Medienpartner ist Deadline.

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SteinbrennerMüller Kommunikation
in Berlin hat sich auf die Kommunikation und Pressearbeit in den Bereichen Kultur und Medien spezialisiert. Die Agentur wird von Dr. Kathrin Steinbrenner und Kristian Müller geführt.