16. Februar 2023

Cinema Vision 2030 @Berlinale setzt starkes Zeichen für die Kinobranche

News

Heute, am Vortag des Berlinalestarts, fand im Kino International Berlin eine weitere Ausgabe der Innovationskonferenz Cinema Vision 2030 statt. Die Veranstaltung, die als Fortsetzung der erfolgreichen Konferenz im Juni 2022 konzipiert war, brachte über 300 Teilnehmende vor Ort und viele Hundert weitere online bei der Übertragung der Panels zusammen. Unter dem Motto „Kinos in einer digitalen Welt“ standen die Themen Publikumsentwicklung, Markenbildung, Kuration und Eventplanung im Mittelpunkt. Zwölf  Sprecher*innen aus USA, Kanada, UK, Frankreich und Australien ließen die Zuhörenden einmal mehr über den Tellerrand blicken und teilten ihre Erfahrungen aus dem Kino- und Festivalbetrieb.

Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino-Gilde begrüsste das vollbesetzte Auditorium des Kino International mit einem Blick auf den Zustand der Branche: „Ein Konferenzformat wie die Cinema Vision 2030 gab es in Deutschland noch nicht. Zum zweiten Mal kamen nun Expert:innen aus aller Welt nach Berlin, um ihre Expertise und die Sicht auf das Kino von morgen zu teilen. Damit spannte die Konferenz ein Koordinatensystem auf für die Zukunft der Kinos zwischen Gestaltung der Kulturorte, Programmvielfalt und der lokalen Gemeinschaft, in dem sich das Kino bewegt.“ 

Die Cinema Vision 2030 @Berlinale wurde federführend von der AG Kino – Gilde organisiert und ist ein Projekt der drei Kinoverbände im Rahmen von Neustart Kino, gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.



Zu den Sprecher*innen gehörten Clare Binns, Managing Director des britischen Kinounternehmens Picturehouse, Christian Grass, CEO von Metrograph, New York und Elise Mignot, Director and Programmer beim Café des Images aus Frankreich, die ihre innovativen Kinokonzepte vorstellten. Wie sich auf lokaler Ebene durch Membership Modelle Publikum gewinnen lässt, erklärte der französische Kinobetreiber Jean-Marc Quinton während Hélène Amblès, Directrice du Développement du Pass Culture, anschließend über die erfolgreiche Einführung des Kulturpasses für junge Menschen in Frankeich berichtete.

Wie Kinos mit Events auf sich aufmerksam machen können, erläuterte Henri Mazza von der US-Kinokette Alamo Drafthouse, die neben einer herausragenden Programmarbeit inklusive eines eigenen Filmfestivals in Austin dafür bekannt geworden ist, von ihren Besucher:innen eine strikte Kinoetiquette einzufordern.

Am Nachmittag gesellten sich die Berlinalechefs Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian zu den Konferenzteilnehmer:innen. Sie stellten ihnen noch einmal das Programm des morgen startenden Festivals vor. Anschließend diskutierte Florian Weghorn, Leiter der Berlinale Talents mit Keith Bennie, Senior Director des Toronto International Film Festival und Sarah Pitre, Head Film Buyer bei Alamo Drafthouse, wie Festivals und Kinos gemeinsam die Film-Community stärken.


Der vielfältige Input wurde dann von den Konferenzteilnehmenden in einem Workshop vertieft und auf die Umsetzbarkeit im eigenen Umfeld geprüft.

„Der Konferenz gelang es heute außergewöhnlich gut, mit vielen Ideen und Best-practice-Beispielen Lust auf Kino zu machen, den teilnehmenden Kinobetreibern aber auch anderen Branchenteilnehmern Kraft zu spenden und Mut zu geben für die großen Herausforderungen, mit denen die Kinos nach der Pandemie konfrontiert sind. Die Begeisterung war ansteckend und so lebte die Konferenz auch vom Esprit, den die vielen, vor allem auch jungen Teilnehmer:innen mitbrachten. Unser Dank gilt der Kulturstaatsministerin und der Berlinale, die diese wichtige Zukunftskonferenz möglich machten. Die Konferenz war sicher ein wichtiger Beitrag, um die gesunde Entwicklung des Kinos in Deutschland zu sichern“, so Christian Bräuer weiter.

Die Panels bleiben auch weiterhin online abrufbar unter www.cinemavision2030.de

Und sie werden in Online-Workshops und einem gemeinsamen Innovation Lab mit Kinobetreibern und Verleihern fortgesetzt, deren Ergebnisse im März präsentiert werden. Für den Zoom-Termin ist eine Registrierung notwendig, die Teilnahme ist kostenlos und unabhängig von der Teilnahme an den beiden Workshops. 
Hier geht es zur Registrierung.

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