29. Juni 2026

IDM vergibt rund 1,5 Mio. Euro an 20 Projekte

Projekte




Im zweiten Fördercall des Jahres fördert die Südtiroler Filmförderung IDM Film & Music Commission 20 Filmprojekte mit insgesamt 1,465 Mio. Euro: Sieben der elf italienischen Projekte kommen aus Südtirol, vier Projekte aus Deutschland und je eines aus Österreich, der Schweiz, England, Niederlande und Singapur. Für die Umsetzung der unterstützten Produktionen sind rund 100 Drehtage in Südtirol angesetzt. Die erwartete Wertschöpfung beläuft sich auf über fünf Mio. Euro. Acht Projekte – vier fiktionale und vier dokumentarische – erhalten Produktionsförderung. Außerdem unterstützt die IDM die Realisierung von drei Kurzfilmen. In der Produktionsvorbereitung werden neun Filmideen gefördert.

Acht Projekte werden mit Produktionsförderung unterstützt
Die IDM unterstützt „Lassie und die Legende vom wilden Bären“, den neuesten Teil der erfolgreichen Kinoreihe. Der Kinderfilm der Berliner Henning Ferber Filmproduktion erzählt von Nova, Flo und Hund Lassie, die in einem Feriencamp Wilderern das Handwerk legen. Regie führt Mara Eibl-Eibesfeldt, das Drehbuch stammt von Andreas Cordes. Gedreht wird an elf Tagen in Südtirol.
 
Auch die Fortsetzung von „Der Buchspazierer“ wird zum Teil in Südtirol realisiert. Ab September steht Christoph Maria Herbst für „Der Buchspazierer und die Liebe“ vor der Kamera. Wüste Film Hamburg produziert nach einem Drehbuch von Andi Rogenhagen und Carsten Henn, dem auch die Romanvorlage zu verdanken ist. Regie führt wie im ersten Teil Ngo The Chau.
 
Aus der Schweiz kommt das Projekt „Under the Ice“ nach Südtirol. C-Films aus Zürich produziert den Thriller nach einem Drehbuch von Alexander Buresch und Fabien Virayie, Regie führen Jan-Eric Mack und Claudio Faeh. Immobilienmilliardär Paul Welsch verschwindet während der Besteigung des Matterhorns. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Im Mittelpunkt steht die Bergretterin Eve, die feststellen muss, dass es sich bei dem Vermissten um ihren Geliebten Christian handelt, der unter falscher Identität in Zermatt lebte. Gedreht wird voraussichtlich ab Oktober 2026 in Bozen und Umgebung, Brixen und Sand in Taufers.
 
Für die seit 2021 erfolgreiche britische Comedy Sitcom „The Cleaner“ wird das Christmas Special in Südtirol gedreht. „The Cleaner“ basiert auf der deutschen Serie „Der Tatortreiniger“. Die englische Version wurde entwickelt und geschrieben vom britischen Comedian Greg Davies, der auch die Titelrolle spielt. Tatortreiniger Paul „Wicky“ Wickstead verunglückt am ersten Tag seines Skiurlaubs und verbringt seine Tage im Rollstuhl im Hotel. Als plötzlich eine Reinigungskraft verschwindet, erwacht sein beruflicher Spürsinn. In der Überzeugung, dass die skurrile Hotelbelegschaft rund um den Hotelmanager (Rupert Everett) etwas vertuscht, macht er sich daran, die Wahrheit aufzudecken. Gedreht wird im Schnalstal. Produktion: Studio Hamburg UK mit Sitz in London.
 
Im 2. Call erhalten zudem vier Dokumentarfilme Produktionsförderung.
In der Dokumentation der Kölner Florianfilm über Italiens geheime Gärten – „Italy‘s secret gardens“ – darf Südtirol nicht fehlen. Neben dem ältesten botanischen Garten der Welt in Padua oder den Gärten der Isola Bella am Lago Maggiore und der Villa d’Este in Tivoli drehen die beiden Südtiroler Cornelia Schöpf (Treatment und Regie) und Federico Campana (Regie) auch auf der Malser Haide im Oberen Vinschgau.
 
Albolina Film aus Bozen begleitet in „Shanti Powa – Music is our Weapon” (Regie und Drehbuch: Christoph Franceschini) das Südtiroler Kollektiv Shanti Powa bei der Entstehung ihres fünften Studioalbums und zeigt die Menschen hinter der Musik. Shanti Powa verbindet Reggae, Dub, Rap und Funk und Texte in vier Sprachen. Gedreht wird diesen Sommer, u.a. an mehreren Südtiroler Orten.
 
Und auch der Südtiroler Reinhold Messner bereitet mit seiner Dolomites Film seinen neuesten Film vor: Der Dokumentarfilm „Das Vermächtnis“ schildert eine der außergewöhnlichsten und umstrittensten Unternehmungen der Alpingeschichte: Die deutsch-österreichische Expedition zum Nanga Parbat im Jahr 1953. Messner schrieb das Treatment zum Film und wird Regie führen.
 
In „La Base. Una Storia di Confine” (AT) erzählt die Chorus Filmfactory aus Trient unter der Regie von Vittorio Curzel von einer ehemaligen Kaserne in Schlanders (Südtirol), nahe dem Dreiländereck Italien–Österreich–Schweiz, die heute als Kreativstandort genutzt wird. Gleichzeitig wird über ihren Erhalt kontrovers diskutiert.
 
Die 2. Förderrunde des Jahres umfasst auch die Unterstützung von drei Kurzfilmen
 
„Can You Touch Me?“, ein im Rahmen des MASO #2 – Programms entwickelter Kurzfilm, erzählt von einem jungen Mann aus China, der in den Bergen eine lebensverändernde Begegnung hat. Produziert wird der Film von Potocol Pte aus Singapur nach einem Drehbuch von Mickey Lai, die auch Regie führt. Die Dreharbeiten in den Südtiroler Bergen sind für Februar 2027 geplant.
In „Grenzgang“ gerät ein Tiroler Grenzpolizist in einen Konflikt zwischen beruflichen Pflichten und persönlicher Probleme. Produziert wird der Kurzfilm von Movie.mento aus Bozen. Regie führt Lorenz Klapfer, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Kerschbaumer verfasst hat.
„Kalte Nähe“ erzählt von einem Mann, der nach Jahren auf den Hof seines Vaters zurückkehrt und dabei mit seiner problematischen Vergangenheit konfrontiert wird. Regie führt Florian Tappeiner, der auch das Drehbuch schrieb. Produziert wird der Film von der Gugg OHG des Andreas von Spinn & Florian Tappeiner
 
Neun Filmprojekte erhalten Produktionsvorbereitungsförderung
 
Das historische Drama „Flügge“ der bayerischen Willit Grain aus Schwabhausen erzählt von einer jungen Frau in einem Bergdorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die davon träumt, ein Flugzeug zu bauen und davonzufliegen. Gaudenz Leopold Schraudolph entwickelt den Kinospielfilm mit seiner Koautorin aus Südtirol Lisa Maria Kerschbaumer.
 
„The Winnowing“ spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und erzählt von einem traumatisierten Militärarzt, der sich nach Kriegsende in ein Südtiroler Dorf zurückzieht und sich dort dunklen Geheimnissen stellen muss. Die Bozner Greif Produktion realisiert den Horrorfilm. Regie führt Alessio Liguori nach einem gemeinsamen Drehbuch von ihm und Fabio Canepa.
 
Aus Österreich kommt das Dokumentarfilmprojekt „Perfect Tiger“, das den Erfolg des Tigerschutzes in Indien und dessen Auswirkungen auf Mensch und Tier beleuchtet. Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion realisiert das Treatment von Tamara Diepold, die gemeinsam mit Julian Giacomuzzi und Nishant Shailajan auch Regie führen wird.
 
Die Südtirolerin Maura Delpero (Buch und Regie) beleuchtet in „Klimt“ existenzielle als auch sozioökonomische Themen unserer Gegenwart anhand der intimen Geschichte von drei Mitgliedern derselben Familie. Der Kinospielfilm ist eine Produktion der Cinedora S.r.l. aus Bologna.
 
Regisseur RP Kahl stellt nach einem Treatment von Lars-Olav Beier in „Heinz Rühmann – Ein Schauspielerleben“ die Geschichte des beliebtesten deutschen Schauspielers des 20. Jahrhunderts vor, dessen Rollen und Darstellungen die Sehnsüchte, Widersprüche und verdrängten Gefühle der deutschen Gesellschaft widerspiegeln. Der Film ist eine Produktion der A Company Italia aus Bozen.
 
Das Animationsprojekt „Nanà“ der Meraner Da Palmer Film erzählt von einem fünfjährigen Mädchen, das mit Hilfe einer magischen Brille Tiere versteht. Gemeinsam mit ihren Freunden – der Krähe Geremia und dem Kätzchen Micia – erlebt sie kleine und große Abenteuer in der Natur. Das Drehbuch zu dem Serienprojekt stammt von Tanja Schweigl. 
 
„Sotto i Nostri Occhi“ begleitet Betroffene von Missbrauch durch Geistliche in Südtirol im Anschluss an die erste unabhängige Untersuchung, die die Diözese Bozen-Brixen in Auftrag gegeben hat. Regisseur und Autor ist Luca Bedini. Produziert wird der Dokumentarfilm von Pongofilms aus Modena.
 
Levante Produzioni aus Triest greift mit ihrem aktuellen Animationsfilm „Dolasilla – Principessa del Destino“ eine der bekanntesten Dolomitensagen auf: Die Sagenwelt der Fanes um König Proserpio und seiner Tochter Dolasilla. Das Drehbuch verfassen Anita Rivaroli und Carlo Zoratti.

Schließlich fördert IDM auch die Vorbereitung des niederländischen Dokumentarfilms „Der Deserteur” über die Geschichte von Ignaz Fürgler. Der Südtiroler wandelte sich vom SS-Rekruten zum Widerstandskämpfer in Holland, wo er mit 23 Jahren sein Leben ließ. Für den Film begeben sich zwei seiner Urenkelinnen auf die Spuren ihres Urgroßvaters und reisen dafür nach Südtirol. Das Treatment stammt von Luna Fürgler, einer der beiden Urenkelinnen. Regie führt Willy Lindwer, produziert wird von Staccato Films aus Amsterdam.

Mehr Details zu den Projekten finden sich hier
 
2026 ist von der IDM Film & Music Commission noch eine weitere Förderrunde mit folgender Frist angesetzt:
Call # 3 | 2026: Einreichung bis 8. September 2026
Ein Beratungsgespräch ist vor der Einreichung eines Förderantrags unbedingt erforderlich.

Weitere Informationen zur IDM Film & Music Commission Südtirol hier.


26. Juni 2026

MUBI EDITIONS announces the release of its latest book

Projekte




IN PARTNERSHIP WITH
LA CINÉMATHÈQUE FRANÇAISE

THE FAUST BIBLE:
THE MAKING OF F.W. MURNAU’S MASTERPIECE
 
PUBLISHING GLOBALLY IN HARDBACK: 17 OCTOBER 2026
 
Featuring contributions from
Laurent Mannoni, Stefan Drössler, and K.J. Relth-Miller
Priced $100 USD | £75 GBP | €85 EUR
 
AVAILABLE FROM MUBIEDITIONS.COM AND ALL GOOD BOOKSELLERS WORLDWIDE
 
PUBLIC LAUNCH EVENT:
La cinémathèque française, Paris | 17 October, 2026
Plus further international events to be announced.
 
PRESS PACK WITH IMAGES

MUBI, the global film distributor, streaming service and production company, presents The Faust Bible: The Making of F.W. Murnau’s Masterpiece, the upcoming book release from MUBI Editions, presented in partnership with la Cinémathèque française, which will publish globally on 17 October 2026.

Marking 100 years since F.W. Murnau’s towering classic of silent cinema Faust (1926), The Faust Bible brings to light an astounding, recently unearthed artefact of film history: a visual diary of approximately 400 photographs and original illustrations documenting the making of the film almost step-by-step. Compiled by crew members Robert Herlth, Carl Hoffmann, and Walter Röhrig, and originally presented to Murnau inside a prop Bible, this collection was gifted as a memento on the film’s completion, ahead of the filmmaker’s move from Germany to Hollywood. It was then lost for many years, thought to have been destroyed in the Second World War, before its recent rediscovery and painstaking restoration by la Cinémathèque française, who acquired it for their collection in 2017.

Now published in full for the very first time, The Faust Bible: The Making of F.W. Murnau’s Masterpiece recreates this stunning artefact of cinema history. Through a vast array of stills and sketches, the audacious skill at the heart of Murnau’s production — innovative practical effects, lavish costuming and set design, detailed storyboarding — is showcased, offering an unparalleled window into Faust, Murnau and German productions of the 1920s.

The publication is guided by Laurent Mannoni, Scientific Director of Heritage at la Cinémathèque française, who also contributes a newly commissioned essay and annotations on the remarkable discovery of the Bible and its rare contents. Accompanying him are Stefan Drössler, Director of the Filmmuseum München, writing on the production history of the film, and K.J. Relth-Miller,Director of Film Programs at the Academy Museum of Motion Pictures, on the film’s lasting legacy in contemporary cinema.

To mark both the publication and the centenary of Faust, MUBI will present a series of international events and screenings throughout autumn 2026, including a public launch at la Cinémathèque française in Paris on 17 October. Further details to be announced.

Daniel Kasman, MUBI’s Vice President of Publishing said: ”Preserving and revitalizing film history is at the heart of what we do at MUBI. The discovery of the astonishing Faust ‘Bible’ presents a beautiful opportunity to share this glorious classic of silent cinema with audiences new and old. It offers profound new insight into the mind of one of cinema’s greatest auteurs, revealing the meticulous artistry behind this groundbreaking visual fantasia, created by some of the most talented craftspeople of their day—while standing as a remarkable work of art in its own right. It is a true privilege to partner on this publication with la Cinémathèque française, whose legendary dedication to film programming and archiving serves as an inspiration to us all.”

Laurent Mannoni, Scientific Director of Heritage at la Cinémathèque française, said: „One of the most influential and pioneering filmmakers of the silent era, F.W. Murnau was known for the privacy of his film sets. Reluctant to welcome visitors, he was even less inclined to reveal his creative process. The rediscovery of the Faust ‚Bible‘ offers extraordinary insight into the making of one of cinema’s great masterpieces. Published in its entirety for the first time, it allows readers to trace the creation of this legendary film.“

The book will be available to order online on MUBIEDITIONS.COM and in bookshops internationally, distributed by D.A.P / Distributed Art Publishers (USA & Canada) and Thames & Hudson (UK, EU & rest of world).

The Faust Bible: The Making of F.W. Murnau’s Masterpiece is the third book from MUBI Editions, and the second title in MUBI Editions’ Projections series. It follows Read Frame Type Film, also published as part of Projections in 2025, and The Mastermind, published as part of the Lights! series in 2026. 

Für weitere Informationen, Interviews und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an mubi@steinbrennermueller.de.
 
Über MUBI EDITIONS
MUBI Editions hat sich dem Kino und den Künsten verschrieben und möchte den Horizont der filmbezogenen Veröffentlichungen durch die Publikation in verschiedenen Formaten und Genres und einzigartiger Design-Kooperationen erweitern. Aufbauend auf MUBIs langjähriger Leidenschaft für Filmkultur erscheinen die Bücher in vier Reihen: Projections – das sind Bücher, die der Welt der Filmkultur und -geschichte gewidmet sind; Auteurs – plant Bücher und Kunstobjekte, die in enger Zusammenarbeit mit renommierten Künstler:innen und Filmemacher:innen entstanden sind; Internegatives – widmet sich Wiederveröffentlichungen seltener, vergriffener oder neu übersetzter Texte und Lights! – umfasst Bücher, die die Produktionen und Veröffentlichungen von MUBI erkunden und erweitern. 


Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.

MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.

Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.

Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun. 

MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.

Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind. 

Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.


26. Juni 2026

ICOM verabschiedet aktuelle Ethische Richtlinien für Museen weltweit

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Der Internationale Museumsrat ICOM (International Council of Museums), die weltweite nichtstaatliche Organisation von Museen und Museumsfachleuten, die sich für die Erforschung, Bewahrung, Pflege und Vermittlung des materiellen und immateriellen Kulturerbes einsetzt, hat bei ihrer 41. Ordentlichen Generalversammlung in Paris die überarbeiteten Ethischen Richtlinien für Museen (ICOM Code of Ethics for Museums) verabschiedet.
 

Der Internationale Museumsrat setzt sich für die Erforschung, Erhaltung, Weitergabe und Vermittlung des weltweiten Kultur- und Naturerbes ein. Mit über 67.000 Mitgliedern in 139 Ländern und Territorien bildet er ein weltweites Netz von Museumsfachleuten aller Disziplinen und Spezialisierungen. 2026 feiert er sein 80-jähriges Bestehen. 
 

Die weltweite Museumsgemeinschaft hat nun die erste umfassende Überarbeitung ihrer Ethischen Richtlinien seit 2004, die in einem mehrjährigen partizipativen Prozess entwickelt wurden, verabschiedet.
 

ICOM Deutschland begrüßt die Revision mit den fünf Kernprinzipien ‚Gesellschaft‘, ‚Professionalität‘, ‚Bildung‘, ‚Sammlung‘ und ‚Governance‘. Kulturerbe wird in den Ethischen Richtlinien erstmalig als materiell, immateriell und digital verstanden. Neu oder verstärkt adressiert werden in den Richtlinien der verantwortungsvolle Einsatz digitaler Technologien und Medien – einschließlich solcher Risiken wie Falschinformationen, Umweltwirkungen und Datensouveränität. Die Richtlinien gehen auch auf die Klimakrise und Nachhaltigkeit ein, setzen sich mit der Rolle der Museen im Kolonialisierungsprozess auseinander, der Provenienzforschung in Sammlungen, Restitution und Rückgabe von Kunstwerken und Ausstellungsinhalten. Hinzu kommen die Rechte indigener Gemeinschaften und ihrer Zustimmung zur Ausstellung ihres kulturellen Erbes. Zudem steht die Achtung der Menschenrechte, der Kampf gegen Diskriminierung und systemischen Rassismus, sowie das physische, psychische und emotionale Wohlergehen der Mitarbeitenden und faire Arbeitsbedingungen im Fokus. Integriert wurde auch die 2022 in Prag verabschiedete ICOM Museumsdefinition. Zu den einzelnen Inhalten des ICOM Code of Ethics werden nun schrittweise vertiefende und laufend aktualisierbare Leitfäden für die Praxis herausgegeben.
 

„Als berufsethische Standardwerke sind die Ethischen Richtlinien und die Museumsdefinition von zentraler Bedeutung für die Museumsarbeit weltweit. ICOM Deutschland begrüßt, dass die Richtlinien nun stärker ein gesellschafts-, partizipations- und werteorientiertes Verständnis von Museumsarbeit vermitteln. Der neue Code of Ethics versteht sich als lebendiges Werk, das in den Museen in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen Museen Orientierung gibt, um sich weiterzuentwickeln und ihre ethische Verantwortung wahrzunehmen“, so Paul Spies, Präsident von ICOM Deutschland.


Weitere Informationen unter www.icom-deutschland.de und https:icom.museum



25. Juni 2026

Die kuratierte Filmauswahl auf MUBI im Juli 2026

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Das Programm im Juli verbindet die Melancholie sommerlicher Sehnsuchtsorte mit zeitgenössischem deutschen Kino. Dabei treffen leise, reflektierte Töne auf stilistisch eigenwillige und provokante Filmstimmen.
 
Ab dem 10. Juli präsentiert MUBI exklusiv Alejandro González Iñárritus bahnbrechenden Kultfilm AMORES PERROS aus dem Jahr 2000 in der restaurierten 4K-Fassung. Vor der Kulisse von Mexiko-City entfaltet das Oscar®-nominierte Meisterwerk drei dramatisch miteinander verwobene Handlungsstränge, die durch einen fatalen Autounfall kollidieren. Ein weiterer exklusiver Titel im Juli ist Mehmet Akif Büyükatalays Drama HYSTERIA (2025): Eine präzise Reflexion über Projektion und gesellschaftliche Hysterie. Ergänzt wird dieser Einblick in das junge deutsche Independent-Kino durch die Filmreihe HEILIGE, GEISTER UND KOMMUNISTEN: DIE FILME VON JULIAN RADLMAIER, die seine originellen, humorvollen Arbeiten präsentiert.
 
Ein zentrales Highlight im Juli ist die Reihe SEHNSUCHT UND MEER: INSELN IM FILM, die MUBI-Abonnent:innen in atmosphärische Inselwelten entführt und das Wechselspiel von Identität, Erinnerung und sommerlicher Sehnsucht in den Mittelpunkt stellt. Im Zeichen des Sommers steht auch Richard Linklaters CONFUSION – SOMMER DER AUSGEFLIPPTEN (1993). Der Kult-Klassiker fängt das flirrende, unbändige Lebensgefühl eines texanischen Sommers Mitte der 70er Jahre ein und feiert die raue Freiheit des Jungseins. Jung und visionär waren einst auch die Anfänge von Regie-Ikone Christopher Nolan, dessen Debütfilm FOLLOWING – EINE BLUTIGE FALLE (1998) pünktlich zum Kinostart von THE ODYSSEY  das Juli-Programm bereichert.
 
Die Reihe WIR WAREN SCHON IMMER HIER: QUEER CINEMA IM RÜCKBLICK wird im Juli um einen weiteren Film ergänzt: Georgia Oakleys preisgekröntes Debüt BLUE JEAN (2022) führt zurück in das repressive England des Jahres 1988 und erzählt von einer jungen Sportlehrerin, die aufgrund der homophoben Gesetzgebung gezwungen ist, ein geheimes Doppelleben zu führen.
 
Eine ganz andere, intime Form der Neuorientierung beleuchtet THE NON-ACTOR (2025) von Eliza Callahan: Der Kurzfilm erzählt von einer jungen Frau, die nach einem plötzlichen Hörverlust ihre Beziehung zu sich selbst und ihrer Umwelt völlig neu ordnen muss.
 
Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-Up der Filme auf MUBI (www.mubi.com) im Juli 2026. Einzelne Änderungen sind vorbehalten.

MUBI EXKLUSIV
Courtesy MUBI
Ab 10. Juli: MUBI EXKLUSIV – AMORES PERROS
Von Alejandro González Iñárritu
(2000, Mexiko, Drama, Thriller, Anthologie, Krimi, Kultfilm) 
Vor der Kulisse von Mexiko-City entfaltet sich AMORES PERROS in drei miteinander verwobenen Handlungssträngen, die durch einen fatalen Autounfall dramatisch kollidieren: eine Dreiecksbeziehung zwischen zwei Brüdern, ein Mann, der für ein erfolgreiches Model alles opfert, und ein Auftragskiller, der von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Es ist ein Kreislauf, der niemals ganz endet – in dem aber selbst der Schmerz zu einer Quelle der Hoffnung werden kann. Das bahnbrechende, ausdrucksstarke Portrait von Mexico City wurde für den Oscar® als Bester fremdsprachiger Film nominiert und gilt bis heute als Meilenstein des zeitgenössischen Kinos. MUBI zeigt die jüngst 4K restaurierte Fassung.
Courtesy MUBI 
Ab 24. Juli: MUBI EXKLUSIV – HYSTERIA
Von Mehmet Akif Büyükatalay
(2025, Deutschland, Drama) 
Ein Filmdreh nimmt eine düstere Wendung, als die Verbrennung eines Korans die Crew in Aufruhr versetzt. Dabei gerät die Praktikantin Elif zwischen die Fronten der Anschuldigungen. Schon bald wird sie in Geheimnisse, Lügen und eine alles beherrschende Verschwörung verwickelt. Eine präzise Reflexion über die Macht der Bilder und die Dynamik von Wahrnehmung, Projektion und gesellschaftlicher Hysterie.
 
HYSTERIA (2025) ist Teil der Reihe LURE OF THE IMAGE: DIGITALE BILDWELTEN. Die Reihe, die MUBI, in Kooperation mit C/O Berlin, passend zu der Ausstellung THE LURE OF THE IMAGE kuratiert hat, präsentiert Werke zeitgenössischer Filmschaffender, die dem verführerischen Reiz visueller Phänomene auf den Grund gehen.
LURE OF THE IMAGE: DIGITALE BILDWELTEN – Die Titel der Reihe im Überblick:
#21XOXO Sine Özbilge, Imge Özbilge
WE’RE ALL GOING TO THE WORLD’S FAIR Jane Schoenbrun
GLASS LIFE Sara Cwynar
THE MECHANICS OF FLUIDS Gala Hernández López
ERWARTE NICHT ZU VIEL VOM ENDE DER WELT Radu Jude
THE PIANO ACCIDENT Quentin Dupieux
HYSTERIA Mehmet Akif Büyükatalay
Courtesy MUBI 
Ab 3. Juli: MUBI EXKLUSIV – SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN
Von Julian Radlmaier
(2025, Deutschland, Komödie) 
Die ostdeutsche Kellnerin Ursula und die iranische YouTuberin Neda fühlen sich einsam und gefangen. In der Kleinstadt Sangerhausen kreuzen sich ihre Wege durch eine Kette von zufälligen Begegnungen. Während Ursula sich in eine Musikerin verliebt, glaubt Neda, eine alte Freundin aus Teheran wiederzuerkennen. Zusammen mit dem Reiseführer Sung-Nam fahren die Frauen schließlich zu einer Geisterjagd in den Harz. In den Bergen stellen sie sich ihrer Vergangenheit und teilen ihre Träume von einem anderen Leben. Julian Radlmaiers Komödie verbindet lakonische Kapitalismuskritik mit deutscher Romantik. So entsteht eine Geschichte über Zusammenhalt, Arbeiter:innen in Deutschland und die Hoffnung auf gesellschaftliche Alternativen.
 
Begleitend zu SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN (2025) präsentiert MUBI Julian Radlmaiers Vorgängerfilme SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES (2017) und BLUTSAUGER (2021). Die Werkschau rückt eine der originellsten Stimmen des zeitgenössischen deutschen Kinos in den Fokus. Radlmaiers unverwechselbarer Stil verbindet marxistische Fragestellungen und politische Allegorien spielerisch mit Leichtigkeit und trockenem Humor.
AB 3. JULI: HEILIGE, GEISTER UND KOMMUNISTEN: DIE FILME VON JULIAN RADLMAIER – Die Titel der Reihe im Überblick:
SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES
BLUTSAUGER
SEHNSUCHT IN SANGERHAUSEN

BRIEF ENCOUNTERS
Courtesy MUB
IAb 10. Juli: MUBI EXKLUSIV – THE NON-ACTOR
Von Eliza Callahan
(2025, USA, Kurzfilm, Drama) 
Elliot lebt vorübergehend bei der neuen Freundin ihres Ex-Partners. Aufgrund ihres plötzlichen Hörverlustes nimmt sie an einer medizinischen Studie teil. Währenddessen ordnet sie die Beziehung zu sich selbst und ihrer klanglichen Umwelt neu. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich dabei allmählich eine intime Verbindung. Das sensible Drama basiert lose auf dem halb-autobiografischem Roman der Regisseurin Eliza Barry Callahan The Hearing Test. Das eindringliche Sounddesign lässt das Publikum fast körperlich teilhaben, während Victoria Pedretti und Maya Hawke den Prozess des Loslassens nuanciert und berührend verkörpern.MUBI REIHEN
DIE ZEIT MIT MONIKA von Ingmar Bergman / Courtesy MUBI
AB 9. JULI: SEHNSUCHT UND MEER: INSELN IM FILM
In diesem Sommer präsentiert MUBI mit der Reihe SEHNSUCHT UND MEER: INSELN IM FILM eine besondere filmische Reise: Die Reihe feiert Inseln als emotionale Landschaften und untersucht Orte, die seit jeher einen einzigartigen Platz im Kino einnehmen. Als Räume der Fantasie und des Aufbruchs, aber auch der emotionalen Ernüchterung beleuchtet die Auswahl Inseln als Projektionsflächen und Rückzugsorte, an denen Gefühle mit ungewohnter Intensität an die Oberfläche treten, Beziehungen sich verändern und Entscheidungen ein völlig neues Gewicht bekommen. Neu auf MUBI verfügbar ist Ingmar Bergmans Klassiker des europäischen Kinos DIE ZEIT MIT MONIKA (1953): Eine Sommerfantasie über die Sehnsucht nach Freiheit und die Schwierigkeit, Träume mit der Realität zu vereinbaren. In Antoneta Alamat Kusijanovićs sonnendurchfluteten, aber atmosphärisch aufgeladenen Thriller MURINA  (2021) wird eine kroatische Insel Schauplatz eines intensiven Coming-of-Age-Dramas. In Tzeli Hadjidimitrious dokumentarischem Rückblick LESVIA (2024) erzählt die auf Lesbos geborene Regisseurin anhand von Archivbildern, aktuellem Filmmaterial und persönlichen Zeugnissen, wie die griechische Insel in den 70er Jahren zu einem lesbischen Refugium und dem wohl bekanntesten Treffpunkt der Community wurde. Weitere Titel der Reihe sind DIE VERACHTUNG (1963), Jean-Luc Godards extravagantes Exposé einer Ehekrise auf Capri, sowie Joanna Hoggs ARCHIPELAGO(2010), das die subtilen Spannungen einer Familie auf einer abgelegenen britischen Insel offenlegt.
AB 9. JULI: SEHNSUCHT UND MEER: INSELN IM FILM – Die Titel der Reihe im Überblick:
MURINA Antoneta Alamat Kusijanović
DIE VERACHTUNG Jean-Luc Godard
DIE ZEIT MIT MONIKA Ingmar Bergman
ARCHIPELAGO Joanna Hogg
PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN Céline Sciamma
LESVIA Tzeli Hadjidimitriou
SUPER HAPPY FOREVER Kohei Igarashi

WEITERE HIGHLIGHTS
Courtesy MUBI
Ab 1. Juli: CONFUSION – SOMMER DER AUSGEFLIPPTEN
Von Richard Linklater
(1993, USA, Komödie, Kultfilm)
 Im Jahr 1976 neigt sich der letzte Schultag vor den Sommerferien in einer texanischen Kleinstadt dem Ende zu. An diesem einen Tag versuchen die Jugendlichen herauszufinden, wer sie eigentlich sein wollen. Währenddessen drangsalieren die Abgänger:innen die Neulinge der High School mit allerhand Demütigungen und Schikanen. Die Schüler:innen vertreiben sich die Zeit damit, herumzufahren, abzuhängen, Billard zu spielen und sich mit Drogen zu benebeln. Der Kultfilm fängt die Mühelosigkeit, Lässigkeit und die latente Aggression der damaligen Zeit sowie die Freiheit eines endlosen Sommerabends ein. Getragen wird das Werk von einem legendären, ikonischen Cast rund um Matthew McConaughey, Parker Posey und Ben Affleck. Regisseur Linklater nutzt zudem den Einfluss von Rock ’n‘ Roll, um die komplexen Emotionen seiner Figuren perfekt auszudrücken.
Courtesy MUBI 
Ab 17. Juli: FOLLOWING – EINE BLUTIGE FALLE
Von Christopher Nolan
(1998, Großbritannien, Thriller, Mystery, Krimi)
 Pünktlich zum Kinostart von THE ODYSSEY präsentiert MUBI Christopher Nolans genialen Debütfilm auf der Streamingplattform. Aus Langeweile folgt ein junger Schriftsteller Fremden durch Londons Straßen. Was als harmlose Romanrecherche beginnt, eskaliert, als er auf einen Einbrecher trifft. Schnell gerät der Autor tief in ein Spiel krimineller Machenschaften. Trotz minimalem Budget zeigt der Thriller bereits die formale Präzision des Regiemeisters. Er vereint Motive späterer Hits wie MEMENTO, THE PRESTIGE oder INCEPTION. Ein non-lineares psychologisches Puzzle über die Abgründe von Zeit und Identität.
Courtesy MUBI 
Ab 21. Juli: BLUE JEAN
Von Georgia Oakley
(2022, Großbritannien, Drama, LGBTQ+) 
England, 1988: Unter Margaret Thatcher droht homosexuellen Lehrkräften der Jobverlust. Deshalb führt die junge Sportlehrerin Jean in Newcastle ein geheimes Doppelleben. Unter der Woche ist sie angepasst, am Wochenende taucht sie in die queere Szene ein. Als eine neue Schülerin ihr Geheimnis zu enthüllen droht, geraten Jeans Arbeit und Integrität in Gefahr. Das packende Debüt von Georgia Oakley zeigt eine Ära politisch geschürter Homophobie. Gleichzeitig feiert das Drama die widerständige Kraft der damaligen queeren Gemeinschaft. Ein mitreißendes, hochaktuelles Zeitporträt, getragen von Hauptdarstellerin Rosy McEwen. BLUE JEAN wurde mit vier British Independent Film Awards und dem Publikumspreis in Venedig ausgezeichnet.
WEITERE HIGHLIGHTS AUF MUBI IM JULI – in chronologischer Übersicht:
10.07.26 MÄNNER WIE DIE TIGER Stephanie Rothman
10.07.26 GROUP MARRIAGE Stephanie Rothman
10.07.26 THE WORKING GIRLS Stephanie Rothman
27.07.26 HERRSCHER DER ZEIT René Laloux


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.


24. Juni 2026

Seriesly Berlin geht in die dritte Staffel!

Projekte




Eine Vertiefung der Diskussion über kreative Freiheit, europäische Zusammenarbeit und die Zukunft des seriellen Storytellings

  • Seriesly Berlin: 14.–17. September 2026
  • Seriesly Berlin-Konferenz: 15.–16. September 2026 in der Fotografiska Berlin
  • Neue Initiativen angekündigt: „Stories at Risk“, Partnerschaft mit Karlovy Vary und „Seriesly Creators“
  • Akkreditierung mit Early-Bird-Ticket ist ab sofort möglich
  • Seriesly Berlin Pitches: Einreichungen bis zum 30. Juni 2026 möglich

Vom 14. bis 17. September 2026 kehrt Seriesly Berlin mit seiner dritten Ausgabe zurück und bringt erneut Kreative, Produzent:innen, Sender, Plattformen, Branchenfachleute und Publikum zusammen, um die Zukunft des seriellen Storytellings zu erkunden. Neben der Seriesly Berlin Conference (15.–16. September) werden bei den Seriesly Berlin Premieres herausragende neue Serien aus aller Welt präsentiert. Die Konferenz und viele der Seriesly Berlin Premieres finden in der Fotografiska Berlin statt, dem ikonischen Museums- und Ausstellungsraum sowie Kulturzentrum. Zum ersten Mal wird das CineStar Kino in der KulturBrauerei als weiterer Vorführort für die Seriesly Berlin Premieres hinzukommen. Die Seriesly Berlin Pitches bieten erneut Projekten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien die Möglichkeit, sich vor Fachpublikum zu präsentieren. Projekte können bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden.
 
In diesem Jahr erweitert Seriesly Berlin das Branchenprogramm um drei wichtige neue Initiativen: „Stories at Risk“ ist ein europäischer Think Tank zu kreativer Freiheit und demokratischem Dialog, „Beyond the East-West Co-Production Myth“ ist eine neue Zusammenarbeit mit dem Karlovy Vary International Film Festival, die das Potenzial kreativer Serienkoproduktionen zwischen Westeuropa sowie Produzent:innen aus Mittel- und Osteuropa auslotet. Seriesly Creators wiederum ist ein Konferenzprogramm, das sich dem Business mit Creator IP, Plattform-Unterhaltung und neuen Serienmodellen widmet.
 
„Seriesly Berlin wurde als Plattform aufgesetzt, um Themen und Dialog einen Raum zu geben, der in der internationalen Festivallandschaft oftmals fehlt“, so Festivalleiter Dennis Ruh. „Der audiovisuelle Sektor befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel – geprägt von rasanten technologischen Veränderungen, sich verschiebenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer zunehmend fragmentierten internationalen Zusammenarbeit. In dieser Zeit braucht es mehr denn je Räume für Austausch, Abstimmung und neue Ideen. Traditionelle Strukturen und Formate werden gerade in Echtzeit neu definiert – und wir wollen aktiv auf diese Entwicklungen reagieren. Das diesjährige Programm, mit all seinen neuen Initiativen, ist eine direkte Antwort auf diesen Moment des Umbruchs. Es bringt unterschiedliche Perspektiven auf Bühne und Leinwand, um die Zukunft des Storytelling gemeinsam mitzugestalten.“
 
„Stories at Risk“: Die demokratische Kraft des Storytelling
 
Eine der zentralen neuen Initiativen der diesjährigen Ausgabe ist „Stories at Risk: Cultural Diversity, Democracy and Debate on Screen“, ein europäischer Think-Tank, entwickelt von Seriesly Berlin und kofinanziert vom Pilotprogramm für Serienkoproduktionen sowie dem Programm „Culture on Screen“ des Europarats.
 
In einer Zeit, in der wirtschaftlicher Druck, politische Polarisierung und sich wandelnde Plattformdynamiken zunehmend beeinflussen, welche Geschichten finanziert, in Auftrag gegeben und letztendlich vom Publikum gesehen werden, schafft „Stories at Risk“ einen Raum für kritische Reflexion und internationalen Dialog. Die Initiative bringt Autor:innen, Produzent:innen, Sendeanstalten, Festivals und Marktvertreter:innen aus ganz Europa zusammen. Gemeinsam untersuchen sie, welchen Beitrag audiovisuelles Storytelling zum demokratischen Diskurs und zur kulturellen Vielfalt leisten kann, und setzen sich zugleich mit den Herausforderungen auseinander, denen kreative Freiheit und redaktionelle Unabhängigkeit heute begegnen.
 
Der Think Tank wird durch eine Umfrage, eine Reihe kuratierter Diskussionen sowie einen branchenübergreifenden Austausch gestaltet. Den Abschluss bilden eine öffentliche Präsentation und ein Bericht, die Impulse für eine breitere europäische Debatte über die Zukunft des audiovisuellen Storytellings geben sollen.
 
Die Umsetzung der von Seriesly Berlin entwickelten Initiative wird durch ein wachsendes Netzwerk internationaler Partner:innen unterstützt, darunter der European Writers Club, das Series Mania Forum, Iberseries & Platino Industria, das Göteborg Film Festival, das CineLink-Programm des Sarajevo Film Festivals, Industry@Tallinn & Baltic Event, die Produktionsallianz, der European Writers Desk und die Creative Europe MEDIA Desks Deutschland. Weitere Partner:innen werden noch bekannt gegeben.
 
Beyond the East-West Co-Production Myth
 
Die internationale Zusammenarbeit bleibt zentrales Thema der diesjährigen Konferenz. In Zusammenarbeit mit dem KVIFF Film Industry des Internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary startet Seriesly Berlin eine neue, zweiteilige Branchendiskussion unter dem Titel „Beyond the East-West Co-Production Myth“.
 
Seit vielen Jahren werden Diskussionen über die Zusammenarbeit von West-, Mittel- und Osteuropa bei Serienproduktionen oft unter dem Gesichtspunkt von Produktionsdienstleistungen und Kosteneffizienz geführt. Die neue Initiative zielt darauf ab, diese Annahmen zu hinterfragen und stattdessen die kreativen, finanziellen und strategischen Möglichkeiten zu erkunden, die sich aus der zunehmenden Vernetzung der europäischen Produktionslandschaft ergeben.

Das erste Panel findet am 8. Juli im Rahmen der Screen Focus Sessions beim diesjährigen Karlovy Vary International Film Festival (3.–11. Juli 2026) unter dem Titel Understanding CEE’s Hidden Production Ecosystems“ statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Verständnis von Mittel- und Osteuropa innerhalb der europäischen Serienlandschaft neu gedacht werden kann. Bei Seriesly Berlin wird die Debatte fortgeführt und richtet den Fokus darauf, wie die Produktionslandschaften in Mittel- und Osteuropa kreativ und strategisch erschlossen sowie stärker in europäische Koproduktionsstrukturen eingebunden werden können.
 
Introducing Seriesly Creators
 
Als Reaktion auf die sich rasant verändernden Beziehungen zwischen Kreativen, Plattformen und Publikum führt Seriesly Berlin mit Seriesly Creators einen neuen Konferenzschwerpunkt ein. Im Fokus stehen kreatives Storytelling, die plattformnative Zukunft serieller Unterhaltung, vertikale Serien sowie die Entstehung und Aktivierung von Communities rund um neue Erzählformate.
 
Seriesly Creators bringt Kreative, Plattformen, Produktionsfirmen, Marken und Technologieanbieter zusammen, um neue Ansätze für Storytelling, Publikumsentwicklung und IP-Aufbau zu diskutieren. Statt einer klassischen Creator-Konferenz versteht sich das Format als gezielter Austausch darüber, wie sich serielles Erzählen im digitalen Zeitalter verändert – und wie die Zukunft des Storytellings gestaltet wird.
 
Seriesly Creators findet am 16. September statt, Tageskarten sind hier erhältlich.
 
Weitere Programmdetails und Partner werden bald bekanntgegeben.
 
Akkreditierung ist ab sofort möglich. Early Bird Preise gelten bis zum 31. Juli 2026.
 
Seriesly Berlin wird gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Deadline ist Medienpartner.



23. Juni 2026

MUBI präsentiert die restaurierte 4K-FASSUNG von Alejandro G. Iñárritus AMORES PERROS

Projekte




AB 10. JULI 2026 EXKLUSIV AUF MUBI

UND

AB 1. JULI 2026 IN AUSGEWÄHLTEN KINOS

DEN TRAILER SEHEN SIE HIER

MUBI, weltweiter Filmverleih, Produktionsfirma und Streamingdienst, präsentiert nach 25 Jahren AMORES PERROS, den legendären Debütfilm des Oscar®-prämierten Regisseurs Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT – DER RÜCKKEHRER), in einer atemberaubenden Restauration ab dem 10. Juli 2026 exklusiv auf der Streamingplattform. Ab dem 1. Juli 2026 ist der Film in ausgewählten Kinos zu sehen.
 
AMORES PERROS gilt weithin als einer der bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts. Das Werk markierte den Aufbruch einer völlig neuen Generation von Filmschaffenden und begründete die internationalen Karrieren von Regisseur Alejandro G. Iñárritu, Hauptdarsteller Gael García Bernal und Kameramann Rodrigo Prieto. Das bahnbrechende, ausdrucksstarke Porträt von Mexico City wurde für den Oscar® als Bester fremdsprachiger Film nominiert und gilt bis heute als Meilenstein des zeitgenössischen Kinos.
 
Vor der Kulisse von Mexiko-City entfaltet sich AMORES PERROS in drei miteinander verwobenen Handlungssträngen, die durch einen fatalen Autounfall dramatisch kollidieren: eine Dreiecksbeziehung zwischen zwei Brüdern, ein Mann, der für ein erfolgreiches Model alles opfert, und ein Auftragskiller, der von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Es ist ein Kreislauf, der niemals ganz endet – in dem aber selbst der Schmerz zu einer Quelle der Hoffnung werden kann.
 
In diesem vielschichtigen Porträt von Liebe, Verlust, Gewalt und Schicksal zeichnet Iñárritu das unerbittliche Bild einer Metropole und zeigt die zerbrechlichen Bande, die völlig getrennte Leben miteinander verknüpfen.
 
Ein Vierteljahrhundert nach seinem Debüt ist AMORES PERROS noch heute so mutig und mitreißend wie bei seiner Erstveröffentlichung – ein zeitloses Meisterwerk, dessen filmische Wucht das Weltkino prägte und das alte wie neue Generationen gleichermaßen in seinen Bann zieht.

Zusätzlich erschien vergangenen Herbst bei MACK ein AMORES PERROS-Artbook, das Filmstills, Setfotografie, Behind-the-Scenes-Materialien und Pressestimmen vereint und so die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte und den Einfluss des Films nachzeichnet. Die komplexe Struktur der drei miteinander verwobenen Erzählstränge wird anhand von Szenenbildern sowie Iñárritus handschriftlichen Notizen zu Subtexten, Dramaturgie und Figurenentwicklung nachvollzogen, ergänzt durch originale Storyboards von Fernando Llanos.  Die collageartige Gestaltung des Buches spiegelt die fragmentierte und zugleich mitreißende Erzählweise des Films wider, die Drama, Brutalität, Spannung und Pathos verbindet. Ergänzt wird die Publikation durch einen neuen Text von Iñárritu selbst sowie Beiträge der renommierten Regisseure Denis Villeneuve und Walter Salles, der preisgekrönten Autor:innen Jorge Volpi und Wendy Guerra, des Filmkritikers Elvis Mitchell und des Storyboard-Künstlers Fernando Llanos. Amores Perros bietet damit einen umfassenden Einblick in Arbeitsweise und Schaffensprozess eines der bedeutendsten Filmemacher unserer Zeit.AMORES PERROS VON ALEJANDRO GONZÁLEZ IÑÁRRITU – AB 10. JULI EXKLUSIV AUF MUBI
 
Bild- und Pressematerial gibt es HIER

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.
ABOUT ALEJANDRO G. IÑÁRRITU
Alejandro G. Iñárritu is a five-time Academy Award-winning director, screenwriter, and producer known for creating psychological dramas focused on the human condition. His films include AMORES PERROS (2000), 21 GRAMS (2003), BABEL (2006), BIUTIFUL (2010), BIRDMAN (2014), THE REVENANT (2015), BARDO (2022), and upcoming film DIGGER, a dark comedy starring Tom Cruise for Warner Bros. and Legendary Entertainment, releasing October 2, 2026. In 2006, Iñárritu became the first Mexican filmmaker to win the Best Director Award at the Cannes Film Festival for BABEL, as well as the first to be nominated for director or producer in the history of the Academy Awards. In 2015, Iñárritu received Academy Awards for Best Original Screenplay and Best Picture for BIRDMAN, becoming the first Mexican in history to win these awards. He also won Best Director for BIRDMAN and a year later received the same award for THE REVENANT, making him the third director in history to win the award back-to-back. In 2017, he received a Special Achievement Academy Award for his virtual reality installation, Carne y Arena, about the experience of migrants crossing the U.S.-Mexico border.


23. Juni 2026

Screenwriters‘ Lounge 2026 in München

Projekte




DDV realisiert Festival-Treffpunkt für Autor*innen und die Filmbranche sowie Panels beim Filmfest München

Der Deutsche Drehbuchverband (DDV) freut sich auf die Fortsetzung seines Erfolgsformats: Von Drehbuchautor*innen des DDV organisiert, bietet die Screenwriters‘ Lounge auch beim diesjährigen Filmfest München eine Reihe von Veranstaltungen. Die Lounge öffnet am Samstag, 27. Juni von 13.00 – 20.00 Uhr in der Seidlvilla in Schwabing ihre Tore. Ein seit einigen Jahren vielfach nachgefragter Treffpunkt für Drehbuchautor*innen und ihre Verbündeten, zum Netzwerken – und vor allem zu drei hochkarätig besetzten Panels, kühlen Drinks und den heißbegehrten Onigiris.

Die SCREENWRITERS´ LOUNGE zeigt sich in diesem Jahr zudem auch mit Panels direkt im Festivalprogramm in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF).

Das Programm der SCREENWRITERS´ LOUNGE beim Filmfest München 2026 im Einzelnen:

SAMSTAG, 27.06., Screenwriters‘ Lounge in der Seidl Villa, Nikolaiplatz 1B, 80802 München
13.00 – 14.30 Uhr: Drehbuch X Stand-up-Comedy – Was können wir voneinander lernen?

Im Gespräch mit den Comedians Lena Loster und Victoria Abelmann-Brockmann wollen die Drehbuchautor*innen Lisa Rüffer und Julian Heusler mehr über das Stand-Up-Handwerk lernen. Wie erzählt man einen Gag auf der Bühne und welche Techniken eignen sich auch fürs Drehbuchschreiben? Wir sprechen über Comedy-Regeln (und wie man sie bricht), Schreibroutinen und den dramaturgischen Aufbau eines Sets.

Speakerinnen: Lena Loster und Victoria Abelmann-Brockmann

Moderation: Lisa Rüffer und Julian Heusler

14.45 – 16.15 Uhr: How „Chick Flicks“ Make Money – Wie funktionieren moderne Frauenfiguren und welchen weiblichen Geschichten geben wir Wert?

Von Herzkino über Young Adult zu „smut“. Vom female gaze zu Sexarbeit. Girlhood, Familiendynamiken und Selbstinszenierung — Stoffe mit weiblich gelesenen Figuren und Fans werden schnell als oberflächlich oder kitschig bewertet und nicht immer ernst genommen. Gleichzeitig erreichen sie jedoch Millionen, prägen die Popkultur und füllen Kinos – sie bewegen. Wie verändern sich Frauenfiguren gerade? Welche Widersprüche dürfen sie haben? Und warum müssen Geschichten über, von und mit Frauen immer noch beweisen, dass sie relevant und marktfähig sind? Ein Gespräch über Stereotypen, Genre, Zielgruppen und die Frage, was passiert, wenn wir Stoffe nicht mehr trotz, sondern gerade wegen ihres Publikums wertschätzen.

Speaker*innen: Miriam Dehne, Lia Zebra, N.N.

Moderation: Janine Becker

16.30 – 18.00 Uhr: Klassismus – Lieber Bein ab, als arm dran?

In Großbritannien, Italien und Frankreich seit jeher fast schon ein eigenes Genre, in Deutschland ein zunehmend häufig bespieltes Sujet: die soziale Klasse. Genauer gesagt, das Aufeinanderprallen von Figuren unterschiedlicher sozialer Herkunft. Von der Young-Adult-Serie bis hin zum Arthouse Film.

Die drei Autorinnen Elke Rössler, Jessica Hölzl und Sarah Claire Wray sprechen über den Einfluss der sozialen Herkunft auf fiktive Figuren, den erzählerischen Blickwinkel und den Verlauf von Karrieren im deutschen Film und Fernsehen hat.

Speakerinnen: Elke Rössler, Jessica Hölzl und Sarah Claire Wray

Moderation: Frederick Schofield

18.00 – 20.00 Uhr: Get-Together & Drinks auf der Terrasse

Zusätzliche SCREENWRITERS´ LOUNGE-Panels auf dem Filmfest München 2026:

Montag, 29.06., 14.15 Uhr (Einlass ab 13.45 Uhr)
Die Heldinnen-Reise – Alternative oder Nische?

Audimax in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München: Bernd-Eichinger-Platz 1, 80333 München

Zwei Reisen, zwei Machtbilder: Schon 1990 formulierte Maureen Murdock die Heldinnenreise als Gegenentwurf zur Heldenreise ihres Mentors Joseph Campbell. Das ‚Elixier‘ ist hier nicht Eroberung und Dominanz, sondern Heilung, Identität und Integration. Zwei Reisen, zwei Verspechen: Während die klassische Heldenreise vom einsamen Kampf und persönlichem Triumph erzählt, stellt die Heldinnenreise Beziehung, Empathie und geteilte Macht ins Zentrum. Doch welche Narrative dominieren den Markt?

Speaker*innen: Tore Schmidt, freier Produzent (u.a. THE SINNERS, THE DANISH GIRL, iBOY, NEWS OF THE WORLD, THE PROTOTYPE), Samira El Ouassil, Autorin und Publizistin (u.a. SAG NIEMALS NIETZSCHE, ERZÄHLENDE AFFEN), Dorothee Schön, Drehbuchautorin (u.a. FRAU BÖHM SAGT NEIN, TATORT, CHARITE, DIE UNSCHÄRFERELATION DER LIEBE)
Moderation: Melina Natale, Drehbuchautorin, Vorstandsmitglied des DDV

Mittwoch, 01.07., 15.30 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Daten.KI.Macht: Wie frei sind wir noch beim Geschichten erzählen?“
Kino 1 in der HFF München: Bernd-Eichinger-Platz 1, 80333 München

Rutscht im Zeitalter von Plattformlogik und „predictive AI“ das Erzählen vom offenen Schreib‑ und Denkprozess in ein datengetriebenes Steuerungsmodell? Wie stark entscheiden Datenanalysen und Vorhersage‑Modelle mit, welche Stoffe entwickelt werden? Sortieren KI‑Feedbackschleifen, welche Figuren, Konflikte und Weltbilder als „erfolgversprechend“ gelten? Und welche nicht? Wer steuert hier eigentlich wen, wenn zwischen Redaktion, Produktion und Autor*innen Maschinen im Hintergrund mitentscheiden?

Speaker*innen: Sebastian Colley, Autor, Creativ Producer (u. a. HOW TO SELL DRUGS ONLINE (FAST) | PAULINE | BUBA), Stefanie Eisenschenk, Autorin (u.a. interaktives, historisches MUSEUMSPROJEKT (KI-gestützt) für Smart Lynx, Drama/Krimi (SOKO), Thriller wie z.B. Serien-Konzept „Dark Data – Unsichtbare Macht“ Top-10 beim DetectSelectAward, EU-Ausschreibung), Tobias Frühmorgen, Filmemacher und -dozent an der Lusófona Universität Lissabon und FilmEu European University, PhD Cand. der Filmuniversität Babelsberg über Drehbuch und KI., Sebastian R. Richter, Medienphilosoph, Musiktheaterregisseur und Webartist, forscht zu existenziellen Grenzsituationen in Computerspielen.

Moderation: Gabriele C. Sindler, Autorin, Story & Script-Consulting, DDV-Vorstandsmitglied

Das komplette aktuelle Programm der SCREENWRITERS´ LOUNGE finden Sie unter:

www.screenwriterslounge.de

Die diesjährige Ausgabe der SCREENWRITER`S LOUNGE ist eine Veranstaltung des Deutschen Drehbuchverbands (DDV) mit freundlicher Unterstützung des FilmFörderFonds Bayern (FFF) und des Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

www.drehbuchverband.de



17. Juni 2026

DEUTSCHER SCHAUSPIELPREIS (DSP) 2026: Die Nominierten

Projekte




Am 11. September 2026 wird der diesjährige DEUTSCHE SCHAUSPIELPREIS vergeben. Die glanzvolle Verleihung findet im Hotel Pullman Berlin Schweizerhof statt. Zur traditionellen Bekanntgabe der Nominierten versammelten sich wieder 150 Schauspieler*innen im GRACE Restaurant des angesagten HOTEL ZOO. Bei Food & Drinks und gekleidet in Summer Chic erfuhren die Gäste, wer ihrer Kolleg*innen es in diesem Jahr auf die Nominierungsliste geschafft hat.
 
Die Nominierungsjury des DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREISES 2026, die in diesem Jahr aus den Schauspieler*innen Aglaia Szyszkowitz, Götz Otto, Jenny Schily, Bastian Reiber, Yun Huang, Simon Steinhorst und Reiki von Carlowitz besteht, hat nach Sichtung aller relevanten deutschsprachigen Kino-, Fernseh- und Serienproduktionen, die zwischen dem 1. April 2025 und 31. März 2026 im deutschen Fernsehen oder auf Streamingplattformen erstausgestrahlt wurden oder im Kino oder auf Filmfestivals in Deutschland Premiere feierten, ihre Entscheidung gefällt: In acht Preiskategorien hat sie insgesamt 32 Schauspieler*innen sowie vier Synchronschauspieler*innen in der Kategorie „Die Stimme“ nominiert:

Dramatische Hauptrolle (6 Nominierte, 2 Auszeichnungen)
Valerie Pachner in „Vier minus drei“
Idan Weiss in „Franz K.“
Lina Beckmann in „Polizeiruf 110: Tu es!“
Dana Herfurth in „Small Town Girl“
Josef Hader in „Sturm kommt auf“
Edin Hasanovic in „Tatort – Dunkelheit“

Dramatische Nebenrolle (4 Nominierte, 1 Auszeichnung)
Sira-Anna Faal in „Euphorie“
Linde Prelog in „Landkrimi – Bis in die Seele ist mir kalt“
Frederic Linkemann in „Sturm kommt auf“
Andrei Viorel Tacu in „Tatort – Schwarzer Schnee“

Komödiantische Rolle (4 Nominierte, 1 Auszeichnung)
Karin Hanczewski in „Call My Agent – Berlin“
Thorsten Merten in „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“
Luna Wedler in „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“
Bernadette Heerwagen in „München Mord – Eine echte Täuschung“

Episodische Rolle (4 Nominierte, 1 Auszeichnung)
Armin Rohde in „Hundertdreizehn“ Folge: „Richard“
David Ali Rashed in „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ Folge: „Irrtum“
Evelin Schwarz in „Soko Stuttgart“ Folge: „Kreide fressen“
Hayal Kaya in „Soko Stuttgart“ Folge: „Kreide fressen“

Duo (3 nominierte Paare, 1 Auszeichnung)
Diyar Ilhan & Shadi Eck in „Club der Dinosaurier“
Lia von Blarer & Robert Stadlober in „Hundertdreizehn“
Aenne Schwarz & Thomas Prenn in „Zweitland“

Nachwuchs (4 Nominierte, 1 Auszeichnung)
Magdalena Laubisch in „Die Nichte des Polizisten“
Derya Akyol in „Euphorie“
Luna Mwezi in „Stabil“
Beren Zint in „Stabil“

Starker Auftritt (4 Nominierte, 1 Auszeichnung) 
Lilli Fichtner in „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“
Kristina Pauls in „Polizeiruf 110: Tu es!“
Bettina Stucky in „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“
Sahin Eryilmaz in „Tatort – Dunkelheit“

Die Nominierungsjury hat überdies einen Preisträger für die Kategorie Ensemble bestimmt, der zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird.
 
Für den Synchronpreis Die Stimme hat der Preispate Marcus Off folgende Nominierungen ausgesprochen:
 

Die Stimme (4 Nominierte, 1 Auszeichnung)
Lena Schmidtke
Imaya Ugwonno 
Alexander Prince Osei 
Dennis Herrmann

 
Zusätzlich zu den Preisen in den Jury-Kategorien werden beim Deutschen Schauspielpreisnoch der Therese-Giehse-Preis, der Deutsche Fairnesspreis sowie der Ehrenpreis Lebenswerk und der Ehrenpreis Inspiration vergeben.
 
Aus dem Kreis der Nominierten werden von den Mitgliedern des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) die Preisträger*innen per Online-Abstimmung ermittelt und am Abend der Preisverleihung am 11. September 2026 im Rahmen einer feierlichen Gala bekannt gegeben.

Über den DEUTSCHEN SCHAUSPIELPREIS:
Der Deutsche Schauspielpreis wurde vom Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) ins Leben gerufen und während der Berlinale 2012 zum ersten Mal verliehen. Die Preisverleihung ist eine Non-Profit-Veranstaltung, die nur durch ein breites ehrenamtliches Engagement der Schauspieler*innen, zahlreicher Freunde und Unterstützer*innen, Förder*innen und Sponsor*innen ermöglicht wird.
www.schauspielpreis.com

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 4.300 inzwischen die größte nationale Schauspieler*innen Organisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.
https://www.bffs.de/



17. Juni 2026

Port au Prince verkündet den Kinostart von NOGA

Projekte




Buch & Regie: Jono & Benji Bergmann
Mit Noga Erez und Ori Rousso
 
2026 | Länge: 96 Minuten 
Kinostart: 13. AUGUST 2026 (bundesweit)
In NOGA erzählt das Produzenten- und Regieduo Jono und Benji Bergmann die zutiefst persönliche Geschichte der außergewöhnlichen israelischen Musikerin Noga Erez und ihres Partners Ori Rousso, im Spannungsfeld von Liebe, Kreativität und Verantwortung. Die israelische Musikerin ist auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, aber vor allem verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
 
NOGA feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des Tribeca Film Festivals in New York. Seine Deutschlandpremiere erlebt der Film beim FILMFEST München in der Sektion CineCoPro.
 
Zum Film:
Die Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso DIE Musik-Sensation auf den internationalen Bühnen. Provokante Hits wie „END OF THE ROAD“ und „VIEWS“ füllen die Hallen und machen sie zum heißesten Musikexport Israels. Als sie, von privaten Zerwürfnissen gebeutelt, an ihrem bislang größten Album arbeitet, wird ihr Leben von den politischen Ereignissen in ihrer Heimat erschüttert. Zwischen ausverkauften Konzerten, kompromissloser Kunst und einer Welt im Ausnahmezustand sucht sie nach Antworten – und nach ihrer eigenen Stimme. Mit außergewöhnlicher Nähe erzählen Jono und Benji Bergmann die Geschichte einer Künstlerin, die sich weder vereinnahmen noch zum Schweigen bringen lässt. NOGA ist ein intimes, vielschichtiges und hochaktuelles Porträt über Stardom – und über den Mut, den eigenen Weg zu gehen, selbst wenn die Welt um einen herum ins Wanken gerät. 
 
Über mehrere Jahre begleitet der Dokumentarfilm Noga Erez und ihren Partner Ori Rousso und gewährt einen vielschichtigen und intimen Einblick in ihre künstlerische wie private Welt. Dabei zeichnet NOGA das Porträt eines einzigartigen Aufstiegs inmitten politischer und persönlicher Erschütterungen und offenbart zugleich das komplexe Dilemma unserer Zeit: den Balanceakt zwischen politischem Diskurs, öffentlicher Zuschreibung, Cancel Culture sowie dem Wunsch nach künstlerischer Freiheit und Selbstbestimmung. Es entsteht ein eindringliches Bild einer Künstlerin, die ihren Platz in einer zunehmend polarisierten und aus den Fugen geratenen Welt neu finden muss und will.
 
Buch, Regie und Produktion stammen von einem der spannendsten und vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm-Duos der Gegenwart: Jono und Benji Bergmann (MAU, Wirecard – Die Milliarden-Lüge, Camp Confidential). Die Bildgestaltung stammt von Roei Moradund für den Schnitt zeichnet der zweifach für den israelischen Filmpreis nominierte Editor Yonatan Weinstein (INCITEMENT, VALLEY OF TEARS) verantwortlich.

SCREENING-TERMINE – EXKLUSIV BEIM FILMFEST MÜNCHEN: 
 
Montag, 29.06. um 13:00 Uhr im City-Atelier Kino 2 – P&I Screening
 
Dienstag, 30.06. um 20:00 Uhr im Gloria Palast– Deutschlandpremiere in Anwesenheit von Noga Erez & Ori Rousso und den Filmemachern Jono & Benji Bergmann
 
Mittwoch, 01.07. um 19:00 Uhr im Cinema Filmtheater
Samstag, 04.07. um 17:30 Uhr im City-Atelier Kino 1
 
Die akkreditierte Presse ist eingeladen, am P&I Screening teilzunehmen!
Bei Interesse an einer Pressekarte – für einen der anderen Termine – melden Sie sich bitte direkt, ein (sehr) kleines Kontingent steht uns zur Verfügung: mail@steinbrennermueller.de

Bei Interesse an einem Interview 

Am 30. Juni 2026 stehen die Filmemacher Jono & Benji Bergmann und auch Noga Erez & Ori Rousso für Interviews zur Verfügung – persönlich und virtuell.
 
Bei Interesse bitte direkt an:  bl@steinbrennermueller.de

PRESSEVORFÜHRUNG IN BERLIN 
Donnerstag, 16. Juli 2026 um 12:30 Uhr im Delphi Lux

Bei Interesse bitte direkt an:  bl@steinbrennermueller.de

NOGA ist eine österreichisch, deutsch, israelische Produktion von Babka Film, in Koproduktion mit Film AGSperl Film + Fernsehproduktion und Thought Engine. In Zusammenarbeit mit Yes Docu und rbb. Hergestellt mit Unterstützung von ÖFI+Österreichisches Filminstitut und Medienboard Berlin-Brandenburg. Hergestellt mit Unterstützung von Lismore RoadBlavatnik Family FoundationJewish Story PartnersMaimonides Fund und Albi.

PORT AU PRINCE PICTURES bringt NOGA von Jono & Benji Bergmann ab 13. August 2026 deutschlandweit in die Kinos.

Pressematerial finden Sie hier



17. Juni 2026

Viermal Südtirol-gefördertes Kino beim Filmfest München

Projekte




„18 Holes to Paradise“, „Simon Messner – Aus dem Schatten“, „Spaziergang nach Syrakus“ und „Wake Up“


Gleich vier IDM Film & Music Commission Südtirol geförderte Produktionen wurden in unterschiedliche Programmsektionen des 43. Filmfest München (26. Juni – 5. Juli 2026) eingeladen: Das Drama „18 Holes to Paradise“ des portugiesischen Regisseurs João Nuno Pinto ist in der Reihe International Independents zu sehen. Der Dokumentarfilm „Simon Messner – Aus dem Schatten“ der Südtiroler Regisseurin Veronika Kaserer und das komödiantische Drama „Spaziergang nach Syrakus“ von Lars Jessen feiern Weltpremiere in der Sportlight-Reihe, in der Starkino, Genreperlen und besondere Filmereignisse gezeigt werden. Auch die Serie „Wake Up“ von Mia Maariel Meyer und Tim Trachte ist eine Weltpremiere, sie wird in der Sektion Neues Deutsches Fernsehen gezeigt.

„18 Holes to Paradise“ wird in der Sektion International Independents gezeigt. (c) Wonder Maria, Albolina, Aurora Cine 

Bereits die Entwicklung des Drehbuchs zur italienisch-portugiesische Koproduktion „18 Holes to Paradise“ von João Nuno Pinto (Drehbuch: Fernanda Polacow) fand im Rahmen des IDM-Drehbuchprogramms RACCONTI statt. Der Film konnte dann später durch die Produktionsförderung der IDM Film & Music Commission Südtirol realisiert werden. „18 Holes to Paradise“ ist eine Produktion der portugiesischen Wonder Maria Filmes in Koproduktion mit der Bozner Albolina Film. Im Mittelpunkt steht ein alter Bauernhof mit einer langen Familiengeschichte, über dessen Verkauf ein Streit entflammt: Die älteste Schwester lebt dort und ist gegen den Verkauf. Ihre Schwester aus der Stadt ist dagegen fest entschlossen, zu verkaufen. Die Tochter der alten Haushälterin fordert den Anteil ihrer Familie ein. Als ein Feuer sie auf dem Hof gefangen hält, müssen die drei Frauen entscheiden, was sie mit ihrem Leben unter den schwerwiegenden Umständen anfangen wollen. „18 Holes to Paradise“ ist in der Sektion International Independents des Festivals zu sehen.

Screening:
Mittwoch, 1. Juli, 10 Uhr, City 3
Freitag, 3. Juli, 18 Uhr, Filmmuseum, mit Q&A mit João Nuno Pinto
Samstag, 4. Juli, 18.30 Uhr, mit Q&A mit João Nuno Pinto

„Simon Messner – Aus dem Schatten“ (c) beetz brothers film

Das Bio-Pic „Simon Messner – Aus dem Schatten“ der Südtiroler Regisseurin Veronika Kaserer (Buch: Veronika Kaserer) wurde von Beetz Brothers film production produziert und von IDM in der Produktionsförderung unterstützt. Der Dokumentarfilm, der beim Filmfest in der Sektion Spotlight Weltpremiere feiert, erzählt von Simon Messner. Acht Monate nach der Geburt seines ersten Kindes macht er sich auf den Weg zur Erstbesteigung eines abgelegenen Gipfels in Pakistan. Zwischen Höhenangst, seiner neuen Rolle als Vater und den großen Fußstapfen seines Vaters Reinhold Messner, muss er sich fragen: Was bedeutet es, gleichzeitig Bergsteiger und Vater zu sein? Ein nachdenklicher Dokumentarfilm mit spektakulären Expeditionsbildern. 

Screening:
Donnerstag, 2. Juli, 20 Uhr, Astor Arri Kino, mit  Q&A mit Veronika Kaserer, Simon Messner und Team
Sonntag, 5. Juli, 21.15 Uhr, Kino, Mond & Sterne

Spaziergang nach Syrakus“ (c) Sammy Hart

Das komödiantische Drama „Spaziergang nach Syrakus“ von Lars Jessen (Drehbuch: Heide Schwochow und Rainer Schwochow) mit Charly Hübner feiert seine Uraufführung in der Spotlight-Reihe mit einem Sonderscreening im Deutschen Theater. Die Produktion von Pandora Film (Aschaffenburg) und Florida Film (Berlin) wurde von IDM im vergangenen Jahr in der Produktion gefördert. Der Film erzählt von Paul Gompitz aus Rostock, der 1982 den Entschluss fasst, auf den Spuren des Dichters Johann Gottlieb Seume und seines berühmten Reisebuchs „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“ nach Syrakus auf Sizilien zu reisen. Leider versperrt ihm die lästigste Grenze der Welt den Weg. Nach sieben Jahren akribischer Vorbereitung, Rückschlägen, Lügen gegenüber seiner geliebten Frau, gelingt Paul die Flucht. Doch je näher er Sizilien kommt, desto stärker wird sein schlechtes Gewissen und sein Heimweh nach seiner Frau Anne und seiner Ostsee. Und genau in diesem Moment fällt der Eiserne Vorhang. Der Pandora Film Verleih bringt „Spaziergang nach Syrakus“ am 20. August bundesweit in die Kinos.

Screening:
Sonntag, 28. Juni, 15.30 Uhr, Deutsches Theater, mit Q&A mit Lars Jessen, Charly Hübner, Lina Beckmann
Samstag, 4. Juli, 20.30 Uhr, Gloria Palast

„Wake Up“ (c) Sabine Panossian

Die emotionale wie visuell radikale Science Fiction-Serie “Wake Up” von Mia Maariel Meyer und Tim Trachte (Drehbuch: Raquel Dukpa, Paulina Lorenz, Arpana Berndt, Mar. B. Alves, Dominik Hochwald, Christoph Mathieu) mit Luna Jordan, Aybi Era, Alicia von Rittberg, Simon Steinhorst, Désirée Nosbusch in den Hauptrollen ist eine Produktion der Frankfurter U5 Filmproduktion in Koproduktion mit dem ZDF. In „Wake Up“ verunglückt Clara bei einem Skiunfall und fällt ins Wachkoma. Noch Jahre später gibt sich ihre Schwester Emilia die Schuld dafür. Doch eine medizinische Errungenschaft könnte ihre Schwester zurückholen: Mithilfe von Nanobots soll Claras Bewusstsein in Emilias Körper übertragen werden. Beide werden zu Testpersonen eines Experiments mit ungewissem Ausgang. Gezeigt werden die ersten beiden Episoden der Serie. Das Filmfest präsentiert „Wake Up“ in seiner renommierten Sektion „Neues Deutsches Fernsehen“, damit geht die Serie ins Rennen um den „Bernd Burgemeister Fernsehpreis“.

Screening:
Sonntag, 28. Juni, 14.30 Uhr, Astor Arri Kino
Montag, 29. Juni, 12.00 Uhr, Amerikahaus Theatersaal

Weitere Informationen zur IDM Film & Music Commission Südtirol hier.






17. Juni 2026

MUBI: exklusiver Plattformstart von PULP:WHAT DO YOU DO FOR AN ENCORE?

Projekte




Von GARTH JENNINGS
Erzählt von JARVIS COCKER
IM HERBST 2026 EXKLUSIV AUF MUBI ZUM STREAMEN VERFÜGBAR


MUBI, weltweiter Filmverleih, Produktionsfirma und Streamingdienst, freut sich MUBIs neuesten Dokumentarfilm PULP: WHAT DO YOU DO FOR AN ENCORE? im Herbst 2026 exklusiv auf der Streamingplattform zu präsentieren.

Regisseur Garth Jennings (SING, PER ANHALTER DURCH DIE LAGAXIS, SON OF RAMBOW) porträtiert in seinem neuesten Film die legendäre britische Rockband Pulp. Die 1978 in Sheffield gegründete Gruppe zählt neben Blur und Oasis zu den prägenden Vertretern der Britpop-Ära der 1990er-Jahren. Der Filmemacher verbindet das brillant choreografierte Bühnenspektakel von Pulps größter Arena-Show mit vier Jahrzehnten farbenfrohem, bislang unveröffentlichtem Archivmaterial. Die Show entstand im Rahmen der weltweiten „HERE COMES MORE“-Tour zum Comeback-Album „MORE“, dem ersten Studioalbum der Band seit 24 Jahren.

Erzählt von Frontmann Jarvis Cocker und untermalt von zwanzig Pulp Songs – von den großen Hits bis zu weniger bekannten Perlen – ist PULP: WHAT DO YOU DO FOR AN ENCORE? eine mitreißende Hommage an eine Band außergewöhnlicher Außenseiter. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Ironie, Rebellion und messerscharfer Gesellschaftskritik begeisterte Pulp Generationen von Zuhörer:innen und prägte eine Ära der britischen Popkultur.

In der Tradition von STOP MAKING SENSE und THE LAST WALTZ hat Garth Jennings einen ebenso dynamischen wie mitreißenden 90-minütigen Film geschaffen. Er zeichnet Pulps außergewöhnlichen Weg von den Anfängen als Außenseiterband bis hin zur kulturellen Legende nach – und liefert damit Pulps wie auch Jennings‘ spektakuläre Antwort auf die Frage: „Was macht man als Zugabe?“

PULP: WHAT DO YOU DO FOR AN ENCORE? ist eine Produktion von MUBI, unter der Regie von Garth Jennings. Der Schnitt stammt von Barney Pilling (THE GRAND BUDAPEST HOTEL, MRS. HARRIS GOES TO PARIS)

Produziert wurde der Film von Octavia Peissel für Opal Films, Danny Gabai und Amy Rattray (VICE Studios) sowie Paul Dugdale. Als Executive Producer fungieren Stuart GoldsteinTom Healy und Rosie Taylor (VICE Studios), Harper Simon und Mark Sainsbury sowie Jarvis Cocker und Jeanette Lee.PULP: WHAT DO YOU DO FOR AN ENCORE? VON GARTH JENNINGS – IM HERBST 2026 EXKLUSIV AUF MUBI ZUM STREAMEN.Bild- und Pressematerial gibt es HIER
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
 
Über GARTH JENNINGS
Garth Jennings ist Filmregisseur, Drehbuchautor und Künstler. Über seine Produktionsfirma Hammer & Tongs, hat er zahlreiche Musikvideos und Werbespots realisiert. Zu seinen Arbeiten zählen Videos für Blur, Radiohead, Beck, R.E.M., Fatboy Slim und Vampire Weekend. Er führte Regie beim Spielfilm PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS und schrieb das Drehbuch und führte Regie bei seinem halbautobiografischen Film SON OF RAMBOW. Anschließend schrieb und inszenierte Garth gemeinsam mit Illumination Entertainment die Animationsfilme SING und SING 2, die an den Kinokassen mehr als eine Milliarde Dollar einspielten, sowie den Kurzfilm SING THRILLER, der im Oktober 2024 auf Netflix Premiere feierte. Im Jahr 2019 schrieb und inszenierte er den Kurzfilm MADAME, der auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt und Preise als bester Kurzfilm erhielt. Er ist Autor von vier Kinderbüchern: „The Wildest Cowboy“, „The Deadly Seven“, „The Good, the Bad and the Deadly Seven“ und „The Curse of the Deadly Seven“. Außerdem führte er die Regie für die Live-Shows von Pulp bei ihren weltweiten Konzerttourneen in den Jahren 2023 und 2025. Derzeit schreibt und inszeniert Garth seinen nächsten Film.

Über JARVIS COCKER
Jarvis Cocker ist ein Musiker und Moderator aus Nordengland. Er gründete die Band Pulp 1978, als er noch die Sekundarschule besuchte. Die Band entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten britischen Gruppen der 1990er Jahre. Zwischen 2009 und 2017 moderierte er die BBC 6 Musik-Sendung „Jarvis Cocker’s Sunday Service“ sowie die fortlaufende, preisgekrönte BBC Radio 4 Dokumentarserie „Wireless Nights“. Er ist Ehrendoktor der Sheffield Hallam University und der Central Saint Martin’s School of Art (die er von 1988 bis 1991 besuchte). Seine Gedichtsammlung „Mother, Brother, Lover“ wurde 2011 bei Faber veröffentlicht. „Good Pop, Bad Pop“, sein erstes längeres Prosawerk, erschien 2022 bei Jonathan Cape. „The Sunday Service“ ist dieses Jahr unter dem Titel „Someday Service“ wieder auf Sendung. Er lebt abwechselnd in London und im Peak District im Norden Englands. Sein Sternzeichen ist Jungfrau.
Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.
About VICE Studios
VICE Studios, a division of VICE Media, develops, finances and produces premium, award-winning and culture-defining content for the global marketplace. Operating with a full-service production facility, VICE Studios powers scripted, unscripted and branded content that anticipates culture with a distinct bold, authentic, raw and unfiltered VICE lens. The studio is behind the critically-acclaimed Gangs of London, in production for a fourth season on Sky in the UK with the third season currently airing on AMC+. Recent scripted titles include the adrenaline-charged thriller Atomic, for Sky, and the satirical feature Bad Apples, starring Oscar-nominated Saoirse Ronan. The studio is behind a string of hits for VICE TV including Dark Side of the Ring, Dark Side of the Cage, United Gangs of America, Hells Angels, and Out of Bounds. Other recent unscripted titles include Into the Void (Hulu), Hollywood Hustler: Glitz, Glam, Scam (Prime Video), Pavements (Mubi), Bama Rush (HBO), and Lewis Capaldi: How I’m Feeling Now (Netflix). VICE Studios owns and operates the Cuba Pictures label, behind hit series The Rumour and The Walsh Sisters. At VICE, we take creative risks, challenge convention, and we live to tell the story.

ABOUT OPAL FILMS 
Founded by producer Octavia Peissel, Opal Films is an independent production company specializing in documentaries, short films, and feature-length films. Opal collaborates with both established and emerging filmmakers on bold, innovative, and ambitious projects with a strong international scope.

ABOUT OCTAVIA PEISSEL 
Born in 1984, Octavia Peissel is an independent Franco-American producer. She began her career at Sony Pictures Classics in New York in 2005 as an acquisitions assistant. In 2007, she relocated to Paris, where she became acquisitions coordinator and assistant to Hengameh Panahi, President of Celluloid Dreams.
She is known for her long-standing collaboration with director Wes Anderson. An associate producer on Moonrise Kingdom (2011) and The Grand Budapest Hotel (2013), she went on to co-produce Isle of Dogs (2018), The French Dispatch (2020), Asteroid City (2022), and The Wonderful Story of Henry Sugar and Three Others (2023).
 




16. Juni 2026

MUBI präsentiert die Filmreihe THE LURE OF THE IMAGE: DIGITALE BILDWELTEN

Projekte




Kooperation von MUBI und C/O Berlin anlässlich einer Themenausstellung über die Verführungskraft, Manipulation und Eigendynamik digitaler Bilder


Im Rahmen der Themenausstellung THE LURE OF THE IMAGE, die am 19. Juni 2026 um 20:00 Uhr bei C/O Berlin eröffnet, gehen das Berliner Ausstellungshaus für Fotografie und visuelle Medien und MUBI, Filmverleih, Produktionsfirma und Streamingdiensterneut eine Kooperation ein.


Die Ausstellung THE LURE OF THE IMAGE . Wie Bilder im Netz verlocken (20.6.26 – 02.09.26) präsentiert 14 künstlerische Positionen, die sich mit den betörenden und manipulativen Mechanismen visueller Phänomene im Internet auseinandersetzen. Sie greift Erscheinungen unserer alltäglichen Netzkultur auf – von Social-Media-Feeds, Dating-App-Profilen und Beauty-Filtern über Memes und ASMR-Videos bis hin zu Emojis und computergenerierten Bildern –, um deren immense visuelle Macht direkt zu hinterfragen. Bilder dienen längst nicht mehr nur der reinen Kommunikation oder Unterhaltung; gesteuert durch Algorithmen und Daten lenken sie unsere Aufmerksamkeit, wecken gezielte Emotionen und prägen unsere gesellschaftliche, kulturelle sowie politische Realität. Die von Kurator:innen des Fotomuseums Winterthur (Marco De Mutiis, Doris Gassert und Alessandra Nappo) konzipierte und für C/O Berlin von Boaz Levin adaptierte Ausstellung zeigt Arbeiten, die von installativen und collagebasierten Werken bis hin zu digitalen Archiven reichen und das System der digitalen Verführung dekonstruieren und Räume für kritische Reflexion eröffnen.
 
Mit Werken von Zoé Aubry, Sara Bezovšek, Viktoria Binschtok, Sara Cwynar, Éamonn Freel x Lynski, Dina Kelberman, Michael Mandiberg, Joiri Minaya, Simone C Niquille, Jon Rafman, Jenny Rova, Hito Steyerl, Noura Tafeche und Ellie Wyatt.
 
Zeitgleich präsentiert MUBI, in Kooperation mit C/O Berlin, in der zur Ausstellung passend kuratierten Filmreihe THE LURE OF THE IMAGE: DIGITALE BILDWELTEN Werke zeitgenössischer Filmschaffender, die dem verführerischen Reiz dieser schwindelerregenden neuen Realität auf den Grund gehen.
 
Die sieben für die Reihe ausgewählten Filme blicken hinter die glatte Oberfläche des Bildschirms und hinterfragen die verlockende Macht der digitalen Welt. In DO NOT EXPECT TOO MUCH FROM THE END OF THE WORLD (2023) verdichtet Regisseur Radu Jude die Widersprüche der Gegenwart zu einer beißend-komischen Satire: Zwischen Manosphere, zynischer Politik und skrupellosen Firmenmachenschaften navigiert sich eine völlig übermüdete Produktionsassistentin, samt ihrem chauvinistischen Online-Alter-Ego durch den absurden Alltag in Bukarest. Jane Schoenbruns Creepypasta-Horrorfilm WE’RE ALL GOING TO THE WORLD’S FAIR (2021) taucht in die okkultesten Winkel des Internets ein und verliert sich in paranormalen Legenden und rituellen Rollenspielen. In der Kurzdokumentation THE MECHANICS OF FLUIDS (2022) folgt die Künstlerin Gala Hernández López den schwachen digitalen Spuren anonymer User in Incel-Foren und untersucht die lädierte Seele zeitgenössischer Entfremdung. In Quentin Dupieux’THE PIANO ACCIDENT (2025) wird eine Social-Media-Influencerin nach einem Unfall mit Erpressung und den Absurditäten moderner Medienöffentlichkeit konfrontiert. Die animierte Dystopie #21XOXO (2019) von Sine und Imge Özbilge lässt eine junge Frau auf der Suche nach Liebe zwischen Speed-Dating und virtueller Distanzierung durch ein surreales digitales Universum driften. Sara Cwynar seziert in ihrem visuell berauschenden Kurzfilm GLASS LIFE (2021) das konsumorientierte Bildarchiv unseres Alltags und hinterfragt den permanenten Kampf um unsere Aufmerksamkeit. Den Bogen zur totalen digitalen Überreizung spannt schließlich HYSTERIA (2025) von Mehmet Akif Büyükatalay – eine präzise Reflexion über die Macht der Bilder und die Dynamik von Wahrnehmung, Projektion und gesellschaftlicher Hysterie.
Die visionären Filme werfen einen ungeschönten Blick auf eine zunehmend digitale Realität. Sie laden ein, darüber nachzudenken, wie wir uns in den Netzen von morgen bewegen können, ohne uns selbst darin zu verlieren.
 
Erstmals werden Ausstellung und Filmreihe auch von einem Open-Air-Kinoprogramm im Juli und August begleitet. Infos zu den einzelnen Events folgen.

Ab 20. Juni auf MUBI (HYSTERIA ab 24. Juli): 
Die LURE OF THE IMAGE: DIGITALE BILDWELTEN-Reihe im Überblick
THE PIANO ACCIDENT von Quentin Dupieux
(2025, Frankreich, Komödie, Drama)
 Magalie, eine Social-Media-Sensation, berüchtigt für ihren schockierenden Content, zieht sich nach einem Unfall während der Dreharbeiten zu einem ihrer Videos zurück. Sie sucht Zuflucht in einer abgelegenen Berghütte. Doch ihre Auszeit wird gestört, als eine Journalistin beginnt, sie zu erpressen.
WE’RE ALL GOING TO THE WORLD’S FAIR von Jane Schoenbrun
(2021, USA, Drama, Horror, LGBTQ+)
 Casey, eine Teenagerin aus einer Kleinstadt, nimmt an einem Online-Horror-Rollenspiel teil. Während sie sich immer mehr darin verliert, beginnt sie, sich selbst zu filmen. Dabei dokumentiert sie seltsame Veränderungen, die die Grenze zwischen Fantasie und Realität verschwimmen lassen.
#21XOXO von Sine Özbilge, Imge Özbilge
(2019, Belgien, Animation, Kurzfilm)
 Eine junge Frau driftet durch eine digitale Parallelwelt. Auf der Suche nach Liebe stürzt sie sich ins Speed-Dating und in die Hipster-Kultur. Doch mit jeder flüchtigen Begegnung und virtuellen Bekanntschaft wird ihr Abenteuer surrealer.
ERWARTE NICHT ZU VIEL VOM ENDE DER WELT von Radu Jude
(2023, Rumänien, Luxemburg, Drama, Komödie)
 Eine ausgebeutete Produktionsassistentin fährt durch Bukarest, um das Casting für ein Arbeitssicherheitsvideo zu filmen, das von einem multinationalen Unternehmen in Auftrag gegeben wurde. Als ein Interviewpartner eine skandalöse Aussage macht, muss sie die ganze Geschichte neu erfinden.
GLASS LIFE von Sara Cwynar ab 20. Juni
(2021, USA, Kurzfilm, Dokumentarfilm)
 Sara Cwynar nutzt ihren Computer und ihre Studioeinrichtung, um ihr visuelles Archiv – und die Welt da draußen – zu verstehen. Bilder von Lebensmitteln, Kunstwerken, politischen Persönlichkeiten und Instagram-Models konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit in einer konsumorientierten visuellen Welt.
THE MECHANICS OF FLUIDS von Gala Hernández López ab 20. Juni
(2022, Frankreich, Dokumentarfilm, Kurzfilm)
 2018. Der Reddit-User „Anathematic Anarchist“ postet seinen Abschiedsbrief auf einem Incel-Forum und verschwindet. Fasziniert von seinem Beitrag mit dem Titel „Amerika ist verantwortlich für meinen Tod“ folgt Gala Hernández Lopéz seiner digitalen Spur, um herauszufinden, was passiert ist und wieso.
HYSTERIA von Mehmet Akif Büyükatalay ab 24. Juli
(2025, Deutschland, Drama)
 Ein Filmdreh nimmt eine düstere Wendung, als die Verbrennung eines Korans die Crew in Aufruhr versetzt. Dabei gerät die Praktikantin Elif zwischen die Fronten der Anschuldigungen. Schon bald wird sie in Geheimnisse, Lügen und eine alles beherrschende Verschwörung verwickelt.
Bildmaterial zur Filmreihe finden Sie HIER
Bildrechte: Courtesy MUBI

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.


16. Juni 2026

IDM Film & Music Commission Südtirol fördert 8 Musikprojekte

Projekte




Im ersten Fördercall für Musikprojekte 2026 unterstützt die IDM Film & Music Commission Südtirol insgesamt acht Musikprojekte mit einer Fördersumme von 129.000 Euro. Von den acht geförderten Vorhaben stammen fünf aus Italien (davon vier aus Südtirol), eins aus Deutschland und zwei aus Österreich. Die Projekte spiegeln das breite musikalische Spektrum wider – von Indie-Pop über Folk, Punk bis hin zu Singer-Songwriter und traditioneller Alpenmusik. Die erwartete Wertschöpfung für Südtirol beläuft sich auf rund 155.000 Euro.

Das Land Südtirol hatte die IDM Südtirol 2025 mit der Verwaltung des neu geschaffenen Musikfonds Südtirol beauftragt. Innerhalb der IDM übernahm der Bereich Film Commission die Musikförderung – und firmiert dafür seitdem als IDM Film & Music Commission Südtirol. Ziel ist es, Südtirol als Standort für Musikproduktionen zu stärken und die Entwicklung der Berufe dieses Sektors voranzubringen. Der Fonds richtet sich an Fachleute, Interpret:innen, Musikschaffende, Musikgruppen, Unternehmen und Selbstständige, ausdrücklich auch außerhalb Südtirols, die im Musikbereich tätig sind. Mindestens 120 Prozent der Fördersumme müssen im Rahmen der Projektumsetzung in Südtirol ausgegeben werden.

So wird Manu Delago mit Unterstützung der IDM Film & Music Commission Südtirol sein neues Album „Environ Us“ realisieren. Das Album bildet den zweiten Teil der „Environ“-Reihe des österreichischen Perkussionisten, Komponisten und Multiinstrumentalisten. Schon der erste Teil „Environ Me“ legte den Fokus auf die individuelle Auseinandersetzung mit der Natur. Nun führt „Environ Us“ diesen Ansatz mit neuen, gemeinsam mit einem 15‑köpfigen Orchester entwickelten Kompositionen fort und stellt dabei die kollektiven Prozesse in den Mittelpunkt. Das Projekt umfasst eine Residency in Südtirol, die Live-Aufnahmen, Videoproduktionen sowie ein öffentliches Konzert beinhaltet. Das Album erscheint im Sommer 2027. Manu Dalago geht dann auch auf Europatournee.

Auch die österreichische Band Mother’s Cake, die für ihren energiegeladenen, genreübergreifenden Ansatz zwischen Rock, Funk und psychedelischen Einflüssen bekannt ist, erhält für die Produktion ihres neuen Albums Förderung aus Südtirol. „Punk Song Number One“ wird die Band live on tape, unter Verwendung analoger Techniken aus den 1960er und 1970er Jahren und gänzlich ohne Overdubs aufnehmen. Dabei werden alle Instrumente simultan erfasst, um das Zusammenspiel des Ensembles sowie die Dynamik der Performance zu bewahren. Im Gegensatz dazu wird der Gesang separat und in völliger Dunkelheit aufgenommen: der Sänger performt in einem isolierten, lichtfreien Raum. Das Album wird ebenfalls im Rahmen einer Residency in Südtirol produziert. Es wird im Jahr 2026 sowohl physisch als auch digital veröffentlicht. Auch Mother‘s Cake geht im Anschluss an den Release auf Tournee.

Für das deutsche Indie-Pop-Projekt joi boi markiert das zweite Album nach der EP „koi boi“ (2023) und dem Debütalbum „joi boi“ (2026) eine neue künstlerische Phase. Die Songs gingen aus einer Phase der Reflexion und künstlerischen Selbstfindung des Künstlers hervor und verbinden Indie-Pop, elektronische Musik und introspektives Songwriting. Das Album erscheint im Jahr 2028.

Die Mehrzahl der eingereichten Projekte stammt aus Italien, davon vier aus Südtirol selbst:

Als italienisches Projekt gilt für die Förderung die Produktion einer EP der Wiener Band WETLOOK in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Label Mars Alliance. WETLOOK prägt einen unverwechselbaren Space-Rock-Sound, der Elemente der Science-Fiction- und Cyberpunk-Ästhetik mit der Atmosphäre des Indie-Rocks der 1990er-Jahre verbindet. Im Mittelpunkt des neuen Projekts steht eine künstlerische Residenz in Südtirol, in deren Rahmen die neuen Musikwerke produziert und aufgenommen werden. Die Veröffentlichung der EP ist für 2027 geplant.

Eingereicht von dem Bozner Verlag Edition Raetia und dem Bozner Label 12Ville fördert die IDM auch „Panta Rhei“, das bereits fünfte Album von Shanti Powa, einer Big Band mit Südtiroler Wurzeln, die von jahrelangen Reisen, Live-Erfahrungen und Kollaborationen geprägt ist. Bestehend aus 17 mehrsprachigen Titeln, verbindet das Album Reggae, Rap, Rock, Pop, Funk und Ska zu einer zugänglichen und genreübergreifenden musikalischen Sprache. Das Album wartet mit Künstlern wie OZulu (99 Posse), CW Jones, Raggabund, Queen Omega, Faith Mussa und Alesh auf. Die Veröffentlichung ist für Ende 2026 geplant.

Ebenfalls aus Bozen, vom Label Go!Coop, wurde das Projekt Il Sacro Commercio eingereicht. Inspiriert vom Konzept des „Sacred Commerce“ reflektiert es die Möglichkeit einer alternativen Existenz, die auf dem Geben, der Unentgeltlichkeit und dem Teilen basiert. Musikalisch verfolgt das Projekt einen reduzierten und analogen Ansatz. Die physische Ausgabe wird als Künstlerbuch in limitierter Auflage konzipiert und umfasst Acetat-Schallplatten, Texte sowie künstlerische Beiträge – darunter die Stimme von Cristiano Godano und visuelle Arbeiten von Cesare Pietroiusti. Alessandro Cremonesi zeichnet sowohl für die Musik als auch für die Texte verantwortlich.

Das Südtiroler Musikprojekt Simon & Mac, das traditionelle Alpenmusik mit zeitgenössischer elektronischer Musik verknüpft, wird bei der Produktion der EP „The Cir Session“ unterstützt. Das neue Projekt ist eine ortsspezifische Musikproduktion, die den kreativen Prozess in die alpine Landschaft versetzt. Drei Eigenkompositionen werden an der Cir-Gruppe – einer Bergkette in Südtirol – unter realen Umweltbedingungen komponiert, aufgenommen und aufgeführt. Die daraus entstandenen Werke werden digital sowie als limitierte Vinyl-Edition veröffentlicht und im Rahmen von Live-Auftritten in Südtirol und ganz Europa präsentiert. Die Veröffentlichung ist für den Herbst 2026 geplant.

Und schließlich erhält der Südtiroler Musiker Jason Nussbaumer für die Produktion seines Albums „Der mit dem Berg rockt!“ Förderung. Seine Musik verortet er im Spannungsfeld zwischen Pop, Schlager und Rock. Sein Schaffen integriert zeitgenössische Produktionsansätze mit regionalen Einflüssen. „Der mit dem Berg rockt!“ soll Anfang 2027 erscheinen und besteht aus zehn Eigenkompositionen.

Hier finden Sie einen Überblick über alle geförderten Projekte.

2026 ist noch eine weitere Förderrunde des IDM Musik Fonds angesetzt. Für die zweite Förderrunde gilt folgende Frist:
Call # 2 | 2026: Einreichung bis 29. September 2026
Ein Beratungsgespräch ist vor der Einreichung eines Förderantrags unbedingt erforderlich.

Weitere Informationen zur IDM Film & Music Commission Südtirol hier.



15. Juni 2026

Kulturprojekte Berlin und Stiftung Berliner Mauer erinnern an 65 Jahre Mauerbau

Projekte




Am 13. August 2026 jährt sich der Beginn des Berliner Mauerbaus zum 65. Mal. Aus diesem Anlass veranstalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August ein stadtweites Programm mit Open-Air-Ausstellung und Installation am Brandenburger Tor. Im Zentrum des Programms steht das Gedenken an die Opfer, die Veranschaulichung von Geschichte und die Frage nach Grenzregimen, Freiheit und demokratischen Werten, auch im Hier und Jetzt.


„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, sagte Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrats der DDR, heute vor 65 Jahren, am 15. Juni 1961 im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin. Doch kaum zwei Monate später, in den frühen Morgenstunden des 13. August, begann die SED, West-Berlin mit Stacheldraht und Barrikaden abzuriegeln. Mehr als 28 Jahre lang durchschnitt die Berliner Mauer den Stadtraum, trennte Familien, Freund*innen und Nachbar*innen. Die Mauer sicherte die Existenz der DDR und manifestierte die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Abriegelung.


Am Brandenburger Tor, einem zentralen Erinnerungsort der deutschen Geschichte, entsteht auf dem Platz des 18. März eine rund 30 Meter lange Installation, die die physische Präsenz der einstigen Grenzanlagen räumlich andeutet. Die Intervention spielt mit Transparenz, Blickachsen und Perspektivwechseln: Je nach Standpunkt wirkt sie durchlässig oder undurchdringlich und eröffnet so Momente der Irritation, der Orientierungslosigkeit, aber auch der Begegnung. Sie verweist auf die Brutalität der historischen Grenzziehung und lädt zugleich dazu ein, über heutige Formen von Mauern und Grenzen nachzudenken.

Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die mit der Teilung leben mussten, unter ihr litten und sie beobachteten, bildlich festhielten und den Auftrag hatten, sie zu überwachen. Die Ausstellung zeigt den oft ungläubigen Blick der frühen Jahre ebenso wie den touristischen und den journalistischen Blick auf das Bauwerk. Auch die Perspektive der DDR-Staatsmacht, die die Mauer rechtfertigte und streng kontrollierte, sowie die Sicht westlicher Einsatzkräfte werden sichtbar. Bild- und Textmodule vermitteln die Geschichte der Berliner Mauer und werden durch ein kostenfreies Programm mit Führungen, Gesprächen mit Zeitzeug*innen und künstlerischen Beiträgen ergänzt.


In der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße sowie an weiteren Orten in ganz Berlin, wie etwa dem Stasimuseum, Berliner Unterwelten und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, finden Veranstaltungen statt, die unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung eröffnen. Dabei stehen immer wieder die Geschichten und Biografien der 140 Todesopfer an der Berliner Mauer im Fokus. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 13. August in der Gedenkstätte statt. Außerdem gibt es in der Bernauer Straße Sonderführungen und Workshops sowie eine Sonderausstellung, die sich mit dem Thema Flucht aus der DDR über die Ostsee beschäftigt. 


Ein besonderes verbindendes Element des Programms ist die Sichtbarmachung der historischen Grenz- und Geisterbahnhöfe entlang der S‑Bahnlinie vom Brandenburger Tor über den Bahnhof Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße und zum Nordbahnhof. Mit großflächigen Hinweisen in den S-Bahnhöfen und Ausstellungstafeln am Bahnhof Friedrichstraße und am Nordbahnhof werden die Geschichten der Bahnhöfe neu erzählt. Die Strecke zwischen den zentralen Gedenkorten wird so zu einer Einladung, der Geschichte zu folgen und alltägliche Wege in ihrer historischen Dimension neu zu entdecken.

Weitere Informationen zum Programm unter mauerbau65.berlin.


Die Installation ist Teil des Projekts „65 Jahre Mauerbau“ von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ermöglicht durch Mittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der LOTTO-Stiftung Berlin. Hubertus Hamm wird bei diesem Projekt vertreten von art Next Level mit Unterstützung von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V.


Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor wird konzipiert und realisiert von Kulturprojekte Berlin, mit einer Ausstellung kuratiert von der Stiftung Berliner Mauer.

Foto:
„Einheiten der Nationalen Volksarmee, der Volkspolizei und der Betriebskampfgruppen, riegeln die Sektorengrenze ab. Szene am Brandenburger Tor.“, 13.08.1961 © akg-images



15. Juni 2026

Film Academies of Europe convene in Taormina

Projekte




On 11 June 2026, representatives of film academies from across Europe gathered in the Sicilian resort town of Taormina, Italy, for the third General Assembly of FACE (Federation of Film Academies Europe). Co-hosted by the Taormina Film Festival and the Italian Film Academy Foundation – David di Donatello Awards, the assembly took place in the historic heart of the city, close to the Teatro Greco.


FACE was founded in 2024 in order to unite Europe’s film academies as a collaborative voice, dedicated to the growth and visibility of European cinema.


The General Assembly was pleased to formally welcome two new members: the Irish Film & Television Academy and the Galician Audiovisual Academy (Spain), bringing FACE’s total membership to 25 academies. (Full membership list to be updated). The day opened with a keynote speech by the President of Cinecittà, Antonio Saccone. He underlined the role of cinema — and of European film academies in particular — as a powerful medium to build bridges in our societies, which are often more and more fragmentized.


The European Film Academy is a founding member of the Federation, after initiating annual gatherings for national film academies since 2006. Academy CEO Matthijs Wouter Knol and Pascal Edelmann, Head of European Film Heritage, were both present in Taormina.


Katharina Albrecht (Austrian Academy for Film) was elected chair of the board, with Katarina Krnáčová acting as vice-chair with a mandate of 2 years. Alain Randresy (Film Academy Luxembourg) and Peter Craeymeersch (Ensors Academy, Dutch-speaking Belgium) were newly elected to the board. Laia Aubia (Catalan Film Academy), Francine Hofstee (Dutch Academy for Film) and Matthijs Wouter Knol (European Film Academy) will continue their board membership.


Says Katharina Albrecht, incoming chair of the board, „We believe in and see ourselves as part of a reality, where European culture and Identity and the role of European cinema become increasingly important. I am honoured and glad to work with my colleagues of FACE in order to strengthen the communication and collaboration of our institutions and communities all over the continent.”


During this year’s assembly, FACE launched a new website (www.filmacademies.eu) and evaluated its recent initiative, “Best of Europe”, a collaboration with FestivalScope. „Best of Europe“ offers members of FACE academies exclusive access to some of the recent national award-winning films, further strengthening the visibility, circulation and appreciation of outstanding European cinema across borders. The initiative is envisioned as a flexible, evolving program that can be adapted and implemented in a variety of formats and contexts.


Foto: (c) Lorenzo Nicotra, Taormina Film Festival.



10. Juni 2026

Die European Film Academy begrüßt 640 neue Mitglieder aus 50 Ländern

Projekte




  • Erweiterte Mitgliedschaftskriterien für vielversprechende Filmschaffende unter 36 Jahren  
  • 51 % der neuen Mitglieder sind Frauen, 48 % sind Männer und 1 % identifiziert sich als nicht-binär 
  • 19 % repräsentieren unterschiedliche Filmgewerke und stärken damit die Chapter-Struktur der Akademie 
  • Die European Film Academy zählt nun 5,700 Mitglieder in 60 Ländern

Die European Film Academy freut sich, 640 renommierte Filmschaffende als neue Mitglieder begrüßen zu dürfen. Als solche sind sie ab 2026 stimmberechtigt bei den European Film Awards und tragen durch ihre Mitgliedschaft zur Förderung des europäischen Kinos bei. Die Namen aller neuen Mitglieder wurden heute bekannt gegeben. 

Unter den neuen Mitgliedern sind 51 % Frauen und 48 % Männer, 1 % identifiziert sich als nicht-binär. Insgesamt stammen die neuen Mitglieder aus 50 Ländern, was die Reichweite und Vielfalt der European Film Academy weiter vergrößert.
 
Neue Mitglieder der European Film Academy sind u.a. aus Chile: Juan de Dios Larraín, Dänemark: Mathias Broe, Deutschland: Dieu Hao Do, Florence Kasumba, Vicky Krieps, Ursina Lardi, Sandra Maischberger, Frankreich: Remi Burah, Patricia Mazuy, Antoine Reinartz, Maïlys Vallade, Rosalie Varda, Griechenland: Orestis Andreadakis, Dennis Iliadis, Sonia Liza Kenterman, Irland: John Butler, Italien: Vinicio Marchioni, Greta Scarano, Kosovo: Fatlume Bunjaku, Lettland: Mārcis Ābele, Raitis Ābele, Ivo Briedis, Norwegen: Inga Ibsdotter Lilleaas, Lars Thomas Skare, Joachim Trier, Österreich: Senad Halilbašić, Palästina: Adam Bakri, Ziad Bakri, Mahmood Bakri, Polen: Agata Trzebuchowska, Anna Kępińska, Portugal: Rui Poças, Rumänien: Vlad Ionut Popescu, Slowenien: Saša Tabaković, Tschechische Republik: Václav Marhoul, Ungarn: Nóra Lakos und Vereinigtes Königreich: Mark Cousins, Tarn Willers.
 
19 % der neuen Mitglieder stammen aus den unterschiedlichen Filmgewerken, was die vergangenes Jahr eingeführte Chapterstruktur der Academy weiter stärkt. In den kommenden Jahren möchte die Academy die Zahl der Caster*innen, Kameraleute, Komponist*innen, Kostümbildner*innen, Maskenbildner*innen, Schnitteditor*innen, Produktionsdesigner*innen und Sounddesigner*innen weiter erhöhen. Die Akademie wird ebenso die Chapterstruktur weiter ausbauen und weitere Gewerke hinzufügen.
 
Wie in den vergangenen Jahren begrüßt die European Film Academy zahlreiche neue Mitglieder aus den baltischen Staaten, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Kosovo, Moldawien, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Türkei und der Ukraine. Das anhaltende und stetige Wachstum der Mitgliederzahlen in diesen Ländern ist für die Academy von besonderer Bedeutung.
 
Mitglieder aus indigenen und transnationalen Gemeinschaften, darunter grönländische Inuit, Kurd*innen, Roma und Sámi spiegeln das Engagement der Academy für Inklusion und eine ausgewogene Vertretung aller Regionen wider. Derzeit zählt die European Film Academy 5.700 Mitglieder in 60 Ländern.
 
19 % der neuen Mitglieder sind unter 36 Jahren. Damit baut die Akademie die Repräsentation einer jüngeren Generation europäischer Filmschaffenden in ihrer Mitgliedschaft weiter aus: Die Academy hat eine wichtige Änderung der Zulassungskriterien für Filmschaffende unter 36 Jahren eingeführt: Sie können sich für eine sogenannte „Emerging Membership“ bewerben, wenn sie als Department-Head an einem Spielfilm (70+ Minuten) oder – das ist neu – drei Kurzfilmen (Spielfilm, Dokumentarfilm oder Animationsfilm) mitgewirkt haben. Diese Werke müssen in einer offiziellen Sektion eines von der FIAPF akkreditierten Filmfestivals mit Wettbewerbsprogramm, auf einem der Partnerfestivals des European Short Film Network gezeigt worden sein oder von einer nationalen Filmakademie nominiert worden sein. Auch Filmstudierende können sich bewerben, sofern sie diese Kriterien erfüllen.

Neue aufstrebende Mitglieder unter 36 Jahren kommen unter anderen aus Armenien: Samvel Tadevossian, Belgien: Violet Braeckman, Lukas Dhont, Deutschland: Lea Drinda, Florian Geißelmann, Enno Trebs, Lena Urzendowsky, Idan Weiss, Frankreich: Félix de Givry, Griechenland: Theo Panagopoulos, Grönland: Mads Madsen, Polen: Zofia Kujawska, Michał Marczak, Slowenien: Jara Sofija Ostan, Spanien: Miguel Eek, Tschechische Republik: Michal Sikora, Türkei: Ramazan Kılıç.
 
Die Mitglieder der European Film Academy sind durch ein kollektives Gefühl der europäischen kulturellen Identität und durch ihr Engagement für die Vielfalt und den Reichtum des europäischen Filmschaffens verbunden. Mitglieder können sich jedes Jahr für die Verleihung der European Film Awards registrieren lassen und erhalten Zugang zu den Filmen auf der Shortlist der European Film Academy, aus denen die Nominierten und Preisträger*innen ausgewählt werden. Darüber hinaus organisiert die Academy jedes Jahr verschiedene Veranstaltungen, bei denen Mitglieder sich miteinander vernetzen. Das ganze Jahr über werden in speziellen „Underscore“-Filmprogrammen auf der VOD-Plattform der Academy europäische Filme vorgestellt, die ausschließlich für registrierte Mitglieder zugänglich sind. Der Aufbau einer europäischen Gemeinschaft von Filmemacher*innen und damit für wachsendes Interesse und Zugänglichkeit des europäischen Kinos für alle Filmliebhaber*innen zu sorgen, ist eines der Hauptanliegen der European Film Academy.
 
Seit 2024 ist Juliette Binoche Präsidentin der European Film Academy. Die Academy wurde 1988 von namhaften europäischen Filmschaffenden wie Ingmar Bergman, Pedro Almodóvar, Liliana Cavani, Claude Chabrol, Federico Fellini, Isabelle Huppert, Krzysztof Kieslowski, Giulietta Masina, Marcello Mastroianni, David Puttnam, Hanna Schygulla, István Szabó, Liv Ullmann und Wim Wenders gegründet – und war auf maximal 99 Mitglieder begrenzt. Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Mitglieder allmählich gestiegen und ist in den letzten fünf Jahren um über 40% gewachsen.
 
Dies sind alle neu in die European Film Academy aufgenommenen Mitglieder.



9. Juni 2026

Die Themis Vertrauensstelle berät in immer mehr Fällen körperlicher Übergriffe

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Wachsende Anzahl körperlicher Übergriffe. Themis Vertrauensstelle stellt die Zahlen 2025 und Q1 2026 vor

Themis, die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh-, Musik- und Theaterbranche legt Zahlen aus 2025 sowie dem ersten Quartal 2026 vor.

Das Team der Beraterinnen hat 2025 insgesamt über 600 Beratungsgespräche geführt, darunter 105 Erstberatungen. Bei 57 erstberatenen Personen handelte es sich um Betroffene sexualisierter Belästigung, die sich an die Themis Vertrauensstelle wendeten, 38 Personen suchten als oder für Arbeitgeber:innen Beratung und sieben waren Zeug:innen eines Übergriffs, drei Anrufer:innen fielen unter keine der oben genannten Kategorien.
Auffallend an den nun erhobenen Zahlen ist das sich verändernde Verhältnis von Fällen nichtkörperlicher sexueller Übergriffe (‚verbaler/non-verbaler oder digitaler sexueller Belästigung und Gewalt‘) zu Fällen ‚körperlicher sexueller Belästigung‘ und ‚Vergewaltigungen‘. Waren es unter den Erstkontakten 2024 noch mit 68 Fällen in der Mehrheit Fälle von nichtkörperlichen sexuellen Belästigungen bei 44 körperlichen sexuellen Belästigungen sowie 17 Vergewaltigungen hat sich das Verhältnis 2025 gedreht: Von den 105 Erstkontakten suchten 55 Betroffene Beratung wegen körperlicher sexueller Belästigungen und 13 wegen Vergewaltigungen und nur noch 37, also etwas mehr als 1/3, Hilfe wegen ‚verbaler/non-verbaler oder digitaler sexueller Belästigung und Gewalt‘.

Der Trend setzt sich 2026 fort. Bereits 20 Hilfesuchende haben sich in den ersten drei Monaten 2026 wegen körperlicher Übergriffe an die Themis Vertrauensstelle gewendet. Und das 1. Quartal 2026 zeigt im Verhältnis zum Vorjahr einen steigenden Beratungsbedarf. So wurden von Januar bis Ende März bei insgesamt 184 Beratungsgesprächen schon 42 Erstkontakte gezählt, auf das Jahr hochgerechnet also über 160.

Weitgehend gleichbleibend stellte sich das Verhältnis der Anzahl juristischer Beratungen zu den angefragten psychologischen Beratungen dar:  von etwa 1/3 psychologische Beratung zu 2/3 rechtlicher Beratung.

Die Themis Vertrauensstelle hat zudem 2025 ihr Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Unternehmen und Institutionen der Kultur- und Medienbranche erweitert, darunter auch neu konzipierte Module für Beschwerdestellen. Arbeitgebende erhalten so die kostengünstige Möglichkeit, ihre gesetzlich zwingend erforderlichen Beschwerdestellen im komplexen Thema der sexuellen Belästigung zu qualifizieren.

Martina Zöllner, seit 2025 Präsidentin der Themis Vertrauensstelle: „Das ausgesprochen ehrgeizige Ziel der Themis war es von Beginn an, einen Kulturwandel in den Kreativbranchen anzustoßen. Das ist uns offenkundig noch nicht ausreichend gelungen. Das Ausmaß sexueller Belästigung und Gewalt im Kultur- und Medienbereich ist nach wie vor erschreckend. Die hohe Zahl an Anrufen zeigt aber auch, dass die Themis in den von ihr betreuten Branchen inzwischen ein gewisses Maß an Vertrauen besitzt. Die Themis bietet ein niedrigschwelliges Beratungsangebot, das sachkundig und mit branchenspezifischer Unterstützung Betroffenen dabei hilft, eigenverantwortlich und selbstbestimmt Entscheidungen für den für sie richtigen Umgang mit dem Vorfall zu treffen. Es scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass wirkliche Veränderungen sich nur ergeben, wenn die Kultur des Schweigens durchbrochen, auf die Vorfälle aufmerksam gemacht und eine echte Verhaltensänderung eingefordert wird.“

Die Zahlen bestätigen erneut, dass von sexueller Belästigung und Gewalt überwiegend Frauen betroffen sind. Die Anzahl der bei der Themis Vertrauensstelle gemeldeten Übergriffe an Frauen überwog mit über 70% deutlich. Umgekehrt gingen Belästigungen oder Missbräuche in über 80% aller Fälle von Männern sowie in der großen Mehrzahl der geschilderten Belästigungssituationen von Vorgesetzten oder höhergestellten Personen aus.

Maren Lansink, Geschäftsführende Vorständin der Themis ergänzt: „Unser mit viel persönlichem Engagement aufgebautes Seminar und Webinar Programm, das sich an Arbeitnehmer:innen, frei Arbeitende, Azubis, Studierende, Gleichstellungsbeauftragte und Vertrauenspersonen sowie mit anderen Formaten an Arbeitgeber:innen, Führungskräfte, Vertrauenspersonen und Verantwortliche in Beschwerdestellen richtet, zeigt Wirkung. Einerseits trauen sich die Beschäftigten endlich eher nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz Beschwerden einzureichen. Am Anfang gab es kaum jemand, der es wagte, sich mit einer Beschwerde an den Arbeitgeber zu wenden. Und auch auf Arbeitgeberseite scheint sich das Bewusstsein durchzusetzen, dass Prävention Sinn macht. Gleichzeitig bauen wir unser Beratungsangebot aus. Seit April bieten wir Chat-, Video- und Mailberatung an, datenschutzkonform und sicher.“

Die Themis Vertrauensstelle berät seit April komplett ortsunabhängig nun auch per Chat, Video oder Mail.

https://themis-vertrauensstelle.de



4. Juni 2026

MUBI präsentiert THE MASTERMIND ab 2. Juli auf DVD und BLU-RAY

Projekte




 MIT JOSH O’CONNOR UND ALANA HAIM,
JOHN MAGARO, GABY HOFFMAN, HOPE DAVIS UND BILL CAMP

„ein großartiger Heist-Film“ – Moviepilot

„Der Film begeistert mit Humor, facettenreichen Figuren, feinsinnigen Bildern und nostalgischer Stimmung.“ – dpa

„Anti-Action-Kino par excellence, independent und melancholisch.“ – Süddeutsche Zeitung

HIER VORBESTELLEN



 

MUBI, weltweiter Filmverleih, Produktionsfirma und Streamingdienst, präsentiert ab 2. Juli 2026 Kelly Reichardts (FIRST COW, SHOWING UP) nuancierten Spielfilm THE MASTERMIND als Home-Entertainment-Release auf DVD und Blu-ray.

In einer beschaulichen Ecke von Massachusetts um 1970 versucht sich der arbeitslose Tischler JB Mooney (Josh O’Connor) als Amateur-Kunstdieb und plant seinen ersten großen Coup. Doch der Plan geht schief und sein Leben gerät aus den Fugen.

In den Hauptrollen spielen Josh O’Connor (CHALLENGERS, LA CHIMERA), Alana Haim(LICORICE PIZZA), John Magaro (PAST LIVES, FIRST COW), Gaby Hoffmann(TRANSPARENT, COME ON, COME ON), Bill Camp (12 YEARS A SLAVE, JOKER) und Hope Davis (AMERICAN SPLENDOR, SYNECDOCHE, NEW YORK). THE MASTERMIND feierte vor einem Jahr seine Weltpremiere im Wettbewerb der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Für die Gotham Awards erhielt Kelly Reichardt eine Nominierung in der Kategorie Beste Regieund Josh O’Connor in der Kategorie Beste Hauptrolle.

THE MASTERMIND – AB 2. JULI 2026 EXKLUSIV AUF DVD UND BLU-RAY

THE MASTERMIND IST AUCH WEITERHIN EXKLUSIV AUF MUBI ZUM STREAMEN VERFÜGBAR.

Bild- und Pressematerial sowie Packshots gibt es HIER
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de
Über MUBI
MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, eine Produktionsfirma und ein Filmverleih und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher.
 
MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.


2. Juni 2026

MUBI präsentiert die restaurierte 4K-Fassung von Alejandro G. Iñárritus AMORES PERROS

Projekte




AB 1. JULI 2026 IN AUSGEWÄHLTEN KINOS

DEN TRAILER SEHEN SIE HIER

MUBI, weltweiter Filmverleih, Produktionsfirma und Streamingdienst, präsentiert nach 25 Jahren AMORES PERROS, den legendären Debütfilm des Oscar®-prämieren Regisseurs Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT – DER RÜCKKEHRER), in einer atemberaubenden Restauration erneut auf der Kinoleinwand. Ab dem 1. Juli 2026 ist der Film in ausgewählten Kinos zu sehen.
 
MUBI erwarb die weltweiten Rechte bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2025, als eine neu restaurierte 4K-Fassung von AMORES PERROS zum 25-jährigen Jubiläum des Films in der Reihe Cannes Classics Premiere feierte. Regisseur Alejandro G. Iñárritu und Hauptdarsteller Gael García Bernal waren bei der Premiere anwesend. Die Restaurierung wurde von The Criterion Collection, Estudio Mexico Films und Altavista Films durchgeführt, mit Color Supervision von Iñárritu und Kameramann Rodrigo Prieto (KILLERS OF THE FLOWER MOON, BROKEBACK MOUNTAIN, BABEL), sowie mit einem neuen 5.1-Surround-Mix von Jon Taylor bei NBC Universal Studio Post.
 
AMORES PERROS gilt weithin als einer der bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts. Seine Premiere feierte der Film im Jahr 2000 in Cannes, wo er den Hauptpreis der Semaine de la Critique gewann und damit Iñárritus internationale Karriere begründete. Das intensive, vielschichtige Porträt von Liebe, Verlust und Überleben in Mexiko City wurde für den Oscar® als Bester fremdsprachiger Film nominiert und gilt bis heute als Meilenstein des zeitgenössischen Kinos.
 
Iñárritu sagt: „It’s incredible that these wild dogs are still barking 25 years later. I’m very excited that MUBI is bringing AMORES PERROS back to the big screen, especially for younger generations who never had the chance to experience it in theaters. This film changed the lives of all of us who made it.“
 
Synopsis
AMORES PERROS, eine tiefgründige Studie über menschliche Wirrungen, Grausamkeit, und Zärtlichkeit, ist noch heute so mutig und mitreißend wie bei seiner Erstveröffentlichung. Als drei Menschen aus sehr unterschiedlichen Teilen von Mexico City in einen tödlichen Autounfall verwickelt werden, beginnen sich ihre gebrochenen Schicksale auf unerwartete Weise zu verweben. Der Teenager Octavio (Gael García Bernal) beschließt, mit der Frau seines Bruders durchzubrennen. Da er verzweifelt Geld braucht, lässt er sich auf Unterweltgeschäfte ein, was ihre Dreiecksbeziehung unaufhaltsam in Richtung Abgrund schlittern lässt. Das erfolgreiche Model Valeria (Goya Toledo) zieht mit ihrem Geliebten zusammen, der um ihretwillen seine Familie verlassen hat. Doch der Unfall bremst ihr Leben und ihre Karriere komplett aus und nimmt ihr, was ihr am wichtigsten ist. Der Obdachlose El Chivo (Emilio Echeverría) fristet ein stilles Schattendasein und verdient sich sein Geld als Auftragsmörder. Während er eine Zielperson beschattet, wird er Zeuge des Unfalls und gerät in den Sog seiner Nachwirkungen. 
 
Nicht zuletzt durch die dynamische Kameraarbeit von Rodrigo Prieto und den ikonischen Soundtrack von Gustavo Santaolalla ist AMORES PERROS ein wahres Meisterwerk – sowohl ein bahnbrechendes, ausdrucksstarkes Portrait von Mexico City als auch eine universelle Studie über Gewalt, Liebe und Verlust.
 
Der Re-Release von AMORES PERROS bekräftigt das Engagement von MUBI, das Autorenkino zu fördern und bedeutende Werke der Filmgeschichte für ein weltweites Publikum zu bewahren.
 
Iñárritu setzt die Feierlichkeiten zum Jubiläum über die Leinwand hinaus mit einer multisensorischen Ausstellung fort, die bisher unveröffentlichtes Filmmaterial wieder zum Leben erweckt. Die Ausstellung mit dem Titel „SUEÑO PERRO“ wurde vergangenen Herbst in der Fondazione Prada in Mailand sowie im LagoAlgo in Mexiko City mit großem Erfolg eröffnet und ist derzeit bis zum 26. Juli 2026 im Los Angeles County Museum of Art (LACMA) zu sehen.
 
Zusätzlich erschien vergangenen Herbst bei MACK ein AMORES PERROS-Artbook, das Filmstills, Setfotografie, Behind-the-Scenes-Materialien und Pressestimmen vereint und so die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte und den Einfluss des Films nachzeichnet.
 
Bild- und Pressematerial gibt es HIER

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MUBI ist ein Ort, um ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen zu entdecken. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in ausgewählten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Filmkultur – sowohl in Print als auch online.
 
Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem MY FATHER’S SHADOW von Akinola Davies Jr., EIN EINFACHER UNFALL von Jafar Panahi, THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, DIE MY LOVE von Lynne Ramsay, LA GRAZIA von Paolo Sorrentino, QUEER von Luca Guadagnino, PRISCILLA von Sofia Coppola, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn und AFTERSUN von Charlotte Wells.
 
Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, A LONG WINTER von Andrew Haigh, FATHER MOTHER SISTER BROTHER von Jim Jarmusch, VATERLAND von Paweł Pawlikowski, mit Sandra Hüller, LET LOVE IN von Felix Van Groeningen und TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA von Jane Schoenbrun.
 
MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist eine der größten Communities für Filmliebhaber:innen, verfügbar in 190 Ländern. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, 15 Büros weltweit und beschäftigt über 400 Mitarbeiter:innen.
 
Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory. The Match Factory konzentriert sich auf den weltweiten Vertrieb herausragender Filme, die nicht Teil des eigenen Verleihprogramms von MUBI sind.
 
Darüber hinaus hält MUBI eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart.
ABOUT ALEJANDRO G. IÑÁRRITU
Alejandro G. Iñárritu is a five-time Academy Award–winning director, screenwriter, and producer known for psychologically driven films exploring the human condition. His work includes Amores Perros, 21 Grams, Babel, Biutiful, Birdman, The Revenant, and Bardo. He is the first Mexican filmmaker to win Best Director at Cannes and the first to win back-to-back Academy Awards for Best Director. In 2017, he received a Special Achievement Oscar for his VR installation, Carne y Arena. His latest film, Digger, a black comedy starring Tom Cruise for Warner Bros. and Legendary Entertainment, will be released October 2, 2026.