13. Mai 2026
Internationaler Museumstag 2026: Weltweit die Vielfalt der Museen entdecken
Projekte
Wenn Museen weltweit ihre Türen öffnen, geht es um weit mehr als Ausstellungen: Seit 1977 feiern Museen am 18. Mai den Internationalen Museumstag. 2025 nahmen über 37.000 Museen in 160 Ländern teil. In Deutschland findet der Aktionstag in diesem Jahr bereits am Sonntag, 17. Mai statt. Das internationale Motto „Museums Uniting a Divided World“ hebt die besondere Rolle von Museen in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen hervor. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, vor Ort und digital an vielfältigen Aktionen teilzunehmen und exklusive Einblicke in die facettenreiche Welt der Museen zu erhalten.
Vielfältige Aktionen für alle
Ob Natur-, Industrie- oder Technikmuseum, Kunst oder Design, ethnologische oder maritime Sammlungen, Museumsneubau oder historisches Schloss, am Internationalen Museumstag zeigt sich die Vielfalt unserer Museumslandschaft. Weltweit laden die Museen an dem Aktionstag zum Entdecken ein. In Deutschland erwartet die Besucher:innen ein besonders reiches Programm:
- Führungen und freier Eintritt: Zahlreiche informative Ausstellungen und Führungen, die neue Perspektiven auf die Sammlungen bieten
- Interaktive Erlebnisse: Teilnahme an kreativen Workshops und spannenden Mitmachaktionen
- Buntes Kinderprogramm: Spannende Entdeckungstouren mit Bastelaktionen, Lerngeschichten und aufregenden Rallyes für Familien
- Akustische Highlights: Musikalische Darbietungen, Hörspiele und vieles mehr
- Einblicke hinter die Kulissen: Zugang zu nicht öffentlichen Bereichen der Museen und verborgenen Schätzen im Depot
- Digitale Formate: Informative Podcasts, virtuelle Touren oder YouTube-Tutorials, die bequem von zuhause aus nutzbar sind
Interaktive Karte der Aktionen und Besuchsinformationen
Das weltweite Programm der Museen ist auf der interaktiven Karte von ICOM (International Council of Museums) zu finden. Zudem stehen Museen und Institutionen umfangreiche Kommunikationsmaterialien kostenfrei zur Verfügung. Regionale Veranstaltungsportale der Museumverbände und ‑ämter in den Bundesländern ergänzen dieses Angebot. Auf Social Media können Besucher:innen ihre Eindrücke und Erlebnisse unter folgenden Hashtags teilen:
#MuseenEntdecken #InternationalMuseumDay #IMD2026
Schirmherrschaft
In Deutschland steht der Internationale Museumstag dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundesratspräsident Dr. Andreas Bovenschulte, der betont: „Wir haben allein in Deutschland mehr als 7.000 Museen und damit eine breite Vielfalt, die es unbedingt zu erhalten gilt. Auch deshalb steht der Museumstag jährlich unter der Leitlinie “Museen entdecken”. Denn die oftmals verbreitete Annahme, dass in Museen nur verstaubte Dinge aus der Vergangenheit ausgestellt werden, hat mit der Wirklichkeit wenig gemein. Museen sind lebhafte Orte, in denen Wissen vermittelt wird – anschaulich, lehrreich, spannend und unterhaltsam. Und nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gestalten.“
Internationaler Kontext und Motto
Der Aktionstag wird seit 1977 jährlich am 18. Mai von ICOM ausgerufen, um weltweit auf die gesellschaftliche Bedeutung der Museen aufmerksam zu machen: Museen übernehmen nicht nur Verantwortung für unser Kulturgut, sondern fördern weltweit kulturelle Verständigung, Toleranz und Vielfalt. Seit 1992 steht der Internationale Museumstag unter einem wechselnden Motto, das aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreift und seit 2020 die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen unterstützt.
Das diesjährige ICOM-Motto „Museums Uniting a Divided World“ hebt die besondere Rolle von Museen in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen hervor. Als Orte des Dialogs und der Begegnung bauen sie Brücken zwischen Kulturen, Generationen und Lebensrealitäten und fördern ein respektvolles Miteinander. Damit leisten Museen einen wichtigen Beitrag zu mehr Austausch, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
In Deutschland feiern die Museen den Aktionstag an einem nahegelegenen Sonntag und laden zusätzlich unter der Leitlinie „Museen entdecken“ in Ihre Häuser ein. Dabei liegt der besondere Fokus auf dem Besuchserlebnis. Mit einem vielfältigen Programm für alle Zielgruppen sollen möglichst viele Besucher:innen angesprochen werden.
Gemeinsam für den Internationalen Museumstag
Der Internationale Museumstag wird partnerschaftlich von ICOM Deutschland (International Council of Museums) und vom DMB (Deutscher Museumsbund) getragen sowie den Museumverbänden und -ämtern der Länder auf regionaler Ebene unterstützt. Das Programm wird maßgeblich von den Museen selbst gestaltet.
ICOM Deutschland e.V. ist das deutsche Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates ICOM und mit mehr als 8.000 Mitgliedern die größte Organisation von Museen und Museumsfachleuten in Deutschland. Aktuelle Themen wie Fragen zur Dekolonisierung, Provenienzforschung, Museumsdefinition, zu Standards innerhalb der Museen etc. werden auf nationaler wie internationaler Ebene mit den Mitgliedern diskutiert und als Orientierung angeboten. ICOM International begeht in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen.
Der Deutsche Museumsbund e.V. ist seit 1917 die Interessenvertretung der Museen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Er verbindet Menschen, vielfältige Institutionen und relevante Themen rund ums Museum. Mit seiner Arbeit setzt er sich für qualitätsvolle Museumsarbeit ein und fördert den Austausch zwischen Museumsfachleuten. Über 4.300 Mitglieder und Förderer engagieren sich gemeinsam für eine zukunftsfähige Museumslandschaft und die Stärkung der Museen als lebendige Orte von Bildung, Austausch und gesellschaftlicher Relevanz.
Weitere Informationen zum Aktionstag finden Sie unter:
icom-deutschland.de/icom-aktivitaeten/internationaler-museumstag/
museumsbund.de/internationaler-museumstag
8. Mai 2026
achtung berlin filmfestival:
Steigerung auf knapp 11.000 Besucher:innen
Projekte
Am 22. April endete das diesjährige achtung berlin filmfestival mit der Verleihung der new berlin film awards. Insgesamt wurden new berlin film awards in 14 Kategorien und in einem Gesamtwert von über 30.000 € vergeben.
Nun liegen auch die Zuschauer:innenzahlen aus den Kinos vor. Knapp 11.000 Kinofans fanden ihren Weg in eine der über 135 Filmvorführungen der 85 Filmbeiträge in den Wettbewerben und Sektionen des Festivals sowie zu den Veranstaltungen der Branchentage und weiteren Events des Festivals. Somit konnte die Zahl der Besucher:innen erneut gesteigert werden. Die Festivalvorführungen fanden in Berlin im Colosseum statt, wo am 15. April die feierliche Eröffnung gefeiert wurde, im Babylon, fsk Kino am Oranienplatz, City Kino Wedding, ACUDkino, Lichtblick- Kino, Wolf Kino und im Il Kino sowie zum zweiten Mal im BALI Kino im Südwesten der Stadt.
Ein besonderer Dank der Festivalleitung geht an die Berliner Sparkasse, die in diesem Jahr zum ersten Mal Partnerin ist und das Filmfestival unterstützt. Die Berliner Sparkasse zeigt sich mit ihrem Engagement zufrieden: „Wir als Team der Medien- und Kreativwirtschaft der Berliner Sparkasse waren begeistert über das lebendige, vielfältige Festival mit 100%-igem Berlinbezug, die vielen Filmschaffenden am Premierenabend, die Herzlichkeit, mit der wir aufgenommen wurden. Es war ein großes Familientreffen und wir waren gerne dabei. Wir in Berlin, wir für Berlin“, so Angelika Steenwerth vom FirmenCenter Medien- und Kreativwirtschaft der Berliner Sparkasse.
Das Festival dankt auch den Preisstifter:innen Ziegler Film, ARRI Rental Berlin, Basis Berlin Postproduktion, PHAROS – The Post Group, ucm.one, Deutscher Drehbuch Verband (DDV), Master School Drehbuch, Shoot’n’Post, 25p *cine support, AG DOK, Erzbistum Berlin, EKBO sowie neu im Kreis der Preisstifter:innen dem Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild, der Flatliners GmbH und der Kommunikationsagentur SteinbrennerMüller. Insgesamt konnte mit Hilfe unserer Partner:innen, entgegen der wirtschaftlichen Gesamtlage, die Summe der Preisgelder und Dotierungen stabilisiert werden.
„Das achtung berlin filmfestival erfuhr in diesem Jahr eine großartige Resonanz, so wie wir sie uns wünschen mit dieser ganz speziellen Mischung aus filmbegeisterten Kinogänger:innen und der Berliner Filmbranche, darunter gleichermaßen die jungen Filmemacher:innen wie das etablierte Filmschaffen. Uns ist es gelungen, mit unseren langjährigen treuen Partner:innen, dem Medienboard Berlin-Brandenburg sowie für die Retrospektive das Bezirksamt Pankow aber auch mit neuen Unterstützer:innen, so der Berliner Sparkasse, das Filmfestival finanziell auf etwas stabilere Beine zu stellen. Wir freuen uns auf die nächste und dann 23. Ausgabe unseres Berliner Filmfestivals“, so die Festivalleiter:innen Regina Kräh und Sebastian Brose.
Das achtung berlin filmfestival findet im nächsten Jahr vom 14.- 21. April 2027 statt.
Über das achtung berlin filmfestival:
Mit dem Fokus auf das Filmschaffen in der deutschen Hauptstadtregion hat sich das achtung berlin filmfestival zu einer unverwechselbaren Marke in der nationalen Festivallandschaft entwickelt und ist bei Filmprofessionals und Kinopublikum gleichermaßen geschätzt als Ort der filmischen Entdeckungen und des Austauschs mit Berliner Talenten. Jedes Jahr im April präsentiert das achtung berlin filmfestival rund 80 aktuelle Spiel-, Dokumentar-, Mittellange- und Kurzfilme sowie Serien, die entweder ganz oder teilweise mit einer in Berlin oder Brandenburg ansässigen Filmproduktion, einer/m Koproduzent:in oder Regisseur:in entstanden sind oder vor Ort in der Region Berlin-Brandenburg gedreht wurden: Etablierte Produktionen und Kinofilme haben hier ebenso ihren Platz wie Debütfilme, Abschlussarbeiten und kleine Fernsehspiele. Alle Spiel- und Dokumentarfilme der Wettbewerbe des achtung berlin filmfestival werden als Welt-, Deutschland- oder Berlin-Premieren noch vor ihrem offiziellen Kinostart präsentiert. Abgerundet wird das Filmfestival durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Pitches, Panels und Filmgesprächen.
Das achtung berlin filmfestival wird veranstaltet von achtung berlin e.V., gefördert von der Medienboard Berlin-Brandenburg. Die diesjährige Retrospektive wird gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin.
6. Mai 2026
MUBI acquires Lukas Dhont`s COWARD for multiple territories ahead of Cannes Film Festival
Projekte
All rights acquired for UK, Ireland, Germany, Austria, Italy, Spain, Turkey, Latin America, Australia and new Zealand.
MUBI, the global film distributor, streaming service and production company, has acquired all rights to Lukas Dhont’s Coward for the UK, Ireland, Germany, Austria, Italy, Spain, Turkey, Latin America, Australia and New Zealand. Coward will receive its World Premiere at Cannes Film Festival in Competition this month. MUBI will announce release plans in the near future.
Coward is the latest film by Lukas Dhont, following 2022’s Close, which was nominated for Best International Feature Film at the Academy Awards.
Coward stars Emmanuel Macchia in his debut film performance as Pierre and Valentin Campagne (Colours of Time, Case 137) as Francis.
As the First World War drags on, Pierre, a soldier newly arrived at the front, is eager to prove himself. Behind the lines, he meets Francis, who decides to lift the spirits of his comrades by putting together a theatre show. While the violence continues, both men try to find ways to escape the brutality of war, even if only for a moment.
Coward reunites Dhont with many of those in the filmmaking teams of his previous pictures, Girl and Close; co-writer Angelo Tijssens, producer Michiel Dhont, Cinematographer Frank van den Eeden, Eve Martin on Production Design, Music from Valentin Hadjadj, Editor Alain Dessauvage and Sound from Yanna Soentjens.
Coward is a production by the Reunion, Lumen, Topkapi Films & Versus (Opus) in co-production with France 2 Cinéma, VTM, RTBF, Proximus, BeTV & Orange. The film was produced in association with The Common Humanity Art Trust and Portobello Productions. The film was made with the essential support of the Flanders Audiovisual Fund (VAF) of the Flemish Government, the Screen Flanders economic fund, Screen Brussels, the Wallonia-Brussels Federation (FWB), Wallimage, CINÉ+ OCS, CNC, PICTANOVO Hauts-de-France, Sacem, the Netherlands Film Fund, the Netherlands Film Production Incentive and EURIMAGES, and the participation of France Télivisions.
Coward came about with the help of the Tax Shelter Measure of the Belgian Federal Government, Casa Kafka & Lumière Invest.
The film is distributed in Benelux by Lumière and in France by Diaphana Distribution.
DIRECTOR’S BIO
Lukas’ debut film, Girl, was screened at the Cannes Film Festival, in the official ‘Un Certain Regard’ selection, and was awarded the Caméra d’Or. His second film, Close, was selected for the official competition and won the Grand Prix. Furthermore, Close was nominated for an Academy Award in the ‘Best International Feature Film’ category in 2023. His third film, Coward, will have its world premiere at the 79th edition of the Cannes International Film Festival.
Recent and upcoming releases for MUBI include Joachim Trier’s BAFTA and Academy Award® winning Sentimental Value, BAFTA-winning My Father’s Shadow, multi Academy Award® and BAFTA nominated The Secret Agent from Kleber de Mendonça Filho, Jafar Panahi’s Academy Award® and BAFTA nominated It Was Just An Accident, Jim Jarmusch’s Golden Lion winner Father Mother Sister Brother, Kelly Reichardt’s The Mastermind, Paweł Pawlikowski’s Fatherland, Felix Van Groeningen’s Let Love In, Jane Schoenbrun’s Teenage Sex and Death at Camp Miasma, and Andrew Haigh’s A Long Winter.
6. Mai 2026
European Film Academy ernennt die ersten Principals für acht Filmgewerke
Projekte
Die European Film Academy gibt die Ernennung der Principals ihrer acht Chapter bekannt und setzt damit einen wichtigen Meilenstein im kontinuierlichen Engagement der Akademie für die Kunst und das Handwerk des europäischen Filmschaffens.
Nach der Einführung der Chapter für Filmgewerke im Jahr 2025 für Caster:innen, Kameraleute, Komponist:innen, Kostümbildner:innen, Maskenbildner:innen, Produktionsdesigner:innen, Filmeditor:innen und Sounddesigner:innen begrüßt die Akademie nun herausragende Persönlichkeiten aus den einzelnen Gewerken aus ganz Europa als erste Principals ihrer Fachsektionen.
Die vom Vorstand der European Film Academy ernannten Principals fungieren als Botschafter:innen und Repräsentant:innen ihrer jeweiligen Disziplinen. Sie tragen dazu bei, die Vernetzung der Mitglieder untereinander zu stärken, die Sichtbarkeit ihres Gewerks zu steigern und das weitere Zusammenwachsen der europäischen Filmgemeinschaft zu fördern. Die Rolle des Principals eines Chapters ist ehrenamtlich und würdigt ihre herausragenden künstlerischen Leistungen und ihr internationales Ansehen in der Filmbranche.
| Die neu ernannten Principals der Sektionen sind: Chaper Casting: Nina Haun, Deutschland Ihre Arbeit umfasst Debütfilme und internationale Produktionen, darunter VATERLAND von Paweł Pawlikowski (2026), SILENT FRIEND von Ildikó Enyedi (2025), TRIANGLE OF SADNESS von Ruben Östlund (2022, Casting Germany), SPENCER von Pablo Larraín (2021, Casting Germany), TONI ERDMANN von Maren Ade (2016) und VIER MINUTEN von Chris Kraus (2006). Sie wurde vielfach ausgezeichnet und gilt als Förderin der Karrieren von Schauspieler:innen wie Hannah Herzsprung und Lars Eidinger. Nina ist Mitglied führender internationaler Film- und Castingakademien und arbeitet nach dem Leitprinzip #castwithlove. Chapter Kamera: Hoyte van Hoytema, Niederlande Hoyte van Hoytema, ASC, FSF, NSC, ist ein mit dem Acadamy Award ausgezeichneter Kameramann, dessen Werk einige der visuell eindrucksvollsten Filme des 21. Jahrhunderts umfasst. Zu seiner Filmografie gehören DAME, KÖNIG, AS, SPION, HER, JAMES BOND 007: SPECTRE, AD ASTRA – ZU DEN STERNEN, NOPE sowie seine gefeierte Zusammenarbeit mit Christopher Nolan an INTERSTELLAR, DUNKIRK, TENET und OPPENHEIMER. Für seine Kameraarbeit an OPPENHEIMER erhielt er den Oscar, den BAFTA Award und den ASC Award. Bekannt für seinen meisterhaften Umgang mit Film, Großformatfotografie und einer immersiven Bildsprache, erweitert sein Werk immer wieder die Möglichkeiten des Kinos, ohne dabei die Essenz von Geschichte, Charakter und Emotion aus den Augen zu verlieren. Chapter Filmkomposition: Zbigniew Preisner, Polen Zbigniew Preisner zählt zu Polens führenden Filmkomponisten und ist bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur Krzysztof Kieślowski und Autor Krzysztof Piesiewicz. Seine Filmmusiken zu OHNE ENDE, DEKALOG, DIE ZWEI LEBEN DER VERONIKA und der Trilogie DREI FARBEN: DREI FARBEN: BLAU, DREI FARBEN: WEISS und DREI FARBEN: ROT – brachten ihm internationale Anerkennung ein. Zbigniew Preisners „Lied für die Vereinigung Europas“ wurde 2017 bei den European Film Awards aufgeführt. Er ist außerdem künstlerischer Leiter des „Preisner Scoring Competition“, eines internationalen Wettbewerbs für junge Filmkomponist:innen, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Chapter Kostüm: Pascaline Chavanne, Belgien Pascaline Chavanne entwirft Kostüme für Film und Theater. Sie gestaltete die Kostüme für zahlreiche Filme von François Ozon, darunter 8 FRAUEN, TROPFEN AUF HEIßE STEINE, UNTER DEM SAND, SWIMMING POOL, DAS SCHMUCKSTÜCK, JUNG & SCHÖN, FRANTZ, GELOBT SEI GOTT, MEIN FABELHAFTES VERBRECHEN und DER FREMDE. Sie arbeitete regelmäßig mit Regisseuren wie Christophe Honoré, Roman Polanski, Leos Carax und Richard Linklater zusammen. Pascaline Chavanne wurde vielfach mit internationalen und nationalen Filmpreisen ausgezeichnet und nominiert und gilt als eine der führenden Kostümbildnerinnen, deren präzise Arbeitsweise und künstlerische Vision das europäische Kino über Jahrzehnte hinweg nachhaltig geprägt haben. Chapter Filmschnitt: Yorgos Mavropsaridis, Griechenland Yorgos Mavropsaridis hat über hundert Spielfilme editiert und ist vor allem bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur Yorgos Lanthimos. Für seine Arbeit an THE FAVOURITE wurde er für den Oscar® und den BAFTA Award sowie den European Film Award in der Kategorie European Editor nominiert. Für den Schnitt von Lanthimos’ POOR THINGS erhielt er erneut eine Oscar- und eine BAFTA-Nominierung. 2026 war er wieder für den European Film Award als European Editor für BUGONIA nominiert. Weitere gemeinsame Projekte mit Lanthimos sind DOGTOOTH (2009), ALPEN (2011), THE LOBSTER (2015), THE KILLING OF A SACRED DEAR (2017) und KINDS OF KINDNESS (2024). Zuletzt schnitt er Olivia Wildes Spielfilm THE INVITE. Chapter Maskenbild & Haarstyling: Waldemar Pokromski, Polen Waldemar Pokromski begann seine Karriere 1971 als Maskenbildner im berühmten Babelsberger Studio, das 2024 als ‘Treasure of European Film Culture’ ausgezeichnet wurde. Er arbeitete im Studio und in ganz Europa an über hundert Filmproduktionen, viele davon unter der Regie von Oscar-Preisträgern. Er selbst wirkte an den vier Oscar-prämierten Filmen SCHINDLERS LISTE, DER PIANIST, DIE FÄLSCHER und THE ZONE OF INTEREST sowie an fünf Oscar-nominierten Filmen mit, darunter DER UNTERGANG, DER BAADER MEINHOF-KOMPLEX, DAS WEISSE BAND, KATYN und COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE. 2015 wurde ihm die Goldene Verdienstmedaille für Kultur – Gloria Artis der Republik Polen verliehen. Chapter Production Design: Antxón Gómez Santander, Spanien Antxón Gómez Santander ist einer der angesehensten spanischen Produktionsdesigner und Artdirektoren mit über vier Jahrzehnten Erfahrung im nationalen und internationalen Film. Er arbeitete mit Regisseuren wie Bigas Luna, Manuel Huerga (SALVADOR), Steven Soderbergh (CHE: THE ARGENTINE) und Oliver Stone zusammen. Besonders bekannt ist er für seine fast 30-jährige Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar – er wirkte an den Filmen LIVE FLESH – MIT HAUT UND HAAR (1997), FLIEGENDE LIEBE (2013), JULIETTA (2016), PARALLELE MÜTTER (2021) und BITTERES FEST (2025) mit. Antxón Gómez Santander wurde 2011 für DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE für den European Film Award für European Production Designer nominiert und gewann den Preis 2019 für LEID UND HERRLICHKEIT, ebenfalls von Pedro Almodóvar. Die Arbeit von Antxón zeichnet sich durch eine starke visuelle Identität und den narrativen Einsatz von Objekten und Räumen aus, oft beeinflusst vom Design des Mid-Century. Chapter Sound Design: Tarn Willers, Großbritannien Tarn Willers arbeitet seit über 20 Jahren als Tonmeister für Filme in ganz Europa. 2023 war er als Tonmeister für Jonathan Glazers THE ZONE OF INTEREST tätig, für den er gemeinsam mit Johnnie Burn den Oscar®, den BAFTA und den European Film Award für das beste Tondesign gewann. Anschließend arbeitete er an Jesse Eisenbergs Oscar-prämiertem Film A REAL PAIN. 2025 kehrte Tarn nach Großbritannien zurück, um an Charli XCXs hochkarätigem Projekt THE MOMENT unter der Regie von Aidan Zamiri und an Rowan Athales GIANT zu arbeiten, bevor er in Polen für VATERLAND erneut mit Paweł Pawlikowski zusammenarbeitete. Matthijs Wouter Knol, CEO und Direktor der Akademie: „Die Ernennung dieser ersten Principals ist ein logischer und wichtiger nächster Schritt nach der Einführung der Chapter für die Filmgewerke im vergangenen Jahr. Jede und jeder der ernannten Principals steht für höchste Exzellenz in ihrem oder seinem jeweiligen Arbeitsbereich, und die Liste der Filme, bei denen sie mitgewirkt haben, zeugt von der immensen Vielfalt des europäischen Kinos. Die European Film Academy möchte den vielen Gewerken, die den europäischen Film prägen, mehr Sichtbarkeit und Anerkennung verleihen. Mit der Unterstützung der Principals wollen wir den Zusammenhalt unserer Mitglieder stärken und neue Möglichkeiten für Dialog und Zusammenarbeit in ganz Europa schaffen.“ Die Einführung der Principals für die Chapter baut auf den umfassenden Bemühungen der Akademie auf, ihre Mitglieder stärker in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten zu stellen. Im Jahr 2025 änderte die European Film Academy deshalb auch das Nominierungsverfahren für die European Film Awards in ein von den Chaptern geleitetes Verfahren um. Die Mitglieder der einzelnen Chapter sind nun direkt an der Auswahl der Nominierten in ihrer jeweiligen Gewerke-Kategorie beteiligt. Diese strategische Neuausrichtung hat das Engagement der Akademie für die gegenseitige Anerkennung von Filmschaffenden in allen filmischen Disziplinen weiter gestärkt. Die European Film Academy wird ihre nach Chaptern gegliederte Struktur in den kommenden Jahren weiter ausbauen und mit dem Wachstum ihrer Community weitere Gewerke einbeziehen. |
| Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Folgen Sie uns auf facebook | youtube | instagram | letterboxd | vimeo Über die European Film Academy: Die European Film Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre 5.400 Mitglieder miteinander zu vernetzen, sie und ihre Arbeit zu unterstützen, zu würdigen und zu fördern. Ihr Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Zuschauende aller Altersgruppen für das europäische Kino zu begeistern. Die Academy positioniert sich als zentrale Organisation und fördert wichtige Debatten innerhalb der Branche. Sie ist bestrebt, alle Freund:innen des europäischen Kinos zusammenzubringen. Jährlicher Höhepunkt ist die European Award Season und die Verleihung der European Film Awards. Wichtiges Anliegen der Academy ist die Pflege des europäischen Filmerbes und die Einbeziehung eines jungen Publikums durch den European Young Audience Award. www.europeanfilmacademy.org |
4. Mai 2026
Kinobesuche nehmen global zu – Gen Z als treibende Kraft
Projekte
AG Kino – Gilde zu neuer Studie der Global Cinema Federation
Das junge Publikum geht wieder häufiger ins Kino. Rund drei Viertel aller Befragten sagen: Kino ist wichtig für ihr Wohlbefinden. Das belegt eine neue internationale Studie der Global Cinema Federation. Und sie zeigt: Verkürzte Auswertungsfenster gefährden diesen Trend – Länder mit stabilen Fenstern wie Frankreich schneiden deutlich besser ab.
Die Global Cinema Federation (GCF), die rund 70 Prozent des weltweiten Kinomarkts vertritt, hat die Ergebnisse ihrer jährlichen internationalen Publikumsbefragung vorgelegt. Mit eindeutigem Ergebnis: Das Publikum will ins Kino. Besonders die junge Generation.
Mehr als Unterhaltung: 73 Prozent sagen, Kino ist wichtig für ihr Wohlbefinden
Ein erfreulicher Trend: 78 Prozent der Unter-25-Jährigen gehen gleich oft oder häufiger ins Kino als noch vor einem halben Jahr – ein Netto-Plus von 15 Prozent. 59 Prozent empfehlen den Kinobesuch aktiv weiter. Ein überdurchschnittlicher Wert, der zeigt: Die Generation, die mit Streaming aufgewachsen ist, entscheidet sich bewusst für das Kino. Dieser positive Trend spiegelt sich auch in Deutschland, wo der Kinomarkt seit Jahren kontinuierlich wächst und insbesondere der Arthousemarkt starke Zuwächse erfährt. Zuletzt verzeichneten die Mitglieder der AG Kino – Gilde im ersten Quartal 2026 erstmals wieder Besuchszahlen über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019.
73 Prozent der Befragten weltweit geben derweil an, dass Kinobesuche für ihr Wohlbefinden wichtig sind. Nur 7 Prozent bevorzugen es, Filme zu Hause zu schauen. Was die Menschen offenbar ins Kino zieht: Abstand vom Alltag, Eintauchen in Geschichten und vor allem das Erleben von Gemeinschaft.
Verkürzte exklusive Erstauswertung schadet den Kinos
Was die Studie auch zeigt: Das Publikum geht im Schnitt 2,2-mal seltener ins Kino, weil die Titel zu schnell auf Streamingplattformen verfügbar sind. Wer davon ausgeht, dass ein Film bereits einen Monat nach Kinostart zu Hause verfügbar ist, geht sogar 3,1-mal weniger ins Kino. Umgekehrt zeigt die Studie: In Ländern mit stabilen, längeren Fenstern wie Frankreich, Japan oder der Schweiz ist dieser Effekt spürbar geringer.
Branche im Aufwind – Fusion und fehlendes Zukunftsprogramm Kino bleiben Risiken
Die Studie belegt, was sich in den Besuchszahlen weltweit abzeichnet: Die Branche hat nach der Pandemie Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Das Kino hat sich wie so oft gegen Widerstände behauptet und erheblichem Gegenwind standgehalten.
Zwei Entwicklungen bereiten der AG Kino – Gilde jedoch große Sorgen: die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance, bei der verbindliche Auflagen zum Schutz der Auswertungsfenster, der kulturellen Vielfalt und eines breiten Filmangebots unerlässlich sind – und der fehlende Beschluss zur Fortsetzung des Zukunftsprogramms Kino, das für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Häuser unverzichtbar ist.
Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde, ordnet ein:
„Kinos sind in ihren lokalen Gemeinschaften tief verwurzelt – als Kulturorte, Treffpunkte und Orte demokratischer Öffentlichkeit. In Zeiten wachsender Polarisierung und gesellschaftlicher Vereinsamung sind sie einer der wenigen verbliebenen kollektiven Räume. Um diese Arbeit weiter fortführen zu können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen. Weitere Marktkonzentration schaden dem gesamte Film- und Kinoökosystem erheblich – sollte die Übernahme genehmigt werden, braucht es wirksame Abhilfemaßnahmen auf europäischer Ebene, die Auswertungsfenster und kulturelle Vielfalt schützen. Gleichzeitig stehen Kinos vor enormen Investitionsanforderungen: Mit KI beginnt die nächste technologische Revolution, während sie zugleich in Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Technik und den Erhalt ihrer Gebäude investieren müssen. Die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn die Kinos, die sie zum Publikum bringen, nicht investieren können. Das Zukunftsprogramm Kino ist dafür unverzichtbar.“
