29. Juli 2025
AG Kino – Gilde zur massiven Erhöhung der Filmproduktionsförderung
Projekte
- „Wichtiges Signal – aber ohne Kinos verpufft die Wirkung!“
- Die AG Kino begrüßt die angekündigte deutliche Erhöhung der Filmproduktionsförderung als wichtiges Signal für die deutsche Filmwirtschaft.
- Die AG Kino weist darauf hin, dass die Filmreform nur dann erfolgreich sein kann, wenn zugleich auch die Kinos in ihrer Programmarbeit und Investitionsfähigkeit gestärkt und neben der Kinoprogrammprämie auch das Zukunftsprogramm Kino fortgesetzt wird.
- Die AG Kino setzt sich für die Aufnahme der Kultur in das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität auch auf Bundesebene ein.
„Die massive Erhöhung der Produktionsförderung zeigt, dass die Politik die strategische Bedeutung der Filmwirtschaft ernst nimmt“, betont Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde. „Doch selbst die besten Filme bleiben wirkungslos, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen. Gerade für künstlerisch-kreative und europäische Produktionen sind die Arthousekinos mit ihrer Programmgestaltung, Publikumsbildung und lokalen Kommunikationsarbeit der Schlüssel zur Sichtbarkeit und Erfolg. Ohne eine starke und vielfältige Kinolandschaft verpufft die Wirkung der Produktionsförderung und die Filmreform wird scheitern.“
Fortführung des Zukunftsprogramm Kino ist elementar
Neben der Kinoprogrammprämie zur Stärkung kultureller Programm- und Publikumsarbeit benötigen die Kinos dringend das Zukunftsprogramm Kino als essenzielle Investitionsförderung.
„Es geht um nicht weniger als den Erhalt der Kinoinfrastruktur,“ so Christian Bräuer. Der Investitionsbedarf der Kinos in digitale, technologische und ökologische Modernisierung ist weiterhin hoch, doch insbesondere die Erlösstruktur von Land- und Arthousekinos erlaubt keine substanzielle Rücklagenbildung. Wie verheerend ein Ausbleiben einer hinreichenden Investitions- und Programmförderung ist, konnte in der ersten Dekade dieses Jahrhunderts mit einem großen und irreversiblen Kinosterben beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund appelliert die AG Kino an den Haushaltsgesetzgeber, das Zukunftsprogramm Kino im Bundeshaushalt 2025 fortzusetzen und darüber hinaus zu verstetigen, um wie in anderen Bereichen auch die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen.
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für Kultur öffnen!
Die AG Kino setzt sich nachdrücklich für eine Öffnung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität für die Kultur auch auf Bundesebene ein.
Christian Bräuer betont: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Kultur zwar auf Länderebene, nicht aber im Bund als Teil der essenziellen Infrastruktur verstanden und im Sondervermögen berücksichtigt werden kann. Die Kultur und die Kulturorte leisten nicht zuletzt angesichts wachsender Polarisierung und Vereinsamung einen unverzichtbaren Beitrag. Dies stärkt unsere demokratischen Strukturen und bewahrt die kulturelle Souveränität. Beides ist unverzichtbar – auch für unsere Sicherheit und ökonomische Unabhängigkeit!“
24. Juli 2025
Seriesly Berlin: Staffel 2 startet im September
Projekte
Mit Fokus auf die Zukunft von seriellem Storytelling
- Seriesly Berlin Premieres: 15. – 18. September 2025
- Seriesly Berlin Conference: 17. – 18. September 2025
- Seriesly Berlin gibt die Verstärkung seines Programmteams bekannt
- Akkreditierung ab sofort möglich – Early Bird bis 15. August 2025
| Nach dem erfolgreichen Debüt im Jahr 2024 kehrt Seriesly Berlin vom 15. bis 18. September 2025 mit seiner zweiten Ausgabe zurück. Das Festival macht Berlin zum zentralen Treffpunkt für serielles Storytelling und bringt Serieninteressierte, Fachpublikum sowie Kreative aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Es setzt inhaltlich einen Schwerpunkt auf innovative Erzählweisen und die Zukunft serieller Formate und gliedert sich in diesem Jahr in zwei zentrale Programmbereiche: Die Seriesly Berlin Conference (17. bis 18. September) ist eine zweitägige Branchenveranstaltung mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und interaktiven Sessions, die in Partnerschaft und in den Räumlichkeiten der Fotografiska Berlin, dem zeitgenössischen Museum für Fotografie, Kunst und Kultur, veranstaltet wird. Die Seriesly Berlin Premieres (15.–18. September) präsentieren ein breites Spektrum innovativer, zur kritischen Reflexion einladender sowie auch unterhaltsamer neuer Serien aus aller Welt und sind für öffentliches Publikum zugänglich. „Mit der ersten Ausgabe von Seriesly Berlin haben wir Themen angesprochen und Fragen gestellt, die in der Branche allzu oft übersehen werden. Unser Ziel war und ist es, eine Plattform zu schaffen, die neue Wege der gemeinsamen Entwicklung, Produktion und Verbreitung von Serienformaten unterstützt, auch über traditionelle Modelle hinaus“, sagt Festivaldirektor Dennis Ruh. „In einer Branche, die sich in ständigem Wandel befindet, bietet Seriesly Berlin Raum für mutige Gespräche und neue Perspektiven – und bringt gleichzeitig einige der innovativsten, gewagtesten und mit Spannung erwarteten Serien sowohl dem Publikum als auch der Serien- und Kreativbranche näher.“ |
| Seriesly Berlin Conference: Internationale Koproduktionen – Chancen und Herausforderungen Die diesjährige Seriesly Berlin Conference beginnt am 17. September 2025 mit einer Keynote. Der erste Konferenztag widmet sich dem Thema internationaler Zusammenarbeit. Im Fokus stehen Chancen, Herausforderungen und gelungene Beispiele dessen, was vielfach als das ‚Goldene Zeitalter der Koproduktionen‘ in der Serienproduktion bezeichnet wird. Zwei Pitch-Sessions stellen frische und ambitionierte Projekte vor: Eine präsentiert Konzepte in früheren Stadien, die von den Serienautor:innen auf die Bühne gebracht werden, und eine zweite stellt fortgeschrittenere Projekte vor, die von Produzent:innen präsentiert werden und welche Koproduktionspartner:innen sowie Auswerter:innen für die nächste Entwicklungsphase suchen. Am zweiten Konferenztag stehen vertiefende Branchengespräche im Mittelpunkt. Thematisiert werden neue Vertriebskanäle für serielles Storytelling sowie Schnittstellen zu angrenzenden kreativen Branchen. Dabei werden auch wirtschaftliche Parallelen zwischen Scripted und Non-Scripted Content diskutiert. Verstärkung des Seriesly Berlin Teams In diesem Jahr verstärkt Seriesly Berlin sein Programmteam weiter und baut dabei erneut auf die Programmberater Matija Dragojević und Bastian Asdonk, die beide bereits maßgeblich an der Gestaltung der ersten Festivalausgabe beteiligt waren. Neu im Team ist Lucas Brunelli Donnardals Programmer der Conference. Der aus Brasilien stammende und heute in Köln lebende Produzent, Regisseur und Autor, lehrt u.a. Storytelling und digitale Medien an der Internationalen Filmschule Köln. Außerdem ist Brunelli Donnard aktiv an der Gestaltung und Umsetzung verschiedener internationaler Branchenveranstaltungen beteiligt. Weitere Verstärkung kommt von Irina Ignatiew-Lemke, Gründerin und Geschäftsführerin von Boxworks Media, die als Gastkuratorin mitwirkt. Als erfahrene Führungskraft in der internationalen Medien- und Filmindustrie hatte sie leitende Positionen bei Unternehmen wie All3Media Fiction und Red Arrow International inne. Ihr Wirken umfasst hochkarätige Produktionen für Streamingdienste und öffentlich-rechtliche Sender, wobei ihr Schwerpunkt auf mutigem Storytelling mit weltweiter Resonanz liegt. Darüber hinaus wurde erstmals ein Auswahlkomitee renommierter Expert*innen zusammengestellt, um die Serien für das diesjährige Programm der „Seriesly Berlin Premieres“ auszuwählen. Das Komitee besteht aus: Paolo Ciccarelli – Internationaler Drehbuchberater und Leiter des Bereichs Drama bei MIA | International Audiovisual Market. Er ist ein erfahrener Consultant, der sich auf die Entwicklung von Drehbuchinhalten spezialisiert hat und zu dessen Kundenportfolio große internationale Studios und Institutionen gehören. Ioanina Pavel – Kreative Produzentin und Mitbegründerin von May One. Sie war zuvor bei HBO Rumänien tätig und leitete dort die Entwicklung herausragender Serien wie Spy/Master. Ihr Unternehmen hat kürzlich SUBTERAN uraufgeführt, eine Netflix-Originalproduktion, die weltweit erfolgreich ist. Patrick Heidmann – Film- und Fernsehjournalist und -kritiker mit regelmäßigen Beiträgen für FAZ, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Rolling Stone und andere. Er ist außerdem ein erfahrener Moderator und Kurator, der für das Red Sea International Film Festival programmiert und in der Jury von Series Mania mitgewirkt hat. Akkreditierungsanträge für Branche, Talente, Student:innen und Pressevertreter:innen können ab sofort unter www.serieslyberlin.com gestellt werden. Frühbucherpreise sind bis zum 15. August 2025 verfügbar. Mehr Details zu Programm und Konferenz werden bald veröffentlicht. Seriesly Berlin ist vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert. Fotografiska Berlin ist Hauptpartner. Medienpartner ist Deadline. Mehr: Seriesly Berlin |
24. Juli 2025
Die kuratierte Filmauswahl auf MUBI im August 2025
Projekte
| Den August füllt MUBI mit Filmen, die den Sommer auf ganz unterschiedliche Weisen in den Blick nehmen. Die Auswahl führt von der trockenen Hitze Andalusiens über das Kaukasusgebirge bis hin zu diversen urbanen Kulissen und an die französische Atlantikküste. HOT MILK (2025), das Regiedebüt der BAFTA-nominierten Drehbuchautorin Rebecca Lenkiewicz, läuft nach einem erfolgreichen Kinostart exklusiv auf der Plattform. Seine Weltpremiere feierte das sonnendurchtränkte Mutter-Tochter Drama im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Der Film entführt in die sengende Hitze und pralle Sonne der andalusischen Küste. Einen Schwerpunkt auf weibliche Erfahrungen legt auch Dea Kulumbegashvilis APRIL (2024). Ihr zweiter Langfilm ist exklusiv auf MUBI verfügbar und porträtiert eine junge Ärztin, die um körperliche Selbstbestimmung kämpft und konfrontiert die Zuschauer:innen gleichzeitig mit der Unsichtbarkeit weiblicher Perspektiven. Auch VICE IS BROKE (2024) ist ab August exklusiv auf der Plattform zu sehen. Eddie Huang durchleuchtet den Untergang des einst gefeierten Medienimperiums und wirft einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft. Der Montagefilm EIGHT POSTCARDS FROM UTOPIA (2024) von Radu Jude und dem Philosophen Christian Ferencz-Flatz entwirft aus Werbeclips eine kapitalismuskritische Geschichte der Freiheit in Klischees. In einer Zeit, in der viele Menschen die Städte verlassen, erzählt die Filmreihe SOMMER IN DER STADT von jenen, die bleiben. Von Körpern, die durch überhitzte Straßen treiben, von Begegnungen zwischen Beton und Abendlicht, von Momenten der Selbstreflexion. Mit dabei ist Angela Schanelecs MEIN LANGSAMES LEBEN (2001) über den Alltag im Berliner Sommer der Studentin Valerie. Darüber hinaus bietet MUBI im August mit THE BEACHES OF OROUET (DU CÔTÉ D‘OROUËT, 1971) von Jacques Rozier einen weiteren flirrenden Sommerfilm, der als 4K-Fassung restauriert wurde. Der fast in Vergessenheit geratene Vertreter der Nouvelle Vague entführt an die französische Küste, wo Liebesdreiecke, Abenteuer und einfache Freuden auf der Tagesordnung stehen. Ein weiteres Highlight besticht durch politisches Kino, das mehr über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung lehrt als jedes Geschichtsbuch: Raoul Pecks I AM NOT YOUR NEGRO (2016). Anbei erhalten Sie einen Überblick über das Line-Up der Filme auf MUBI (www.mubi.com) im August 2025. Einzelne Änderungen sind vorbehalten. Insgesamt bietet die Plattform rund 1.100 sorgsam kuratierte Titel. MUBI EXKLUSIV |
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| Ab 22. August: MUBI EXKLUSIV – HOT MILK Von Rebecca Lenkiewicz (2025, Großbritannien, Drama, LGBTQ+) Das Regiedebüt von Rebecca Lenkiewicz, HOT MILK, nach dem gefeierten Roman von Deborah Levy, ist eine einfühlsame Geschichte über Familie, Begehren und die komplexen Bande, die uns alle miteinander verbinden. Der Film begleitet Rose (Fiona Shaw) und ihre Tochter Sofia (Emma Mackey) während ihres Aufenthalts in der Küstenstadt Almería, wo sie den rätselhaften Heiler Gómez (Vincent Perez) aufsuchen. Dieser könnte womöglich den Schlüssel zu der mysteriösen Krankheit bereithalten, durch die Rose auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Nach und nach legt Sofia ihre Hemmungen ab und erliegt dem unwiderstehlichen Charme der freigeistigen Reisenden Ingrid (Vicky Krieps). Doch Sofias neu gewonnene Freiheit wird ihrer kontrollsüchtigen Mutter bald zu viel. |
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| Ab 1. August: MUBI EXKLUSIV – APRIL Von Dea Kulumbegashvili (2024, Georgien, Frankreich, Drama) Im Osten Georgiens, am Fuße des Kaukasusgebirges, geraten die Moral und berufliche Integrität der Gynäkologin und Geburtshelferin Nina (Ia Sukhitashvili) in den Fokus, nachdem ein Neugeborenes bei der Entbindung stirbt. Während die Ermittlungen laufen, machen Gerüchte die Runde, wonach Nina außerhalb ihrer regulären Tätigkeit heimlich illegale Abtreibungen für verzweifelte Frauen durchführt. Für die Ärztin steht alles auf dem Spiel. Luca Guadagnino (QUEER) war Executive Producer. Seine Weltpremiere feierte APRIL im vergangenen Jahr bei den Filmfestspielen von Venedig, wo der Film mit dem Sonderpreis der Juryausgezeichnet wurde. Ein kraftvolles Drama über selbstbestimmte Weiblichkeit. |
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| Ab 29. August: MUBI EXKLUSIV – VICE IS BROKE Von Eddie Huang (2024, USA, Dokumentarfilm) Eddie Huang, bekannt durch HUANG’S WORLD, begibt sich auf eine persönliche Spurensuche: Wie konnte VICE vom revolutionären Indie-Magazin aus Montreal zum milliardenschweren Medienimperium aufsteigen – und schließlich spektakulär scheitern? In Interviews mit ehemaligen Weggefährt:innen und Reporter:innen rekonstruiert Huang die Geschichte eines Hauses, das einst für radikalen Journalismus stand. Sein Film verbindet bissige Medienkritik mit persönlicher Enttäuschung, Nostalgie und der Entzauberung eines Mythos. Ein scharfer, vielstimmiger Blick auf Macht, Moral und die Kommerzialisierung von Medienidealen. VICE IS BROKE war in der offiziellen Auswahl für das Toronto International Film Festival 2024 und für DOC NYC 2025. |
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| Ab 1. August: MUBI EXKLUSIV – EIGHT POSTCARDS FROM UTOPIA Von Radu Jude, Christian Ferencz-Flatz (2024, Rumänien, Dokumentarfilm) Mit dem Ende des Kommunismus wurde Rumänien Teil der westlichen Konsumgesellschaft – und ihrer Versprechen. EIGHT POSTCARDS FROM UTOPIA montiert Werbespots aus der postkommunistischen Ära zu einer scharfsinnigen, satirischen Collage. Regisseur Radu Jude und Philosoph Christian Ferencz-Flatz ordnen das Material in acht thematische Kapitel. Sie zeigen, wie Werbung als beinahe zwanghafte Reaktion auf eine neue, unbewohnte Freiheit erscheint. Der hemmungslose Konsumwille und die Suche nach Identität offenbaren eine materialistische, kitschige Utopie aus Waschmitteln, seidigem Haar und Kaffeewerbung. Stereotype Glücksversprechen wie Familie, Wohlstand und Schönheit werden dekonstruiert und in gnadenlose Kapitalismuskritik überführt. Ein verspielter und zugleich bissiger Essayfilm über Begehren, Identität und die Bilderwelt einer Übergangszeit. MUBI REIHEN |
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| AB 1. AUGUST: SOMMER IN DER STADT Während viele ans Meer, in die Berge oder aufs Land fliehen, steht für MUBI der Sommer in der Stadt im Mittelpunkt: Die Figuren, die in den Asphaltwelten zurückbleiben – ob aus freien Stücken oder durch Umstände gezwungen – streifen in den Filmen durch aufgeheizte Straßen, durch still gewordene Viertel, durch Räume zwischen Nähe und Fremdheit. Die Reihe SOMMER IN DER STADT versammelt Filme, die in urbanen Zwischenräumen spielen – zwischen Lärm und Leere, Nähe und Distanz und richtet den Blick auf das, was bleibt, wenn das Tempo der Stadt nachlässt: MEIN LANGSAMES LEBEN (2001) ist ein poetischer Berliner Sommerfilm. Valeries beste Freundin geht für ein halbes Jahr nach Rom, Valerie bleibt in Berlin und verbringt die warme Jahreszeit voller Gespräche, Begegnungen und Beziehungen. Angela Schanelecs Film ist genauso wie Thomas Arslans DEALER Vertreter der Berliner Schule. DEALER (1999) ist Teil von Thomas Arslans Berlin-Trilogie, die nahezu dokumentarisch das Leben türkisch-deutscher Jugendlicher im Berlin der 90er Jahre erzählt. Auch MENSCHEN AM SONNTAG (1930) begleitet fünf junge Berliner:innen. Die Großstädter:innen müssen nach einem sommerlichen Sonntagsausflug aufs Land wieder in ihren Alltagstrott zurückkehren. Bevor sie gemeinsam in Richtung Meer aufbrechen, entwickelt sich zwischen Anna und Adrian in den langen Sommertagen Berlins eine asymmetrische Liebesbeziehung, davon erzählt Nicolette Krebitz‘ A E I O U – DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE (2022). Larry Clarks KIDS (1995) ist ein Meilenstein des amerikanischen Indie-Kinos der 90er Jahre und bietet unverblümte Einblicke in einen Sommer von New-Yorker Teenagern. Alexandre Koberidzes Ode an die Liebe WAS SEHEN WIR, WENN WIR ZUM HIMMEL SCHAUEN? (2021) durchstreift die sonnendurchfluteten Straßen des historischen Kutaisi in Georgien. Im August wird er seinen neuen Film DRY LEAF im Wettbewerb von Locarno präsentieren. In MEIN LEBEN MIT AMANDA (2018) von Mikhaël Hers spielt sich auf den Straßen von Paris ein stilles, zutiefst berührendes Drama ab, das von Trauer, Verantwortung und Liebe erzählt. Im Jahre 1960 etablieren Jean Rouch und Edgar Morin mit CHRONICLE OF A SUMMER einen neuen Ansatz im Bereich des Dokumentarfilms. Es entsteht eine aufschlussreiche, reflexive Studie über menschliches Verhalten. |
| SOMMER IN DER STADT im Überblick: MEIN LANGSAMES LEBEN Angela Schanelec WAS SEHEN WIR, WENN WIR ZUM HIMMEL SCHAUEN? Alexandre Koberidze MENSCHEN AM SONNTAG Curt Siodmak, Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Fred Zinnemann, Rochus Gliese CHRONICLE OF A SUMMER Jean Rouch, Edgar Morin KIDS Larry Clark MEIN LEBEN MIT AMANDA Mikhaël Hers A E I O U – DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE Nicolette Krebitz DEALER Thomas Arslan WEITERE HIGHLIGHTS |
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| Ab 8. August: REDISCOVERED – THE BEACHES OF OROUET Von Jacques Rozier (1971, Frankreich, Drama) Drei junge Frauen entfliehen dem Pariser Alltag und verbringen einen Sommer voller Leichtigkeit, Zärtlichkeit und emotionaler Verwirrung. In einem alten Familienhaus erleben sie flüchtige Begegnungen, Liebesdreiecke und Freundschaften. Mit seiner Mischung aus Improvisation, zärtlichem Blick und sommerlicher Verspieltheit fängt der Film das emotionale Stolpern junger Menschen ein. Ein fast übersehener Vertreter der Nouvelle Vague, der lange unbeachtet blieb und erst in den 1990ern wiederentdeckt wurde. Die nun restaurierte 4K-Fassung macht die melancholische Schönheit dieses Films neu erfahrbar. Ein romantischer Film über das Erinnern im Moment des Erlebens – bittersüß, frei, leicht. |
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| Ab 15. August: I AM NOT YOUR NEGRO Von Raoul Peck (2016, USA, Dokumentarfilm, Historienfilm, Biografie, LGBTQ+) Als James Baldwin 1979 ein Buch über das Leben und die Ermordungen seiner Freunde Martin Luther King Jr., Malcolm X und Medgar Evers ankündigt, konnte er nicht wissen, dass sein unvollendetes Manuskript „Remember This House“ Jahrzehnte später zur Grundlage eines der eindrucksvollsten politischen Dokumentarfilme werden würde. Regisseur Raoul Peck übersetzt Baldwins eindringliche Reflexionen und erweitert sie in einem filmischen Essay, das Archivmaterial und aktuelle Ereignisse zu einer klarsichtigen, emotional aufgeladenen Analyse verwebt. I AM NOT YOUR NEGRO gibt der schwarzen Perspektive auf die US-Geschichte eine Stimme – wütend, poetisch und schmerzhaft aktuell. Baldwins Gedanken zur Repräsentation Schwarzer in der amerikanischen Kultur und zur systemischen Gewalt wirken bis in die Gegenwart der Black-Lives-Matter-Bewegung fort. James Baldwins Worte werden im Deutschen von Samy Deluxe, und in der englischen Originalfassung von Samuel L. Jackson gesprochen. Auf MUBI ist ebenfalls Terence Dixons MEETING THE MAN: JAMES BALDWIN IN PARIS (1970) verfügbar. |
| WEITERE HIGHLIGHTS AUF MUBI IM AUGUST – in chronologischer Übersicht: 03/08 A MOST VIOLENT YEAR J.C. Chandor 07/08 L’ÉTAT ET MOI – DER STAAT UND ICH Max Linz 08/08 ZWISCHEN UNS DAS LEBEN Stéphane Brizé 13/08 LA POINTE-COURTE Agnès Varda 18/08 IGOR LEVIT: NO FEAR Regina Schilling Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: mubi@steinbrennermueller.de |
| Über MUBI MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, ein Filmverleih und eine Produktionsfirma und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher. MUBI ist ein Ort, an dem man ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen entdecken kann. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in bestimmten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Kino-Kultur – sowohl in Print als auch online. Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, QUEER von Luca Guadagnino, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn, GRAND THEFT HAMLET von Pinny Grylls & Sam Crane, PRISCILLA von Sofia Coppola, PASSAGES von Ira Sachs, MEDUSA DELUXE von Thomas Hardiman, THE FIVE DEVILS von Léa Mysius, DIE MISSETÄTER von Rodrigo Moreno, COLONOS von Felipe Gálvez und AFTERSUN von Charlotte Wells. Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, BRING THEM DOWN von Christopher Andrews, mit Christopher Abbott und Barry Keoghan, WITCHES von Elizabeth Sankey, GASOLINE RAINBOW von Bill Ross IV und Turner Ross; zu MUBIs Koproduktionen gehören Jim Jarmuschs FATHER MOTHER SISTER BROTHER mit Adam Driver, Mayim Bialik, Tom Waits, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat, ROSEBUSH PRUNING von Karim Aïnouz, mit Callum Turner, Riley Keough, Jamie Bell, Lukas Gage, Elena Anaya, Tracy Letts, Elle Fanning und Pamela Anderson und Michel Francos MEMORY mit Jessica Chastain und Peter Sarsgaard. MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist die größte Community von Filmliebhaber:innen weltweit und in 190 Ländern verfügbar. MUBI hat seinen Hauptsitz in London, mit 15 Büros weltweit und über 400 Mitarbeiter:innen. Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions und im Februar 2024 eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart. Das Abo kostet €13.99 pro Monat bzw. €107.88 für 12 Monate. MUBI ist im Web und auf Roku-Geräten, Amazon Fire TV, Apple TV und Samsung Smart TV verfügbar, sowie auf Mobilgeräten einschließlich iPad, iPhone und Android. Das MUBI GO Abo kostet €18.99 pro Monat bzw. €167.88 für 12 Monate. |
7. Juli 2025
Appell der deutschen Kinoverbände: Zukunftsprogramm Kino zur Sicherung des Kulturorts Kino fortführen
Projekte
Die Verbände HDF KINO und AG Kino – Gilde appellieren gemeinsam an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, das Zukunftsprogramm Kino in der anstehenden Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2025 zu berücksichtigen und mit hinreichenden Mitteln auszustatten. Die Entscheidung über die Fortführung des wichtigsten Investitionsförderprogramms für Kinos in Deutschland wird auch über die Zukunft der flächendeckenden Kinovielfalt in Städten und auf dem Land und damit den Erfolg der Filmreform entscheiden.
Im Zuge des Auseinanderbrechens der Ampel-Koalition und der Nichtverabschiedung des Bundeshaushalts 2025 liegen beide Säulen der Kinoförderung auf Eis. Die Übereinkunft im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, den Kulturort Kino mit verlässlichen Förderprogrammen für Investitionen und kulturelle Vielfalt in Stadt und Land zu stärken, hat zu großer Erleichterung bei den Kinos geführt. Dies muss nun dringend umgesetzt werden.
„Kinos sind das Fundament der Filmkultur – ohne sie fehlt dem deutschen Film sein Zuhause. Wer die heimische Filmbranche stärken will, muss auch in ihre Infrastruktur investieren. Das Zukunftsprogramm Kino hat gezeigt, wie wirkungsvoll eine gezielte Hilfe zur Selbsthilfe sein kann: Jeder investierte Euro stärkt nicht nur den Standort, sondern bringt die Menschen zurück ins Kino. Doch statt Verlässlichkeit gibt es jetzt eine Lücke im Haushaltsentwurf. Nur mit einem soliden Förderfundament von 40 Mio. Euro jährlich, können wir die Leinwände der Republik zum Leuchten bringen. Aus eigener Kraft, aber nicht im Alleingang“, betont Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des HDF KINO.
„Nach Monaten des Wartens brauchen die Kinos dringend Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Förderung. Es ist elementar, die akute Förderlücke zu schließen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kinos zu stärken und so die dringend benötigten Wachstumsimpulse freizusetzen,“ unterstreicht Christian Bräuer, Vorsitzender der AG Kino – Gilde. „Denn verlieren wir den Kulturort Kino, verlieren wir nicht nur das Rückgrat der deutschen Filmwirtschaft, wir verlieren auch einen der wenigen verbliebenen kollektiven Räume in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmender Vereinsamung.“
Wie auch in anderen Bereichen geht es darum, die dringend erforderlichen Wachstumspotenziale freizusetzen. Das Zukunftsprogramm Kino ist hierfür der Schlüssel. Denn auch bei den Kinos sind Investitionen entscheidend für ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Die beiden Kinoverbände appellieren daher mit Nachdruck an die Bundestagsabgeordneten: Mit der Fortführung des Zukunftsprogramm Kino geht es um nicht weniger als den Erhalt und die Weiterentwicklung der kulturellen Infrastruktur in Deutschland. Deshalb sollte das Programm ab 2026 verstetigt und mit einer substanziellen jährlichen Förderung ausgestattet werden. Die Bundesländer, die das Programm bislang kofinanzierten, stehen weiter bereit, das bewährte Erfolgsprogramm mitzutragen – diese Chance muss der Bund ergreifen.
Zum Zukunftsprogramm Kino
Seit 2020 hat sich das Zukunftsprogramm Kino als unverzichtbares Erfolgsmodell erwiesen, das maßgeblich zum Erhalt und zur Erholung der Kinolandschaft in und nach der Pandemie beigetragen hat. Die Kinos stehen weiter vor immensen Investitionen in Erhalt der Lichtspielhäuser sowie die digitale, technologische und ökologische Modernisierung.
Deutlich wird der Investitionsdruck auch daran, dass die für 2024 bereitgestellten Mittel binnen weniger Sekunden ausgeschöpft werden. Auch die Mittel der Filmförderungsanstalt (FFA) sind regelmäßig deutlich überzeichnet. Zugleich beziffert eine FFA-Studie den jährlichen Investitionsbedarf der Kinos auf über 100 Millionen Euro.
Über die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
Die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. ist der Verband der Programmkinos und Filmkunsttheater in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von rund 370 Kinos mit über 800 Leinwänden in Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Die Mitglieder der AG Kino setzen sich für die kulturelle Vielfalt im Kino und die Förderung des europäischen und deutschen Kinofilms ein. www.agkino.de
Über den HDF KINO e.V.
Der HDF KINO e.V. ist die zentrale Interessensgemeinschaft der Kinobetreibenden in Deutschland und vertritt deren Belange gegenüber Politik und Wirtschaft. Mit ca. 600 Mitgliedsunternehmen, die etwa 85 Prozent der deutschen Leinwände bespielen, repräsentieren wir ein breites Spektrum an Betriebstypen – von kleinen Lichtspielhäusern auf dem Land über Filmkunsttheater und mittelständische Kinos bis hin zu Multiplexen. Unser Ziel ist es, die Vielfalt und Qualität der deutschen Kinolandschaft zu stärken und Filmen eine optimale Auswertung auf der großen Leinwand zu ermöglichen.
Weitere Informationen über den HDF KINO e.V. finden Sie auch bei Facebook, Instagram, X und Linkedin.
7. Juli 2025
UFA Filmnächte 2025: Die Stars des Weimarer Kinos – Open Air auf der Museumsinsel
Projekte
Filmische Meisterwerke des Weimarer Kinos, Open Air an einem der erlesensten Spielorte Berlins: Vom 27. bis zum 29. August 2025 präsentieren Bertelsmann und UFA die inzwischen 15. UFA Filmnächte. An drei Abenden werden unter freiem Himmel, vor der spektakulären Kulisse der Berliner Museumsinsel und begleitet von Live-Musik erneut herausragende Stummfilme der 1920er Jahre gezeigt.
Der erste Abend gewährt dem Publikum einen Blick in den historischen Wintergarten, das legendäre Berliner Varietétheater der 20er-Jahre. VARIETÉ (1925) von Ewald André Dupont mit dem Jahrhundertschauspieler Emil Jannings sowie Lya de Putti, Warwick Ward, Maly Delschaft und Kurt Gerron ist in Teilen in dem weltberühmten Theaterbau entstanden. Die UFA Filmnächte zeigen die digital restaurierte Fassung der F.W. Murnau-Stiftung. Musikalisch begleitet wird VARIETÉ von den UFA-Syncopators: Küspert & Kollegen nach einer Neukomposition von Werner Küspert und Richard Siedhoff, die zugleich ihre Weltpremiere feiert.
Am zweiten Abend folgt die Verfilmung von Richard Strauss‘ Oper DERROSENKAVALIER aus dem Jahr 1925, realisiert von Robert Wiene. Richard Strauss selbst hatte für den Film seine Opernmusik rein instrumental umarrangiert und einige Passagen neu dazu komponiert. Zur Aufführung auf der Museumsinsel spielt das Metropolis Orchester Berlin diese Komposition von Richard Strauss in einer 2006 von Tom Kemp bearbeiteten Fassung.
Die UFA Filmnächte 2025 schließen am Freitag mit Gustav Ucickys DER STRÄFLING AUS STAMBUL. Mit Willi Forst, Paul Hörbiger, Betty Amann und besonders Hauptdarsteller Heinrich George hatte die Ufa 1929 eine Starbesetzung aufgeboten. Gefördert von Bertelsmann erlebt die von der F.W. Murnau-Stiftung digital restaurierte Fassung des Films bei den UFA Filmnächten 2025 ihre Weltpremiere. Der mehrfach Grammy-nominierte Komponist und Multiinstrumentalist PC Nackt spielt seine eigens für den Film geschaffene Komposition.
Die Filme werden am Abend durch einführende Informationen in ihren filmhistorischen und gesellschaftlichen Kontext gestellt. Patin der diesjährigen UFA Filmnächte ist die Schauspielerin Inka Friedrich.
Tickets sind für 22 Euro unter www.ufa-filmnaechte.de erhältlich.
Das Presseheft mit ausführlichen Informationen zu den Filmen und den Musikern finden Sie hier.
Das Programm im Überblick:
Mittwoch, 27. August 2025, Filmbeginn: 21:00 Uhr
VARIETÉ (1925)
Regie: Ewald André Dupont
Mit Emil Jannings, Lya de Putti, Warwick Ward, Maly Delschaft, Georg John, Kurt Gerron
Produktion: Universum-Film AG (Erich Pommer)
Länge: 82 Min. Digital restaurierte Fassung der F.W. Murnau-Stiftung (2014)
Musik: UFA-Syncopators: Küspert & Kollegen nach einer Komposition von Werner Küspert und Richard Siedhoff
Donnerstag, 28. August 2025, Filmbeginn: 21:00 Uhr
DER ROSENKAVALIER (1925)
Regie: Robert Wiene
Mit Michael Bohnen, Huguette Duflos, Paul Hartmann, Jaque Catelain, Elly Felicie Berger, Carmen Cartellieri
Produktion: Pan-Film AG (Wien)
Länge: 108 Min. Digital restaurierte und teilrekonstruierte Fassung vom Filmarchiv Austria (2006)
Musik: Richard Strauss nach Motiven seiner Oper, 2006 bearbeitet von Bernd Thewes und eingerichtet von Frank Strobel, gespielt vom Metropolis Orchester Berlin
Freitag, 29. August 2025, Filmbeginn: 21:00 Uhr
DER STRÄFLING AUS STAMBUL (1929)
Regie: Gustav Ucicky
Mit Heinrich George, Betty Amann, Paul Hörbiger, Willi Forst, Trude Hesterberg
Produktion: Universum-Film AG
Länge: 102 Min. Digital restaurierte Fassung der F.W. Murnau-Stiftung (2025), gefördert von Bertelsmann
Musik: Neukomposition von PC Nackt
Partner der UFA Filmnächte sind die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie Apleona. Ströer, radioeins, radio3 und Maz&Movie sind Medienpartner.
Als kreatives Inhalteunternehmen mit 190-jähriger Geschichte engagiert sich Bertelsmann auf verschiedenen Ebenen kulturell – national wie international. Im Fokus der „Culture@Bertelsmann“-Aktivitäten stehen die Unterstützung der kulturellen Vielfalt und der Erhalt bedeutender Kulturgüter. Bertelsmann richtet seit vielen Jahren das erfolgreiche Stummfilmfestival UFA Filmnächte in Berlin aus und trat dabei wiederholt auch als Hauptsponsor bei der digitalen Restaurierung bedeutender Stummfilme auf. Zum Konzern gehört zudem das Mailänder Archivio Storico Ricordi, das eine Fülle einzigartiger Zeugnisse aus 200 Jahren italienischer Operngeschichte beherbergt. Bertelsmann bereitet den Archiv-Bestand nach modernsten Standards auf und stellt tausende Dokumente, Bühnenbild- und Kostümentwürfe, Libretti und Geschäftskorrespondenz frei zugänglich online. Mit dem Literaturformat „Das Blaue Sofa“ bereitet Bertelsmann seit über 20 Jahren Autorinnen und Autoren eine prominente Bühne für ihre jüngsten Werke. Mit der „Culture@Bertelsmann“-Initiative wird Kultur einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Über Bertelsmann
Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen mit rund 75.000 Mitarbeitenden, das in gut 50 Ländern der Welt aktiv ist. Zum Konzernverbund gehören das Entertainment-Unternehmen RTL Group, die Buchverlagsgruppe Penguin Random House, das Musikunternehmen BMG, der Dienstleister Arvato Group, Bertelsmann Marketing Services, die Bertelsmann Education Group sowie das internationale Fondsnetzwerk Bertelsmann Investments. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 19 Mrd. Euro. Bertelsmann steht für Kreativität und Unternehmertum. Diese Kombination ermöglicht erstklassige Medienangebote und innovative Servicelösungen, die Kunden in aller Welt begeistern.
Über UFA
Die UFA ist eines der führenden Produktionsunternehmen für Serien und Filme, Shows und Dokumentationen im deutschsprachigen Raum. Neue und langlaufende Programme der UFA erreichen wöchentlich im Durchschnitt über 30 Millionen Menschen und sind aktuell bei nahezu allen TV-Sendern und Streamingangeboten verfügbar. Das Kreativhaus bündelt die Bandbreite seiner Genres in den Units UFA Fiction, UFA Serial Drama, UFA Show & Factual, UFA Documentary und UFA Mitte unter einem Dach. UFA gehört zum internationalen Produktionsunternehmen Fremantle, dem globalen Produktionsarm der RTL Group. Die traditionsreiche UFA wurde 1917 gegründet und ist heute an fünf Standorten in Deutschland präsent. Hauptsitz ist Potsdam-Babelsberg. CEO des Unternehmens ist Sascha Schwingel. COO ist Natalie Clausen.
www.UFA.de
2. Juli 2025
Save the Date: ICOM Deutschland diskutiert über die Kraft der Museen
Projekte
Museen sind mehr als nur Bewahrer von Objekten – sie wecken unsere Neugier, berühren unsere Sinne und schaffen Räume für Begegnung, Erkenntnis und Veränderung. In einer Welt des Wandels gewinnen sie zunehmend an Bedeutung als Orte, die Gemeinschaft stärken, gesellschaftliche Relevanz entfalten und Resonanz erzeugen.
Unter dem Titel „On Fire! Über die Kraft der Museen“ lädt ICOM Deutschland vom 3. bis 5. Dezember 2025 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zur Jahrestagung ein. Im Fokus steht die Frage, welche Kraft Museen heute entfalten können – und wie sie als vertrauensvolle Orte zur Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse beitragen können.
Die Tagung bringt Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammen, um Strategien für offene, inklusive und gesellschaftlich relevante Museen zu entwickeln sowie deren Wirksamkeit zu reflektieren: Wie gestalten Museen Räume, die offen und einladend sind? Wie gelingt es ihnen, Gemeinschaften zu stärken und gesellschaftliche Vielfalt sichtbar zu machen? Was bewirken Dinge und Objekte und wie berühren sie unsere Sinne? Und wie können Museumsorganisationen widerstandsfähig, glaubwürdig und handlungsfähig bleiben? Dr. Felicia Sternfeld, Präsidentin von ICOM Deutschland, betont: „Museen sind on fire – für Gemeinschaft, Relevanz und Resonanz. In Zeiten wachsender Unsicherheiten zeigen sie ihre Kraft als Orte der Inspiration, des Dialogs und gesellschaftlichen Wandels.“
Das Programm umfasst Keynotes, Diskussionen und Workshops sowie Formate, die auch die körperliche, emotionale und kreative Dimension des Themas einbeziehen. Begegnung, Austausch und das gemeinsame Nachdenken über die Zukunft der Museen stehen im Mittelpunkt dieser zweitägigen Veranstaltung. Der renommierte Museumsstandort Hamburg bietet mit dem Museum für Kunst und Gewerbe den idealen Rahmen für diese Debatte über die Gestaltungskraft und gesellschaftliche Verantwortung der Museen.
ICOM Deutschland Jahrestagung 25: On fire! Über die Kraft der Museen I 03.-05. Dezember 2025 I MK&G Hamburg I #kraftdermuseen
Weitere Informationen unter www.icom-deutschland.de
Tickets für die ICOM Deutschland Jahrestagung sind in Kürze unter
https://icom-deutschland.de/jahrestagung/2025/ erhältlich.
Über ICOM Deutschland
ICOM Deutschland e.V. ist das deutsche Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates ICOM und mit mehr als 7.600 Mitgliedern die größte Organisation von Museen und Museumsfachleuten in Deutschland. Aktuelle Themen wie Fragen zur Dekolonisierung, Provenienzforschung, Museumsdefinition, zu Standards innerhalb der Museen etc. werden auf nationaler wie internationaler Ebenen mit den Mitgliedern diskutiert und als Orientierung angeboten.
Über das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G)
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G), eines der wichtigsten Häuser für Gestaltung in Europa, bietet den idealen Rahmen, um sich mit der Gestaltung musealer Orte der Zukunft auseinanderzusetzen. Seine vielfältige Sammlung reicht 9000 Jahre zurück und bis zur Gegenwart. Zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekte öffnen den Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung und hinterfragen die Gestaltung der Welt.
1. Juli 2025
MUBI verkündet den exklusiven Plattformstart von Dea Kulumbegashvilis APRIL
Projekte
„Altogether extraordinary. Unfolds with the high-stakes, breath-stopping tension of a thriller.“ – Variety
„Eerily elusive, superbly acted and crafted“ – Little White Lies
„Dea Kulumbegashvili comes into her own with haunting abortion drama“ – The Guardian
AB 1. AUGUST EXKLUSIV AUF MUBI ZUM STREAMEN VERFÜGBAR
| MUBI, weltweiter Filmverleih, Streamingdienst und Produktionsfirma, freut sich APRIL, den neuesten Spielfilm der gefeierten georgischen Filmemacherin Dea Kulumbegashvili (BEGINNING), exklusiv ab dem 1. August 2025 auf der Streamingplattform zu präsentieren. Im Osten Georgiens geraten die Moral und berufliche Integrität der Gynäkologin und Geburtshelferin Nina in den Fokus, nachdem ein Neugeborenes bei der Entbindung stirbt. Während die Ermittlungen laufen, machen Gerüchte die Runde, wonach Nina außerhalb ihrer regulären Tätigkeit heimlich illegale Abtreibungen für verzweifelte Frauen durchführt. Die Hauptrolle der Nina hat Ia Sukhitashvili (BEGINNING) übernommen, neben ihr sind zudem u.a. Nino Javakhishvili, Temiko Chichinadze und Giorgi Bochorishvili zu sehen. Die Kameraarbeit von APRIL stammt von DOP Arseni Khachaturan (BONES AND ALL, THE IDOL, BEGINNING) und die Musik stammt vom britischen Musiker und Komponisten Matthew Herbert (DAS WUNDER). Seine Weltpremiere feierte APRIL bei den Filmfestspielen von Venedig 2024, wo der Film mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Es folgte eine erfolgreiche, internationale Festivaltour mit Stationen auch in Deutschland beim Filmfest Hamburg und dem Around the World in 14 Films Festival in Berlin. APRIL VON DEA KULUMBEGASHVILI – AB 1. AUGUST 2025 EXKLUSIV AUF MUBI Bildmaterial finden Sie HIER Foto: Courtesy MUBI Für weitere Informationen melden Sie sich direkt bei mubi@steinbrennermueller.de. |
| Über MUBI MUBI ist ein globaler Streaming-Dienst, ein Filmverleih und eine Produktionsfirma und verschreibt sich der Förderung großartiger Filme. MUBI produziert, kuratiert, akquiriert und feiert visionäre Filme und bringt sie Menschen auf der ganzen Welt näher. MUBI ist ein Ort, an dem man ambitionierte Filme von ikonischen Regisseur:innen bis hin zu aufstrebenden Autor:innen entdecken kann. Handverlesen von MUBI Kurator:innen. Mit MUBI GO erhalten Mitglieder in bestimmten Ländern jede Woche ein kostenloses Kino-Ticket, um die besten neuen Filme im Kino zu erleben. Und Notebook beleuchtet alle Facetten der Kino-Kultur – sowohl in Print als auch online. Zu MUBIs bisherigen und kommenden Releases gehören unter anderem THE SUBSTANCE von Coralie Fargeat, QUEER von Luca Guadagnino, THE END von Joshua Oppenheimer, DAS MÄDCHEN MIT DER NADEL von Magnus von Horn, GRAND THEFT HAMLET von Pinny Grylls & Sam Crane, PRISCILLA von Sofia Coppola, PASSAGES von Ira Sachs, MEDUSA DELUXE von Thomas Hardiman, THE FIVE DEVILS von Léa Mysius, DIE MISSETÄTER von Rodrigo Moreno, COLONOS von Felipe Gálvez und AFTERSUN von Charlotte Wells. Zu MUBIs Produktionen gehören THE MASTERMIND von Kelly Reichardt, mit Josh O’Connor, BRING THEM DOWN von Christopher Andrews, mit Christopher Abbott und Barry Keoghan, WITCHES von Elizabeth Sankey, GASOLINE RAINBOW von Bill Ross IV und Turner Ross; zu MUBIs Koproduktionen gehören Jim Jarmuschs FATHER MOTHER SISTER BROTHER mit Adam Driver, Mayim Bialik, Tom Waits, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat, ROSEBUSH PRUNING von Karim Aïnouz, mit Callum Turner, Riley Keough, Jamie Bell, Lukas Gage, Elena Anaya, Tracy Letts, Elle Fanning und Pamela Anderson und Michel Francos MEMORY mit Jessica Chastain und Peter Sarsgaard. MUBI wurde 2007 von Efe Cakarel gegründet und ist die größte Community von Filmliebhaber:innen weltweit und in 190 Ländern verfügbar. MUBI hat seinen Hauptsitz in London, mit 15 Büros weltweit und über 400 Mitarbeiter:innen. Im Januar 2022 erwarb MUBI die renommierte Vertriebs- und Produktionsfirma The Match Factory und Match Factory Productions und im Februar 2024 eine Mehrheitsbeteiligung am führenden Filmverleih in den Benelux-Ländern, Cinéart. Das Abo kostet €13.99 pro Monat bzw. €107.88 für 12 Monate. MUBI ist im Web und auf Roku-Geräten, Amazon Fire TV, Apple TV und Samsung Smart TV verfügbar, sowie auf Mobilgeräten einschließlich iPad, iPhone und Android. Das MUBI GO Abo kostet €18.99 pro Monat bzw. €167.88 für 12 Monate. |
1. Juli 2025
Das 1. Kinohalbjahr 2025: Arthouse behauptet sich
Projekte
LIKE A COMPLETE UNKNOWN setzt sich an die Spitze
Das 1. Kinohalbjahr 2025 prägt ein fulminanter Jahresauftakt, der sich aber in den letzten Wochen deutlich abflachte. Insgesamt gehen die Arthouse-Kinos mit einem Umsatzplus i.H.v. 0,7 % im Vergleich zum Vorjahresergebnis ins zweite Halbjahr. Bei den Besucherzahlen ist allerdings ein leichter Rückgang von 1,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.
Bezogen auf die Situation 2023 sind es aber immer noch 9,7% mehr Besucher*innen, während der Gesamtmarkt gegenüber 2023 noch 9,2 % zurückliegt. (Gesamtmarkt-Besucher: – 1,3% gegenüber 1. HJ 2024).
Spitzenreiter mit den meisten Besucher*innen ist mit weitem Abstand LIKE A COMPLETE UNKNOWN von James Mangold (The Walt Disney Company). Timothée Chalamet lockte das Publikum generationenübergreifend in die Kinos.
Dahinter folgt KONKLAVE von Eward Berger (Leonine), der durch die Papstwahl nochmals von der großen Aktualität profitieren konnte. Auf Platz drei landet der gefühlvolle französische Film DIE LEISEN UND DIE GROSSEN TÖNE von Emmanuel Courcol (Neue Visionen). Bester deutschsprachiger Film ist HELDIN (Tobis) mit Leonie Benesch, der sich mit dem Alltag einer Pflegefachfrau auseinandersetzt.
Der Vorsitzende der AG Kino – Gilde Christian Bräuer zu den Ergebnissen: „Wir sehen, dass gute, für das Kino gemachte Filme weiterhin ihr Publikum finden. Das zeigt das Potential, das in einer lebendigen Kinokultur steckt: durch ein beachtliches generationenübergreifendes Interesse am unabhängigen Kino, durch ein seit der Pandemie verjüngtes Publikum in den Arthousekinos und durch den großen Erfolg von aufwendiger, zielgruppenspezifischer Arbeit – ob in den Kiezen der Großstädte oder im ländlichen Raum. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen dieses Potential nutzen. Eine kluge Kinoförderung, die Programmanreize schafft und die Investitionsfähigkeit der Betriebe stärkt, gehört eindeutig dazu.
Foto: Searchlight Picture








